DSLR-Flaggschiff für Fotografen: Nikon D6 – mit Ersteindruck

20,7 Megapixel, 14 Bilder/Sek., 105 AF-Messfelder, 4K-Video (2160p30), GPS, 2 x CFexpress

Nachdem Canon bereits zu Beginn des Jahres mit der EOS-1DX Mark III seine neue Flaggschiff-DSLR angekündigt hatte, folgt nun Nikon mit der neuen D6. Deren Fotofunktionen wurde gezielt verbessert, in puncto Video gibt es dagegen keine Unterschiede zum 2016 vorgestellten Vorgängermodell Nikon D5.

Als Bildwandler verbaut Nikon in der D6 ein 35,9 x 23,9mm großes CMOS-Modell mit 20,7 Megapixel. Dieses ist von der D5 bekannt, durch den neuen Expeed-6-Prozessor der Spiegelreflexkamera soll jedoch trotzdem eine um 1/3 bis 1/2 Blendenstufe bessere Bildqualität erzielt werden. Der ISO-Bereich der Kamera beginnt bei ISO 100 und endet bei ISO 102.400, mit den Low- und High-Erweiterungen kommt man auf ISO 50 bis ISO 3,2 Millionen.

Der neue AF-Sensor arbeitet mit 105 Kreuzsensoren:

Völlig neu ist der AF-Sensor der Kamera. Nikon setzt hier auf ein Modell mit 105 Messfeldern, alle sind Kreuzsensoren. Fokussieren lässt sich per Phasendetektion ab -4,5 EV, das ist eine halbe Stufe mehr als bei der D5. Die 105 Messfelder sind alle manuell auswählbar, decken einen größeren Bereich als beim Vorgängermodell ab und sollen dank neuer Technologie (Triple Sensor Arrangement statt Double Sensor Arrangement) besser arbeiten.

Zu den weiteren AF-Features gehören 17 Gruppen-AF-Einstellungsmöglichkeiten, die neue Option AF-Startpunkt beim Einsatz des automatischen AFs und die Einzelfeld-Wide-Option. Das von früheren Kameramodellen bekannte AF-Finetuning lässt sich bei der D6 nicht nur für den gesamten Brennweitenbereich, sondern bei Zoomobjektiven für die Weitwinkel- und Telestellung vornehmen.

Im Serienbildmodus speichert die DSLR 14 Bilder pro Sekunde mit AF- und AE-Nachverfolgung:

Serienaufnahmen unterstützt die Nikon D6 mit bis zu 14 Bildern pro Sekunde. Anders als bei der D5 muss dafür allerdings nicht der Spiegel hochgeklappt werden. Bei der höchsten Bildrate wird zudem das AF- und AE-Tracking angeboten. Im Liveviewmodus steht eine Silent-Shooting-Funktion zur Verfügung, damit lassen sich bis zu 10,5 Bilder pro Sekunde aufnehmen. Der Belichtungsmesssensor der DSLR besitzt 180.000 RGB-Pixel, mit dem mechanischen Schlitzverschluss lässt sich bis zu 1/8.000 Sekunde belichten.

In beide Kartenslots lassen sich XQD- oder CFexpress-Karten stecken:

Wer seine Aufnahmen sofort nach dem Speichern an ein anderes Gerät übertragen möchte, kann das per WLAN und LAN. Dies funktioniert schneller als bei der D5. Schneller sind auch die beiden Speicherkartenslots, dank CFexpress werden die aktuell höchsten Datenraten erreicht. XQD-Karten lassen sich ebenso einsetzen. Das kamerainterne Geotagging ist bei der D6 per GPS möglich.

Die Oberseite der neuen Flaggschiff-Kamera von Nikon:

Der optische Pentasprismen-Sucher stammt von der Nikon D5 (Testbericht), er vergrößert 0,72-fach. Das 3,2 Zoll messende Display gibt Nikon mit 2,36 Millionen Subpixel an. Durch die Touchoberfläche lassen sich verschiedene Eingaben vornehmen.

Keine Veränderungen hat Nikon auch bei der Videofunktion vorgenommen. Die Spiegelreflexkamera nimmt Videos weiterhin in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) mit 24, 25 und 30 Vollbildern pro Sekunde auf. In Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) sind 24 bis 60 Vollbilder pro Sekunde einstellbar. Zum Verbessern der Tonqualität lässt sich ein externes Mikrofon anschließen, die Tonkontrolle kann per Kopfhörer erfolgen.

Das Gehäuse besteht aus einer robusten Magnesiumlegierung:

Das 16,3 x 16,0 x 9,2cm große und 1.450g schwere Magnesiumgehäuse der Nikon D6 ist natürlich gegen Staub sowie Spritzwasser abgedichtet, mittels eines Kensington-Schlosses lässt sich die Kamera vor Diebstahl schützen. Ab voraussichtlich Ende April 2020 wird die DSLR für einen Preis von 7.299 Euro (UVP) bei ausgewählten Nikon-Vertriebspartnern erhältlich sein.

Natürlich lässt sich die Nikon D6 auch bei wenig ansprechenden Wetterbedingungen einsetzen:

Die Nikon D6 ist das neue Flaggschiff des japanischen Unternehmens und ein gezielte Weiterentwicklung des Vorgängermodells D5. Die Verbesserungen sind klar auf die Zielgruppe der DSLR, nämlich Sport- und Pressefotografen, ausgerichtet. Neben der leicht verbesserten Bildqualität und der höheren Bildrate sind für diese User der leistungsfähigere Autofokus und die besseren Konfigurationsmöglichkeiten interessant. Gerade die neuen AF-Optionen könnten das optimale Fokussieren deutlich einfacher machen.

Mit einem Kensington-Schloss kann man die Kamera vor Diebstahl schützen:

Das extrem robuste Gehäuse und die Bedienung haben sich dagegen nicht verändert, Besitzer der D5 müssen sich bei der D6 daher nicht umstellen.

Da Videografen von Nikon eindeutig nicht als Zielgruppe der Kamera gesehen werden, gibt es von der Videofunktion leider keine Verbesserungen zu berichten. Nutzer mit dem Wunsch nach möglichst vielen Video-Features sind bei der Nikon Z 6 deutlich besser aufgehoben.

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