FujiFilm X-T5 und FujiFilm X-T4 im Vergleich

Die sechs wichtigsten Unterschiede der beiden APS-C-DSLMs von FujiFilm

Fujifilm hat mit der X-T5 bereits die fünfte Kamera der beliebten X-T-Serie angekündigt. Hier geht FujiFilm teilweise zurück zu den Wurzeln, integriert aber auch neue Technik. Dazu gehört unter anderem ein neuer Bildwandler. Wir vergleichen in folgendem Artikel die neue FujiFilm X-T5 mit dem seit 2020 erhältlichen Vorgängermodell X-T4.

Weitere Informationen zu den Kameras erhalten Sie über folgende Links:
Ankündigung der FujiFilm X-T5
Datenblatt der FujiFilm X-T5
Hands-On der FujiFilm X-T4
Datenblatt der FujiFilm X-T4

Unterschied 1: Sensor und Aufnahme-Optionen
Der Bildwandler spielt bei einer Digitalkamera natürlich eine besonders wichtige Rolle. Neben der Größe ist dabei auch die Auflösung von Bedeutung. Da alle Kameras der X-Serie über einen Sensor im APS-C-Format verfügen, weichen die Abmessungen der Bildwandler beider Kameras nicht voneinander ab. In beiden Fällen misst der Sensor jeweils 23,5 x 15,6mm, das ergibt einen Cropfaktor von 1,5. Die Auflösungen unterscheiden sich dagegen deutlich: Bei der FujiFilm X-T4 löst der X-Trans CMOS-4-Bildwandler 26 Megapixel auf, bei der FujiFilm X-T5 sind es 39,8 Megapixel (X-Trans CMOS 5 HR).

Der Sensor der X-T5 besitzt 50 Prozent mehr Bildpunkte als der Sensor der X-T4:

Beim Aufbau wird jeweils die rückwärtige Belichtung (BSI) genutzt, die Farbfilteranordnung besteht aus dem bekannten 6 x 6 Pixel-Raster. Daher kann bei beiden DSLMs auf einen Tiefpassfilter verzichtet werden. Als Unterschied sind wieder die abweichenden Sensorempfindlichkeiten zu nennen (ISO 64 bis ISO 51.200 bei der X-T5 und ISO 80 bis ISO 51.200 bei der X-T4), in der Praxis spielt dies aber kaum eine Rolle.

Wichtiger: Wer besonders hoch aufgelöste Fotos benötigt, kann bei der X-T5 zum Pixel-Shift-Shooting greifen und damit (per Software) Bilder mit bis zu 160 Megapixel generieren. Das geht bei der FujiFilm X-T4 nicht. Nur bei der X-T5 zu finden ist darüber hinaus die HEIF-Aufnahme.

Die High-Res-Funktion der X-T5 erlaubt das Erstellen besonders detailreicher Fotos:

Unterschied 2: Die Serienbildaufnahme
Serienaufnahmen erlauben beiden Kameramodelle mit hohen Bildraten, es gibt jedoch mehrere Unterschiede zu beachten. Mit mechanischem Verschluss lassen sich jeweils bis zu 15 Bilder pro Sekunde erreichen, in diesem Fall arbeiten die Kameras mit ihrer maximalen Auflösung. Mit elektronischem Verschluss lässt sich die Bildrate der X-T5 auf 20 Bilder pro Sekunde beschleunigen. Dies geht jedoch zulasten der Auflösung und der Bildwinkel verändert sich ebenfalls (1,29-fach Crop). Bei der FujiFilm X-T4 ändert sich bei 20 Bildern pro Sekunde mit elektronischem Verschluss nichts, erst bei 30 Bildern pro Sekunde sinkt die Auflösung ab und der Bildausschnitt verändert sich (1,25-facher Crop). Bei der höchsten Bildrate ohne Crop soll die FujiFilm X-T5 (bei 15 Bildern pro Sekunde) 119 JPEG- oder 39 komprimierte RAW-Dateien speichern können, ohne langsamer zu werden. Für die FujiFilm X-T4 (20 Bilder pro Sekunde) werden 79 JPEG- und 36 komprimierte RAW-Bilder genannt. Wählt man bei der X-T4 ebenfalls 15 Bilder pro Sekunde, sind es 110 JPEG-Fotos oder 38 komprimierte RAW-Aufnahmen.

Unterschied 3: Der Autofokus
Die Autofokussysteme beider spiegelloser Systemkameras arbeiten sowohl mit der Phasendetektion als auch der Kontrastmessung. Es handelt sich daher um Hybrid-AF-Systeme. Bei der FujiFilm X-T5 übernehmen 3,3 Millionen Phasendetektionspixel das Fokussieren, bei der FujiFilm X-T4 sind es 2,16 Millionen Phasendetektionspixel. Nur bei der X-T5 zu finden ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz. Die DSLM kann daher nicht nur Augen und Gesichter (wie die X-T4) erkennen, sie erkennt auch Fahrzeuge, Züge, Flugzeuge oder Tiere. Neue AF-Algorithmen und die höhere Rechenleistung des X Processors 5 erhöhen beim Scharfstellen zudem die Präzision und die Geschwindigkeit.

Unterschied 4: Display und Sucher
Beim Sucher und dem Display hat FujiFilm bei der X-T5 jeweils Überarbeitungen vorgenommen. Die Auflösung des Suchers mit OLED-Panel wurde im Vergleich zur X-T4 zwar nicht erhöht (jeweils 3,69 Millionen Subpixel), die Sucherkonstruktion ist jedoch eine andere. Zum einen vergrößert der Sucher der X-T5 (0,8-fach) stärker als bei der X-T4 (0,75-fach), zum anderen soll die Darstellung auch bei nicht genau mittiger Einsicht besser ausfallen.

Das Display der FujiFilm X-T4 lässt sich nach oben und unten sowie nach rechts schwenken:

Bei der X-T4 ist ein dreh- und schwenkbares LCD verbaut:

Beim Display der X-T5 hat sich FujiFilm nach dem Wunsch der Fotografen gerichtet und das dreh- sowie schwenkbare Panel der X-T4 gegen ein in drei Achsen schwenkbares Modell getauscht. Erhöht wurde darüber hinaus die Auflösung: Diese liegt nun bei 1,84 Millionen Subpixel gegenüber 1,62 Millionen Subpixel bei der X-T4.

Unterschied 5: Die Videoaufnahme
Die FujiFilm X-T4 war nach der X-T3 eine der ersten Kameras des japanischen Unternehmens, das speziell für die Videoaufnahme optimiert wurde. Bei der X-T5 macht FujiFilm wegen der zuletzt vorgestellten X-H2 und X-H2S wieder einen Schritt zurück. Zurück heißt in diesem Fall allerdings nicht, dass die X-T5 bei Videos schlechter als die X-T4 einzustufen ist, sondern, dass es sich bei ihr nicht mehr um das Flaggschiff aus dem Hause FujiFilm handelt. So fehlt bei der X-T5 unter anderem die 8K-Aufnahme, obwohl diese rein technisch möglich wäre.

Im Vergleich zur X-T4 muss sich die X-T5 aber keineswegs verstecken, sondern sie bringt eine lange Liste an Videofeatures mit. Sie zeichnet Videos unter anderem in 6,2K-Auflösung (6.240 x 3.150 Pixel) mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde auf. In 4K-Auflösung (4.096 x 2.160 Pixel oder 3.840 x 2.160 Pixel) werden bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde unterstützt und in Full-HD-Auflösung (2.048 x 1.080 Pixel oder 1.920 x 1.080 Pixel) bis zu 240 Vollbildern pro Sekunde. Letztere Daten sind nun nichts Neues, denn 60 Vollbilder pro Sekunde in 4K und 240 Vollbilder pro Sekunde in Full-HD schafft auch schon die X-T4. Neu ist jedoch des bessere Farbsubsampling (4:2:2 statt 4:2:0). Das F-Log2-Profil ist wieder bei beiden DSLMs vorhanden, RAW-Videos kann jedoch nur die X-T5 ausgeben (12-Bit Farbtiefe über HDMI).

Die FujiFilm X-T5 von oben betrachtet:

Die FujiFilm X-T4 unterscheidet sich davon kaum:

Unterschied 6: Das Gehäuse
Die Kameras der X-T-Serie von FujiFilm besitzen seit jeher ein an analogen Kameras angelehntes Design. Es gibt kein klassisches Programmwählrad, sondern ein Rad zur Wahl der Verschlusszeit. Über die anderen Räder lassen sich unter anderem die Belichtung korrigieren und die Sensorempfindlichkeit einstellen.

Dies hat FujiFilm auch bei der X-T5 nicht geändert. Zurück zu den Wurzeln lautet dagegen das Motto bei den Abmessungen und dem Gewicht. Von Generation zu Generation wurden die Kameras der X-T-Serie stets größer und schwerer, bei der X-T5 ändert sich das nun wieder.

Die Rückseite der FujiFilm X-T5:

Die Rückseite der FujiFilm X-T4:

Die Breite und Höhe der X-T5 bewegen sich fast wieder auf dem Niveau der X-T1, das Gewicht leicht oberhalb der X-T3. Dadurch bedeutet natürlich auch, dass die Abmessungen (13,0 x 9,1 x 6,4cm vs.13,5 x 9,3 x 6,4cm) und das Gewicht (557g vs. 607g) der X-T4 unterschritten werden. Dadurch soll die X-T5 verstärkt Fotografen ansprechen, die sich eine kompakte und leichte Kamera wünschen. Am Handling und dem Bedienkomfort möchte FujiFilm allerdings trotzdem keine Abstriche machen. Daher verfügt die DSLM über einen verbesserten Griff, verbesserte Räder und teilweise auch größere Tasten.

Weitere Unterschiede:
Zu den weiteren Unterschieden gehören die deutlich verkürzte Belichtungszeiten beim Einsatz des elektronischen Verschlusses (1/180.000 Sekunde vs. 1/32.000 Sekunde), der neuere WLAN-Standard „ac“, ein doppelt so schneller USB-C-Port (3.2 Gen 2 statt 3.2 Gen 1) und die verbesserte Bildstabilisierung (Kompensationsleistung 7 EV vs. 6,5 EV). Die stromsparenden Komponenten der X-T5 erlauben zudem mehr Bilder mit einer Akkuladung (580 statt 500).

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Autor: dkamera.de Redaktion
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