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GoPro Karma Quadrocopter im Test (Teil 1)

Der Lieferumfang, die technischen Daten und der Copter im Detail

GoPro hatte zur Photokina 2016 mit dem Karma sein erstes Quadrocoptermodell vorgestellt. Technische Probleme zu Beginn, die sogar einen Rückruf nötig machten, konnten mittlerweile behoben werden. Wir haben das Produkt im folgenden Testbericht unter die Lupe genommen.

Der Lieferumfang:
Zum Lieferumfang des Karma Copters gehören natürlich einmal der Copter selbst, der Karma Controller zur Steuerung, der Karma Stabilisator zur Montage einer GoPro-Kamera und ein Karma LiPo-Akku (wie bei allen LiPo-Akkus ist besondere Vorsicht geboten).

Des Weiteren werden leider nur sechs Propeller (vier für den Einsatz, zwei zur Reserve), ein kombiniertes Ladegerät für den Akku des Copters sowie des Controllers, der Karma Grip zum Nutzen des Stabilisierungssystems in der Hand, weiteres Montagematerial und ein Befestigungsadapter mitgeliefert. Mit Letzterem lässt sich der Grip am ebenso mitgelieferten Karma Case befestigen.

Im Transportcase finden alle Teile Platz:

In diesem finden sämtliche Teile Platz und lassen sich einfach und sicher transportieren. Dazu verfügt das Case über zwei Griffe zum Festhalten in der Hand sowie zwei Gurte zum Transport auf dem Rücken.

Durch die Griffe und Gurte lässt sich das Case auf verschiedene Arten transportieren:

Die technischen Daten und der Copter im Detail:
Beim Karma Copter von GoPro handelt es sich um einen besonders kompakten Quadrocopter mit einem Gewicht von knapp zwei Kilogramm (inklusive Akku, Stabilisierungssystem und GoPro HERO5 Black). Die Abmessungen betragen beim Transport nur 36,5 x 22,4 x 9,0cm, im flugfähigen Zustand sind es 30,3 x 41,1 x 11,7cm.

Der Copter mit angelegten Armen, ohne Propeller, Stabilisierungssystem und Kamera:

Die Arme im aufgeklappten Zustand und mit montiertem Stabilisierungssystem sowie der Kamera:

Realisieren lässt sich die beim Transport deutlich kompaktere Größe durch ein ausklappbares Landegestell sowie vier einklappbare Arme. Den Copter kann man nach dem Auspacken aus dem Case also nicht sofort losfliegen lassen, zuerst müssen ein paar kleine Vorkehrungen getroffen werden. Praktisch klingt dies allerdings schlimmer, als es ist. GoPro hat den „Umbau“ durch Klappmechanismen sehr gut gelöst. Dadurch ist der Karma innerhalb von wenigen Sekunden startklar (den Bootvorgang nicht eingerechnet).

Die Propeller sind farblich markiert:

Der GoPro Karma im flugbereiten Zustand:

Gut zu wissen: Das Anschrauben der Propeller (durch die farbliche Codierung selbsterklärend und durch die selbstverriegelnde Bauweise sehr einfach) ist nur einmal notwendig, im Transportkoffer ist dafür ausreichend Platz.

Die Orientierungsleuchten des Copters: Vorne grün ...

... und hinten rot:

Mit den Orientierungsleuchten an den Armen des Copters lässt sich im Flug auch aus weiter Entfernung feststellen, in welche Richtung die Vorderseite des Fluggeräts aktuell zeigt. Die grünen LEDs lassen sich über die Konfiguration via Fernsteuerung während des Fluges aus- und einschalten, dies dient unserer Meinung nach auch einem sinnvollen Zweck: Denn fliegt man näher an Objekten, könnte das grüne Licht der vorderen LEDs die Foto- und Videoaufnahmen beeinflussen, denn die LEDs sind ziemlich hell. Auch hier hat GoPro also gut mitgedacht.

Der Akku besitzt 5.100mAh, die Transportschachtel gehört beim Karma nicht zum Lieferumfang:

Als Höchstgeschwindigkeit gibt GoPro für den Karma 54km/h (15m/s) an, die maximale Flughöhe beträgt 3.200m. Als maximale Reichweite werden 3.000m genannt, der größte Windwiderstand darf bei 36km/h (10m/s) liegen. Der Lithium-Polymer-Akku des Copters misst 20,1 x 9,2 x 4,3cm und bringt 545g auf die Waage. Er besitzt eine Kapazität von 5.100mAh bei 14,8 Volt. Als Flugzeit werden von GoPro 20 Minuten angegeben. Im Praxistest in der kalten Jahreszeit (bei der Akkus grundsätzlich nur etwas weniger leisten können) sind wir auf ca. 17 bis 18 Minuten Flugzeit gekommen, im Sommer dürften die 20 Minuten also erreicht werden. Flugzeiten sind dabei aber immer auch vom Flugstil abhängig, fliegen wir beispielsweise nur Vollgas im Sportmodus, so reduziert sich die Flugzeit durchaus merklich. Ein "Videocopter" wird jedoch sowieso meist eher für ruigere Flugmanöver verwendet.

Der Akku wird von hinten aus dem Copter gezogen, LEDs zeigen den Ladestand an:

Das mitgelieferte Ladegerät:

Die Anschlüsse des Ladegeräts (links für den Copter-Akku, rechts für die Fernbedienung):

Beide Akkus lassen sich parallel aufladen:

Das Aufladen des Akkus erfolgt im ausgebauten Zustand und dauert mit dem beiliegenden Ladegerät rund eine Stunde. Zu wie viel Prozent der Akku geladen ist, lässt sich einfach durch das Drücken der hinteren Taste des Akkus herausfinden.

Hier zeigen vier LEDs den Ladestand an. Der Akkuwechsel ist beim Karma durch das Herausziehen des Akkus per Griff möglich, zum Einsetzen wird er mit den Kontakten nach oben wieder in den Schacht geschoben. Diese Vorgehensweise hat sich in der Praxis als sehr einfach und komfortabel herausgestellt.

Das Stabilisierungssystem mit montierter GoPro HERO5 Black:

Eine Besonderheit des Copters sind aber nicht nur dessen Abmessungen, der Karma hebt sich auch mit seinem modularen Aufbau von anderen Modellen ab. Modular bedeutet konkret, dass sich der Karma Stabilisator aus dem Copter entfernen lässt und dann zusammen mit dem GoPro Karma Grip (Testbericht) als Handheld-Stabilisator zu verwenden ist.

Mit einem Schalter lässt sich die Verriegelung des Stabilisierungssystems öffnen und schließen:

Das Stabilisierungssystem lässt sich einfach mit dem Copter verbinden:

Dazu öffnet man die Verriegelung des Stabilisators am Karma mittels Drehen in die „Unlock“-Position und kann dann das 230g schwere Gimbalsystem einfach aus dem Copter herausziehen. Die Stabilisierung erfolgt in drei Achsen, standardmäßig wird eine Halterung für die GoPro HERO5 Black (Testbericht) und GoPro HERO6 Black (Testbericht) mitgeliefert.

Per Adapter sind auch ältere GoPro-Modelle verwendbar:

Die Halterung kann der Nutzer jedoch auch tauschen und dadurch alternativ eine GoPro HERO4 Black (Testbericht) oder GoPro HERO4 Silver verwenden.

Der Karma-Controller mit ausgeklapptem Display:

Gesteuert wird der Karma mittels der mitgelieferten Fernbedienung „Karma-Controller“. Sie besitzt ein 5 Zoll großes Touchscreen-Display mit 720p-Auflösung und 900Nit Helligkeit. Der integrierte Akku der Fernsteuerung soll für vier Stunden Betrieb ausreichen. Im Praxiseinsatz haben wir festgestellt, dass ein voller Akku für viele Flüge ausreicht, die Flugzeit ist also hauptsächlich durch den Flugakku bzw. durch die Anzahl der verfügbaren Flugakkus limitiert. Hat man eine voll aufgeladene Funke, braucht man also für einige Zeit darüber nicht mehr nachzudenken. Aufgeladen wird der Controller über das Ladegerät des Copters, das dazu über einen zusätzlichen USB-C-Stecker verfügt. Der Port befindet sich am Controller zum Schutz hinter einer kleinen Abdeckung auf der Vorderseite, die LED zum Anzeigen des Ladestands liegt hier ebenfalls.

Das Display ist 5,0 Zoll groß und besitzt HD-Auflösung:

Die Tasten und Joysticks zum Ein- bzw. Ausschalten sowie zur Steuerung:

Die aus Kunststoff gefertigte sowie teilweise mit einer Gummierung versehene Fernbedienung ist mit zwei Joysticks zum Steuern im Flugbetrieb ausgestattet. Diese erlauben das Fliegen in alle Richtungen, das Rotieren sowie das Verändern der Höhe des Copters. Der Ein-/Ausschalter aktiviert oder deaktiviert die Fernbedienung, über die Start-Stopp-Taste lassen sich die Rotoren starten. Befindet sich der Copter in der Luft, wird dieser per Lande-Button sofort an der aktuellen Stelle oder dem Startpunkt automatisch landen.

Per Rad lässt sich der Winkel der Kamera verändern:

Wie bei den GoPro-Kameras gibt es eine Mode- und eine Record-Taste:

Des Weiteren sind an der Seite der Fernbedienung die von GoPro-Kameras bekannten Mode- und Record-Tasten vorhanden. Diese erlauben das Verändern des Aufnahmemodus oder das Starten und Stoppen von Videos.

Darüber hinaus ist der Karma Controller mit einem Lautsprecher, einem Umgebungslichtsensor und einer Armbandbefestigung ausgestattet. Dadurch kann das versehentliche Herunterfallen verhindert werden. Grundsätzlich liegt der 625g schwere Karma Controller durch die Gummierung allerdings gut in der Hand. Er funkt zum Copter auf einer Frequenz von 2,6 GHz.

Der Controller fällt recht kompakt aus und wurde äußerlich gummiert:

Über den USB-Port lässt sich der Akku aufladen:

Im zweiten Teil unseres Tests des Karma Copters gehen wir auf den praktischen Einsatz ein.

*Diese Links führen zu Amazon- oder anderen Online- Angeboten, keine Verfügbarkeitsgarantie, keine Garantie auf günstigsten Preis, Preise können variieren, Preise inkl. MwSt. / evtl. zzgl. Versandkosten, alle Angaben ohne Gewähr.

Kommentare

GoPro hat sich aus der ...

GoPro hat sich aus der Herstellung von Coptern zurückgezogen, es werden nur die Lagerbestände verkauft. Vielleicht bekommt man ja so einen sehr günstig.
Würde aber lieber von einer Firma kaufen die auch noch im Geschäft ist.

Hallo, ich bin sehr gespannt ...

Hallo,
ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung des Erfahrungsberichts. Wann kann man damit rechnen?
Außerdem finde ich das Thema Video- / Fotodrohnen sehr spannend, ist in den nächsten Monaten noch mit weiteren Testberichten zu rechnen?
VG
Sven

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