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Huawei P30 Smartphone- und Kameratest (Teil 2)

Teil 2 von 3: Die Kamera im Bildqualitäts-Check und Beispielaufnahmen in voller Auflösung

Nachdem wir im ersten Teil unseres Tests des Huawei P30 auf die technischen Daten, das Handling und die Verarbeitung eingegangen sind, prüfen wir nun die Kameras des Smartphones. Mit unseren Beispielfotos und -videos in voller Auflösung können Sie sich zudem einen eigenen Eindruck von den Kameraqualitäten verschaffen.

Die Kameras:
Das P30 Pro ist das Foto-Flaggschiff von Huawei, das P30 sortiert sich in der zweiten Reihe ein. Das heißt jedoch nicht, dass man hier auf die beste Technik verzichten muss. Auch das P30 ist mit jeder Menge Features ausgerüstet, die es fototechnisch zur Spitzenklasse zählen lassen. Das liegt vor allem am Sensor der Hauptkamera. Hier nutzt Huawei einen sehr großen Chip der 1/1,7-Zoll-Klasse, mit 40 Megapixeln bewegt sich auch dessen Auflösung über dem Durchschnitt.

Abweichend von der Norm kommt zudem eine Filtermatrix mit den Farben Rot, Gelb (statt Grün) und Blau zum Einsatz. Diese nutzt Huawei auch beim P30 Pro und gibt als Verbesserungen eine 40 Prozent höhere Lichtempfindlichkeit an. Das Objektiv der Hauptkamera besitzt eine Brennweite von 27mm und eine Lichtstärke von F1,8. Im Vergleich zumP30 Pro (F1,6) sammelt die Optik etwas weniger  Licht ein, des Weiteren steht kein optischer Bildstabilisator zur Verfügung. Die AIS Huawei Ki-Foto-Stabilisierung ist bei der Hauptkamera – wie bei allen Kameras – jedoch aktiv.

Bei der zweiten Optik des P30 kommt ein Ultraweitwinkelobjektiv zum Einsatz. Dessen Bildwinkel entspricht einem Kleinbildobjektiv mit 17mm KB-Brennweite, die Blendenöffnung liegt bei F2,2. Die Größe des Sensors der Ultraweitwinkelkamera ist nicht bekannt, Fotos nimmt er mit 16 Megapixeln auf.
Die Telekamera nutzt einen acht Megapixel auflösenden Chip der 1/4-Zoll-Klasse, das Objektiv mit 80mm (KB) gibt Huawei mit einer Lichtstärke von F2,4 an. Anders als die Ultraweitwinkel- und die Hauptkamera steht bei der Telekamera ein optischer Bildstabilisator zur Verfügung.

Zoomvergleich beim Huawei P30: Ultraweitwinkelkamera, Hauptkamera und Telekamera:

Alle drei Festbrennweiten nennt Huawei „Leica Vario-Summilux-H 17-80mm F1,8-2,4 Asph.“. Bei einer strengen Auslegung ist diese Bezeichnung mangels echtem Zoom zwar nicht korrekt, in der Praxis lassen sich die drei Objektive aber durchaus als Zoom mit dem genannten Brennweitenbereich zusammenfassen. Schließlich besteht auch die Möglichkeit des digitalen Zoomens. Hier sinkt zwar die Bildqualität ab, der durchschnittliche User sollte davon allerdings nur recht wenig mitbekommen. Für ambitionierte Fotografen gilt jedoch die Regel: Die Kameras direkt ansteuern und nicht per Touch zoomen.

Wo wir bereits bei der Bildqualität sind: Die besten Aufnahmen lassen sich mit der Hauptkamera erstellen. Der große Sensor mit seinen 40 Megapixeln liefert bei Tag wie bei Nacht sehr gute Fotos. Für die bestmögliche Detailwiedergabe sollte man sich für die Aufnahme mit 40 Megapixel entscheiden, bei der 10-Megapixel-Option werden deutlich weniger Details wiedergegeben.

Wer die Aufnahmen aber nur auf seinem Smartphone behält oder diese über die Social-Media-Plattformen teilt, wird mit den 10-Megapixel-Bildern problemlos auskommen. Die 40-Megapixel-Fotos zählen im Smartphone-Segment zur Spitzenklasse, bei Tag sind sie beeindruckend detailreich.

Bei Nacht sollten sich Fotografen wegen des stark ansteigenden Bildrauschens für die 10-Megapixel-Option entscheiden, hier fasst das P30 vier Pixel zu einem großen Bildpunkt zusammen. Auch höhere ISO-Werte sind für das P30 kein Problem, das Bildrauschen fällt mit den Standardeinstellungen gering aus. Wer statische Motive fotografieren möchte, kann zudem zum speziellen Nachtmodus greifen. Dieser kombiniert mehrere Fotos zu einer Aufnahme. Selbst bei sehr wenig Licht speichert das P30 damit erstaunlich gut aussehende Fotos. Apropos gutaussehend: Mit den Standardeinstellungen wirken die Aufnahmen für unseren Geschmack teilweise zu stark gesättigt, der HDR-Look ist außerdem nicht zu übersehen. Wir raten grundsätzlich zur Aufnahme ohne die AI-Automatik, für besonders natürliche Fotos sollte der Pro-Modus verwendet werden. Alternativ nutzt man die RAW-Dateien. Sie lassen sich im Unterschied zu vielen anderen Smartphones mit allen drei Kameras speichern. Allerdings sei auch gesagt: In Zeiten von Social-Media sind der HDR-Look und „knallige“ Bilder von der klassischen Zielgruppe gefragt. Huawei liefert daher, was die Masse möchte. Ob das nun gut oder schlecht ist, muss jeder selbst entscheiden.

Verschiedene Sensoren im Größenvergleich:

Wer Fotos mit einem größeren Bildwinkel benötigt, kann zur Ultraweitwinkelkamera greifen. Deren Aufnahmen sind detailreich und können bei Tag sehr überzeugen. Bei Nacht steigt das Bildrauschen schneller als bei der Hauptkamera an, für ein Ultraweitwinkelmodell lassen sich aber deutlich überdurchschnittliche Bilder aufnehmen. Die Telekamera besitzt den kleinsten Sensor und obendrein den Chip mit der geringsten Auflösung. Das sieht man den Bildern im Vergleich natürlich an. Hierbei gilt es allerdings zu bedenken, dass eine stattliche Brennweite von 80mm (KB) zur Verfügung steht. Das ist für ein kompaktes Smartphone beachtlich. Bei guten Lichtverhältnissen macht die Telekamera des Huawei P30 ordentliche Bilder, dank der langen Brennweite sind auch weiter entfernte Motive gut abzubilden. Bei schlechteren Lichtverhältnissen steigt das Bildrauschen schnell an, für Einsätze bei Nacht ist die Telekamera kaum bis nicht geeignet. Dieser Problematik ist sich Huawei bewusst, im Automatikmodus wechselt das P30 oftmals selbständig von der Tele- zur Hauptkamera. Der Bildausschnitt bleibt dabei gleich. In der Praxis leistet das Triple-Kamera-Setup eine sehr gute Arbeit, im Smartphone-Bereich gehört es zu den besten Modellen. Das liegt auch am sehr schnellen Autofokus und der guten Stabilisierung.

Im Superzeitlupenmodus schafft das P30 bis zu 960 Bilder pro Sekunde:

Bei Videos steht das P30 nicht hinter dem großen Schwestermodell P30 Pro zurück. Mit allen drei Kameras kann das P30 Video in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) mit 30 Vollbildern pro Sekunde aufnehmen. In Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) sind es 30 oder 60 Vollbilder pro Sekunde im normalen Aufnahmemodus und 120 Vollbilder pro Sekunde im Zeitlupenmodus (4-fache Zeitlupe). In HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel) wird eine 8-fache Zeitlupe mit 240 Vollbilder pro Sekunde und eine 32-fache Superzeitlupe mit 960 Vollbildern pro Sekunde angeboten. Die 4K-Videos der Kameras sind detailreich und im Alltag sehr gut zu verwenden, die bestmögliche Bildqualität erhält man beim Einsatz der Hauptkamera. Das gilt auch für die Full-HD-Auflösung, wobei die Aufnahmen hier schon deutlich weniger Details als 4K-Aufnahmen zeigen. Die Zeitlupenfunktionen sind für Zeitlupeneffekte zweifellos nutzbar, die Bildqualität lässt aber stark nach. Mit 960 Vollbildern pro Sekunde sind extreme Verlangsamungen realisierbar, die Bildqualität überzeugt uns jedoch nicht mehr. Als besonderes Feature hat das P30 wie das Pro30 einen „Duale Anzeige-Modus“ zu bieten. Dieser erlaubt das Speichern der Aufnahmen von zwei Kameras in einem Video.

Die Stabilisierung erfolgt bei Videos grundsätzlich elektronisch, bei der Telekamera zusätzlich optisch. Verwacklungen werden sehr gut ausgeglichen, auch im Gehen lassen sich vergleichsweise ruhige Videos festhalten. Der Autofokus arbeitete im Test in der Regel schnell und treffsicher.

Beispielaufnahmen (sofern nicht anders erwähnt wurden alle Bilder mit der Hauptkamera und 10 Megapixel aufgenommen):

Brennweitenvergleich (Utraweitwinkel, Hauptkamera, Tele):

Links eine Aufnahme ohne und rechts mit Bokeh-Simulation:

Zwei Nahaufnahmen:

Links eine Aufnahme mit 10 Megapixel, rechts mit 40 Megapixel:

Zwei Aufnahmen mit 40 Megapixel:

Links eine Aufnahme mit LED-Licht, rechts mit der Weitwinkelkamera:

Links eine Standard-Aufnahme, rechts mit dem Nachtmodus:

JPEG+RAW-Aufnahmen (Ultraweitwinkelkamera):

Hauptkamera:

Telekamera:

Links eine Aufnahme in 4K-Auflösung (2160p30), rechts in Full-HD (1080p60):

Links eine Aufnahme in Full-HD-Auflösung (1080p120), rechts in HD (720p960):

Zwei Aufnahmen in 4K-Auflösung (2160p30): Links mit der UWW-, rechts mit der Telekamera:

Im dritten und letzten Teil unseres Smartphone-Tests des Huawei P30 schauen wir uns die Kamera-App und die allgemeine Leistung an.

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Kommentare

Ich danke Ihnen sehr für ...

Ich danke Ihnen sehr für den Test. Für mich ergibt sich daraus aber nur, daß es sich um Kompaktkameraniveau handelt. Mit ISO 50 konnte man auch vor 6 Jahren schon genauso gute Fotos mit kleinen wie mit großen Kameras machen. Man sollte nicht unerwähnt lassen, daß nur beim Iphone die RAW Datei auch verändert gespeichert wird, wenn ich von Weit 28mm- auf Normalbrennweite 50mm wechsle. Bei den Huawei handys wird immer nur im Weitwinkelmodus als RAW gespeichert, auch im Tele. Das ist für mich daher nur ein Spielzeug und kein Kameraersatz.

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