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Huawei P30 Smartphone- und Kameratest (Teil 3)

Teil 3 von 3: Kamera-App, Benchmarks und das Huawei P30 in der Praxis

Im zweiten Teil unseres Tests des Huawei P30 hatten wir die Bildqualität geprüft, in diesem dritten Teil nehmen wir die Kamera-App mit ihren Funktionen sowie Einstellungsmöglichkeiten und die Leistung des Smartphones in der Praxis unter der Lupe. Am Ende fassen wir unsere Ergebnisse zusammen und ziehen ein Fazit.

Die Kamera-App:
Bei der Kamera-App vertraut Huawei auf den gewohnten Aufbau. Die App kommt Huawei-Nutzern daher sofort bekannt vor. Wie beim Huawei P30 Pro (Testbericht) ist der Aufbau dreigeteilt. Die Liveansicht in der Mitte nimmt den größten Teil ein, links davon liegen weitere Einstellungsmöglichkeiten. Damit kann man unter anderem die Sättigung konfigurieren oder die Master-AI und das LED-Licht aktivieren.

Die App mit der Liveansicht:

Auf der rechten Seite bestimmt der Nutzer das Aufnahmeprogramm, daneben befinden sich der Fotoauslöser und die Touchtasten zum Aufrufen des Wiedergabemodus sowie zum Wechseln der Kamera (zwischen Front- und Rückseite).

Gut zu wissen: Als zusätzlicher Hardware-Auslöser lässt sich die Leiser-Position der Lautstärkewippe verwenden, das zweifache kurze Drücken der Taste sorgt für den Schnellstart der Kamera.

Im Pro-Modus kann der Nutzer viele Einstellungen vorgeben:

Unter anderem lassen sich die Belichtung korrigieren ...

... oder der Weißabgleich anpassen:

Die Wahl des Fotoprogramms erfolgt sehr einfach per Wischen und Tippen. Das P30 hat unter anderem einen Modus für Fotos, einen fürs Filmen, einen für Nachtaufnahmen und einen für Porträts zu bieten. Der „Pro“-Modus erlaubt es dem Fotografen, manuelle Einstellungen vorzunehmen. Neben der Belichtungsmessmethode (Matrix, Mittenbetont, Punkt) kann man die Sensorempfindlichkeit (Auto oder ISO 50 bis ISO 409.600), die Belichtungszeit (Auto oder 1/4.000 Sekunde bis 30 Sekunden), die Belichtungskorrektur (+/- vier Blendenstufen), den Fokusmodus (AF-S, AF-C und MF) und den Weißabgleich (unter anderem AWB, bewölkt sowie Custom) verändern. Das funktioniert bei allen drei Kameras.

Ein Teil der zur Verfügung stehenden Fotoprogramme:

Apropos Kameras: Welches Modell für die Aufnahme verwendet wird, entscheidet der Nutzer über kleine Touchtasten (Weit, 1x und 3x; Achtung: 5x steht ebenfalls zur Wahl, dabei kommt jedoch auch ein digitaler Zoom zum Einsatz) in der Liveansicht. Diese Lösung gefällt uns sehr gut. Alternativ bestimmt der User den Bildwinkel per Fingerbewegungen auf dem Display. Dabei hat man jedoch keine genaue Kontrolle über die gewählte Kamera und verwendet oftmals den digitalen Zoom.

Gut zu wissen: Ist bei der Hauptkamera die Aufnahme mit 40 Megapixel eingestellt, fällt die Option der Kamerawahl im Automatikmodus (= Foto) weg, zudem lässt sich nicht mehr digital zoomen. Daher gilt: Für die bestmögliche Bildqualität wählen Fotografen die 40-Megapixel-Option, für die größtmögliche Flexibilität die 10-Megapixel-Option.

Der Videomodus des Huawei P30:

Für Videos hat die App nicht nur einen Videomodus zu bieten, Videos lassen sich auch mit dem Zeitlupen- und dem „Pro“-Modus aufnehmen. Bei Ersterem kann man sich für die gewünschte Bildrate entscheiden, bei Letzterem die Belichtungsmessmethode, die Belichtungskorrektur, den Fokusmodus und den Weißabgleich bestimmen.

Weitere App-Optionen:

Insgesamt macht die Kamera-App des Huawei P30 einen sehr guten Eindruck. Trotz vieler Einstellungsmöglichkeiten kommt auch die Übersicht nicht zu kurz. Amateure wie ambitionierte Fotografen sollten damit sehr gut zurechtkommen.

Benchmarks:
Wie das teurere Huawei P30 Pro ist das P30 mit einem Kirin 980-SoC ausgerüstet. Dieser sorgt bei unseren Tests für sehr gute Ergebnisse, zu den besten Modellen kann das Smartphone aber nicht ganz aufschließen. Das spielt in der Praxis wegen der hohen Leistung allerdings keine Rolle. Im Geekbench-Benchmark erreicht das P30 eine Single-Core-Ergebnis von 3.272 Punkten, im Multi-Core-Benchmark sind es 9.705 Punkte. Beim Antutu-Benchmark haben wir 287.015 Punkte gemessen, beim PC Mark Work Performance Score 7.913 Punkte. Der 3D Mark Sling Shot Extreme-Test brachte 4.084 Punkte zutage.

Wir haben folgende Benchmarks mit dem Huawei P30 Smartphone durchgeführt:

Benchmarks

Ergebnis

Antutu Benchmark (7.2.2)

287.015 Punkte

Geekbench (4.3.4)

3.272 Punkte (Single-Core)
9.705 Punkte (Multi-Core)

3D Mark (Sling Shot Extreme)

4.084 Punkte

PC Mark for Android (Work 2.0)

7.913 Punkte

Datendurchsatz

Ergebnis

Androbench (interner Speicher)

833,4MB/s (Read) / 196,0MB/s (Write)

A1 SD (NanoMemory-Karte)

72,5MB/s (Read) / 74,3MB/s (Write)

Akkutest YouTube

Ergebnis

Akku-Test (1080p, WLAN, 75% Helligkeit)

9% Akkuverbrauch pro Stunde

Der integrierte Speicher erreicht eine Schreibgeschwindigkeit von 196MB/s, von ihm Lesen lässt sich mit 833,4MB/s. Beides sind sehr gute Ergebnisse. Die Huawei NM-Karte schafft im Slot eine Datenrate von 74,3MB/s beim Schreiben und 72,5MB/s beim Lesen.

Unser Fazit:
Huawei bietet mit dem P30 ein Smartphone an, das als kleines Schwestermodell des P30 Pro ein wenig im Schatten des aktuellen Foto-Flaggschiffs steht. Zu diesem kann es in mehreren Bewertungskriterien nicht ganz aufschließen, der Preis ist aber natürlich auch geringer. Fotografen müssen beim P30 – im Vergleich zum P30 Pro – vor allem bei der Telekamera Abstriche machen, mit dem Pro-Modell lassen sich weiter entfernte Motive besser „vergrößern“. Daneben löst die Ultraweitwinkelkamera etwas schwächer auf und die Hauptkamera ist nicht mit einem optischen Bildstabilisator ausgerüstet. Auf einen großen und hochauflösenden Chip müssen jedoch auch die Besitzer des P30 nicht verzichten. Mit diesem speichert das P30 exzellent aufgelöste und rauscharme Bildergebnisse.

Bei Nacht schneidet die Hauptkamera weit überdurchschnittlich ab, mit dem speziellen Nachtmodus lassen sich erstaunliche Ergebnisse erzielen. Das Leica Vario-Summilux-H 17-80mm F1,8-2,4 Asph.  aus drei Objektiven bzw. Kameras macht in der Praxis einen sehr guten Job, für den Autofokus und die Bildstabilisierung gilt das ebenfalls. Daneben punktet das P30 mit sehr guten 4K-Videos und verschiedenen Zeitlupen-Optionen. Eine gut zu bedienende App und die Möglichkeit der RAW-Aufnahme mit allen Kameras sind ebenfalls als Pluspunkte zu nennen.

Das Huawei P30 besitzt nicht nur eine sehr gute Kamera, auch die weitere Leistung ist stimmig:

Das Huawei P30 überzeugt des Weiteren mit einem hochwertigen Gehäuse, einem scharfen OLED-Display (2.340 x 1.080 Pixel; 6,1 Zoll) und einer hohe Rechenleistung. Der Fingerabdrucksensor erlaubt das schnelle Entsperren des Smartphones, den Speicher kann man per NM-Karte erweitern.

Für Kopfhörer gibt es zudem einen Kopfhörerausgang. Die Rechenleistung wird dank aktueller High-End-Hardware auch in in der näheren Zukunft noch ausreichend sein.

Unsere Bewertung des Huawei P30:

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