Leica Q und Sony Cyber-shot DSC-RX1R im Vergleich (Teil 3)

Teil 3 von 3: Unser Vergleichstest der Premium-Kompaktkameras mit Vollformatsensor


Links Sehen Sie die Leica Q, rechts die Sony Cyber-shot DSC-RX1R.

Im dritten und letzten Teil unseres Vergleischstests der Premium-Kompaktkameras mit Vollformatsensoren und lichtstarken Festbrennweiten schauen wir uns die Videofunktion und die Erweiterbarkeit sowie die Schnittstellen der Leica Q und Sony Cyber-shot DSC-RX1R an. Zudem fassen wir alle Punkte noch einmal zusammen und ziehen wir ein Fazit.

Videoaufnahme:
Eine Digitalkamera ohne Videoaufnahme scheint heute kaum mehr denkbar, nur sehr wenige Modelle verzichten auf diese Funktion. Videos lassen sich auch mit unseren beiden Vergleichsmodellen festhalten, wenngleich die Videofunktion nicht im Vordergrund steht. Bei der Leica Q (Testbericht) besteht die Möglichkeit zur Aufnahme in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) mit 60 oder 30 Vollbildern pro Sekunde sowie in HD (1.280 x 720 Pixel) mit 30 Vollbildern pro Sekunde.

Die RX1R kann Videos ebenfalls in Full-HD festhalten, bietet jedoch mehr Auflösungs- und Bildratenoptionen. Neben 24, 25, 30 und 50 sind bei ihr auch 60 Vollbilder pro Sekunde sowie 50 und 60 Halbbilder pro Sekunde möglich. Zudem lassen sich 1.440 x 1.080 Pixel und 640 x 480 Pixel mit jeweils 30 Vollbildern pro Sekunde festhalten.

Video-Bildqualitätsvergleich bei 1.920 x 1.080 Pixel:

Bei der Video-Bildqualität schneidet die Leica trotz gleicher Auflösung besser ab. Sie kann Details sehr gut wiedergeben, die Aufnahmen zeigen nahezu keine Moire-Artefakte. Letztere sind bei der RX1R deutlicher zu sehen, Details kann die Kamera unter anderem dadurch schlechter auflösen.

Bei den weiteren Optionen ist teilweise die Q im Vorteil, teilweise die RX1R. Letztere erlaubt unter anderem die manuelle Belichtung und den Anschluss eines externen Mikrofons. Bei der Q kann man dafür den Tonpegel manuell in vier Stufen anpassen und der optische Bildstabilisator verhindert Verwacklungen effektiv. Bei der RX1R kommt nur eine elektronisch arbeitende Stabilisierung zum Einsatz. Die kontinuierliche Scharfstellung während Videos unterstützen beide Kameras, bei der RX1R arbeitet der Autofokus allerdings zuverlässiger.

Unsere Wertung bei der Videoaufnahme: Unentschieden.

Die Schnittstellen beider Kameras im Vergleich:
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Erweiterbarkeit und Schnittstellen:
Bei der Erweiterbarkeit fallen rein optisch natürlich erst einmal die beiden Zubehörschuhe auf. Beide Kameras lassen sich daher – anders als die meisten Kompaktkameras – um Systemblitzgeräte erweitern. Zumindest bei der Leica Q ist dies mangels integriertem Blitzgerät auch zwingend notwendig, wenn eine zusätzliche Lichtquelle benötigt wird. Die Sony Cyber-shot DSC-RX1R (Testbericht) bietet ein eigenes kleines Blitzgerät.

Der Zubehörschuh der RX1R verfügt über zusätzliche Kontakte:

Sony Cyber-shot DSC-RX1R.

Der Zubehörschuh der RX1R kann aber noch mehr. Über zusätzliche Kontakte lässt sich der bereits erwähnte elektronische Aufstecksucher verwenden. Da die Leica Q bereits einen integrierten Sucher bietet, ist dies aber effektiv kein Vorteil für die Sony RX1R. Dagegen schon ein Vorteil ist die Tatsache, dass sich über den Zubehörschuh auch ein externes Mikrofon anschließen lässt. Das Sony "ECM XYSTM1" kann den Ton über die Zusatzkontakte an die Kamera weiterleiten. Wer ein herkömmliches Mikrofon mit 3,5mm-Klinkenanschluss verwenden möchte, kann dies zudem auch. Dafür hat die Kompaktkamera eine entsprechende Buchse. Gleich ist die Ausstattung dann wieder bei den weiteren Schnittstellen. Per Micro-HDMI ist die Ausgabe der Aufnahmen auf einem externen Monitor möglich, über Micro-USB wird die Verbindung zu einem Computer hergestellt. Die RX1R wird darüber zudem auch aufgeladen.

Nur die Leica Q unterstützt die WLAN-Verbindung, hier zu sehen die "Leica Q App":

Wer die drahtlosen Übertragungstechnologien WLAN und NFC nutzen möchte, findet diese nur bei der Q. Damit lassen sich Bilder übertragen und kann die Fernsteuerung (Foto- sowie Videoaufnahme) vorgenommen werden.

Unsere Wertung bei der Erweiterbarkeit: Unentschieden.

Mit der Q hat Leica eine ausgezeichnete und hochwertige Kamera im Programm:

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Unser Fazit:
Bei unseren beiden Vergleichsmodellen, der Leica Q (Testbericht) und der Sony Cyber-shot RX1R, handelt es sich um zwei Kameras der Premiumklasse. Dies gilt nicht nur wegen der Preise, auch technisch können sie in sehr vielen Punkten zur „Elite“ gezählt werden. Die Kameragehäuse sind aus hochwertigem Magnesium gefertigt, Tasten und Einstellräder erlauben den direkten Zugriff auf die wichtigsten Parameter.

Für eine exzellente Bildqualität sorgen jeweils Bildwandler in Vollformatgröße, durch deren 24 Megapixel werden Details sehr gut wiedergegeben. Ein Rauschen fällt erst bei ISO 6.400 deutlicher auf, darunter ist es kaum zu sehen. Die Objektive überzeugen mit einer hohen Lichtstärke und einer guten Abbildungsleistung selbst bei Offenblende. Einen hilfreichen optischen Bildstabilisator bietet jedoch nur die Leica Q. Durch ihre relativ weitwinkeligen Brennweiten und die Cropmodi lassen sich beide Objektive trotz fester Brennweite recht variabel einsetzen.

Die RX1R fällt kompakter aus, die Q hat allerdings mehr Features zu bieten:
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Bei der Geschwindigkeit geht die Q als klarer Sieger hervor. Sie hat eine schnellere Serienbildunktion, einen größeren Pufferspeicher und unter anderem ist auch ihr Autofokus wesentlich flotter. Punkten kann sie zudem bei der Bildkontrolle. Während beide Displays noch gleich groß sind und Details sehr gut wiedergeben können, ist ein elektronischer Sucher nur bei der Leica Q vorhanden. Dieser stellt mit einer Auflösung von 3,68 Millionen Subpixel alle anderen elektronischen Sucher in den Schatten. Wer bei der RX1R auf einen Sucher nicht verzichten möchte, kann allerdings zu einem Aufstecksucher greifen.

Zu den Beispielaufnahmen des Testsiegers:

Bei den Funktionen und Features wissen beide Kameras mit vielen Optionen zu gefallen, der elektronische Verschluss der Q kann mit einer Belichtungszeit von bis zu 1/16.000 Sekunde allerdings herausstechen. Dadurch lässt sich auch bei Sonnenschein mit der Offenblende arbeiten.

Unser Testsieger:

Dies ist bei der Sony RX1R nicht möglich. Videos halten beide Kameras in Full-HD-Auflösung mit einer hohen Bildrate fest, mehr Optionen hat allerdings das Sony Modell zu bieten. Zudem lässt sich bei dieser auch ein externes Mikrofon anschließen. Dafür kann man die Leica Q per App und WLAN kabellos steuern.

Unsere Auszeichnungen des jeweiligen Einzeltestberichts:

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Kommentare

Sony DCS RX1RII ??

Sony DCS RX1RII ??

Hallo, die Sony DSC (nicht ...

Hallo, die Sony DSC (nicht DCS) RX1R II werden wir - sobald diese verfügbar ist - in diverse dkamera.de Tests und Vergleichstests einbeziehen und natürlich tiefgehend testen. Bis dieses neue Modell jedoch erhältlich ist, vergehen noch erfahrungsgemäß einige Wochen bis Monate. Bis dahin überbrücken wir gerne die Wartezeit mit interessanten Inhalten und Testberichten - wie diesem hier.

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