Nie zuvor wurden weniger Kameras verkauft als 2019

Der Ausblick bleibt trüb, die Verkaufszahlen werden weiter sinken

Die CIPA, also die Camera & Imaging Products Association, zu der die großen Kamerahersteller gehören, hat ihren Bericht für 2019 vorgelegt. Letztes Jahr wurden 21,7 Prozent weniger Kameras als im Jahr davor ausgeliefert, in keinem Monat lag die Zahl über den Jahren 2018 oder 2017.

Der größte Verlierer ist dabei schnell ausgemacht. Es sind die Systemkameras mit Spiegel. Deren Verkaufszahlen gingen um 32 Prozent zurück. Das liegt zum einen am deutlichen geänderten Kaufverhalten. Weg vom Spiegel, hin zu spiegellos. Des Weiteren haben die Hersteller zuletzt allerdings auch kaum mehr neue Modelle vorgestellt.

Der Blick auf unsere Datenblätter zeigt, 2019 wurden gerade einmal zwei neue Modelle vorgestellt. Mit der EOS 90D hat Canon im August 2019 eines neues APS-C-Flaggschiff angekündigt, im Frühjahr wurde die Einsteiger-DSLR Canon EOS 250D vorgestellt. Schon jetzt ist sicher: 2020 wird es mindestens genauso viele neue DSLR-Modelle geben. Neben der Nikon D780 wurde im Januar die Canon EOS-1DX Mark III präsentiert.

Die Zahl der verkauften Kameras mit fest verbauten Objektiven ist weiterhin stark rückläufig:

Deutlich weniger verkauft wurden auch Kameramodelle mit fest verbautem Objektiv. 2019 gingen 6,76 Millionen Stück über die Ladentheke, das waren 22 Prozent weniger als 2018. Spiegellose Systemkameras wurden vom Rückgang nicht verschont, deren Minus fällt mit 4,4 Prozent aber weit geringer aus. Insgesamt wurden 2019 genau 8,46 Millionen Kameras mit Bajonett und wechselbaren Objektiven verkauft. Die Anzahl der verkauften Objektive ging um 21 Prozent auf 14,24 Millionen Stück zurück. Pro verkaufter Kamera wurden rein rechnerisch also etwa 1,7 Objektive erworben. Diese Zahl hat sich in den letzten Jahren kaum verändert.

Für 2020 erwartet die CIPA weitere Rückgänge der Verkaufszahlen, hier ist von 23,3 Prozent die Rede. Wieder einmal sollen davon besonders Kameras mit fest verbauten Objektiven betroffen sein. Der Trend zu höherwertigen Kameramodellen ist ungebrochen, das Einsteiger-Segment hat sich selbst bei Kompaktkameras mittlerweile in die 400-Euro-Klasse verschoben.

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