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Nikon Z 50 und Nikon Z 6 im Vergleich

Ein detaillierter Blick auf die technischen Daten der DX- und FX-Systemkamera von Nikon

Nikon hat mit der Z 50 seine erste spiegellose Systemkamera mit einem Sensor in APS-C-Größe (DX) angekündigt. Damit ist ein deutlich preiswerterer Einstieg in das Z-System möglich. In folgendem Vergleich stellen wir die DSLM dem bisherigen „Einsteigermodell“ Nikon Z 6 gegenüber. Die allermeisten Unterschiede gelten auch für die Nikon Z 7, die sich bis auf den Bildwandler und die Serienbildfunktion nur wenig von der Z 6 unterscheidet.

Weitere Informationen zu den Kameras erhalten Sie über folgende Links:
Ankündigung der Nikon Z 50 mit dkamera.de Ersteindruck
Datenblatt der Nikon Z 50
Testbericht der Nikon Z 6
Datenblatt der Nikon Z 6

Unterschied 1: Der Sensor
Bei seinen ersten beiden spiegellosen Systemkameras Nikon Z 6 und Z 7 hat das japanische Unternehmen Sensoren in Vollformatgröße (rund 36 x 24mm) verbaut. Das Modell der Z 6 löst 24,3 Megapixel auf, der Sensorempfindlichkeitsbereich liegt zwischen ISO 50 und ISO 204.800. Die Nikon  Z 50 verfügt über einen 23,5 x 15,7mm großen Chip mit 20,7 Megapixel.

Während die Auflösung der Z 6 also nur 17 Prozent höher ist, fällt der Chip mehr als doppelt so groß aus. Das erlaubt bei höheren ISO-Stufen rauschärmere Bilder. Apropos ISO: Der Sensorempfindlichkeitsbereich der Z 50 beginnt bei ISO 100 und reicht bis ISO 51.200.

Bei der Z 50 verbaut Nikon einen APS-C-Sensor (23,5 x 15,7mm) mit 20,7 Megapixel:

Die Nikon Z 6 besitzt einen Vollformatsensor (35,9 x 23,9mm) mit 24,3 Megapixel:

Unterschied 2: Die Bildstabilisierung
Bei seinen Spiegelreflexkameras hat Nikon über Generationen hinweg auf die Bildstabilisierung im Objektiv gesetzt, bei den ersten spiegellosen Modellen der 1-Serie war dies ebenso der Fall. Eine Abkehr von diesem Vorgehen kam mit den Z-Modellen Z 6 und Z 7. Beide verfügen über einen beweglichen Sensor, der die Bildstabilisierung übernimmt. Z-Objektive der FX-Klasse mit VR gibt es bislang nicht. Bei der Z 50 wendet sich das Blatt wieder. Bei der ersten DSLM mit APS-C-Sensor (DX) wurde auf einen Sensorstabilisator verzichtet, stattdessen kommt der VR in den Objektiven zurück. Dieses Vorgehen erlaubt kleinere Kameragehäuse. Besitzer der Z 50 müssen bei den aktuell erhältlichen Nikkor-Objektiven für Vollformatsensoren dadurch allerdings ohne Stabilisierung auskommen. Bei kurzen Brennweiten stellt das noch kein größeres Problem dar, bei längeren dagegen schon. Beispiel: Den Einsatz des neuen Nikkor Z 85mm F1,8 S mit 128mm KB-Brennweite sehen wir ohne Stabilisator (Freihandgrenze circa 1/130 Sekunde) kritisch.

Als weiterer Unterschied ist nur der Sensor der Z 6 beweglich gelagert:

Unterschied 3: Sucher und Display
Wie die Nikon Z 6 und Z 7 ist die Nikon Z 50 mit einem elektronischen Sucher sowie einem Display ausgerüstet. Die Sucher liegen jeweils in der optischen Achse und verfügen über einen Augensensor. Hier enden die Gemeinsamkeiten allerdings. Der Sucher der Nikon Z 6 löst mit hohen 3,69 Millionen Subpixel auf, beim Sucher der Nikon Z 50 kommt ein Panel mit nur durchschnittlichen 2,36 Millionen Subpixel zum Einsatz. Zudem fällt die Vergrößerung mit 0,68-fach zu 0,8-fach geringer aus.

Das Display der Nikon Z 6 ist mit 2,1 Millionen Subpixel ebenfalls deutlich höher als bei der Nikon Z 50 1,04 Millionen Subpixel) aufgelöst. Während Besitzer der Vollformatkamera ihr LCD um 115 Grad nach oben und 45 Grad nach unten schwenken können, geht letzteres bei der Nikon Z 50 sogar um 180 Grad. Daher ist die Bildkontrolle bei Selbstporträts möglich.

Das Display der Nikon Z 50 lässt sich für Selbstporträts um 180 Grad nach unten schwenken:

Unterschied 4: Die Bedienung
Grundsätzlich sind beide spiegellosen Kameras recht ähnlich aufgebaut und damit auch ähnlich zu bedienen. Auf der Oberseite stehen verschiedene Direktwahltasten zur Verfügung, die Blende und die Verschlusszeit lassen sich über Einstellräder schnell verändern. Während die Nikon Z 6 allerdings über einen Joystick verfügt, wurde dieser bei der Z 50 weggelassen. Das Verschieben des Messfeldes ist – wie bei Mittelklassekameras von Nikon üblich – per rückseitigem Steuerkreuz möglich. Als weiterer Unterschied müssen die Touchtasten genannt werden. Bei der Z 6 ist die Touchbedienung eine Option, bei der Nikon Z 50 kommt man ohne sie nicht aus. Wer beispielsweise die Displayansicht wechseln möchte, muss dazu auf eine Touchtaste zurückgreifen. Für echte Hardwaretasten mit diesen Funktionen war kein Platz mehr.

Auf der Oberseite hat Nikon bei der Z 50 auf ein zusätzliches Kontroll-Display verzichtet, dessen Platz nimmt das Programmwälrad ein. Dieses ist bei der Nikon Z 6 und Z 7 auf der linken Schulter untergebracht.

Die Rückseite der spiegellosen APS-C-Kamera:

Die Rückseite des Vollformatmodells:

Unterschied 5: Die Abmessungen und das Gewicht
Das Kameragehäuse der Nikon Z 5 gehört trotz eines größeren Griffs und eines in der optischen Achse liegenden Suchers nicht zu den großen Modellen. Mit Abmessungen von 12,7 x 9,4 x 6,0cm lässt sich gegenüber der Nikon Z 6 oder Z 7 (jeweils 13,4 x 10,1 x 6,8cm) Platz einsparen. Noch größer ist der Gewichtsunterschied: Die Z 50 bringt mit 450g signifikant weniger als die Z 6 oder Z 7 mit rund 667g auf die Waage. Die reduzierten Abmessungen und das geringere Gewicht sind nicht nur auf die weggelassene Sensorstabilisierung zurückzuführen, auch der kleinere Akku der Z 50 trägt dazu bei. Der zum Einsatz kommende EN-EL25 (1.120mAh) soll laut Herstellerangabe für 300 Bilder ausreichen, für die Z 6 mit EN-EL15b (1.900mAh) gibt Nikon 310 Fotos an. In der Praxis sind wie üblich deutlich mehr Bilder pro Akkuladung zu erwarten.

Die Oberseite der Nikon Z 50:

Die Oberseite der Nikon Z 6:

Unterschied 6: Der Speicherkartenstandard
Als Speicherkartenstandard setzt Nikon bei der Z 50 auf SD, die Z 6 ist mit einem XQD-Slot ausgestattet. Letzterer erlaubt höherer Datenraten und kann zukünftig auch CFexpress-Karten aufnehmen. In der Praxis ist der Einsatz eines SD-Slots bei der Nikon Z 50 allerdings trotzdem schlüssig.

Ein SD-Kartenslot lässt sich besser in einem kleinen Gehäuse unterbringen, für den Nutzer sind zudem die deutlich günstigeren Speicherkartenpreise von Vorteil. Da der SD-Slot der Z 50 UHS-II-fähig ist, sollten Daten – eine schnelle Speicherkarte vorausgesetzt – schnell genug vom Pufferspeicher auf die Karte geschrieben werden können.

Die von der Z 6 verwendeten XQD-Karten sind schneller, aber auch größer und teurer:

Weitere Unterschiede:
Neben den bereits aufgezählten Unterschieden gibt es noch eine Reihe von weiteren Differenzen. Dazu zählt beispielsweise die wählbare Verschlusszeit. Die Nikon Z 6 erlaubt eine Verschlusszeit von bis zu 1/8.000 Sekunde, von der Z 50 wird 1/4.000 Sekunde unterstützt.

Wer auf einen integrierten Blitz nicht verzichten möchte, muss zur Z 50 greifen:

Verzichten muss man bei Nikons erster APS-C-DSLM auf einen Kopfhörerausgang und Profi-Videofeatures (z. B. die HDMI-Ausgabe in 4:2:2 10Bit). Hinzugekommen ist dagegen ein integriertes Blitzgerät. Wie bei der Z 6 steht zudem ein Blitzschuh zur Verfügung.

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