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Panasonic Lumix DC-FZ1000 II und DMC-FZ1000 im Duell (Teil 3)

Teil 3 von 3: Bridgekameras der Premiumklasse mit 1,0-Zoll-Sensor und 4K-Videoaufnahme


Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-FZ1000 II, rechts die Lumix DMC-FZ1000.

Im zweiten Teil unseres Tests der Panasonic Lumix DC-FZ1000 II und der Panasonic Lumix DMC-FZ1000 hatten wir die Objektive, die Arbeitsgeschwindigkeit und die Bildkontrolle unter die Lupe genommen. In diesem letzten Teil gehen wir auf die Videofunktionen sowie die Erweiterbarkeit ein. Zudem ziehen wir ein Fazit.

Funktionen und Features:
Panasonic bietet bei seinen Kameras schon länger eine Reihe von Funktionen an, die vom üblichen Angebot abweichen. Dazu gehören die 4K-Fotoaufnahme und die Post-Fokus-Funktion. Beide basieren auf der Videofunktion und speichern rund acht Megapixel große JPEG-Fotos. RAW-Dateien sind bei diesen Modi nicht möglich, zudem bleibt man auf den elektronischen Verschluss beschränkt. Als Vorteil gegenüber herkömmlichen Aufnahmen wird mit 30 Bildern pro Sekunde eine sehr hohe Bildrate erreicht.

Bei der FZ1000 II ist die 4K-Fotoaufnahme standmäßig integriert, bei der FZ1000 muss sie durch das Aufspielen der Firmware 2.0 nachgerüstet werden. Der Funktionsumfang bleibt im Vergleich zur neueren Bridgekamera aber eingeschränkt, es sind mit Ausnahme des Seitenverhältnisses keine Optionen (wie der 4K-Auslösemodus) vorhanden. Die Post-Fokus-Funktion, mit der unter anderem Fotos mit großer Schärfentiefe erzeugt werden können, gibt es bei der FZ1000 überhaupt nicht. Wer diese Funktion nutzen möchte, muss nur FZ1000 II greifen.

Die Wiedergabeansicht bei Post-Fokus-Aufnahmen:

Panasonic Lumix DC-FZ1000 II.

Hinsichtlich der Aufnahmeprogramme gibt es dagegen fast keinen Unterschied. Neben einer Automatik mit zwei Optionen lassen sich 24 Szenenprogramme, ein Panoramamodus und die PSAM-Modi wählen. Zudem stehen 22 Filtereffekte zur Verfügung. Für besondere Einstellungen gibt es die frei abspeicherbaren Customprogramme. Bei der FZ1000 sind zwei davon direkt über das Programmwählrad zu erreichen, bei der FZ1000 II nur eines. Insgesamt verfügt die FZ1000 über drei Speicherplätze, die FZ1000 über vier. Bei den Bildstilen ist wieder die FZ1000 II Vorteil: Sie besitzt die neuen Bildstile L-Monochrom bzw. L-Monochrom Dynamisch.

Die Autofokus-Optionen fallen gleich aus:

Panasonic Lumix DC-FZ1000 II und Lumix DMC-FZ1000.

Die Autofokussysteme arbeiten technisch identisch (Kontrastmessung + Depth-from-Focus-Technologie), die AF-Optionen fallen ebenso gleich aus. Das gilt auch für die Belichtungsmessmethoden und die wählbaren Belichtungszeiten (60 Sekunden bis 1/16.000 Sekunde). Pluspunkte sammelt die FZ1000 II mit ihrem Angebot an Bracketing Optionen. Die neue Bridgekamera hat das Belichtungs-, Fokus-, Weißabgleichs- und Blenden-Bracketing zu bieten, mit der FZ1000 geht nur Ersteres.

Unser Sieger bei den Funktionen und Features: Die Panasonic Lumix DC-FZ1000 II.

Mit 30 oder 60 Vollbildern pro Sekunde lässt sich nur mit der FZ1000 II filmen:

Panasonic Lumix DC-FZ1000 II.

Videoaufnahme:
Videos konnte die Panasonic Lumix DC-FZ1000 im Jahr 2014 so gut wie fast keine andere Kamera aus dem Consumer-Segment aufnehmen. Sie war ihrer Zeit damals weit voraus. Bei der FZ1000 II halten sich die videotechnischen Verbesserungen leider in Grenzen. Neu ist lediglich das Angebot an NTSC-Bildraten, filmen kann man mit der FZ1000 II daher zusätzlich mit 30, 60 und 120 Vollbildern pro Sekunde. Diese Verbesserung zahlt sich in der Praxis aus, für eine fast fünf Jahre später erschienene Kamera halten sich die Neuerungen jedoch in Grenzen. An der Ausleseart des Sensors hat Panasonic ebenso nichts verändert, bei 4K-Videos zeigen beide Kameras einen deutlichen Crop (Startbrennweite 37mm). Die Bildqualität ist praktisch identisch.

Video-Bildqualitätsvergleich bei 3.840 x 2.160 Pixeln:

Unterstützt wird von beiden Kamras unter anderem die manuelle Belichtung und Fokussierung sowie die Wahl des Bildstils. Für die Tonaufnahme gibt es ein integriertes Stereomikrofon, ein externes Mikrofon schließen Videografen über einen 3,5mm Klinkeneingang an.

Dieses Paket stellt auch 2019 ein ordentliches Angebot dar, andere Kameras haben mittlerweile aber mehr zu bieten. Ebenso schade:  Das Geräusch des Bildstabilisators konnte Panasonic nicht reduzieren.

Unser Sieger bei der Videoaufnahme: Die Panasonic Lumix DC-FZ1000 II.

Den Akku der Panasonic Lumix DC-FZ1000 II kann man in der Kamera per USB aufladen:

Panasonic Lumix DC-FZ1000 II.

Für die FZ1000 wird eine Ladeschale zum Aufladen des Akkus benötigt:

Erweiterbarkeit und Schnittstellen:
An Schnittstellen hat Panasonic bei beiden Kameras nicht gespart. Platz ist dafür schließlich genug vorhanden. Zum einen sind beide Modelle mit einem Blitzschuh ausgestattet. Neben dem integrierten Blitz lassen sich daher auch externe Blitzgeräte nutzen. Daneben sind beide Kameras mit einem 3,5mm Klinkeneingang für Mikrofone, einem 2,5mm Anschluss für eine kabelgebundene Fernbedienung sowie einem Micro-HDMI-Ausgang zur Ausgabe von Videomaterial ausgestattet. Als einziger Unterschied ist der USB-Port zu nennen. Diesen hat Panasonic bei der FZ1000 II im Micro-USB-Standard ausgeführt, er erlaubt dadurch auch das Laden des Akkus in der Kamera. Das funktioniert bei der FZ1000 mit deren herstellereigenem Port nicht, dafür wird ein externes Ladegerät (=Ladeschale) benötigt. Wer den Akku seiner Kamera dagegen lieber per Ladeschale auflädt, der muss bei der FZ1000 II zusätzliches Geld in die Hand nehmen und eine optionale Ladeschale erwerben.

Unser Sieger bei der Erweiterbarkeit und Schnittstellen: Die Panasonic Lumix DC-FZ1000 II.

Beide Bridgekameras unterscheiden sich in einigen Punkten nur wenig:
Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-FZ1000 II, rechts die Lumix DMC-FZ1000.

Unser Fazit:
Panasonic hat mit der Lumix DC-FZ1000 II 2019 eine teilweise überarbeitete Bridgekamera vorgestellt. Das Nachfolgemodell der 2014 auf den Markt gebrachten Panasonic Lumix DMC-FZ1000 schneidet in einigen Punkten genauso wie die fast fünf Jahre ältere Vorgängerkamera an. Das gilt beispielsweise für die Abmessungen und das Gehäusematerial, die Bildqualität und den Autofokus. Das 16-fach-Zoom mit 25 bis 400mm KB-Brennweite kommt ebenfalls bei beiden Kameras zum Einsatz. Die vielen kleinen Verbesserungen der FZ1000 II summieren sich jedoch. Die FZ1000 II lässt sich unter anderem wegen der neuen Fn-Tasten besser konfigurieren, durch das zusätzliche Einstellrad fällt die manuelle Belichtung komfortabler aus.

Das gilt unter anderem für die Abmessungen der Gehäuse und die Objektive:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-FZ1000 II, rechts die Lumix DMC-FZ1000.

Des Weiteren punktet die neue Bridgekamera mit einem übersichtlicheren Menü, einem wesentlich größeren Pufferspeicher für längere Serienaufnahmen mit hoher Geschwindigkeit und den hinzugekommenen NTSC-Bildraten bei Videos.

Nicht ganz so relevant sind für jeden der größere Sucher und die Möglichkeit des Ladens über USB. Für das Touchdisplay gilt dasselbe. Zumindest wir würden auf Letztere beiden Features der FZ1000 II nur ungern verzichten wollen.

Insgesamt betrachtet hat die Lumix DC-FZ1000 II als modernere Kamera mehr zu bieten:
Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-FZ1000 II, rechts die Lumix DMC-FZ1000.

Insgesamt betrachtet ist die FZ1000 II das bessere und modernere Bridgemodell, Welten liegen zwischen beiden Kameras jedoch allenfalls für RAW-Fotografen. Diesen müssen wir die FZ1000 II unbedingt ans Herz legen. Letztendlich entscheidet sich auch über den Preis, welche Kamera einem mehr zusagt. Aktuell (Stand: Juli 2019) ist die Panasonic Lumix DC-FZ1000 II noch deutlich teurer. Das wird sich vermutlich im Laufe der Zeit ändern. Ob die Panasonic Lumix DMC-FZ1000 parallel zur FZ1000 II weiterverkauft wird, ist nicht bekannt.

Unser Testsieger:

Bitte beachten Sie bei den nachfolgenden Bewertungen, dass diese wegen abweichender Testzeiträume und Bewertungsgrundlagen nicht 1:1 miteinander verglichen werden können.

Unsere Auszeichnungen des jeweiligen Einzeltestberichts:

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