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Panasonic Lumix GX9 und GX80 im Duell (Teil 2)

Teil 2 von 3: Kompakte spiegellose Systemkameras im Messsucherdesign


Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-GX9, rechts die Panasonic Lumix DMC-GX80.

Nachdem wir im ersten Teil unseres Vergleichstests der Panasonic Lumix DC-GX9 und der Panasonic Lumix DMC-GX80 die Abmessungen, die Bedienung und die Bildqualität unter die Lupe genommen haben, prüfen wir nun das Objektivangebot, die Bildkontrolle, die Arbeitsgeschwindigkeit und bestimmte Funktionen sowie Features.

Objektivangebot:
In puncto Objektivangebot ergibt sich durch das identische Bajonett (MFT) kein Unterschied. An beiden Kameramodellen lassen sich alle Micro-Four-Thirds-Objektive nutzen, das Angebot ist dank offenem Standard besonders groß. So bieten neben Panasonic beispielsweise Olympus, Voigtländer und Samyang MFT-Objektive an. Objektive gibt es in allen Preis- und Typklassen. Die beweglichen Sensoren beider Kameramodelle erlauben die optische Stabilisierung ohne Bildstabilisator im Objektiv, bei vielen Panasonic-Objektiven können beide Stabilisierungssysteme zudem zusammenarbeiten. Dies nennt sich „Dual IS“.

Unsere Wertung beim Objektivangebot: Unentschieden.

Beide Kameramodelle nutzen das Micro-Four-Thirds-Bajonett:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-GX9, rechts die Panasonic Lumix DMC-GX80.

Bildkontrolle:
Zur Bildkontrolle sind beide Kameramodelle mit einem Display und einem elektronischen Sucher ausgerüstet. Die Sucher befinden sich – wie bei Kameras im Messsucher-Design üblich – in der linken oberen Ecke des Gehäuses. Hier nehmen sie vergleichsweise wenig Platz weg und erlauben die Konstruktion flacher Gehäuse. Die zum Einsatz kommenden Sucherpanels unterscheiden sich mit jeweils 2,76 Millionen Subpixeln nicht voneinander, die genutzte Displaytechnik sorgt für einen Regenbogeneffekt bei schnellen Bewegungen des Auges.

Dies kann stören. An der Schärfe haben wir dagegen nichts auszusetzen, Details geben die Sucher sehr gut wieder. Der Vergrößerungsfaktor der Sucher beträgt in beiden Fällen 0,7 (auf KB umgerechnet), damit wird ein gutes Niveau erreicht. Für den alltäglichen Einsatz eignen sich beide Sucher ohne Frage, wenngleich es mittlerweile bessere Modelle gibt. Für einen besonders hohen Komfort sorgt der Sucher der GX9 durch die nach oben schwenkbare Lagerung. Bei Bedarf kann das Schwenken um bis zu 90 Grad nach oben erfolgen, der Sucher lässt sich daher in mehr Situationen einsetzen. Hier fällt uns beispielsweise das Fotografieren aus der Hüftgegend ein, bei der sich sonst nur das Display nutzen lässt.

Die Displays lassen sich jeweils nach oben und unten schwenken:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-GX9, rechts die Panasonic Lumix DMC-GX80.

Die Displays beider Kameras sind im 3:2-Format gehalten und messen jeweils 3,0 Zoll in der Diagonalen. Während das LCD der Panasonic Lumix DCMC-GX80 1,04 Millionen Subpixel auflöst, sind es beim LCD der GX9 1,24 Millionen Subpixel. In der Praxis resultiert dieser Unterschied in einer leicht besseren Detailwiedergabe bei der GX9. Die Konstruktion der Displays erlaubt das Schwenken nach oben (circa 80 Grad) und nach unten (circa 45 Grad), bei Selbstporträts lässt sich die Bildkontrolle allerdings nicht vornehmen. Eingaben sind per Touch über die Oberfläche möglich, dazu gehört unter anderem das Setzen des Fokuspunktes.

Unser Sieger bei der Bildkontrolle: Unentschieden.

Der Sucher der GX9 wurde nach oben schwenkbar konstruiert:

Panasonic Lumix DC-GX9.

Geschwindigkeit:
Die Serienbildrate beider Kameramodelle bewegt sich mit rund neun Bildern pro Sekunde in der Spitze auf einem sehr guten Niveau. Es sind jedoch auch einige Unterschiede zu nennen, weshalb wir im Folgenden genauer auf unsere Messergebnisse eingehen. Die Panasonic Lumix DC-GX9 speichert bei Aufnahmen im JPEG-Format 9,3 Bilder pro Sekunde bis die eingesetzte Speicherkarte vollständig gefüllt ist. Dies gilt allerdings nur bei einem schnellen Modell. Die Panasonic Lumix DMC-GX80 speichert 8,6 Bilder pro Sekunde im JPEG-Format, auch hier ist die Speicherkarte der einzige begrenzende Faktor. Bei RAW-Fotos wird die GX9 mit 8,8 Bildern pro Sekunde nur ein klein wenig langsamer, der Pufferspeicher fasst 34 Aufnahmen. Danach sinkt die Bildrate auf 1,7 Bilder pro Sekunde ab. Wer mit der GX80 fotografiert, muss mit 6,7 Bildern pro Sekunde auskommen. Der Pufferspeicher bietet allerdings Platz für 58 Fotos, weshalb deutlich längere Aufnahmeserien mit höherer Geschwindigkeit möglich sind. Anschließend wird auch die GX80 mit nur noch 2,1 Bildern pro Sekunde deutlich langsamer. Ähnlich sieht es bei der gleichzeitigen JPEG+RAW-Speicherung aus. Hier haben wir bei der GX9 9,3 Bilder pro Sekunde für 28 Aufnahmen in Serie und danach 1,0 Bilder pro Sekunde gemessen. Die GX80 schafft 6,6 Bilder pro Sekunde für 44 Fotos in Folge und anschließend 1,3 Bilder pro Sekunde. Alle Werte gelten für den Einsatz des AF-S-Modus mit einmaliger Vorfokussierung. Bei der kontinuierlichen Scharfstellung (AF-C) lassen sich maximal sechs Bilder pro Sekunde realisieren.

In puncto Fokussierungszeit gehören beide spiegellosen Systemkameras zu den schnellsten Modellen überhaupt, sie stellen in lediglich 0,09 Sekunden scharf. Die Auslöseverzögerung fällt mit 0,03 Sekunden kurz aus. Beim Einschalten liegt die GX80 mit 0,82 Sekunden leicht vor der GX9 mit 1,03 Sekunden, für die erste Bildaufnahme benötigt die GX9 mit 1,06 Sekunden ebenso etwas länger als die GX80 mit 0,78 Sekunden. Alle Werte sind allerdings sehr flott, in der Praxis lässt sich eigentlich kein Unterschied feststellen.

Unsere Wertung bei der Geschwindigkeit: Unentschieden.

Bei den Gehäusen kommt vor allem Kunststoff zum Einsatz:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-GX9, rechts die Panasonic Lumix DMC-GX80.

Funktionen und Features:
Das Angebot an Fotoprogrammen umfasst bei beiden Modellen eine Vollautomatik, PSAM-Modi, 24 Szenenmodi (Landschaft, Sport, Porträt, ...) und einen Panorama-Modus. Daneben lassen sich eigene Einstellungen über die Custom-Modi abspeichern (ein C-Programm auf dem Wählrad mit jeweils drei Speicherplätzen) und besonders schnell wieder abrufen. Filtereffekte finden sich jeweils 22, die Lumix DC-GX9 verfügt zudem über einen neuen Bildstil mit dem Namen L Monochrome D und einen zusätzlichen Filmkorneffekt.

Wie bei allen zuletzt vorgestellten Panasonic-Kameras sind auch unsere beiden Testgeräte mit mehreren 4K-Funktionen ausgestattet. Diese basieren auf der Videofunktion. Mit der 4K-Fotofunktion kann man die Bildrate auf 30 Bilder pro Sekunde erhöhen. Die Aufnahme besitzen dann allerdings nur rund acht Megapixel und können lediglich im JPEG-Format gespeichert werden. Dies gilt grundsätzlich für alle Bilder, die mit einer 4K-Funktion aufgenommen werden. Die 4K-Fotomodi hat Panasonic zudem zur Post-Focus-Funktion abgewandelt. Hier nimmt die Kamera eine Reihe von Bildern mit unterschiedlicher Fokuseinstellung auf, nach der Aufnahme lässt sich das Bild mit der optimalen Schärfeebene auswählen. Alternativ erlauben beide Kameras das Focus-Stacking. Hier werden die Bilder einer Aufnahmeserie so zusammengerechnet, dass sich ein Bild mit besonders großer Schärfentiefe ergibt.

Das Menü der Lumix DC-GX9:

Panasonic Lumix DC-GX9.

Das Menü der Lumix DC-GX80:

Panasonic Lumix DMC-GX80.

Die Fokussierung erfolgt bei allen neueren Kameramodellen von Panasonic mit einem Hybrid-AF. Hierfür werden die Kontrastmessung und die Depth-From-Defocus-Technologie kombiniert. Letztere wurde im Jahr 2014 eingeführt und beschleunigt durch das Hinzuziehen verschiedener Tiefeninformationen das Scharfstellen. Bei statischen Motiven funktioniert diese Technik sehr gut, beide DSLMs stellen extrem schnell scharf. Bei bewegten Motiven sind Kameras mit Phasendetektion im Vorteil, diese können unter anderem auf das bei unseren Testmodellen sichtbare Fokuspumpen verzichten. Grundsätzlich eignen sich die GX9 und die GX80 zum Verfolgen bewegter Motive, bei sehr schnellen Objekten tun sie sich aber schwerer. Zu den AF-Optionen der Kameras gehört unter anderem eine Reihe von Fokusmessfeld-Einstellungen. Neben einem Einzelfeld-AF werden ein konfigurierbarer Multi-AF, ein Punkt-AF und für Personen eine Gesichts- sowie Augenerkennung angeboten. Eine Lupenfunktion und ein Peaking zum manuellen Scharfstellen gibt es ebenfalls.

Als Verschlussmechanismen sind beide DSLMs mit einer elektronischen und einer mechanischen Lösung ausgestattet. Die mechanischen Verschlüsse sind als Schlitzverschlüsse ausgeführt und arbeiten zwischen 60 Sekunden und 1/4.000 Sekunde. Wer kürzere Belichtungszeiten benötigt oder völlig lautlos fotografieren möchte, kann zum elektronischen Verschluss greifen. Damit lässt sich die Belichtungszeit auf 1/16.000 Sekunde reduzieren. Dabei gilt wie bei vielen Kameras: Bei bewegten Motiven und Kunstlicht sind nur bei Einsatz des mechanischen Verschlusses keine Probleme zu erwarten.

Unsere Wertung bei den Funktionen und Features: Unentschieden.

Im dritten Teil des Vergleichs der Panasonic Lumix DC-GX9 und der Panasonic Lumix DMC-GX80 kümmern wir uns um spezielle Features, die Videoaufnahme und die Erweiterbarkeit. Ebenso ziehen wir ein Fazit.

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