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Sony Alpha 7 III und Canon EOS R im Duell (Teil 1)

Teil 1 von 3: Spiegellose Systemkameras mit Vollformatsensoren


Links sehen Sie die Sony Alpha 7 III, rechts die Canon EOS R.

Spiegellose Systemkameras laufen ihren Geschwistern mit Spiegel immer mehr den Rang ab. Spätestens seit 2018 steht fest, dass die Zukunft spiegellos ist. Das haben auch Canon und Nikon verstanden und letztes Jahr ihre ersten DSLMs mit einem Sensor in Vollformatgröße angekündigt. Sony ist dagegen Vorreiter in diesem Segment und bietet schon seit 2013 Vollformatkameras ohne Spiegel an. In unserem Vergleichstest schauen wir uns mit der Alpha 7 III eine Kamera des Platzhirsches Sony und mit der EOS R das spiegellose Spitzenmodell von Canon an.

Zu unseren beiden Einzeltestberichten gelangen Sie über folgende Links:
Testbericht der Sony Alpha 7 III
Testbericht der Canon EOS R

Unterschiede der Kandidaten als Entscheidungshilfe beim Kauf:

Abmessungen/Verarbeitung/Bedienung:
Wie bei praktisch allen Kameramodellen der gehobenen Klasse sind die Gehäuse unserer Testmodelle aus einer Magnesiumlegierung gefertigt. Sie fühlen sich sehr hochwertig an, die robuste Bauweise garantiert ein langes Kameraleben. Abdichtungen sind bei beiden DSLMs vorhanden, Canon verspricht allerdings nicht nur einen Schutz vor Staub und Feuchtigkeit – wie Sony bei der Alpha 7 III –, sondern zusätzlich vor Spritzwasser.

Die EOS R lässt sich daher selbst bei einem leichten Regenschauer einsetzen. In der Hand liegt die Kamera von Canon durch einen größeren Griff komfortabler, damit einher gehen jedoch auch größere Abmessungen (EOS R: 13,6 x 9,8 x 8,4cm vs. Alpha 7 III: 12,7 x 9,6 x 7,4cm). Das Gewicht ist mit knapp 650g praktisch gleich hoch.

Die Canon EOS R besitzt ein größeres Gehäuse als die Alpha 7 III:

Links sehen Sie die Sony Alpha 7 III, rechts die Canon EOS R.

Die Sony Alpha 7 III und Canon EOS R sind als Kameras der Oberklasse mit vielen Tasten und Wählrädern ausgestattet. Die Bedienung unterscheidet sich trotzdem deutlich voneinander. So hat sich Sony für eine traditionellere Steuerung entschieden, Canon für eine moderne. Aber was bedeutet das überhaupt? Sony setzt bei der Alpha 7 III auf das klassische Bedienkonzept mit Programmwählrad, vielen Einstellrädern und einem Joystick. Canon hat das Programmwählrad und den Joystick weggelassen, stattdessen wird unter anderem eine Multifunktionstouchbar verwendet. Das Konzept von Canon würden wir durchaus als innovativ bezeichnen, unserer Meinung nach wurde es aber nicht ganz zu Ende gedacht. Wer bislang mit einer DSLR von Canon (oder einem anderen Hersteller) gearbeitet hat, wird sich bei der EOS R stark umgewöhnen müssen.

Die rechten Oberseiten im direkten Vergleich:

Links sehen Sie die Sony Alpha 7 III, rechts die Canon EOS R.

Das schnelle Verschieben des Messfeldes funktioniert bei der EOS R nur per Touch, über die Tasten und Einstellräder benötigt man immer mindestens zwei Bedienschritte. Die Multifunktionstouchbar der DSLM von Canon kann mehrere Aufgaben übernehmen, gerade die AF-Messfeldwahl fehlt aber leider. Das muss nicht immer ein Problem darstellen, wir präferieren jedoch eindeutig die Arbeit mit einem Joystick. In diesem Punkt gefällt uns die Sony Alpha 7 III also klar besser.

Die Programmwahl erfolgt bei der EOS R mit der Mode-Taste, dem Display und einem Einstellrad:

Canon EOS R.

Die Wahl des Fotoprogramms realisieren Fotografen bei der EOS R durch das Drücken der Mode-Taste und das anschließende Drehen des hinteren Einstellrades, das die Mode-Taste umlagert. Diese Lösung ist clever, bietet gegenüber einem echten Programmwählrad aber effektiv kaum einen Vorteil bei der Bedienung. Nachteile gibt es allerdings auch nicht, denn auf dem Kontroll-LCD der EOS R auf der Oberseite lässt sich das eingestellte Fotoprogramm jederzeit ablesen.

Der Verzicht auf das Programmwählrad ermöglichte Canon die Integration des Kontroll-LCDs, ansonsten würde nicht ausreichend Platz zur Verfügung stehen. Über das Kontrolldisplay sind viele wichtige Parameter schnell abzulesen, der Nutzer muss dafür nicht auf das rückseitige Display oder durch den Sucher schauen.

Die Rückseite der DSLM von Sony:

Sony Alpha 7 III.

Die Rückseite der DSLM von Canon:

Canon EOS R.

Einstellräder finden sich bei der DSLM von Sony mehr (vier gegenüber zwei), in der Praxis ändert das aber nicht allzu viel. So sind die Wählräder der EOS R mit mehr Funktionen belegt, den Job des Belichtungskorrektur-Rades der 7 III übernimmt beispielsweise das hintere Einstellrad auf der Oberseite.

Ein Teil der Fn-Tasten-Optionen der Sony Alpha 7 III:

Sony Alpha 7 III.

Ein Teil der Fn-Tasten-Optionen der Canon EOS R:

Canon EOS R.

Sehr gut gefällt uns bei beiden Kameras, dass sich viele Tasten individualisieren lassen. Ganze zwölf sind es bei der EOS R, elf bei der Alpha 7 III. Nicht in jedem Fall ergibt es jedoch Sinn, eine andere als die vorgesehene Belegung zu wählen – die Freiheit besteht aber jedenfalls. Alle Freiheiten hat man zudem beim Bestücken der „Mein/My Menüs“ und der Quickmenüs.

Unser Sieger bei den Abmessungen, der Verarbeitung und der Bedienung: Die Sony Alpha 7 III.

Beide spiegellosen Systemkameras nutzen einen CMOS-Sensor in Vollformatgröße:

Links sehen Sie die Sony Alpha 7 III, rechts die Canon EOS R.

Bildqualität:
Für die Bildaufnahme einer Kamera ist vor allem der verwendete Bildwandler verantwortlich. In beiden Kameras in diesem Vergleich sind CMOS-Chips der Vollformatklasse (etwa 36 x 24mm) verbaut. Damit enden die Gemeinsamkeiten aber fast schon. Der Sensor der Alpha 7 III wird rückwärtig belichtet (BSI) und löst 24 Megapixel auf, der Bildwandler der EOS R ist herkömmlich aufgebaut (FSI) und besitzt 30,1 Megapixel.

Auf einen Tiefpassfilter verzichten beide Hersteller nicht. Der Sensorempfindlichkeitsbereich beginnt in beiden Fällen bei ISO 50, unterhalb von ISO 100 werden die ISO-Stufen jedoch per Erweiterung realisiert. Der Standard-ISO-Bereich der Canon EOS R endet bei ISO 40.000, via Erweiterung sind ISO-äquivalente Werte von 102.400 wählbar. Besitzer der Sony Alpha 7 III können ohne Erweiterung ISO 51.200 und mit Erweiterung bis zu ISO 204.800 einstellen.

Vergleich der Bildqualität bei ISO 100 (Tag):

Die Bildqualität anhand dreier Ausschnitte im Detail:

Beide Kameras nehmen Fotos mit einer exzellenten Bildqualität auf, Details werden sehr gut wiedergegeben. Bei niedrigen Sensorempfindlichkeiten lösen beide Modelle in etwa gleich viele Details auf. Die EOS R gibt trotz ihrer um sechs Megapixel höheren Auflösung allenfalls einen Hauch mehr Details wieder. Dies liegt zum einen an der sehr zurückhaltenden Bildaufbereitung der DSLM, zum anderen an der starken kamerainternen Nachschärfung des Sony-Modells.

Vergleich der Bildqualität bei ISO 6.400 (Nacht):

Die Bildqualität anhand dreier Ausschnitte im Detail:

Bei schlechten Lichtverhältnissen und hohen ISO-Werten kann die Alpha 7 III den Vorteil des rückwärtig belichteten Sensors ausspielen. Details gibt sie etwas besser wieder, die EOS R muss das Bildrauschen etwas stärker reduzieren. ISO 12.800 ist beiden Fällen noch gut nutzbar.

Unser Sieger bei der Bildqualität: Die Sony Alpha 7 III.

Mit einem Klick auf das nachfolgende Bild gelangen Sie zu unserem Bildqualitätsvergleich:

Im zweiten Teil unseres Vergleichstests der Sony Alpha 7 III und der Canon EOS R gehen wir unter anderem auf die Bildkontrolle und die Arbeitsgeschwindigkeit ein.

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