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Sony Alpha 7R II vs. Sony Cyber-shot RX1R II im Vergleich (Teil 2)

Teil 2 von 3: Vollformatkameras mit 42,2 Megapixel Exmor-R-Sensor


Links sehen Sie die Sony Alpha 7R II, rechts die Sony Cyber-shot DSC-RX1R II.

Nachdem wir im ersten Teil des Vergleichstests der Sony Alpha 7R II und der Sony Cyber-shot DSC-RX1R II die Abmessungen, die Bedienung und die Bildqualität verglichen haben, kümmern wir uns nun um die Objektive, die Geschwindigkeit und die Bildkontrolle.

Objektiv:
Im Punkt Objektiv wollen wir im Speziellen auf das von uns im Test verwendete Zeiss Sonnar T* 35mm F2,8 ZA eingehen. Dieses besitzt die gleiche Brennweite wie das Carl Zeiss Sonnar T* 35mm F2 der RX1R II, die Lichtstärke fällt allerdings um eine Blendenstufe geringer aus. Neben der Lichtstärke kann das Objektiv der RX1R II zudem auch bei der Abbildungsleistung punkten. Sieht man von F2 ab, ist die Detailwiedergabe des Objektivs in jeder Hinsicht überzeugend. Die Bilder weisen selbst am Bildrand eine hohe Schärfe auf, dafür muss nur bis F2,8 abgeblendet werden. Bei F5,6 und F8 ist die Detailwiedergabe überragend.

Beide Objektive besitzen eine ähnliche Größe und sind Konstruktionen von Zeiss:

Links sehen Sie die Sony Alpha 7R II, rechts die Sony Cyber-shot DSC-RX1R II.

Das Zeiss Sonnar T* 35mm F2,8 ZA kann bei der Abbildungsleistung nicht mithalten. Bei F2,8 wird in der Bildmitte zwar bereits ein sehr gutes Schärfeniveau erreicht, an den Bildrändern werden Details aber nur „gut“ wiedergegeben. Um zwei Stufen abgeblendet erreicht die Mitte ein exzellentes Niveau, die Ränder ein sehr gutes.

Auch das Zeiss Sonnar T* 35mm F2,8 ZA weiß somit zu überzeugen, die fast in jeder Hinsicht tadellose Detailwiedergabe des Carl Zeiss Sonnar T* 35mm F2 der RX1R II ist aber noch einmal etwas beeindruckender. Was noch zu erwähnen wäre: Trotz jeweils 35mm Brennweite fällt das Carl Zeiss Sonnar T* 35mm F2 der RX1R II etwas weitwinkeliger aus. Der Bildwinkelunterschied ist nur klein, aber doch zu erkennen.

Unser Sieger beim Objektiv: Die Sony Cyber-shot DSC-RX1R II.

Ein großer Vorteil ist bei der Alpha 7R II die Möglichkeit, unterschiedliche Objektive zu verwenden:

Sony Alpha 7R II.

Objektivangebot:
Beim Punkt Objektivangebot sind die Verhältnisse natürlich sehr schnell geklärt. Die Sony Cyber-shot DSC-RX1R II besitzt ein fest verbautes Modell, wechseln lässt sich dieses nicht. Somit ist man auf die 35mm Festbrennweite angewiesen. Die Besitzer der Alpha 7R II haben wegen des FE-Bajonetts wesentlich mehr Freiraum. Sony bietet mittlerweile eine größere Anzahl von FE-Wechselobjektiven an, im Cropmodus können auch APS-C-Modelle verwendet werden. Zudem haben einige Dritthersteller wie beispielsweise Zeiss Sony-E-Objektive im Angebot. Wer Objektive mit anderen Bajonetten verwenden möchte, kann Adapter einsetzen. Am bekanntesten sind die Modelle der Firma Metabones. Hier bleiben alle Objektivfunktionen erhalten, bei einigen Modellen funktioniert sogar die automatische Fokussierung recht flott.

Unser Sieger beim Objektivangebot: Die Sony Alpha 7R II.

Bei der Sony Alpha 7R II liegt der Sucher in der optischen Achse:

Sony Alpha 7R II.

Bildkontrolle:
Wer die Bildkontrolle vornehmen möchte, kann bei den Vergleichskameras jeweils aus einem elektronischen Sucher sowie einem Display wählen. Während der Sucher der 7R II aber sofort zu erkennen ist und in der optischen Achse liegt, muss der Sucher der RX1R II vor dem Verwenden erst ausgeklappt werden. Möglich ist dies mit einem Schalter links vom Display. Dieser ist mit „Finder“ beschriftet.

Der Sucher der RX1R II muss vor dem Verwenden ausgeklappt werden:

Sony Cyber-shot DSC-RX1R II.

Bei den Sucherbildern selbst ist der Unterschied geringer. Es werden jeweils 100 Prozent des Bildfeldes angezeigt, die Auflösungen liegen bei hohen 2,36 Millionen Subpixel. Das Sucherbild der 7R II kommt uns trotz gleicher Auflösung jedoch einen Tick feiner aufgelöst vor, mit einer 0,78-fachen Vergrößerung fällt es außerdem größer als das Sucherbild der RX1R II (0,74-fach) aus. Vor allem bei Gegenlicht ist zu erkennen, dass die Bildkontrolle durch eine größere Augenmuschel bei der 7R II komfortabler ist. Brillenträger haben es bei der RX1R II dafür etwas leichter, das gesamte Sucherbild zu überblicken. Wieder gleich gut: Durch die Augensensoren schalten sich beide Sucher automatisch an, sobald sich der Fotograf nähert. Dies erhöht den Komfort, da keine Taste gedrückt werden muss.

Die Displays besitzen eine Diagonale von 3,0 Zoll und eine Auflösung von 1,23 Millionen Subpixel:

Links sehen Sie die Sony Alpha 7R II, rechts die Sony Cyber-shot DSC-RX1R II.

Bei den 3,0 Zoll messenden LCDs dürfte technisch gesehen ein sehr ähnliches oder sogar das identische Panel zum Einsatz kommen. Mit 1,23 Millionen Subpixel (RGBW) ist die Auflösung jeweils hoch, große Einblickwinkel erlauben das Betrachten von der Seite. Nach oben und unten schwenken lassen sich die Displays ebenso, mit 109 Grad nach oben und 45 Grad nach unten sind die möglichen Winkel identisch. Trotzdem gefällt uns das LCD der 7R II besser. Dieses lässt sich dank zweier „Anfasser“ an der Seite einfacher schwenken.

Beide LCDs lassen sich nach oben sowie nach unten schwenken:

Links sehen Sie die Sony Alpha 7R II, rechts die Sony Cyber-shot DSC-RX1R II.

Unser Sieger bei der Bildkontrolle: Die Sony Alpha 7R II.

Geschwindigkeit:
Die Arbeitsgeschwindigkeit fällt bei beiden Kameras gut aus, Spitzenwerte werden jedoch nicht erreicht. Dass in beiden Modellen der gleiche Bildsensor steckt und auch der Pufferspeicher identisch ausfallen dürfte, zeigt die Serienbildaufnahme. Beide Kameras speichern 5,0 Bilder pro Sekunde im JPEG-Format, mit 26 (RX1R II) bzw. 25 (7R II) Bildern in Serie ist das Ergebnis nahezu gleich. Auch bei der Bildrate nach der schnellsten Aufnahmeserie mit 1,1 (RX1R II) bzw. 1,0 (7R II) Bildern pro Sekunde gibt es effektiv keinen Unterschied.

Im RAW-Format ist die Wahl der unkomprimierten bzw. komprimierten Speicherung entscheidend. Komprimiert sind 5,0 Bilder pro Sekunde für 23 Aufnahmen in Serie möglich, unkomprimiert sind es zehn Bilder in Folge. Bei der gleichzeitigen JPEG- und RAW-Aufnahme ergibt sich mit jeweils 23 (RAW komprimiert) bzw. zehn (RAW unkomprimiert) Aufnahmen in Serie ebenfalls kein Unterschied.

Die Kameragehäuse bestehen aus Magnesium, nur das der 7R II ist aber abgedichtet:

Links sehen Sie die Sony Alpha 7R II, rechts die Sony Cyber-shot DSC-RX1R II.

Die Fokussierung ist bei der Sony Alpha 7R II natürlich vom verwendeten Objektiv abhängig, je nach Modell sind Abweichungen möglich. Beim Zeiss Sonnar T* 35mm F2,8 ZA haben wir kurze 0,25 Sekunden gemessen, mit dem Zeiss Vario-Tessar FE 24-70mm F4 ZA OSS sind es aber beispielsweise nur 0,17 Sekunden. Die RX1R II stellt mit ihrem Carl Zeiss Sonnar T* 35mm F2 in 0,28 Sekunden scharf. Die Kompaktkamera ist damit ein wenig langsamer. In der Praxis ist der Unterschied zumindest bei der 7R II und dem Zeiss Sonnar T* 35mm F2,8 ZA nicht spürbar. Mit dem Zeiss Vario-Tessar FE 24-70mm F4 ZA OSS stellt die 7R II dagegen auch gefühlt schneller scharf.

Leicht im Vorteil ist die Systemkamera auch bei der Einschaltzeit bis zur vollständigen Displayanzeige. Mit 1,93 Sekunden, statt 2,26 Sekunden (RX1R II) ist die 7R II etwas schneller eingeschaltet. Die erste Bildaufnahme nach dem Kamerastart ist dagegen – zumindest theoretisch – bei der RX1R II mit 1,84 statt 1,86 Sekunden schneller. In der Praxis merkt man diesbezüglich natürlich keinen Unterschied.

Unsere Wertung bei der Geschwindigkeit: Unentschieden.

Im dritten und letzten Teil unseres Vergleichstests der Sony Alpha 7R II und der Sony Cyber-shot DSC-RX1R II gehen wir auf die Funktionen und Features, die Videoaufnahme und die Erweiterbarkeit ein.

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