Sony APS-C Kaufberatung: Die besten Reisezooms

Objektive mit mehr als 5-fach-Zoom für die Sony Alpha-Kameras der 5000er- und 6000er-Serie

Standardzooms decken die wichtigsten Brennweiten ab und leisten in vielen Situationen gute Dienste. Wer noch etwas längere Brennweiten benötigt, greift entweder zu einem zusätzlichen Teleobjektiv oder zu einem Modell, das „alle“ Brennweiten abdeckt. Derartige Objektive werden als Reisezooms, Allroundzooms oder Superzooms bezeichnet. In diesem Kaufberatungs-Artikel haben wir die besten Reisezooms für APS-C-Kameras von Sony zusammengestellt.

Früher hatten Objektive mit großen Brennweitenbereichen keinen guten Ruf. Wer ein Modell nutzen wollte, das alle Brennweiten vom Weitwinkel- bis zum Telebereich abdeckt, musste deutliche Nachteile in Kauf nehmen. Diese waren vor allem aufseiten der Bildqualität zu finden. Im Laufe der Zeit konnten die Hersteller die Qualität ihrer Objektive, bedingt durch neue Glassorten oder moderne optische Konstruktionen, allerdings immer weiter verbessern. Natürlich darf man von einem Reisezoom auch heutzutage nicht die optische Qualität einer Festbrennweite erwarten, richtig schlechte Modelle gibt es jedoch auch nicht mehr.

In diesem Kaufberatungsartikel schauen wir uns die besten Reisezooms für APS-C-Kameras an. Reisezooms für Vollformatkameras würden sich an APS-C-Kameras natürlich ebenso nutzen lassen, deren Weitwinkelbereiche fallen daran aber deutlich zu klein aus. Praktikabel ist ihr Einsatz an APS-C-Kameras daher kaum.

Eine Übersicht über aktuellere Sony-DSLMs, an denen sich Objektive mit E-Bajonett nutzen lassen:

Daneben gibt es noch zahlreiche weitere NEX-Modelle von Sony, an denen E-Objektive ebenso genutzt werden können.

Wichtig: Die nachfolgende Auflistung der von uns ausgewählten Reisezooms erfolgt anhand der kürzesten Brennweite und stellt kein Ranking dar!

Sigma 16-300mm F3,5-6,7 DC OS Contemporary

Wer mit einem Objektiv einen riesigen Brennweitenbereich abdecken möchte, kann zum Sigma 16-300mm F3,5-6,7 DC OS Contemporary greifen. Auf Kleinbild umgerechnet entspricht das 18,8-fach-Zoom einem 24 bis 450mm-Modell, das reicht für sehr viele Aufnahmesituationen aus. Wie bei allen Reisezooms macht ein hoher Zoomfaktor allerdings auch Abstriche notwendig. Die Optik fällt mit F3,5 bis F6,7 alles andere als lichtstark aus, ausreichend Licht sollte für Fotos und Videos vorhanden sein. Ansonsten ergeben sich schnell hohe Sensorempfindlichkeiten. Ein optischer Bildstabilisator ist immerhin vorhanden. Dieser sorgt für deutliche Vorteile bei Aufnahmen aus der Hand. Natürlich kann das Sigma 16-300mm F3,5-6,7 DC OS Contemporary bei diesem riesigen Brennweitenbereich weder kompakt noch leicht ausfallen. Mit einer Größe von 7,4 x 12,4cm und einem Gewicht von 615g zählt das Zoom zu den größten und schwersten APS-C-Objektiven. Das weitere Gepäck kann durch den Verzicht auf zusätzliche Objektive aber natürlich kleiner als bei Standardzooms ausfallen.

Das Sigma 16-300mm F3,5-6,7 DC OS Contemporary bietet den größten Brennweitenbereich:

Die Abbildungsleistung des Sigma 16-300mm F3,5-6,7 DC OS Contemporary ist wie bei allen Reisezooms durchwachsen. Im Bildzentrum kann das Objektiv Details stets gut auflösen, die Bildränder fallen jedoch deutlich ab. Sie sind unschärfer und zeigen mehr chromatische Aberrationen. Abblenden ist für eine hohe Qualität notwendig. Die Vignettierung und Verzeichnung muss Sigma digital stark korrigieren, nur dadurch halten sie sich im Rahmen.

Beim Fokusmotor handelt es sich um einen schnellen sowie leisen High-Response Linear-Actuator (HLA), mit einem maximalen Abbildungsmaßstab von 1:2 eignet sich das Objektiv sogar für Makros. Zu den weiteren Features gehören Abdichtungen zum Schutz vor Staub und Spritzwasser, zusätzliche Fn-Tasten gibt es jedoch nicht. Das Sigma 16-300mm F3,5-6,7 DC OS Contemporary eignet sich für alle, die möglichst viele Brennweiten mit einem Objektiv abdecken möchten und dafür bereit sind, an anderen Stellen Abstriche hinzunehmen.

Pro:
Riesiger Brennweitenbereich
Großer Weitwinkelbereich
Schneller und leiser Fokusmotor
Ansprechende Makrofunktion (1:2)
Optischer Bildstabilisator vorhanden

Contra:
Groß und schwer
Bildränder fallen teilweise stärker ab

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Sony E PZ 18-105mm F4 G OSS

Mit dem E PZ 18-105mm F4 G OSS hat Sony schon seit 2013 ein Standardzoom im Programm, das mit 27 bis 158mm (KB-äquivalent) einen ansprechenden Brennweitenbereich abdeckt und dabei eine durchgängige Blendenöffnung von F4 zu bieten hat. Von anderen Objektiven der Klasse hebt sich das Sony E PZ 18-105mm F4 G OSS zudem durch einen Powerzoom-Motor ab. Das Verschieben der Linsen nimmt hier ein Motor vor. Die Wahl der Brennweite erfolgt per Einstellring, Zoomslider oder über die Kamera. Das ist bei Videos von Vorteil. Als Objektiv der G-Serie verfügt das Sony E PZ 18-105mm F4 G OSS über ein hochwertiges Gehäuse aus Metall, abgedichtet ist es jedoch nicht. Die Fokussierung erfolgt per recht schnellem AF-Motor, der maximale Abbildungsmaßstab fällt mit 1:9,1 jedoch dürftig aus.

Das Sony E PZ 18-105mm F4 G OSS ist vor allem für Videos interessant:

In puncto Bildqualität erzielt das Sony E PZ 18-105mm F4 G OSS gemischte Ergebnisse. Im Zentrum bewegt sich die Schärfe schon bei Offenblende auf einem sehr guten Niveau, zu den Rändern lässt sich jedoch ein deutlicher Abfall erkennen. Abblenden ist daher sinnvoll. Chromatische Aberrationen sind ebenfalls zu sehen, die starke Verzeichnung hat Sony digital gut korrigiert. Sehr gut: Da ein OSS zur Verfügung steht, lässt sich das Sony E PZ 18-105mm F4 G OSS auch an älteren Kameras problemlos einsetzen. Mit Abmessungen von 7,8 x 11,0cm und einem Gewicht von 427g gehört das Zoom weder zu den richtig großen und schweren, noch zu den kleinen und leichten Modellen. In Relation zum Zoombereich und der Lichtstärke sind diese Daten durchaus angemessen. Sehr interessant ist das Sony E PZ 18-105mm F4 G OSS aus unserer Sicht vor allem für Nutzer, die mit ihrer Kamera viele Videos aufnehmen möchten.

Pro:
Durchgängige Lichtstärke von F4
Schneller und leiser Fokusmotor
Optischer Bildstabilisator vorhanden
Motorzoom ermöglicht gleichmäßige Zoomvorgänge

Contra:
Brennweitenbereich kleiner als bei anderen Reisezooms
Bildränder fallen teilweise stärker ab

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Sony E 18-135mm F3,5-5,6 OSS

Mit dem E 18-135mm F3,5-5,6 OSS bietet Sony seit 2018 ein weiteres Reisezoom an. Umgerechnet auf Kleinbild deckt dieses 27 bis 203mm ab, damit lässt sich im Alltag sehr gut auskommen. Da das Objektiv mit 6,7 x 8,8cm und 325g vergleichsweise klein und leicht ausfällt, muss man allerdings auch mit einer recht geringen Lichtstärke von F3,5 bis F5,6 auskommen. Für Aufnahmen bei ausreichend Licht ist das Sony E 18-135mm F3,5-5,6 OSS natürlich bestens geeignet, bei wenig Licht sind jedoch recht schnell höhere Sensorempfindlichkeiten notwendig. Letzteren wirkt der verbaute OSS-Stabilisator entgegen, der zumindest bei statischen Motiven längere Belichtungszeiten ermöglicht. Bei Videoaufnahmen verhindert der OSS darüber hinaus unschöne Wackler.

Beim Sony E 18-135mm F3,5-5,6 OSS handelt es sich um eine komapkte Reisezoom-Lösung:

Die Abbildungsleistung des 7,5-fach-Zooms bewegt sich im Zentrum auf einem sehr ansprechenden Level, die Ränder fallen an den Brennweitenenden sichtbar ab. Die Wahl einer kleineren Blende ist für die höchste Qualität daher notwendig. Die weiteren Abbildungsfehler hat Sony digital gut korrigiert, ohne Korrekturprofil zeigt vor allem der Weitwinkelbereich eine starke Verzerrung und Vignettierung. Keine Kompromisse muss man bei der Fokussierung eingehen, der hierfür genutzte Linearmotor arbeitet schnell und sehr leise. Mit einem maximalen Abbildungsmaßstab von 1:3,4 eignet sich das Sony E 18-135mm F3,5-5,6 OSS sogar für Nahaufnahmen. Wer ein kompaktes und leichtes Zoom mit etwas größerem Brennweitenbereich sowie Bildstabilisator sucht, kann sich das Sony E 18-135mm F3,5-5,6 OSS auf jeden Fall ansehen.

Pro:
Kompakt und leicht
Ordentliche Brennweitenabdeckung
Schneller und leiser Fokusmotor
Optischer Bildstabilisator vorhanden

Contra:
Teilweise sichtbarer Schärfeabfall an den Bildrändern

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Tamron 18-300mm F3,5-6,3 Di III-A VC VXD

Neben Sigma bietet natürlich auch Tamron ein Reisezoomobjektiv für die Kameras von Sony an. Das 18-300mm F3,5-6,3 Di III-A VC VXD deckt mit 27 bis 450mm einen sehr großen Brennweitenbereich ab, dafür muss man auf eine höhere Lichtstärke verzichten. Die Blende von F3,5 bis F6,3 macht die Optik vor allem für Aufnahmen am Tag geeignet. Durch den VC-Bildstabilisator kann man hohe ISO-Werte zumindest bei statischen Motiven immerhin recht gut vermeiden und auch beim Filmen leistet er gute Dienste. Apropos gute Dienste: Dies gilt auch für den VXD-Motor. Dieser sorgt für leise und schnelle Schärfeänderungen. Motiven kann man sich bei 18mm auf bis zu 15cm nähern und einen sehr ansprechenden Abbildungsmaßstab von 1:2 erreichen. Am Teleende kommt man auf immer noch sehr ordentliche 1:4.

Das Tamron 18-300mm F3,5-6,3 Di III-A VC VXD bietet viele Features:

Die Bildqualität des Tamron 18-300mm F3,5-6,3 Di III-A VC VXD weiß im Zentrum bei allen Brennweiten zu gefallen, zu den Bildrändern nimmt die Detailzeichnung dagegen sichtbar ab. Für eine ansprechende Bildqualität sollte man abblenden. Die Verzeichnung und Vignettierung fallen durch die angewandte digitale Korrektur kaum auf, chromatische Aberrationen sind jedoch gut zu erkennen. Beim Gehäuse verzichtet Tamron abseits des Lockschalters und des Zoom- und Fokusrings auf Bedienelemente, Abdichtungen schützen jedoch vor Staub und Spritzwasser. Die Abmessungen des Tamron 18-300mm F3,5-6,3 Di III-A VC VXD sind angesichts des großen Brennweitenbereichs natürlich etwas ausladender (7,6 x 12,6cm), mit 620g ist das Objektiv zudem nicht gerade leicht. Dafür kann man auf ein zusätzliches Telezoom verzichten.

Pro:
Sehr großer Brennweitenbereich
Schneller und leiser Fokusmotor
Ansprechende Makrofunktion (1:2)
Optischer Bildstabilisator vorhanden

Contra:
Groß und schwer
Bildränder fallen teilweise stärker ab

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Autor: dkamera.de Redaktion
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