Sony Xperia 1 II Smartphone- und Kameratest (Teil 1)

Teil 1 von 3: Die technischen Daten, die Verarbeitung und die Bedienung des Smartphones

2019 hatte Sony mit dem Xperia 1 sein erstes Smartphone-Flaggschiff einer neuen Generation angekündigt, 2020 folgte mit Xperia 1 II das überarbeitete Nachfolgemodell. Hier setzt Sony unter anderem auf eine verbesserte Kamera-Ausstattung. Für Foto- sowie Videoaufnahmen stehen neben der klassischen Kamera-App zudem zwei weitere Spezial-Apps zur Verfügung. Wir haben Sonys High-End-Smartphone unter die Lupe genommen.

Lieferumfang:
Als Zubehör liefert Sony beim Xperia 1 II neben In-Ear-Kopfhörern mit 3,5mm Klinkenanschluss ein USB-C-Kabel sowie ein Netzteil mit. Letzteres trägt die Bezeichnung „UCH 32“ und kann bis zu 18 Watt ausgeben.

Das mitgelieferte Zubehör:

Die technischen Daten:
Das Sony Xperia 1 II ist als Smartphone der High-End-Liga mit der aktuell besten Hardware ausgestattet. Das 6,50 Zoll messende Display besitzt mit 3.840 x 1.644 Pixel eine sehr hohe Auflösung und Pixeldichte (643ppi), als Panel wird ein P-OLED-Modell mit HDR-Unterstützung verwendet. Gorilla Glass 6 sorgt für eine hohe Stabilität. Beim SoC setzte Sony auf den Qualcomm Snapdragon 865. Dieser umfasst einen Kryo 585-Gold-Kern mit 2,84 GHz, drei Kryo 585-Gold-Kerne mit 2,42 GHz und vier Kryo 585-Silber-Kerne mit 1,80 GHz. Die Adreno 650-GPU taktet mit 587 MHz, der LPDDR5-Speicher ist 8GB groß. Beim integrierten Speicher hat sich Sony für 256GB (UFS 3.0) entschieden, dieser kann per microSD-Karte erweitert werden. Der Einsatz von zwei SIM-Karten ist dagegen nicht möglich.

Zu den Kabelschnittstellen gehört ein mittlerweile kaum mehr anzutreffender 3,5mm Klinkeneingang für Kopfhörer, Daten werden per USB-C-Port mit 3.1-Standard ausgetauscht. Zudem dient letzterer zum Aufladen des 4.000mAh starken Lithium-Polymer-Akkus. Dies geht darüber hinaus drahtlos. WLAN wird mit den Verbindungsstandards 802.11a/b/g/n/ac unterstützt, LTE im Advanced Pro-Standard und 5G gibt es obendrein. Natürlich stehen auch Bluetooth (5.1), GPS und NFC zur Verfügung. Das 181g schwere und 166 x 72 x 7,9mm große Gehäuse des Xperia 1 II ist nach IP68-Standard abgedichtet, kann also unter anderem auch kürzere Tauchgänge in klarem Wasser überstehen. Als Betriebssystem kommt Android 10 zum Einsatz.

Kameras hat Sony beim Xperia 1 II insgesamt fünf verbaut. Eine befindet sich auf der Vorderseite, die anderen vier liegen auf der Rückseite. Auf der Vorderseite wird ein Modell mit acht Megapixel, 24mm KB-Brennweite und F2-Blende genutzt. Die Rückseitenkameras nehmen Ultraweitwinkelfotos, Weitwinkelfotos und leichte Telefotos auf, ein Modell speichert zudem Tiefeninformationen. Bei der Hauptkamera mit 24mm Brennweite (KB) kommt ein 1/1,7-Zoll-Chip mit 12 Megapixel zum Einsatz, das F1,7-Objektiv ist optisch stabilisiert.

Die Ultraweitwinkelkamera nimmt Bilder mit 16mm KB-Brennweite und einer Blende von F2,2 auf, die Auflösung der Fotos liegt ebenfalls bei 12 Megapixel. Das gilt zudem für die Telekamera. Hier setzt Sony auf einen 1/3,4 Zoll großen Sensor mit stabilisierter 70mm KB-Optik und Blende F2,4. Videos lassen sich mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde in 4K-Auflösung speichern, in Full-HD sind bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde wählbar.

Die Vorder- und Rückseite bestehen aus Glas:

Handling, Verarbeitung und Bedienung:
Schon auf den ersten Blick hebt sich das Sony Xperia 1 II deutlich von den meisten aktuell erhältlichen Flaggschiff-Smartphones ab. Es besitzt ein sehr längliches Format (2,33:1), ein Display ohne Notch oder „In-Display“-Kamera und ein sehr kantiges Gehäuse. Letzteres besteht wie üblich aus einer Vorder- und Rückseite aus Glas, dazwischen liegt ein Aluminium-Rahmen. Durch die längliche Bauform lässt sich das Smartphone komfortabel in der Hand halten, den oberen und unteren Rand erreicht man wegen der Länge von 166mm mit einer Hand aber kaum.

Beim Rahmen hat sich Sony für Metall entschieden:

Das Display mit einem Seitenverhältnis von 2,33:1 (oder auch 21:9) kommt zweifellos Freunden von Filmen im Kinobreitbildformat entgegen, bei anderen Aufnahmen (auch im herkömmlichen 16:9-Format) werden dagegen große schwarze Ränder sichtbar. Wir empfinden das Seitenverhältnis daher nicht als optimal. Das P-OLED-Panel protzt fast schon mit seiner besonders hohen Auflösung von 3.840 x 1.644 Pixel, eine höhere Pixeldichte ist aktuell bei keinem Smartphone zu finden. Dass selbst bei der genausten Betrachtung keine Pixel zu sehen sind, versteht sich da von selbst. Auf eine hohe Helligkeit und große Blickwinkel muss wie bei allen modernen OLED-Displays nicht verzichtet werden, die Wiedergabe erfolgt jedoch nur mit 60 Hz. Zur Seite hin abgerundete Ränder gibt es praktisch nicht, dies lässt das Design etwas älter wirken. Es macht das Aufbringen einer Schutzfolie jedoch einfach.

Den Fingerabdrucksensor hat Sony mit der Power-Taste unterhalb der Lautstärkewippe kombiniert:

Eine Lösung abseits der Masse hat Sony auch bei der Frontkamera gewählt. Diese befindet sich im oberen Rahmen, der dadurch natürlich etwas größer als bei der Konkurrenz ausfällt. Störend sind die Abmessungen aber zweifellos nicht, zudem stört natürlich keine im Display liegende Kamera.

Apropos im Display liegend: Hier würde man bei modernen Smartphones der High-End-Klasse auch den Fingerabdrucksensor suchen. Diesen hat Sony allerdings klassisch in der Power-Taste untergebracht. Das ist ungewohnt, aber keine schlechte Lösung. Gefühlt nimmt sich der Sensor jedoch einen Tick länger zum Entsperren des Gerätes als die im Display liegenden Modelle der Konkurrenz Zeit.

Das Sony Xperia 1 II besitzt einen dedizierten Auslösers für Fotos und Videos:

Oberhalb der Power-Taste hat Sony die Lautstärkewippe platziert, darunter befindet sich mit etwas größerem Abstand der Auslöser. Ja, das Xperia 1 II besitzt wie das Vorgängermodell einen dedizierten Auslöser. Foto- und Videografen werden sich darüber freuen.

Neben einer Nano-SIM-Karte lässt sich eine microSD-Karte einsetzen:

Den Schacht für die Nano-SIM-Karte und die microSD-Karte findet man an der linken Smartphone-Seite, der Einsatz von zwei SIM-Karten ist leider nicht möglich. Wer Kopfhörer nutzen möchte, findet den 3,5mm-Klinkeneingang dafür auf der Oberseite. Der USB-C-Port wird über die Unterseite erreicht.

Auf der Oberseite befindet sich eine 3,5mm-Klinkenbuchse:

Auf der Unterseite lässt sich ein USB-C-Kabel einstecken:

Im zweiten Teil unseres Tests des Sony Xperia 1 II schauen wir uns die Kameras detailliert an und prüfen die Bildqualität.

Autor: dkamera.de Redaktion
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