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Sony Xperia 1 Smartphone- und Kameratest (Teil 1)

Teil 1 von 3: Die technischen Daten, die Verarbeitung und die Bedienung des Smartphones

Mit dem Xperia 1 wagt Sony einen Neuanfang im Smartphone-Segment, allein der gewählte Name des neuen Flaggschiffs verdeutlicht das schon. Gelingen soll das mit der ersten Triple-Kamera bei einem Smartphone des japanischen Herstellers, einem neuen Design und der besten aktuell zur Verfügung stehenden Hardware. Wir haben Sonys neues Flaggschiff unter die Lupe genommen.

Der Lieferumfang:
Der Lieferumfang fällt beim Xperia 1 klassisch aus. Neben einer Kurzanleitung und Garantieinformationen liegen dem Gerät ein USB-C-Kabel, ein „Klinke auf USB-C“-Adapter und In-Ear-Kopfhörer mit Klinkenanschluss bei. Letzteres geht angesichts des Adapters zwar in Ordnung, wirkt aber doch etwas unentschlossen. Wenn man bei einem Gerät den Klinkenanschluss weglässt, dann sollte doch bitte gleich ein Kopfhörer mit USB-C-Port mitgeliefert werden. Das Netzteil mit USB-C-Anschluss gibt Sony mit maximal 18 Watt (1,5A bei 12V bzw. 2A bei 9V) an.

Der Lieferumfang des Xperia 1:

Die technischen Daten:
Die technischen Daten des Xperia 1 von Sony sind vielversprechend. Die Hardware des Smartphones ist technisch auf dem neuesten Stand. Als Prozessor kommt ein Qualcomm Snapdragon 855 mit acht Kernen (1 x Kryo 485 mit 2,84 GHz, 3 x Kryo 485 mit 2,42 GHz und 4 x Kryo 485 mit 1,80 GHz) und Adreno 640-GPU zum Einsatz, der Arbeitsspeicher ist 6GB groß.

Festspeicher besitzt das Smartphone 128GB, mittels microSD-Karte lässt sich der Speicher erweitern. In diesem Fall fällt allerdings der zweite Nano-SIM-Slot weg. Das P-OLED-Display im 21:9-Format mit einer Diagonalen von 6,5 Zoll löst 3.840 x 1.644 Pixel auf und unterstützt unter anderem die Wiedergabe von HDR-Inhalten.

Das Kamera-Setup des Sony Xperia 1 umfasst drei Kameras auf der Rückseite und eine Kamera auf der Vorderseite. Auf der Rückseite stehen eine Ultraweitwinkel- (16mm KB), eine Standard- (26mm KB) und eine Telekamera (52mm) zur Verfügung. Effektiv entspricht das einem 3,3-fachen Zoombereich. Die Bildwandler lösen jeweils 12,2 Megapixel auf, besitzen aber unterschiedliche Abmessungen. Die Blende der Ultraweitwinkellinse liegt bei F2,4, die der Weitwinkellinse (= Hauptkamera) bei F1,6 und die der Telelinse bei F2,4. Letztere beiden sind optisch stabilisiert. Videos speichert das Xperia 1 von Sony in 4K-Auflösung mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde und in Full-HD-Auflösung mit bis zu 960 Vollbildern pro Sekunde. Die Fotos der Frontkamera besitzen acht Megapixel und Videos lassen sich in Full-HD aufzeichnen.

Zu den Übertragungstechnologien gehören WLAN 802.11 a/b/g/n/ac, Bluetooth 5.0 und LTE bis zu 1.200Mbit/s, NFC ist natürlich auch an Bord. Der Akku des 72 x 167 x 8,2mm großen und 178g schweren Smartphones besitzt 3.330mAh angegeben, geladen wird er per USB. Drahtlos funktioniert das trotz Glasrückseite nicht. Das Gehäuse sollte dank IP68-Zertifizierung kurze Tauchgänge überstehen können, Sony nennt es offiziell "wassergeschützt". Im Auslieferungszustand ist Android 9.0 installiert.

Die Vorder- und die Rückseite des Smartphones besteht aus Glas:

Handling, Verarbeitung und Bedienung:
Das Sony Xperia 1 wird wie nahezu alle aktuellen Smartphones der Oberklasse aus Glas und Metall gefertigt. Auf letzteres Material trifft man an den Rändern (oben und unten sowie an den Seiten), die Rückseite und natürlich auch die Front werden aus Glas (Corning Gorilla Glas 6) gefertigt. Das Gehäuse sorgt in der Hand für einen äußerst hochwertigen Eindruck, das Handling gefällt uns gut. In der Hand liegt es recht sicher.

Abweichend vom aktuellen Trend verzichtet Sony beim Display auf eine Notch – oder andere im Display befindliche Kameralösungen. Die Frontkamera und der Lautsprecher wurden klassisch im Rahmen untergebracht. Daher fällt dieser deutlich dicker als bei anderen Smartphones aus. Das kann, muss aber nicht stören. Wer ein Smartphone ohne Notch besitzen möchte, liegt beim Xperia 1 zweifellos richtig.

Das Display des Xperia 1 ist unglaublich "lang":

Die anderen Ränder fallen klein aus, zur Seite hin abgerundete Displayränder gibt es nicht. Der Aluminiumrahmen wurden dagegen leicht abgerundet.  Die Abmessungen des Sony Xperia 1 fallen zum einen klein, zum anderen auch groß aus. Wie geht das denn, könnten Sie sich jetzt fragen. Mit "klein" meinen wir die Breite. Mit 72mm ist das Xperia 1 deutlich schmaler als andere Modelle mit der gleichen Displaydiagonale von 6,5 Zoll. Dafür sorgt das Panel im 21:9-Format. Gleichzeitig macht dieses Seitenverhältnis das Xperia 1 allerdings auch ungewöhnlich lang, also "groß". Mit 167mm ist es beispielsweise fast 10mm länger als ein Samsung Galaxy S10+. 167mm sind so lang, dass man an der Zweihandbedienung (mit Ausnahme des Einhandmodus) nicht vorbeikommt. Von Nachteil sind die länglichen Abmessungen außerdem beim Transport. Wer sich ein kleines Gerät wünscht, wird vom Xperia 1 kaum zufriedengestellt werden. Andererseits: Für Freunde von Kinofilmen gibt es kein besseres Gerät auf dem Markt. Im Kinoformat produzierte Filmen lassen sich praktisch 1:1 und ohne sichtbare Ränder wiedergeben.

Mit dem Einhandmodus lässt sich das längliche Gehäuse "kompensieren":

Damit sind die Besonderheiten des Panels allerdings noch nicht zu Ende. Sony verbaut ein P-OLED-Display mit der besonders hohen Auflösung von 3.840 x 1.660 Pixel. Das sind 2,5 Mal mehr Pixel als bei den aktuell üblichen Full-HD+-Panels. Die hohe Auflösung sorgt für eine sehr scharfe Wiedergabe, gegenüber Quad-HD-Displays profitiert man in der Praxis unserer Meinung nach aber nicht. Das Auflösungsvermögen des menschlichen Auges ist schlicht zu gering. Als weitere Display-Features gibt Sony den ITU-R BT.2020-Farbraum und eine darstellbare Farbtiefe von 10bit an. Dadurch soll das Gerät unter anderem Videoprofis ansprechen, die eine besonders gute Detailwiedergabe benötigen. Die Helligkeit es Panels ist akzeptabel, andere Geräte lassen sich draußen (also bei Sonnenschein) allerdings besser verwenden.

Den Fingerabdrucksensor hat Sony an der Seite positioniert:

Die Bedienelemente hat Sony beim  Xperia 1 an der rechten Seitenfläche platziert. Hier liegen nicht nur die Lautstärkewippe und der Ein-/Ausschalter, zwischen beiden befindet sich der Fingerabdrucksensor. Dieser erkennt Eingaben schnell, nach dem Erkennen dauert es jedoch immer noch einen Moment, bevor der Nutzer Zugriff auf das Gerät bekommt. Ein Fingerabdrucksensor im Display wäre sicherlich moderner gewesen, die von Sony gewählt Lösung ist aber ebenso gut.

Das Xperia 1 verfügt als eines von wenigen aktuellen Smartphones über einen dedizierten Auslöser:

Sehr gut gefällt uns beim Sony Xperia 1 die letzte, noch nicht erwähnte Hardwaretaste. Diese befindet sich ganz unten an der rechten Seite. Dabei handelt es sich um einen Fotoauslöser.

Diesen findet man praktisch kaum mehr. Für Fotofreunde ist er beim Xperia 1 ein großer Pluspunkt. Gut zu wissen: Das kurze Gedrückthalten des Auslösers startet die Kamera.

Die Unterseite mit dem USB-C-Port und dem zweiten Lautsprecher:

Auf der Unterseite des Smartphones sind der USB-C-Port und der zweite Lautsprecher für die Ausgabe von Stereosound zu finden. Das Xperia 1 unterstützt unter anderem Dolby Atmos und gibt Sound mit einer sehr klaren Qualität aus. Mit verschiedenen Musikausgabe-Profilen und einem Equalizer kann der User die Ausgabe an seine Wünsche anpassen.

Die Oberseite mit dem SIM-Karten-Tray:

Das Xperia 1 nimmt zwei Nano-SIM- oder eine Nano-SIM- und eine microSD-Karte auf:

Auf der Oberseite setzt man beim Smartphone die Nano-SIM bzw. microSD-Karte ein.

Im zweiten Teil unseres Tests des Sony Xperia 1 schauen wir uns die Kameras detalliert an.

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