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Praxisbericht zur Canon EOS M

Als letzter Spiegelreflexkamera-Hersteller hat Canon im Juli dieses Jahres seine erste spiegellose Systemkamera vorgestellt und sich dabei aus technischer Sicht stark an der aktuellen Einsteiger-Spiegelreflexkamera Canon EOS 650D (Testbericht) orientiert.

Wir haben die Canon EOS M (Datenblatt) zusammen mit dem Kit-Objektiv Canon EF-M 18-55mm F3,5-5,6 IS STM getestet. Im dkamera Bildqualitätsvergleich finden Sie neben unseren Szenario-Ausschnitten mit dem Kit-Objektiv Canon EF-M 18-55mm F3,5-5,6 IS STM auch die Szenario-Ausschnitte des Canon EF-M 22mm F2 STM. In unseren Beispielaufnahmen finden Sie außerdem Originalaufnahmen beider Objektive.

Ohne Objektiv gleicht die Canon EOS M (Produktfotos) einer herkömmlichen Kompaktkamera, fällt also sehr klein und transportabel aus. Das Kameragehäuse ist größtenteils aus Metall gefertigt und hinterlässt deshalb einen sehr hochwertigen Eindruck. Damit die Digitalkamera besser in der Hand liegt, hat Canon eine kleine Handunterstützung an der Vorderseite angebracht. Diese sorgt zwar für ein besseres Handling, hätte aber durchaus noch größer ausfallen können. An Tasten und Wahlrädern hat Canon gespart: Auf der Oberseite liegen der Power-Knopf, der Foto-Auslöser und ein Programm-Wählrad mit drei Funktionen. Neben der automatischen Motiverkennung lassen sich über dieses lediglich ein "Kreativ-Programme" genannter Modus und der Video-Modus aufrufen. Wer beispielsweise die Zeitautomatik oder den manuellen Belichtungs-Modus benutzen will, muss diesen über das Menü einstellen. Auf der Rückseite der Canon EOS M liegen der Video-Auslöser, Tasten zum Aufrufen des Menüs, des Wiedergabe-Modus und des Info-Quick-Menüs. Über das Steuerrad lassen sich zudem der Aufnahme-Modus (Einzelbild, Reihenaufnahme, ...), die Belichtungskompensation und die Belichtungsspeicherung einstellen. Die Mitteltaste des Steuerrads erlaubt den Zugriff auf das Quick-Menü. Standardmäßig nur im Wiedergabe-Modus belegt wurde die untere Steuerradeinstellung mit der sich Bilder und Videos löschen lassen. Diese kann allerdings auch mit verschiedenen anderen Funktionen (z.B. dem ISO-Wert) belegt werden.

Am Kameramenü gibt es nichts auszusetzen. Im Grunde genommen handelt es sich um das Menü der Canon EOS 650D (Datenblatt). Wer eine Spiegelreflexkamera von Canon besitzt, muss sich also überhaupt nicht umstellen. Als Foto-Programme sind die bekannten PSAM-Modi vorhanden, zusätzlich gibt es noch weitere Spezialprogramme wie einen HDR-Modus und einen "Nachtaufnahme-ohne Stativ"-Modus.

Die Kreativ-Filter werden – wie schon bei der Canon EOS 600D (Testbericht) und Canon EOS 650D (Testbericht) – nach der Aufnahme auf das Bild angewendet. Insgesamt gibt es sieben dieser Filter (Körnigkeit S/W, Weichzeichner, Fischaugeneffekt, Ölgemälde-Effekt, Aquarell-Effekt, Spielzeugkamera-Effekt, Miniatureffekt), wobei jeder davon mit verschiedenen Effektstufen nochmals individuell angepasst werden kann.

Auch das 3,0 Zoll große Display ist schon von der Canon EOS 650D bekannt, kann bei der Canon EOS M (Technik) allerdings nicht gedreht oder geschwenkt werden. Dank seiner 1.040.000 Subpixel (720 x 480 Pixel) liefert es ein gestochen scharfes Bild, zudem besitzt es einen großen Blickwinkel. Durch die Touchscreen-Oberfläche kann es zum Bedienen der Kamera genutzt werden. Dabei lassen sich zum einen alle Einstellungen aufrufen, zum anderen kann das Display auch als Auslöser verwendet werden. Im Wiedergabe-Modus können die Bilder mit zwei Fingern als Multitouch-Geste vergrößert werden, mit einem „Wischen“ gelangt man zum nächsten Bild. Die Touchscreen-Oberfläche reagiert insgesamt sehr schnell und präzise.

Der Autofokus kann einen (Single-Zone) oder auch mehrere (Mutli-Zone) AF-Punkte zum Scharfstellen benutzen, zudem können sich einmal angewählte Objekte verfolgen lassen. Der Verschluss erlaubt Belichtungszeiten zwischen 30 Sekunden und 1/4.000 Sekunde, außerdem besitzt die Canon EOS M den von Spiegelreflexkameras bekannten Bulb-Modus, mit dem noch längere Belichtungszeiten möglich sind.

Videos speichert die Canon EOS M (Abbildungsleistung) bei Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) im PAL-Modus mit 25 oder 24 Bilder pro Sekunde. Stellt man das Videosystem auf NTSC um, sind 30 Bilder pro Sekunde möglich. Alternativ können bei reduzierter Auflösung (1.280 x 720 Pixel) Videos mit 60 bzw. 50 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden. Die Bitrate der H.264-Videos (MOV-Container) liegt bei etwa 44 Mbit/s (entspricht 353 Megabyte pro Minute). Der Autofokus stellt im Video-Modus des Öfteren relativ gemächlich scharf, trifft sein Ziel allerdings letztendlich doch gut. Neben der automatischen Belichtung lassen sich im Video-Modus alle Parameter auch manuell einstellen und beschränken die eigene Kreativität somit nicht.

Insgesamt gleicht auch der Video-Modus dem der Canon EOS 650D. Kein Wunder also, dass auch die Bildqualität der Canon EOS M (Beispielaufnahmen) bei Videos nahezu identisch ausfällt. Die Videobildqualität ist generell gut, Moire-Artefakte treten bei anfälligen Motiven jedoch verstärkt auf. An die Kompaktkameras aus dem eigenen Hause (Canon Powershot G15 oder S110) kommt die Canon EOS M bei der Videobildqualität auf jeden Fall nicht heran. Nicht komfortabel: Die Video-Aufnahme lässt sich leider nur im Video-Modus starten, in den Foto-Modi ist der Video-Auslöser leider ohne Funktion.

Die Tonaufnahme kann man der Canon EOS M (Technik) überlassen oder nach seinen eigenen Wünschen gestalten. Als Bonus lässt sich ein externes Mikrofon über den Mikrofon-Eingang anschließen. Bereits das interne Stereo-Mikrofon liefert jedoch eine akzeptable Tonqualität, liegt aber an einer sehr ungünstigen Stelle auf der linken Oberseite der Digitalkamera. Dort kann es sehr leicht und völlig unbemerkt mit den Fingern verdeckt werden.

Neben JPEG-Bildern kann die Canon EOS M Bilder natürlich auch im unkomprimierten RAW-Format (.CR2) abspeichern. Als Datenträger dienen der spiegellosen Systemkamera SD-/SDHC-/SDXC-Speicherkarten.

Da die Canon EOS M (Produktfotos) keinen eingebauten Blitz besitzt, muss bei nicht ausreichend Licht mit dem mitgelieferten Aufsteckblitz Canon Speedlite 90EX (Leitzahl 9) gearbeitet werden. Der Blitz kann das Bild auch bei 18 Millimeter Brennweite gut ausleuchten, fällt für seine Abmessungen jedoch relativ schwach aus. Für den ein oder anderen dürfte interessant sein, dass sich mit dem Canon Speedlite 90EX andere Speedlite-Modelle drahtlos fernzünden lassen. In der Praxis funktionierte dies mit einem Canon Speedlite 430EX zwar tadellos, allerdings musste der Speedlite 430EX wegen seiner deutlich höheren Blitzleistung im Vergleich zum Canon Speedlite 90EX (Leitzahl 43 vs. 9) deutlich herunter geregelt werden, damit eine ausgeglichene Lichtstimmung erreicht wurde. Der Vorteil der höheren Leitzahl eines zusätzlichen Blitzes ist in Kombination mit dem Canon Speedlite 90EX also nur selten nutzbar.

Als Verbindung zur Außenwelt besitzt die Canon EOS M (Technik) einen Mini-HDMI- und einen Mini-USB-Port. Darüber lassen sich die Bilder an einem externen Monitor/Fernseher wiedergeben oder auf einen Computer überspielen. Wie schon erwähnt lässt sich außerdem ein externes Mikrofon über den 3,5mm-Klinkenstecker anschließen.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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