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Das Fazit zur Canon IXUS 140

In der Praxis liefert die Canon IXUS 140 eine größtenteils solide Leistung ab, wie aber schneidet die Einsteigerkamera im Labor ab? Dies lesen Sie im Folgenden.

Als Bildsensor setzt Canon bei der Canon IXUS 140 (Datenblatt) auf einen 1/2,3 Zoll großen CCD-Sensor mit 15,9 Megapixel (4.608 x 3.456 Pixel). Dessen Sensorempfindlichkeit kann zwischen ISO 100 und ISO 1.600 eingestellt werden, die Bildausgabe erfolgt nur im JPEG-Bildformat.

Beim Basis-ISO-Wert von 100 liegt die Bildqualität der Digitalkamera auf einem für Einsteigerkameras guten Niveau, frei von Bildrauschen sind die Aufnahmen aber nicht. Bei ISO 200 nimmt dieses etwas zu, die Detailwiedergabe fällt aber noch nicht wirklich ab. Dies ist aber bereits bei ISO 400 der Fall, denn hier ist ein deutliches Bildgrieseln sichtbar und auch feine Details werden nicht mehr ganz so gut aufgelöst. Bei ISO 800 greift der Rauschfilter dann sichtbar ein und glättet das Bild. Dadurch sinkt auch die Detailwiedergabe ab und zudem werden die Texturen von einem stärkeren Bildrauschen überlagert. Bei ISO 1.600 vermatschen die Bilder, Details werden nicht mehr wiedergegeben.

Aufnahmen bei wenig Licht waren noch nie die Paradedisziplin von kleinen Bildsensoren. Hier liefert die Canon IXUS 140 nur bis ISO 100 ein gutes Ergebnis, bei ISO 200 fallen die Bilder zwar noch akzeptabel aus, darüber jedoch setzt eine stärkere Weichzeichnung und ein höheres Bildrauschen ein. Spätestens bei ISO 800 zeigen die Bilder größtenteils nur noch wenige Bilddetails und sind nur noch sehr eingeschränkt brauchbar.

Insgesamt fällt die Bildqualität der Canon IXUS 140 für eine Einsteigerkamera akzeptabel bis ausreichend aus, der Schritt von einem CMOS zu einem CCD-Sensor erweist sich dabei als ein deutlicher Rückschritt. Im Vergleich zu mit CMOS-Sensoren der Vorgängermodelle aufgenommene Bilder muss die Canon IXUS 140 bereits ab mittleren ISO-Werten (also ab ISO 400) Federn lassen und liegt bei höheren ISO-Werten (ab ISO 1.600) sehr deutlich zurück.

Die Geschwindigkeitswerte fallen bei der Canon IXUS 140 außerdem zwiespältig aus. Auf der einen Seite liefert die Kompaktkamera mit 0,7 Bildern pro Sekunde – und das auch nur für etwa sechs Bilder in Folge – eine mehr als unterdurchschnittliche Serienbildrate, auf der anderen Seite kann sie mit einer kurzen Auslöseverzögerung von 0,03 Sekunden und mit einem schnellen Autofokus von 0,28 Sekunden aber durchaus überzeugen. Für das Einschalten lässt sich die Digitalkamera mit 1,48 Sekunden nicht lange Zeit, das erste Bild ist zudem schon nach 1,82 Sekunden aufgenommen.

Die allgemeine Arbeitsgeschwindigkeit der Canon IXUS 140 ist gut bis akzeptabel und für eine Einsteigerkamera völlig ausreichend, die Serienbildrate ist allerdings wirklich schlecht. Auch die Wartezeit nach der Bildaufnahme könnte noch etwas kürzer ausfallen.

Die Farbwiedergabe der Canon IXUS 140 fällt im Test akzeptabel aus. Die durchschnittlichen Abweichungen liegen auf einem guten Niveau, erwähnenswerte Ausreißer gibt es nicht.

Der optische Bildstabilisator verrichtete seine Arbeit in unserem Test gut, er konnte für etwa zwei bis drei Blendenstufen längere Belichtungszeiten sorgen. Auch Videos werden deutlich sichtbar stabilisiert (siehe unser Bildstabilisator-Video). Durch die Intelligent-IS-Technologie wird dabei automatisch der optimale Stabilisierungs-Modus gewählt.

Das Objektiv der Canon IXUS 140 deckt eine kleinbildäquivalente Brennweite von 28 bis 224 Millimeter ab und besitzt eine Blendenöffnung von F3,2 bis F6,9. Für eine zwei Zentimeter tiefe Digitalkamera ist dies ein respektables Ergebnis, denn trotz ihrer kompakten Abmessungen lassen sich auch weiter entfernte Motive nah heranholen. Große Brennweitenbereiche und kleine Objektiv-Abmessungen machen allerdings auch immer Kompromisse nötig. Zum einen fällt die Lichtstärke mit F3,2 bis F6,9 vor allem im Telebereich sehr deutlich ab, zum anderen sind die Bildränder vor allem auf der linken Seite sichtbar unschärfer als die Bildmitte. Auch chromatische Aberrationen lassen sich an den Rändern leider gut erkennen.

Canons IXUS 140 (Hands-On-Video) knüpft bei einigen Punkten an die Vorgängermodelle an und erreicht dabei teilweise eine solide und überzeugende Leistung. Die Verarbeitungsqualität fällt gewohnt hoch aus und bewegt sich damit auf einem – für Einsteigerkameras – sehr guten Niveau. Die Tasten sind relativ groß und lassen sich daher trotz ihrer planen Lage im Gehäuse gut bedienen. Die Bedienung allgemein kann mit einer guten Übersichtlichkeit überzeugen, auch Einsteiger sollten sich schnell zu Recht finden. Weniger überzeugen können die Bildqualität im Foto- und Videomodus. Der Wechsel von einem CMOS-Sensor der vergangenen Modelle zu einem CCD-Sensor der Canon IXUS 140 (Beispielaufnahmen) hat bereits bei mittleren ISO-Werten (ISO 400 und darüber) einen negativen Einfluss auf die Bildqualität, höhere ISO-Werte sind nur im Notfall zu empfehlen. Die Videoaufnahme wird nicht mehr in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) realisiert, sondern nur noch in HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel). Dadurch wird ebenfalls die gute Videoqualität der Vorgänger nicht mehr erreicht – und das zeigt sich deutlich. Die Serienbildaufnahme der Canon IXUS 140 fällt mit 0,7 Bildern pro Sekunde und das nur für 6 Bilder in Folge sehr langsam aus, der Autofokus und die Auslöseverzögerung bewegen sich immerhin – genauso wie die Einschaltzeit – auf einem ziemlich guten Niveau. Ebenso gut arbeitet der optische Bildstabilisator, der Verwacklungen effizient ausgleichen kann. Das 8-fach-Zoom - was an sich in einem 2cm dünnen Kameragehäuse schon eine Leistung darstellt - deckt einen sehr praxistauglichen Brennweitenbereich ab, seine Abbildungsqualität ist noch akzeptabel, die Lichtstärke am Telenede mit F6,9 jedoch schon sehr schwach.

Als moderne Digitalkamera ist es schick, ein WLAN-Modul mit an Bord zu haben, um Daten drahtlos austauschen zu können. Auch die Canon IXUS 140 besitzt eines. Wirklich gelungen ist hierbei aber nur die Funktion, Bilder schnell an ein Mobilgerät - wie ein Smartphone oder einen Tablet-PC - zu verschicken. Wer die Bilder zum Beispiel kabellos auf einem Computer speichern will, muss diesen zuvor erst einmal entsprechend konfigurieren. Prädikat: Nichts für Anfänger.

Mit der Canon IXUS 140 (Praxis) präsentiert Canon eine seiner aktuellen Einsteiger-Kompaktkameras und sorgt damit bei uns für ein lachendes und gleichzeitig für ein weinendes Auge. Neben der guten Verarbeitung überzeugt die Kamera mit einer einfachen Bedienung und – mit Ausnahme der Serienbildrate – mit einer relativ schnellen Arbeitsgeschwindigkeit. Die Bildqualität der Fotos hat im Vergleich zu den Vorgängern vor allem bei höheren ISO-Werten deutlich nachgelassen, die Videoaufnahme wurde unnötigerweise auf HD-Auflösung begrenzt - Full-HD Videoaufnahmen gibt es im Vergleich zur Vorgängerkamera nicht mehr. Damit ist die Canon IXUS 140 eine kompakte Schönwetter-Kamera, mit der man besser keine Videos für größere TV-Geräte aufnehmen sollte. Die Wi-Fi-Funktion ist ganz nett, aber bis auf die Übertragung auf ein Mobilgerät zu komplex umgesetzt.

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Pro&Contra zur Canon IXUS 140

  • 8-fach-Zoomobjektiv mit großem Brennweitenbereich (28 bis 224mm nach KB)
  • Mit 28mm noch guter Weitwinkelbereich
  • Kamera für ein 8-fach-Zoom sehr kompakt
  • Sehr gut verarbeitetes Kameragehäuse aus Metall
  • Relativ große Tasten
  • Schnappschuss-tauglich: schneller Autofokus, extrem kurze Auslöseverzögerung
  • Guter Makro-Modus (ab ca. 1cm Motivabstand!)
  • Gutes Display für eine Einsteigerkamera (460.000 Subpixel)
  • Das Display ermöglicht hohe Einblickwinkel
  • Einige Szene- und Kreativ-Modi vorhanden
  • Quick-Menü mit den wichtigsten Einstellungen
  • Optisches Zoom während der Videoaufzeichnung möglich (verlangsamt und relativ leise)
  • WLAN-Modul zur kabellosen Datenübertragung vorhanden
  • Kompatibel zu allen von uns getesteten Speicherkarten bis 128GB
  • Im Vergleich zu IXUS-Vorgängerkameras wurde anstelle des CMOS- ein CCD-Sensor verbaut
  • Die Bildqualität liegt (auch darum) bei höheren ISO-Werten unter den Vorgängermodellen
  • Objektiv am Teleende nur sehr lichtschwach ausgestattet
  • Mit 0,7 Bildern pro Sekunde sehr langsame Serienbildgeschwindigkeit
  • Full-HD-Videoaufzeichnung NICHT möglich (nur HD-Videos möglich: 1.280 x 720 Pixel)
  • Videoqualität für HD-Auflösung relativ schlecht
  • Kein HDMI-Ausgang vorhanden

Testurteil

Alle Urteilsgrafiken dürfen nur unverändert und mit Link auf unseren Test auf externen Webseiten verwendet werden.

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