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Praxisbericht zur Canon IXUS 155

Welche Tasten, weiteren Bedienelemente und Schnittstellen die Canon IXUS 155 besitzt, zeigt unsere Produktseite.

Die Canon IXUS 155 (Datenblatt) ist optisch wie das etwas darunter angesiedelte Modell Canon IXUS 150 gestaltet, bei der Bedienung gibt es daher keine Unterschiede. Auf der Vorderseite besteht das kompakte Kameragehäuse aus hochwertigem Metall und verleiht der Kamera damit durchaus einen edlen Eindruck. Auf der Rückseite kommt dann zwar nur noch „einfacher“ Kunststoff zum Einsatz, das ist in dieser Preisklasse aber zum einen die Regel und zum anderen völlig ok. In der Hand kann man die Kamera durch ihr leichtes Gewicht (137g) relativ gut halten, ein wirklich optimales Handling besitzt sie durch die glatte Oberfläche aber nicht.

Die Tasten der Canon IXUS 155 (Technik) sind für eine kleine Kamera verhältnismäßig groß. Der Grund: Da es nicht viele gibt, ist für die Wenigen ausreichend Platz vorhanden. Das Hauptsteuerelement ist das rückseitige Steuerkreuz. Hiermit wird unter anderem das Fotoprogramm eingestellt und man kann den stromsparenden Eco-Modus aktivieren. Damit wird das Display bereits nach kurzer Zeit abgedunkelt und zudem früher abgeschaltet. Die fotografischen Einstellungen können leider nur im Quickmenü vorgenommen werden, dieses wird über die mittlere Taste aufgerufen. Hier kann man unter anderem die Sensorempfindlichkeit oder die Belichtungskorrektur anpassen. Direkt ohne Menü lassen sich nur der Blitzmodus und die Displayanzeige konfigurieren. Wer des Öfteren fotografische Parameter einstellen möchte, ist bei der Canon IXUS 155 (Bildqualiät) also eher falsch. Die Kamera ist dafür einfach nicht vorgesehen, sondern soll eher den typischen „Automatik-Fotografen“ ansprechen. Für unerfahrene Benutzer hat Canon deshalb auch ein extra Menü mit verschiedenen Erklärungen integriert. Dieses lässt sich über die Fragezeichen-Taste aufrufen und bietet einfache Erläuterungen zu den Modi und Einstellungen.

Das Menü im klassischen Canon-Design hält keine Überraschungen bereit und ist klar strukturiert. Wirklich viele Optionen gibt es nicht, somit behält man auch sehr leicht den Überblick.

Das Fotoprogramm wird – mit Ausnahme der Vollautomatik, die über da Steuerkreuz aktiviert wird – wie schon alle weiteren Optionen über das Quickmenü gewählt. Hier kann man sich zwischen der Programmautomatik, einem „Live“-Modus, bei dem sich die Helligkeit, die Sättigung und die Farbtemperatur über Regler verändern lassen, sechs extra Szenenmodi („Porträt“, „Schnee“, …) sowie sechs Filtereffekten entscheiden. Als Szenenprogramm wird dabei unter anderem auch eine Langzeitbelichtung angeboten, bei der man die Belichtungszeit zwischen einer und 15 Sekunden selbstständig wählen kann. Als Kreativeffekte stehen beispielsweise ein Miniatur-Effekt und eine Farbverstärkung zur Verfügung. Diese Ausstattung ist für eine Einsteigerkamera ausreichend.

Der Autofokus bietet die Modi „Gesicht/AiAF“ (= automatische Messfeldwahl), Mitte und Verfolgung. Neben der Einzelbild-Fokussierung lässt sich der Fokus auch nachführen. Für Makroaufnahmen muss man in einen speziellen Makromodus wechseln, Canon gibt hierfür eine Naheinstellgrenze von einem Zentimeter an. .

Wer die Belichtung beeinflussen möchte, kann im Modus Programmautomatik die Belichtungskorrektur zwischen plus und minus zwei Stufen vornehmen und die Messmethode zwischen Mehrfeld, mittenbetont integral und Spot wählen. Die Blende oder die Belichtungszeit lassen sich mangels halb automatischer und manueller Fotoprogramme leider nicht direkt beeinflussen.

Als Display verwendet Canon bei der IXUS 155 (Technik) ein 3,0 Zoll großes LCD mit 230.000 Subpixel. Daher ist das im 4:3-Format gehaltene Display nur schwach aufgelöst, größere Pixel lassen sich bei genauem Betrachten sehr leicht erkennen. Auch bei den Einblickwinkeln gibt es Schwächen. Wer von unten auf das Display blickt, erkennt nicht mehr besonders viel. Diese Einschränkungen muss man in der Einsteigerklasse aber einfach hinnehmen, bessere Displays findet man hier kaum.

Bei der Videoaufnahme ist man auf HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel) und 25 Vollbilder pro Sekunde beschränkt. Die Auflösung bewegt sich somit unter dem üblichen Full-HD-Niveau. Die Bildqualität der Aufnahmen ist keinesfalls überzeugend, Details werden nur schlecht wiedergegeben. Beim Zoomen wird die Tonspur etwas unterdrückt, was für einen dumpfen Höreindruck des generell nicht besonders guten Monomikrofons sorgt. Immerhin arbeitet der Autofokus gut, er stellt schnell und treffsicher scharf. Unser Fazit: Für Videofreunde ist die Canon IXUS 155 insgesamt keine gute Wahl. Die Beispielaufnahmen ermöglichen Ihnen einen guten Eindruck von den Videofähigkeiten der Kompaktkamera.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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