Leica X-U (Typ 113) Praxisbericht

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Praxisbericht zur Leica X-U (Typ 113)

Die Leica X-U (Typ 113) (Produktbilder) ist die erste digitale Outdoorkamera von Leica. Von Grund auf neu wurde die Digitalkamera aber nicht entwickelt. Als Basis wird das von der Leica X (Datenblatt) bekannte Gehäuse verwendet, optische Gemeinsamkeiten gibt es daher einige. Leica hat jedoch auch diverse Änderungen vorgenommen, die unter anderem den Einsatz unter Wasser ermöglichen. Daher ist das Gehäuse aus Aluminium natürlich abgedichtet, eine TPE-Armierung wird zwecks einer besseren Griffigkeit verwendet. Diese lässt die Kamera sicher in der Hand liegen, ein kleiner Griff auf der Vorderseite macht das Handling recht angenehm. Die Daumenablage auf der Rückseite hätte aber durchaus noch etwas griffiger gestaltet sein können.

Die Leica X-U hat ein akzeptabel großes und sehr solide verarbeitetes Kameragehäuse:

Wer eine Outdoorkamera erwirbt, möchte diese vermutlich bei Bedingungen einsetzen, die man gewöhnlichen Modellen eher nicht aussetzen möchte. Der genaue Blick auf das Datenblatt verrät, dass die Leica X-U (Typ 113) (Datenblatt) entsprechend der JIS/IEC Schutzklasse 68 (IP68) für einen Zeitraum von 60 Minuten in einer Wassertiefe von bis zu 15m eingesetzt werden kann. Aber Achtung: Diese Angabe gilt für den in dieser Tiefe herrschenden Druck. Bei Bewegungen im Wasser kann dieser bereits bei niedrigeren Wassertiefen erreicht oder überschritten werden. Mit 15m sortiert sich die Leica X-U jedoch in einem für Standardnutzer sicheren Bereich ein, hier sollte es keine Probleme geben.

Die Stoßfestigkeit der Outdoorkamera wird mit 1,22m Fallhöhe nach MIL-STD 810G-Norm angegeben. Die X-U kann kleinere „Unfälle“ also durchaus überstehen. Besonders geschützt werden müssen bei einer Outdoorkamera natürlich das Objektiv und das rückseitige Display. Beide sind mit speziellen Schutzgläsern versehen, beim LCD kommt laut Leica ein „besonders gehärtetes“ Glas zum Einsatz. Insgesamt macht die Leica X-U auf uns einen sehr soliden Eindruck.

Die Bedienelemente wurden groß gestaltet und lassen sich daher leicht "treffen":

Die Bedienung von Outdoorkameras ist immer ein wenig „speziell“, durch abgedichtete Tasten und größere Bedienelemente unterscheidet sich diese von der Bedienung von herkömmlichen Modellen. Zum Teil trifft diese Aussage auch auf die Leica X-U (Typ 113) (Farbwiedergabe) zu. Die gesamte Rückseite der Kamera ist mit einer Schutzschicht überzogen, dies wirkt sich auf die Bedienung aus. Während man die Tasten auf der rechten Seite dank eines gut spürbaren Druckpunktes ohne Einschränkungen bedienen kann, ist dies bei den Tasten links vom Display eher nicht der Fall. Auch diese sind zwar groß und somit auch unter Wasser leicht zu treffen, sie besitzen aber nahezu keinen Druckpunkt. Dadurch ist die Bedienung unserer Meinung nach nicht sonderlich komfortabel. Dies ist doch etwas schade, denn prinzipiell lassen sich über die Tasten einige wichtige Parameter schnell anpassen. Dazu gehören der Fokusmodus, der Weißabgleich und der ISO-Wert. Die Bedienelemente auf der Oberseite sind griffig gestaltet, das Blendenwählrad könnte man aber als etwas zierlich beschreiben.

Ein Programmwählrad gibt es nicht, dafür aber Wählräder für die Belichtungszeit und die Blende:

Wie üblich für viele Leica-Modelle besitzt auch die Leica X-U (Typ 113) (Bildqualität) kein Programmwählrad. Die Wahl des Aufnahmemodus wird daher über die Einstellräder für die Belichtungszeit und die Blende vorgenommen. Beide verfügen dazu über eine zusätzliche Automatik-stellung. Befinden sich beide Wählräder in der genannten Automatik-stellung, ist die Programmautomatik aktiv. Für die Blendenvorwahl wird die Blende per Einstellrad verändert und muss das Zeitenwählrad auf Automatik stehen. Genau andersherum funktioniert dies mit der Zeitvorwahl. Wer beide Einstellräder nicht auf deren Automatik-stellung dreht, aktiviert den manuellen Belichtungsmodus. Die Wahl des Belichtungsprogramms mag auf den ersten Blick etwas kompliziert klingen, nach kurzer Eingewöhnungszeit kommt man mit diesem „System“ aber sehr gut zurecht. Gut gelöst hat Leica auch die Korrektur der Belichtung. Dafür werden die Plus- und die Minus-tasten auf der Rückseite verwendet. Da weitere wichtige Parameter wie bereits erwähnt über Direktwahltasten links vom Display erreicht werden, kann man die X-U problemlos auch manuell oder halb automatisch bedienen.

Das Kameramenü ist übersichtlich gestaltet, dessen Bedienung aber nicht immer schlüssig:

Für den schnellen Einsatz unter Wasser hat Leica der X-U (Typ 113) (Abbildungsleistung) einen Unterwassermodus spendiert. Dieser kann per extra Taste auf dem Steuerkreuz erreicht werden. Er verändert laut Handbuch den Weißabgleich, da unter Wasser eine andere Farbtemperatur zur korrekten Aufnahme benötigt wird. Nicht aufgeführt ist im Handbuch allerdings eine weitere Veränderung, die beim Vergleich der Bilder mit und ohne Unterwassermodus ebenso erkannt werden kann. Die automatische Verzeichnungskorrektur ist im Unterwassermodus nicht mehr aktiv, die Bilder zeigen daher eine deutlich tonnenförmige Verzeichnung.

Im Menü der Leica X-U findet man sich schnell zurecht, dieses wurde übersichtlich gestaltet. Etwas verwirrend ist allerdings die Tatsache, dass für Eingaben in der ersten Ebene des Menüs die rechte Taste des Steuerkreuzes zu drücken ist, in der zweiten Ebene muss zur Bestätigung dagegen die Info-Taste gedrückt werden.

Die Autofokus-Optionen der Leica X-U:

Die Fokussierung erfolgt bei der Leica X-U (Typ 113) (Geschwindigkeit) mit der Kontrastmessung, neben einem 1-Punkt-AF, einem 11-Punkt-AF und einem Spot-AF (mit besonders kleinem Messfeld) unterstützt die Kamera auch die Gesichtserkennung. Wer das Messfeld beim 1-Punkt-AF und dem Spot-AF aus der Bildmitte verschieben möchte, muss die "Focus"-Taste länger gedrückt halten und kann daraufhin das Messfeld über das Steuerkreuz verschieben. Diese Lösung ist nicht die komfortabelste aber letztendlich akzeptabel.

Der manuelle Fokusbetrieb lässt sich per Objektivring aktivieren. Dazu dreht man diesen von „AF“ nach links. Nun ist das manuelle Scharfstellen möglich, eine Fokusskala ist zur groben Einschätzung vorhanden. Zudem kann man sich eine Fokuslupe einblenden lassen. Der AF-Arbeitsbereich beginnt bei der X-U ab 20cm Abstand vom Sensor, echte Makroaufnahmen sind daher nicht möglich. Gut zu wissen: Im Nahbereich liegt die größte Blendenöffnung konstruktionsbedingt bei F2,8 und nicht bei F1,7.

Bei der Belichtungsmessung stehen drei Optionen zur Wahl:

Die Belichtungszeit wird – wie bereits an früherer Stelle in diesem Text erwähnt – über ein Einstellrad auf der Oberseite verändert. Dadurch bleibt man allerdings auf recht wenige Werte von 1/2.000 Sekunde bis zu einer Sekunde beschränkt. Längere Belichtungszeiten können immerhin über die Plus- und Minus-tasten eingestellt werden, bis zu 30 Sekunden lassen sich hiermit wählen. Die Belichtungsmessung kann man im Menü anpassen, mit der Mehrfeldmessung, der mittenbetonten Messung und der Spotmessung ist das „Angebot“ standardmäßig. Nicht optimal: Mit 1/2.000 Sekunde fällt die kürzeste Belichtungszeit recht lang aus, bei Sonnenschein ist das Fotografieren mit der Offenblende kaum möglich.

Das Display ist 3,0 Zoll groß und fällt durch 920.000 Subpixel scharf aus:

Das Display der Leica X-U (Typ 113) (Technik) misst 3,0 Zoll in der Diagonalen und löst hohe 920.000 Subpixel auf. Die Wiedergabequalität fällt dadurch sehr gut aus, grobe Pixelstrukturen lassen sich nicht erkennen. Da das LCD fest verbaut ist und nicht gedreht oder geschwenkt werden kann, sind große Einblickwinkel wichtig. Diese besitzt das Display, daher ist auch das schräge Betrachten ohne Einschränkungen möglich.

Die Videoaufnahme kann mit der Outdoorkamera mit 30 Vollbildern pro Sekunde erfolgen. Als Auflösungen werden von der Leica X-U (Typ 113) (Beispielaufnahmen) 1.920 x 1.080 Pixel (Full-HD) sowie 1.280 x 720 Pixel (HD) angeboten. Die Bildqualität der Aufnahmen fällt gut aus. Der Autofokus stellt sicher scharf, nimmt sich dafür aber recht viel Zeit. Manuelle Videooptionen hat die Kamera nicht zu bieten. Einen optischen Bildstabilisator besitzt die X-U ebenso nicht, eine elektronische Stabilisierung kann im Menü allerdings zugeschaltet werden. Diese verhindert Verwacklungen ein wenig. Die Tonqualität des Stereomikrofons ist trotz der wasserdichten Bauweise des Gehäuses recht gut.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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