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Das Fazit zur Nikon 1 J1

Die Nikon 1 J1 (Datenblatt) markiert den Beginn eines neuen, rein digitalen Kamerasystems und somit einen wichtigen Meilenstein in der langen Geschichte von Nikon. Anders als andere Hersteller, wie Panasonic, Olympus, Sony oder Samsung, nutzt Nikon allerdings nicht die aus den jeweiligen digitalen Spiegelreflexkameras bekannte Sensorgröße, sondern entwickelte ein neues, kleineres Sensorformat.

Der neue Nikon CX-Bildsensor der Nikon 1 J1 ist 13,2 x 8,8mm groß und entspricht damit der Baugröße 1 Zoll. Der Formatfaktor liegt bei 2,7. Bei niedrigen Empfindlichkeiten und guten Lichtverhältnissen zeigt sich nur wenig Rauschen und ein guter Detailerhalt, wie der dkamera Bildqualitätsvergleich zeigt. Erst bei mittleren Empfindlichkeiten im Bereich von ISO 400 bis ISO 800 zeigt sich ein etwas stärkeres Rauschen, allerdings bleibt der Detailerhalt auf einem guten Niveau. Bei schlechten Lichtverhältnissen ist dieses Verhalten bereits bei niedrigeren Empfindlichkeiten auszumachen. Höhere Empfindlichkeiten über ISO 1.600 neigen zu einer sichtbaren Reduzierung der Details. Insgesamt betrachtet zeigt die Nikon 1 J1 gute Ergebnisse, gerade wenn man sich die Sensorgröße vor Augen hält.

Bei der Farbwiedergabe zeigt die Nikon 1 J1 im Durchschnitt gute Werte und sticht gerade bei der Wiedergabe im Grün-Kanal positiv hervor. Bei den Maximalabweichungen kann es aber zu starken Ausreißer kommen, die auch im Bild sichtbar werden. Hier zeigt lediglich der Grün-Kanal keine Probleme.

Im Set bzw. im Kit mit der Nikon 1 J1 wird das Standardobjektiv Nikon 1 Nikkor VR 10-30mm 1:3,5-5,6 angeboten. Dieses deckt aufgrund des Formatfaktors von 2,7 einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 27 bis 81mm (ein 3x Zoom) ab. Bei den Abbildungsleistungen liefert es eine gute Schärfe im Zentrum, fällt aber zu den Rändern hin sichtbar ab und zeigt besonders weiche Ecken. Auch die Verzeichnung ist stärker ausgeprägt und zeigt sich nicht nur bei geometrischen Motiven, wie etwa architektonischen Aufnahmen. Positiv fällt auf, dass es keine nennenswerten Farbsäume gibt. Insgesamt positioniert sich dieses Standardobjektiv aber nur im unteren Bereich unter den Standardzoomobjektiven der digitalen Systemkameras am Markt.

Im Videomodus bietet die Nikon 1 J1 eine Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln bei 60 Halbbildern pro Sekunde (wählbar sind die folgenden Modi: 1.080/60i, 1.080/30p aber auch ein 720p Modus bei 60 Vollbildern pro Sekunde steht zur Wahl: 720/60p). Während der Aufnahme steht die manuelle Zoomverstellung über das Objektiv zur Verfügung, sorgt allerdings bei nicht fixierter Kamera für sichtbare Ruckler im Film. Schnell und präzise ist während der Videoaufnahme der kontinuierliche Autofokus (siehe dazu auch unser unverändertes Beispielvideo am Ende der Seite Beispielaufnahmen).

Insgesamt stellt die Nikon 1 J1 (Praxisbericht) in Kombination mit dem Nikon 1 Nikkor VR 10-30mm 1:3,5-5,6 Objektiv eine - gerade bei Einsteigern und Umsteigern von den Kompaktkameras - gute Schnappschusslösung dar, mit der auch größere Ausbelichtungen bis hin zu Postern in guter Qualität möglich sind. Die kleine Systemkamera ist schnell einsatzbereit und bietet einen guten Autofokus, leidet aber etwas unter der eingeschränkten direkten Bedienung, die gerade ambitionierteren Nutzern Probleme bereiten könnte. Auch die Abbildungsleistungen des Standardobjektivs - gerade in der Weitwinkelstellung - sind nur bedingt für höhere Ansprüche geeignet. Wer von den digitalen Spiegelreflexkameras kommt oder ambitionierter Fotografieren möchte sollte auch einen Blick auf die etablierten Systemkameras von Panasonic, Sony, Olympus und Samsung werfen, da deren Systeme aufgrund des höheren Alters bereits weiter ausgebaut sind.

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Pro&Contra zur Nikon 1 J1

  • 10,0 Megapixel CMOS-Bildsensor im CX-Format
  • 3,0 Zoll Display mit 460.000 Pixel mit sehr gutem und traumhaft ruckelfreiem Bildeindruck
  • EXPEED-3-Bildprozessor
  • Großer Betrachtungswinkel des Displays
  • Großer Spaßfaktor beim Fotografieren da die Kamera immer schnell arbeitet
  • Schneller Hybrid-Autofokus mit Phasenautofokus auf der Sensoroberfläche
  • Halbautomatiken und manuelle Belichtungsmodi vorhanden
  • Gut strukturiertes Menü
  • Guter Auslöserdruckpunkt
  • Integriertes Staubschutzglas
  • Detailerhalt bis ISO 800 auf gutem Niveau
  • Keine nennenswerten Farbsäume vorhanden
  • Gut positionierter, separater Videoaufnahmeknopf
  • Gut funktionierende Automatiken
  • RAW-Aufzeichnung möglich
  • Blitz leuchtet gut und weit aus
  • Serienbilder mit bis zu 10, 30 oder 60 Bildern pro Sekunde für je max. 12 Bilder in Folge
  • Highspeed-/Zeitlupenaufnahmen mit 640×240 Pixel bei 400 Bilder pro Sekunde möglich
  • Highspeed-/Zeitlupenaufnahmen mit 320×120 Pixel bei 1.200 Bilder pro Sekunde möglich
  • Full-HD-Videomodus mit 1.920 x 1.080 Pixel und 60 Halbbildern pro Sekunde (1.080/60i)
  • Weitere wählbare Videomodi sind: 1.080/30p und 720/60p
  • Stereotonaufzeichnung
  • Schärfenachführung bei der Videoaufzeichnung funktioniert gut
  • Sanfte Anpassung von Belichtung und Weißabgleich bei der Videoaufzeichnung
  • Die manuelle Zoomverstellung über das Objektiv erzeugt im Film sichtbare Ruckler
  • 1 Nikkor VR 10 bis 30mm Kit-Objektiv mit einer Lichtstärke von F3,5 bis 5,6
  • Kit-Objektiv liefert eine gute Schärfe im Zentrum
  • Kit-Objektiv mit sehr leisem Autofokus
  • Kit-Objektiv mit integriertem optischem Bildstabilisator
  • Objektiv kann bei Nichtbenutzung eingefaltet werden
  • Automatisches Einschalten der Kamera beim Ausfalten des Objektivs
  • Hoher Spaßfaktor beim Verwenden der Kamera
  • HDMI-Schnittstelle vorhanden
  • Neben SD/SDHC Speicherkarten können ebenfalls die neuen SDXC Karten verwendet werden
  • Kingston SDHC 32GB Class 10 Speicherkarte kompatibel
  • SanDisk SDXC 64GB 15MB/Sek. Class 4 Speicherkarte kompatibel
  • Lexar SDXC 64GB Professional 133x Speed Class 10 Speicherkarte kompatibel
  • Kein Zubehörschuh
  • Kein Sucher vorhanden (Schwestermodell Nikon 1 V1 bietet diesen)
  • Halbautomatiken und manuelle Belichtungsmodi müssen aufwändig im Menü umgestellt werden
  • Abbildungsleistung des Kit-Objektivs fällt zu den Rändern hin sichtbar ab
  • Zu wenige direkte Einstellmöglichkeiten direkt am Kameragehäuse
  • Wenig griffiges Gehäuse
  • Komplizierte Handhabung bei gängigen Einstellungen
  • Funktion des Schalters oberhalb des Moduswählrads im Aufnahmemodus nicht erkennbar

Testurteil

Alle Urteilsgrafiken dürfen nur unverändert und mit Link auf unseren Test auf externen Webseiten verwendet werden.

Durch Anklicken erscheinen alle dkamera Urteile zur Nikon 1 J1 in großer Druckansicht.

dkamera Auszeichnung

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