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Praxisbericht zur Nikon Coolpix S8000

Beim Auspacken fallen die sanften, fließenden Formen auf der Vorderseite der Nikon Coolpix S8000 sofort auf. Abgesehen von den obligatorischen Schriftzügen und dem Autofokus-Hilfslicht stört nichts den geschwungenen Übergang zwischen der flachen Vorderseite und dem optischen 10fach Zoom-Objektiv welches die prestigeträchtige Aufschrift NIKKOR tragen darf. Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters, die Nikon Coolpix S8000 trifft meinen Geschmack dabei direkt. Hat man sie dann aus der Packung befreit, fällt ihre geringe Tiefe auf. Zwar beträgt der Unterschied zu anderen Superzoomkameras nur wenige Millimeter, trotzdem ist er spürbar. Besonders, wenn man die Kamera nicht sieht, sondern sie beispielsweise in der Hosentasche verschwinden soll. Der einzige Wermutstropfen ist das Fehlen eines zumindest leichten Griffes, der sicherlich ins Design hätte integriert werden können und nicht weiter heraus stehen müssen, als das Objektiv es notwendigerweise macht. Wobei zu erwähnen ist, dass die gummierte Oberfläche durchaus einen sicheren Griff bietet. Nur das herausziehen aus der vorher erwähnten Hosentasche leidet darunter etwas. Im Betrieb ist dies kein Problem mehr, auch weil auf der Rückseite eine griffige, leicht hinein gedrückte Haltefläche für den Daumen existiert. Damit ist auch größeren Händen eine sichere Handhabung möglich.

Auf der Oberseite der Nikon Coolpix S8000 befindet sich links außen das eingebaute Blitzgerät, das je nach Einstellung bei Bedarf entweder automatisch, oder nur auf Wunsch des Benutzers ausklappt. Die integrierte Konstruktion sorgt zwar für ein gefälligeres Aussehen, dafür hat die Nikon Coolpix S8000 - wie andere Digitalkameras dieser Bauweise auch - das Problem, dass bei stabiler Handhaltung mit zwei Händen der Zeigefinger der linken Hand genau auf dem Blitz liegen bleibt. Dieser wird dann entsprechend blockiert, was über eine Displaymeldung auch kenntlich gemacht wird. Dafür geht es aber auch direkt weiter, wenn das Problem beseitigt ist und der Finger eine andere Ablage gefunden hat. Der Vorteil eines so ausklappenden Blitzes ist, dass dieser weiter von der optischen Achse des Objektivs entfernt liegt und dementsprechend einen weniger störenden Einfluss, beispielsweise auf die bekannten „Roten Augen“, hat. Leider klappt der Blitz bei der S8000 aber nur minimal aus und befindet sich somit nur etwas über der optischen Achse, was gegenüber eingebauten Blitzgeräten aber immer noch einen Vorteil darstellt.

Rechts neben dem Blitzgerät befinden sich die Öffnungen des integrierten Stereomikrofons, wiederum rechts daneben liegt der Ein-/Ausschalter. Dieser ist leicht vertieft angebracht, damit die Kamera nicht unbeabsichtigt ein- oder ausgeschaltet wird, was im Test gut funktionierte. Gerade wenn es schnell gehen muss zeigt sich allerdings, dass der Knopf selbst doch etwas tief liegt. Die Bedienung mit einer Hand, wie sie bei der Entnahme aus einer Tasche üblich ist, erfordert dabei etwas Kraft. Beim Einschalten zeigt die Nikon Coolpix S8000 ein ungewöhnliches Verhalten. Die Kamera startet in zwei Schritten und zeigt bereits ein Live-Bild an, bevor die Anzeigen und Menüs bedienbar sind. Trotzdem ist während dieser Zeit schon eine Aufnahme möglich.

Rechts neben dem Ein-/Ausschalter sitzt der Auslöser mit umlaufenden Zoomhebel. Der erste Druckpunkt des Auslösers ist ziemlich schwach, aber spürbar, der zweite hingegen gut abgestimmt. In der Kombination ergibt dies ein gutes Gefühl für den Aufnahmezeitpunkt. Der Zoomhebel sitzt fest und ohne Spiel in der Bewegung, lässt sich aber leicht bedienen. Er erfüllt eine Dreifachfunktion. Im Aufnahmemodus ist er, wie der Name bereits ausdrückt, für die Brennweitenverstellung zuständig. Im Wiedergabemodus dient er der Navigation durch die aufgenommenen Bilder und Videos. Als Besonderheit dient er nach rechts ausschlagend im Menü zur Einblendung von Hinweisen, die den jeweiligen Menüpunkt erklären. Diese Hinweise sind eine gute Hilfe für Einsteiger, könnten jedoch durchaus umfangreicher sein. Einige Punkte werden dabei in einem Satz lediglich umschrieben.

Auf der Rückseite der Nikon Coolpix S8000 dient der obere, mit einem roten Punkt markierte Knopf der direkten Videoaufnahme. Diese startet sofort, sofern man zuvor über den Auslöser vorfokussiert hat. Ist dies nicht der Fall, stellt die Digitalkamera vor Aufnahmebeginn selbstständig scharf. Die S8000 bietet auch eine Schärfenachführung während der Aufnahme, diese muss allerdings zuvor über das Hauptmenü aktiviert werden. Ansonsten bleibt es bei der einmaligen Fokussierung vor der Aufnahme. Die Belichtung hingegen wird stets nachgeführt. Manuelle Einstellungen stehen bei der Videoaufnahme nicht zur Verfügung. Auch die Brennweitenveränderung ist nicht möglich. Stattdessen bietet die Nikon Coolpix S8000 einen Digitalzoom, der sich die hohe Auflösung des Sensors zu Nutze macht.

Unterhalb des Videoknopfes befindet sich der Aufnahmemodusknopf. Neben der Funktion, den Aufnahmemodus zu aktivieren, kann man über diesen zwischen der Vollautomatik, den Szenemodi, dem Smart Portrait und der Motiv-Verfolgung wechseln. Im Test hat sich die normale Automatik allerdings in den meisten Situationen als gut verwendbar erwiesen, so dass eine Umstellung nur bei schwierigen Situationen sinnvoll erscheint. Neben dem Aufnahmemodusknopf ist der Wiedergabemodusknopf. Dieser aktiviert den Wiedergabemodus, der es ermöglicht aufgenommene Bilder und Videos auf dem hochauflösenden Kameradisplay zu betrachten. Ist dieser Modus aktiv, so dient der Knopf zur Umstellung der Wiedergabeoptionen, wie beispielsweise eine automatische Sortierung.

Unterhalb dieser beiden Einstellmöglichkeiten liegt das klassische Steuerkreuz, das mit einem umlaufenden Ring ausgestattet ist, der die Funktion eines Einstellrads übernimmt. Dieses an sich sinnvolle Instrument kann jedoch nur eingeschränkt zur Navigation durch die Menüs verwendet werden, da die S8000 keine manuelle Einstellungen ermöglicht. Der Ring lässt sich jedoch sehr gut bedienen, so dass zumindest das konfigurieren von Menüpunkten dadurch sehr einfach von der Hand geht. Auf dem Steuerkreuz liegen die üblichen Einstellungen, das Blitzmenü, der Selbstauslöser, der Makromodus und die Belichtungskorrektur. Hinter letzterer verbergen sich allerdings noch mehr Einstellungen. So öffnet sich ein Untermenü, über das neben der eigentlichen Belichtungskorrektur auch die Farbe selbst, sowie die Farbsättigung eingestellt werden kann. Im Mittelpunkt des Steuerkreuzes liegt der OK-Knopf, der zur Bestätigung der Eingaben genutzt wird. Zudem ermöglicht dieser die Direktverstellung des Autofokusfeldes. Dazu muss im normalen Aufnahmemodus lediglich die Taste selbst gedrückt werden. Anschließend kann man dann über das Steuerkreuz oder den Einstellring das Messfeld positionieren. Unterhalb des Steuerkreuzes befindet sich der Menüknopf, sowie die Löschen-Taste. Hier hätte sich ebenfalls eine Doppelbelegung mit der Hinweistaste angeboten, da diese üblicherweise zusammen mit dem Menü-Knopf genutzt wird. Über letzteren kommt man in das übersichtliche Hauptmenü.

Anders als andere Vertreter der Klasse der Reisekameras bietet die Nikon Coolpix S8000 nur wenige Einstellmöglichkeiten. Auch die Eingangsbrennweite von 30mm (KB-Äquivalent) Zoomobjektiv empfand ich in vielen Fällen als zu wenig, wobei ich mit mehr Weitwinkel grundsätzlich mehr anfangen kann als mit den letzten Millimetern im Tele. Die Nikon Coolpix S8000 ist insgesamt gesehen eine gute Digitalkamera, sie ist allerdings spezieller als andere Reisekamera- bzw. Superzoommodelle.

Ein Praxisbericht von:

Sascha Stewen

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Kommentare

Im Vergleich zur TZ10 finde ...

Im Vergleich zur TZ10 finde ich die Bildqualität schon ab ISO 200 ziemlich dürftig. Und ISO 200 hat man ja recht fix drin...

Liebes dkamera-Team. Ich finde eure ...

Liebes dkamera-Team.
Ich finde eure Tests immer hilfreich und sehr übersichtlich und strukturiert. Was ich nicht so hilfreich finde ist, daß im Praxisteil meist nur beschieben wird, wo welche Knöpfe sitzen usw. z.B. "Rechts neben dem Blitzgerät befinden sich ...", "Rechts neben dem Ein-/Ausschalter sitzt der Auslöser ...". Das interessiert doch eingentlich nicht, daß kann man auch einfach auf euren Produktfotos sehen. Interessanter wäre im Praxisteil, welche Sonderfunktionen bietet die Kamera und wie gut funktinieren diese!
Ansonsten alles TOP!
Schönen Gruß, Rainer!

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