Nikon D3400 Praxisbericht

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Praxisbericht zur Nikon D3400

Die Nikon D3400 (Datenblatt) ist die neue Einsteiger-Spiegelreflexkamera von Nikon, die Ausstattung fällt daher natürlich nicht so umfassend wie bei höherklassigen Modellen aus. Beim Gehäuse verwendet Nikon recht einfachen Kunststoff, das kann man bei einer preiswerten Kamera aber kaum bemängeln. Mit 12,4 x 9,8 x 7,6cm ist die D3400 recht klein, das größere Schwestermodell D5600 fällt mit 12,4 x 9,7 x 7,0cm aber sogar noch etwas kompakter aus.

Die Nikon D3400 besitzt ein kompaktes, aus Kunststoff gefertigtes Kameragehäuse:

Die 442g schwere DSLR liegt durch einen gummierten und ergonomisch geformten Griff gut in der Hand, die D5600 schneidet mit ihrem tieferen Griff aber noch etwas besser ab. Auf der Rückseite der D3400 findet der Daumen auf einer gummierten Ablagefläche bequem Platz. Gut gefallen uns bei der Nikon D3400 (Produktbilder) die Tasten, die vergleichsweise groß und komfortabel zu bedienen sind.

Die meisten Bedienelemente sind auf die Oberseite, der rechten Rückseite sowie der linken Rückseite zu finden. Direktwahlasten für wichtige Parameter gibt es nur recht wenige, nur eine Taste (von der AE-/AF-Lock-Taste abgesehen) kann man frei belegen. Dabei handelt es sich um die Fn-Taste auf der Oberseite, hier stehen vier Optionen (unter anderem das Dateiformat und die Sensorempfindlichkeit) zur Wahl.

Die Abmessungen der Tasten sind vergleichsweise groß:

Grundsätzlich richtet sich die D3400 eher an Anfänger, dies zeigen unter anderem auch die Fotoprogramme. Über das Programmwählrad lassen sich neben der Vollautomatik sieben Szenenmodi („Porträt“, „Kinder“, „Nahaufnahme“, …) erreichen, zehn Effektfilter stehen im Effects-Modus zur Verfügung. Des Weiteren hilft der spezielle Guide-Modus bei der Aufnahme. Für erfahrenere Fotografen hat die D3400 zudem die PSAM-Modi zu bieten, manuell oder halb automatisch lässt sich mit der Spiegelreflexkamera daher auch belichten.

Blick in das Hauptmenü der Spiegelreflexkamera:

Im Menü stehen vergleichsweise wenige Einstellungen zur Verfügung, das höherwertige Modell D5600 hat einige Optionen mehr zu bieten. Allerdings sind auch bei der Nikon D3400 (Bildqualität) die wichtigsten Optionen veränderbar. Auf Komfortfunktionen wie beispielsweise die Belichtungsreihenaufnahme muss man allerdings größtenteils verzichten.

Der Guide-Modus richtet sich an Fotografie-Anfänger:

Den Autofokus nutzen die Hersteller von Spiegelreflexkameras oftmals zum Differenzieren der Modellpalette. Während Profikameras über besonders leistungsfähige AF-Systeme verfügen, müssen Einsteigerkameras mit einfacheren AF-Systemen auskommen. Bei der Nikon D3400 (Geschwindigkeit) ist das sogenannte Nikon Multi-CAM 1000-Modul verbaut. Dieses besitzt elf Fokusmessfelder, das mittlere Messfeld ist ein Kreuzsensor. Gerade einmal elf Messfelder und ein Kreuzsensor sind heutzutage nur noch bei Modellen der Einsteigerklasse anzutreffen. Für die typischen Aufgabengebiete von Fotografie-Anfängern ist der Autofokus ausreichend, zum Verfolgen von bewegten Motiven gibt es aber freilich bessere Kameramodelle. AF-Optionen finden sich bei der D3400 nur wenige (Fokusmodus, Messfeldsteuerung). Das manuelle Scharfstellen wird von einer Displaylupe erleichtert, die bei Liveview-Aufnahmen aktiviert werden kann.

Der Verschluss der Nikon D3400 arbeitet zwischen einer 1/4.000 Sekunde und bis zu 30 Sekunden, längere Belichtungszeiten lassen sich mit dem Bulb- oder dem Timemodus realisieren. Die Belichtungsmessung erfolgt mit den herkömmlichen Modi "Matrix", "Mittenbetont" oder "Spot". Hier sind somit keine größeren Abstriche in Kauf zu nehmen.

Das Display punktet mit einer hohen Auflösung, drehen oder schwenken lässt es sich aber nicht:

Die Bildkontrolle lässt sich bei der Nikon D3400 (Technik) Spiegelreflex-typisch per optischem Sucher oder per LCD vornehmen. Vom Pentaspiegelsucher werden 95 Prozent des Bildfeldes angezeigt, den Vergrößerungsfaktor gibt Nikon mit 0,85-fach an. Auf Kleinbild umgerechnet ergibt dies eine 0,57-fache Vergrößerung. Der Sucher fällt somit klein aus, als Folge der nicht 100-prozentigen Bildfeldabdeckung kann man den Bildausschnitt bei der Aufnahme nicht vollständig betrachten. Das ist allerdings bei allen DSLR-Modellen der Einsteigerklasse der Fall. In der Praxis lässt sich mit dem optischen Sucher auskommen, der Komfort bei der Bildbetrachtung ist aber nicht so hoch wie bei anderen Kameras. Als Display besitzt die Nikon D3400 ein 3,0-Zoll-LCD mit einer Auflösung von 921.000 Subpixel. Die Darstellungsqualität des Displays ist durch die hohe Auflösung sehr gut, große Einblickwinkel erlauben das Betrachten von der Seite ohne Einschränkungen. Da das LCD fest verbaut wurde, besteht leider keine Möglichkeit, es zu drehen oder zu schwenken. Dieses Feature wird nur bei höherklassigen Modellen angeboten. Grundsätzlich weiß das Display aber trotzdem zu gefallen.

Videos können mit der Nikon D3400 (Beispielaufnahmen) auf Wunsch in Full-HD- sowie HD-Auflösung aufgezeichnet werden. In Full-HD stehen Bildraten zwischen 24 und 60 Vollbildern pro Sekunde zur Verfügung, in HD sind 50 sowie 60 Vollbilder pro Sekunde möglich. Zu beachten ist allerdings, dass bei Aufnahmen in Full-HD mit 50 und 60 Vollbildern pro Sekunde ein kleinerer Teil des Sensors zur Bildaufnahme verwendet wird. Dies resultiert bei der Aufnahme in einen stärkeren Cropeffekt. Mit der Option „Filmqualität“ lässt sich die Bildrate bzw. Kompression anpassen, und der Tonpegel des integrierten Monomikrofons kann in 20 Stufen gepegelt werden.

Der Anschluss für ein externes Mikrofon fehlt, das Vorgängermodell Nikon D3400 besaß ihn noch. Manuelle Videoeinstellungen sind möglich, die Blende muss jedoch schon vor dem Start der Aufnahme gewählt werden. Die Bildqualität der Aufnahmen ist für ein Full-HD-Modell recht gut, der Einsatz eines Monomikrofons zur Tonaufnahme ist allerdings nicht mehr zeitgemäß. Die D3300 war noch mit einem Stereomikrofon ausgestattet. Der Autofokus stellt meist akzeptabel und schnell scharf, teilweise korrigiert er den Fokus jedoch unnötigerweise nach.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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Kommentare

Hallöchen und vielen Dank für ...

Hallöchen und vielen Dank für den interessanten Artikel.

Ich bin im Moment auf der Suche nach einer Kamera mit der ich zum einen gute Produktfotos schießen und zum anderen Youtube Videos produzieren kann.

Was meinst du? Wäre die was dafür oder gibt es für meine Anwendungsbereiche besser geeignetere Kameras?

LG

Da würde ich auf jeden ...

Da würde ich auf jeden Fall irgendein Vorjahresmodell mit APS-C Sensor nehmen, egal ob jetzt DSLR oder Systemkamera / CLC. Wichtig sind hier gut manuelle Blendeneinstellungsoptionen für Tiefenschärfe, Adaptermöglichkeit für Infrarot- / Funk- oder Draht-Fernauslöser kombiniert mit 2s bis 10s Selbstauslöser bei ISO100-400, stabilem Schraubgewinde für Stativeinsatz und Blitzschuh für die Ansteuerung eines großen Klappblitzes, den man indirekt gegen die Decke ausleuchten kann bzw. wo man an den Blitzschuh einen Funksender für die synchrone Ansteuerung der Studioblitze, welche gegen Schirme in die Hohlkehle leuchten (weiches, diffuses Licht von den Seiten) anschließen kann. RAW und JPG simultan schießen, damit man dann in Lightroom perfekt scharfe Bilder bzw. leicht unterbelichtete Bilder bzw. farblich alles (Lichtfarbe, Sättigung, Rot-Blau Werte z.B.) vor der JPG Ausgabe verlustfrei korrigieren kann. Und da werden eben am meisten die Standard Nikon und Canon RAW Dateien unterstützt, d.h. der Workflow ist ohne Probleme. Klar gehen auch Sony Systemkameras, aber da muss man schauen, ob man eine aktuelle Version von einem RAW Konverter hat oder ein Plugin diese Cams gut unterstützt. Wenn man da im Hersteller-eigenen RAW Konverter erst friemeln muss, um die Dateien in Photoshop bearbeiten zu können, dann verplempert man schnell das halbe Wochenende, was ärgerlich ist.

Heutzutage würde ich nichts mehr unter 18MP im 3:2 Format nehmen und absolutes Minimum MFT Sensorgröße, aber besser APS-C, da das die beste Leistung für den Preis abliefert, d.h. saubere, scharfe Konturen, viele Details auch bis ISO3200 haltbar, hohe Auflösung noch im breiten ISO Band nutzbar - da fallen MFT und 1" Sensoren einfach flach, kann man auch nur wenig croppen oder minimal nachschärfen/verkleinern.

Einzigster Vorteil von MFT, besonders bei Panasonic ist der sehr gute 4K Videomodus, d.h. 4K ist wesentlich schärfer mit mehr Videodetails als FullHD und die Objektive von Panasonic sind oftmals für Videos im Bereich Autofokus Treffsicherheit, Nachführung und geringe Motorgeräusche (bzw. bei Ultraschall gar keine) besser als bei APS-C DSLR Kameras.

4K Videos können aber auf vielen Systemen gar nicht abgespielt werden, wegen der hohen Anforderungen an Software und Hardware. Da ist 2K, also FullHD im Moment total kompatibel. 4K kann man aber auf 2K runterrechnen bei Bedarf. Dauert aber ewig und verbraucht viel Prozessorleistung, bedingt sehr gute Bildschirme und Fernseher sowie megagroße Festplatten, die das Originalmaterial in 4K speichern können - alles viel mehr Folgekosten.

Was auch noch wichtig ist - Klappbildschirm nach außen klappbar mit 180 Grad Drehung oder zumindest nach oben und unten klappbar, sonst verrenkt man sich bei Produktfotos oder der Erstellung von Youtube Videos. Damit fallen schon alle Einsteiger DSLR's und CLC's aus, leider.

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