Nikon Z fc Praxisbericht

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Praxisbericht zur Nikon Z fc

Retro ist bei Kameras schon länger „in“. Während manche Hersteller, hierzu zählt unter anderem FujiFilm, bei seinen Modellen konsequent auf ein Retro-Design setzen, streuen andere ab und zu ein Retro-Modell ein. Dazu gehört auch Nikon. Nach der Df, die vor rund acht Jahren vorgestellt wurde, lässt sich mit der Z fc wieder ein Retro-Modell erwerben. Dessen Gehäuse ist am Design der analogen FM2 angelehnt, Nikon spricht daher von „legendären Genen“.

Mehr Retro geht nicht: Die Z fc besitzt das Design einer klassischen SLR:

Schick sieht die Nikon Z fc (Produktbilder) aus unserer Sicht zweifellos aus. Die klassische Gehäuseform, die Gummierung in Lederoptik und die zahlreichen Einstellräder lassen bei uns sofort ein Retro-Feeling aufkommen. Gerade beim Einsatz des Nikkor Z 28mm F2,8 SE, das optisch perfekt zur Z fc passt, würden viele die DSLM auf den ersten Blick kaum als digitale Kamera einstufen. Zumindest von vorne betrachtet, denn auf der Rückseite verrät das Display natürlich die digitale Technik im Inneren. Optisch ist die Rückseite allerdings ebenso gelungen, sie passt zum Rest des Gehäuses.

Die Rückseite erinnert an neuere DSLMs, der Look passt aber zum Rest des Gehäuses:

In puncto Handling sorgt das Retro-Design dagegen für Nachteile. Die flache Vorder- und Rückseite bieten den Fingern wenig Halt, die Oberfläche könnte eindeutig griffiger ausfallen. Wer einen großen Griff gewohnt ist, der zudem perfekt zu den Fingern passt und das sichere Festhalten ermöglicht, wird die Z fc als wenig griffig empfinden. Zumindest eine Daumenablage mit seitlicher Stütze hätten wir uns gewünscht, bei der Z fc rutscht der Daumen sehr einfach zur Seite weg.

Als Zubehör bietet Nikon den Erweiterungsgriff „GR-1“ an, damit sollte die Kamera ein gutes Stück besser festgehalten werden können. Er macht die Kamera allerdings auch größer. Die Verarbeitung der Nikon Z fc fällt dank metallener Oberseite größtenteils ansprechend aus, auf der Rückseite kommt jedoch auch Kunststoff zum Einsatz.

Am auffälligsten sind die Einstellräder für den ISO-Wert und die Belichtungszeit auf der Oberseite:

Bedient wird die Nikon Z fc (Technik) vor allem über die bereits angesprochenen Einstellräder oder Tasten. Auf der Oberseite hat Nikon ein Rad für die ISO-Wahl, eines für die Belichtungszeit (ganze Stufen sowie zusätzliche Optionen) und eines für die Belichtungskorrektur (-3 bis +3 sowie custom) platziert. Alle drei sind geriffelt und dadurch sicher zu drehen. Ein klassisches Wählrad gibt es nicht, dafür einen Schalter für die Aufnahme-Modi P, S, A, M und die Vollautomatik. Ein weiterer Schalter dient zum Wechseln zwischen der Foto- und der Videoaufnahme, für die Blende und die Belichtungszeit (veränderbar in Drittelstufen) wurden zusätzlich die klassischen vorder- und rückseitigen Einstellräder verbaut. Nicht optimal: Während die Entsicherungstaste beim ISO-Rad jederzeit vor dem Drehen zu betätigen ist, gilt dies beim Belichtungszeitenrad nur für „Bulb(B)“, „Time(T)“, „ (X)“ und die Drittelstufen-Option. Am besten fänden wir es, wenn man sich zwischen der kompletten Sicherung oder dem kompletten Entsperren entscheiden könnte. Einen Beinbruch stellt die Lösung von Nikon allerdings auch nicht dar.

Das kleine Display informiert über die Blende, Videos startet man per Taste:

Auf der Rückseite hat sich Nikon für eine Tastenanordnung ähnlich wie bei der Z 5 entschieden, teilweise sind die Funktionen aber vertauscht. Die Navigation in den Menüs sowie das Verschieben des AF-Messfeldes erfolgt per Steuerkreuz, Direktwahltasten gibt es unter anderem für das i-Menü, das Hauptmenü und zum Löschen. Ersteres lässt sich wie gewohnt frei zusammenstellen und erlaubt das schnelle Aufrufen häufig benötigter Optionen. Weitere Tasten dienen zum Speichern des Fokus oder der Belichtungsmessung und zum Hinein- sowie Hinauszoomen.

Bei einem Teil der Tasten der Z fc können Nutzer die Funktion vorgeben:

Frei belegen lassen sich bei der Z fc insgesamt vier Tasten, eine davon liegt auf der Vorderseite. Als Besonderheit muss bei der DSLM noch das kleine Display auf der Oberseite erwähnt werden. Dieses zeigt die aktuell eingestellte Blende an und ahmt die Bildanzeige einer analogen Kamera nach. Optisch finden wir es absolut passend, in der Praxis konnten wir das wirklich kleine LCD aber nicht immer gut ablesen. Da die Blende zusätzlich im Sucher oder über das Display abzulesen ist, sehen wir jedoch von einer stärkeren Kritik ab. Wir halten das kleine Display für ein nettes Gimmick.

Wer gerne wie mit einer analogen Kamera arbeiten würde, kann das mit der Z fc auf jeden Fall. Dafür sorgt auch die Möglichkeit, den Fokusring im Menü mit der Blendenwahl zu belegen. Wird das Display dann noch umgedreht oder nur mit den Aufnahme-Einstellungen bestückt, sorgt die Kamera für echtes Retro-Feeling.

Die Menüs sind klassisch gestaltet und aufgebaut:

Über das i-Menü sind wichtige Optionen schnell zu erreichen:

Die Menüs der Nikon Z fc (Datenblatt) fallen nicht retrolastig, sondern völlig klassisch aus. Der bekannte Aufbau umfasst Reiter für die Wiedergabe, Foto- und Filmaufnahme, Individualfunktionen, Systemeinstellungen und die Bildbearbeitung. Daneben kann man einen Reiter, das sogenannte „Mein Menü“, mit häufiger benötigten Menüpunkten frei bestücken. Das i-Menü der Kamera lässt sich ebenso frei konfigurieren. Hier sind die wichtigsten Aufnahme-Optionen versammelt, die nicht direkt per Rad oder Taste verändert werden können. Dadurch bedient sich die Z fc im Menü wie jede aktuelle DSLM des japanischen Unternehmens.

Zu den Messfeldmodi gehören unter anderem ein Nadelspitzen-Messfeld und ein Einzelfeld:

Technisch muss sich die Nikon Z fc (Geschwindigkeit) nicht vor modernen Kameras verstecken, die verbaute Hardware stammt wie bereits erwähnt zu großen Teilen von der Z 50. Dabei handelt es sich um Nikons erste DSLM mit APS-C-Chip, die Z fc ist rund zwei Jahre danach die zweite spiegellose DX-Systemkamera. Den Sensor der Z fc hat Nikon von der Z 50 übernommen, das gilt somit auch für das Autofokussystem. Es handelt sich um einen Hybrid-AF mit Kontrastmessung und Phasendetektion. Die 209 Phasen-AF-Felder decken 90 Prozent der Sensorfläche ab, der AF funktioniert ab -4 EV. Zu den Fokusfeld-Optionen gehören das Nadelspitzen-Messfeld, das Einzelfeld, das große Messfeld (S), das große Messfeld (L) und die automatische Messfeldsteuerung. Letztere beiden Messfeld-Optionen lassen sich zudem mit der Gesichts- und Augenerkennung für Menschen sowie Tiere ergänzen. Bei Porträts stellt die Kamera dadurch optimal scharf, das gewünschte Auge wählt der Fotograf mit dem Steuerkreuz aus. Das manuelle Fokussieren unterstützt die Nikon Z fc natürlich auch, wie üblich helfen dabei eine Fokuslupe und ein Peaking („Konturfilter“ genannt). Die Autofokus-Performance bewegt sich auf einem guten Niveau, selbst bewegte Motive stellt die DSLM treffsicher scharf. Erst bei sehr schnellen Motiven hält der Autofokus nicht mehr ganz so gut mit, die Z fc sollte jedoch kaum jemand als Sportkamera einsetzen. Im Alltag ist der AF für alle Aufgaben schnell genug.

Zur weiteren Hardware: Nikon verbaut einen mechanischen Schlitzverschluss mit einer kürzesten Verschlusszeit von 1/4.000 Sekunde. Maximal lassen sich 900 Sekunden einstellen, einen Bulbmodus gibt es obendrein. Zudem hat die Kamera einen ersten elektronischen Verschlussvorhang und einen zweiten mechanischen Verschlussvorhang zu bieten. Vollständig lautlos arbeitet die Z fc des Weiteren beim Einsatz des reinen elektronischen Verschlusses, an der kürzesten Belichtungszeit ändert sich dabei nichts. Wie bei vielen Digitalkameras gilt es beim Verwenden des rein elektronischen Verschlusses jedoch zu beachten, dass bewegte Motiv Verzerrungen zeigen können und bei Kunstlicht Artefakte möglich sind.

Der elektronische Sucher löst durchschnittlich auf, ein Augensensor aktiviert ihn automatisch:

Die Bildkontrolle erlauben bei der Nikon Z fc (Technik) der von der Z 50 bekannte elektronische OLED-Sucher und ein 3,0 Zoll messendes Display. Ersterer löst mit einer Pixelzahl von 2,36 Millionen Subpixel durchschnittlich auf, die Wiedergabe erfolgt mit 60 Bildern pro Sekunde. Es handelt sich um einen Sucher mit ordentlicher Wiedergabequalität, höher auflösende Sucher geben Details aber nochmals besser wieder. Einzelne Pixel sind bei der Z fc jedenfalls zu erkennen. Die Vergrößerung (0,68-fach) bewegt sich auf einem durchschnittlichen Niveau. Insgesamt stufen wir den Sucher für eine Kamera der Mittelklasse als solide ein, um ein technisches Highlight handelt es sich jedoch nicht.

Das dreh- und schwenkbare Display vereinfacht die Bildkontrolle:

Anders als beim Sucher hat sich Nikon beim Display für eine von der Z 50 abweichende Konstruktion entschieden. Das 3,0 Zoll messende LCD lässt sich sowohl drehen als auch schwenken, es kann daher in praktisch jeder Situation optimal eingesehen werden. Dies gilt selbst für Personen vor der Kamera. Bei Selbstporträts und Vlogs macht das Display also eine sehr gute Figur. Die Auflösung fällt mit 1,04 Millionen Subpixel klassisch aus, das reicht für eine ordentliche Wiedergabe. Natürlich steht auch eine Touchfunktion zur Verfügung, diese funktioniert in allen Menüs.

Die Videofunktion sieht Nikon bei der Z fc (Beispielaufnahmen) als wichtiges Feature an, nicht umsonst wird die Kamera in einem speziellen Vlogger-Kit angeboten. Dieses umfasst neben der DSLM und dem Nikkor Z DX 16-50mm F3,5-6,3 VR unter anderem ein Richtmikrofon sowie einen Stativgriff zum Festhalten. Aufnahmen können in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) mit 24, 25 und 30 Vollbildern pro Sekunde erfolgen, in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) sind 24 bis 120 Vollbildern pro Sekunde wählbar. Das erlaubt ansprechende Zeitlupenaufnahmen. Der Sensor wird unabhängig von der Bildrate und Auflösung in der vollen Breite ausgelesen, einen Crop gibt es daher nicht zu akzeptieren. Die Videoqualität sehen wir in 4K auf einem exzellenten Level, in Full-HD stufen wir sie als sehr gut ein.

Einblick in das Videomenü der spiegellosen Systemkamera:

Als weitere Features sind die vollständige manuelle Belichtungskontrolle und Fokussierung zu nennen, es gibt eine Gesichts- sowie Augenerkennung und einen Digital-VR. Für die Tonaufnahme hat Nikon ein Stereomikrofon verbaut, ein externes Modell wird per 3,5mm Klinkeneingang angeschlossen. Letzteres würden wir empfehlen, die Qualität der integrierten Mikrofone ist für eine Vlogging-Kamera doch eher mau. Den Tonpegel passen Videografen in 20 Stufen an oder überlassen diese Aufgabe der Automatik.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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