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Praxisbericht zur Panasonic Lumix DC-FT7

Die Panasonic Lumix DC-FT7 (Datenblatt) ist das Nachfolgemodell der FT5, die bereits seit 2013 erworben werden kann. Wegen des langen Zeitraums handelt es sich bei der FT7 um ein besonders umfangreiches Update. Die Abdichtungen des Gehäuses (spezifiziert nach IPX8 und IP6X) erlauben den Einsatz der FT7 in staubigen Umgebungen sowie unter Wasser, Panasonic gibt eine maximale Tauchtiefe von 31m und eine maximale Zeit in dieser Tiefe von 60 Minuten an.

Die Schockfestigkeit wurde nach Methode „MIL-STD 810F Method 516.5-Shock“ bestimmt. Dies bedeutet laut Panasonic:  „Die Kamera hat einen Falltest aus einer Höhe von 2m auf 3cm starkes Sperrholz bestanden. In den meisten Fällen ist zu erwarten, dass diese Kamera bei einem Fall aus einer Höhe bis zu 2m keine Schäden erleidet.“ Des Weiteren gibt Panasonic eine Belastbarkeit von 100kg und die Funktion bis zu einer Temperatur von minus zehn Grad Celsius an. Damit gehört die FT7 zu den robustesten Outdoorkameras.

Das robust gebaute Gehäuse ist mit einem Handgriff aus Kunststoff ausgestattet:

Beim Gehäuse der FT7 setzt Panasonic vor allem auf hochwertigen Kunststoff, auf der Vorderseite kommt zudem Metall zum Einsatz. Der Handgriff der Kamera besteht leider nur aus Kunststoff, die aufgeraute Oberfläche sorgt immerhin für ein recht sicheres Griffgefühl. Gleiches gilt für die Daumenablage auf der Rückseite. Gummierte Oberflächen würden uns trotzdem mehr zusagen. In der Hand liegt die Kamera recht angenehm. Die Ösen an der rechten Seite, für beispielsweise eine Trageschlaufe, können je nach Handform aber durchaus stören.

Auf der Rückseite sind viele (aber auch kleine) Tasten zu finden:

An Tasten hat Panasonic bei der Lumix DC-FT7 (Produktbilder) nicht gespart, sie besitzen – wie bei allen Outdoorkameras – jedoch leider gewöhnungsbedürftige Druckpunkte. Besonders gilt dies für die Wippe zur Wahl der Brennweite. Hier lässt sich praktisch gar kein Druckpunkt spüren. Die Bedienelemente könnten auch größer ausfallen und liegen zudem sehr nahe beieinander.

Zwei Tasten der Lumix DC-FT7 lassen sich frei konfigurieren:

Abgesehen von diesen Problematiken macht Panasonic bei der FT7 aber doch vieles richtig. Die Anzahl der Tasten ist wie erwähnt nicht nur vergleichsweise hoch, zwei davon (Fn1 und Fn2) lassen sich auch frei mit Funktionen belegen. Dabei stehen 24 Parameter (Bildstil, ISO-Empfindlichkeit, Belichtungsreihenoptionen, ...) zur Wahl. Die Kamera lässt sich dadurch sehr gut an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Das Hauptmenü der Outdoorkamera:

Für einen sehr guten Eindruck sorgt bei der FT7 zudem das Menü. Es hält sehr viele Einstellungsmöglichkeiten bereit und fällt dank eines strukturierten Aufbaus übersichtlich aus. Wer wichtige Optionen, die nicht über Tasten zu erreichen sind, schneller aufrufen möchte, nutzt das Quickmenü der Kamera.

Das Menü für den Aufnahmemodus erreicht man durch das Drücken der "Mode"-Taste:

Das Fotoprogramm wird bei der Panasonic Lumix DC-FT7 (Bildqualität) über die Mode-Taste eingestellt, ein klassisches Wählrad gibt es nicht. Neben einer intelligenten Automatik hat Panasonic der Kamera eine Programmautomatik, 25 Szenenprogramme und einen Modus für Panoramen spendiert. Dazu kommen noch 22 Filtereffekte („Expressiv“, „Retro“, „Dynamisch Monochrom“, ...) und ein manueller Modus. Letzteren findet man bei Outdoorkameras nur äußerst selten. Einem „herkömmlichen“ manuellen Modus entspricht er aber nicht. Da die FT7 über keine Blende verfügt, wird dieser Wert von einem ND-Filter simuliert. Da lediglich zwei Einstellungen (F3,3 und F10 im Weitwinkel sowie F5,9 und F18 am Teleende) zur Verfügung stehen, ist man bei der Belichtung stärker eingeschränkt als üblich. Die Integration eines manuellen Modus sehen wir trotzdem sehr positiv. Weitere Pluspunkte kann die Outdoorkamera mit ihren zahlreichen Aufnahme-Einstellungen sammeln. Dazu gehören die Belichtungsreihenaufnahme, die 4K-Fotoaufnahme (30 Bilder pro Sekunde mit rund acht Megapixel) und die Post-Focus-Funktion. Letztere beiden Features kennt man von vielen Systemkameras von Panasonic, das kamerainterne Focus-Stacking beherrscht die FT7 jedoch nicht. Im Vergleich zu anderen Outdoorkameras fällt die Ausstattung der FT7 überdurchschnittlich aus.

Die AF-Messfeldoptionen der Kamera:

Dies gilt auch für die Autofokus-Optionen. Der per Kontrastmessung und Depth-from-Defocus-Technologie arbeitende Autofokus erlaubt neben der automatischen Messfeldwahl durch die Kamera auch das Positionieren eines einzelnen Messfeldes. Dieses lässt sich darüber hinaus in der Größe konfigurieren. Für sehr kleine Motive wird ein Spot-Messfeld angeboten. Daneben stehen zudem eine Gesichtserkennung und eine Verfolgungsfunktion zur Verfügung. Wie bei Kompaktkameras üblich, funktioniert das Verfolgen bewegter Motive nur bei langsamen Bewegungen. Scharfstellen können Fotografen mit der Panasonic Lumix DC-FT7 (Geschwindigkeit) im „normalen“ AF-Modus ab 30cm Abstand vom Motiv oder ab 5cm Abstand im Makromodus. Daneben besitzt die Kamera einen Makrozoom. Dessen Einsatz würden wir wegen des rein digitalen Zoomvorgangs jedoch nicht empfehlen.

Die Belichtungszeit lässt sich bei der Outdoorkamera zwischen 4 Sekunden und 1/16.000 Sekunde bestimmen. Wer mit dem mechanischen Verschluss arbeiten möchte, ist allerdings auf minimal 1/1.300 Sekunde beschränkt. Als Belichtungsmessmethoden stehen mit der Mehrfeld-, der mittenbetonten und der Spotmessung die üblichen Optionen zur Wahl.

Der elektronische Sucher der FT7 liefert ein scharfes, aber auch sehr kleines Sucherbild:

Outdoorkameras sind gewöhnlicherweise nur mit einem Display ausgestattet, der elektronische Sucher der Panasonic Lumix DC-FT7 (Technik) ist also ein Alleinstellungsmerkmal. Dieser befindet sich oberhalb des rückseitigen Displays und muss von Hand aktiviert werden. Einen Augensensor zum automatischen Wechsel gibt es leider nicht. Das Sucherbild erweist sich mit seinen 1,1 Millionen Subpixeln zwar als scharf, die lediglich 0,45-fache Vergrößerung macht die Bildkontrolle aber wenig komfortabel. Das Sucherbild fällt für eine angenehme Ansicht einfach viel zu klein aus. Bis auf wenige Situationen, wenn das Display beispielsweise durch starken Sonnenschein kaum abzulesen ist, können wir den Einsatz des Suchers nicht empfehlen.

Spiegelungen können die Ansicht deutlich beeinflussen:

Das Display hinterlässt einen positiveren Eindruck. Es besitzt mit einer Diagonalen von 3,0 Zoll eine angemessene Größe, 1,04 Millionen Subpixel sorgen für eine scharfe Wiedergabe. Die Einblickwinkel des LCDs sind groß, auch von der Seite kann man es gut ablesen. Dies gilt wegen starker Spiegelungen allerdings nur, sofern keine stärkere Lichtquelle vorhanden ist.

Die Videofunktion der Panasonic Lumix DC-FT7 (Beispielaufnahmen) erlaubt Aufnahmen in 4K (3.840 x 2.160 Pixel) mit 24, 25 oder 30 Vollbildern pro Sekunde, in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel ) mit 25, 30, 50 oder 60 Vollbildern pro Sekunde sowie in HD (1.280 x 720 Pixel) mit 25, 30 oder 100 Vollbildern pro Sekunde. Wer sich für letztere Bildrate entscheidet, hält Videos mit vierfacher Zeitlupe fest. Einen eigenständigen Videomodus besitzt die FT7 nicht, durch den Videoauslöser lassen sich Videos jedoch in allen Modi starten. Zu den Video-Optionen gehören unter anderem der Bildstil, das AF-Messfeld und die Belichtungsmessmethode. Der Video-AF arbeitet präzise, aber doch recht langsam.

Der optische Bildstabilisator kann größere Verwacklungen ausgleichen, ein leichtes Zittern ist allerdings trotz aktiver Stabilisierung zu sehen. Die Bildqualität der Aufnahmen bewegt sich in 4K und Full-HD auf einem guten Niveau, ein leichtes Rauschen trübt selbst bei Tageslicht die ansonsten eigentlich sehr gute Wiedergabequalität. Der Ton klingt wie bei allen Outdoorkameras etwas dumpf, geht dafür aber grundsätzlich noch in Ordnung. Gut zu wissen: Bei 4K-Aufnahmen zeigen die Aufnahmen einen deutlich Crop, die kleinbildäquivalente Brennweite „verschiebt“ sich von 41 auf 190mm. Echte Weitwinkelaufnahmen sind dadurch nicht möglich.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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Kommentare

Ich war fest entschlossen, mir ...

Ich war fest entschlossen, mir den Nachfolger meiner Lumix FT-5 zu kaufen, aber dann wurde ich bitter enttäuscht. Höhere Auflösung auf einem winzigen Chip und ein optischer Sucher dieser Bauart ist ein Witz.
Dann warte ich auf die FT-9, oder kaufe die Olympus TG-5, falls meine Lumix den Geist aufgeben sollte.
Schade...

Gibt es nun einen Augensensor? ...

Gibt es nun einen Augensensor?
"Einen Augensensor zum automatischen Wechsel gibt es leider nicht. Die Integration eines Augensensors begrüßen wir zweifellos, die Umsetzung sagt uns bei der FT7 jedoch nicht zu."

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