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Praxisbericht zur Panasonic Lumix DMC-LX100

Die Panasonic Lumix DMC-LX100 sticht bei den technischen Daten jede andere Kompaktkamera auf dem Markt aus. Dies gilt aber auch für die Abmessungen. Mit 11,5cm in der Breite, 6,6cm in der Höhe und 6,3cm in der Tiefe ist die sie nicht mehr wirklich kompakt, in eine Hosentasche passt sie auf keinen Fall mehr. Hier wird bereits eine etwas größere Jackentasche benötigt. Das Kameragehäuse besteht aus hochwertigem Magnesium.

Mit dem Handgriff lässt sich die Panasonic Lumix DMC-LX100 gut in der Hand halten:

Auf der Vorderseite hat Panasonic bei der LX100 einen gummierten Handgriff platziert, dieser sorgt für eine komfortable und sichere Lage in der Hand. Dazu trägt zudem auch die Daumenablage auf der Rückseite bei. Bei der Bedienung setzt Panasonic nicht auf das heutzutage klassische Programmwählrad, sondern auf einen gerasterten Blendenring am Objektiv für die Wahl der Blende und ein Zeitenwählrad auf der Oberseite für die Verschlusszeit. Werden beide Wählräder auf „A“ gestellt, arbeitet die Kompaktkamera mit der Programmautomatik. Drückt man die „iA“-Taste, wird eine Vollautomatik aktiviert. Komfortabel korrigieren lässt sich die Belichtung mit einem eigenen Wählrad um plus bis minus drei Blendenstufen.

Die Tasten hat Panasonic allgemein recht klein gehalten, zudem liegen diese teilweise plan im Gehäuse. Sie lassen sich zwar problemlos bedienen, ganz optimal finden wir diese Lösung aber nicht.
Besser: Das rückseitige Einstellrad erlaubt den schnellen Zugriff auf die Sensorempfindlichkeit, den Weißabgleich, den Aufnahmemodus und die AF-Messfeldwahl. Zudem kann man damit im Menü navigieren. Der Widerstand des Rades ist allerdings etwas gering, hier muss man relativ feinfühlig zu Werke gehen.

Drei der Tasten auf der Rückseite lassen sich mit Funktionen frei belegen:

Frei konfigurierbare Tasten besitzt die LX drei an der Zahl. Diese bieten bis zu 39 Konfigurationsmöglichkeiten, weshalb keine Wünsche offen bleiben. Ebenso keine Wünsche bleiben auch bei den Belichtungsprogrammen offen. Neben den PSAM-Modi und der intelligenten Automatik sind 23 Filtereffekte („Sepia“, „Impressiv“, „Bleach-Bypass“) vorhanden. Für die Aufnahme von Panoramen gibt es einen speziellen Panoramamodus, ebenso lassen sich beispielsweise auch Bilder für Zeitraffer- und Stop-Motion-Videos aufzeichnen.

Scharfgestellt wird mit der Kontrastmessung, die "Depth-From-Defocus"-Technologie ist zudem ebenso mit an Bord. In der Praxis ermöglicht dies ein besonders schnelles Scharstellen auch bei der kontinuierlichen Fokussierung. In unserem Test konnte die Kamera Motive die sich schneller bewegten problemlos im Fokus halten, ein paar Schwierigkeiten machten ihr jedoch die weniger kontrastreicheren Motive. Im Vergleich zu den meisten anderen Kompaktkameras ist die „Trefferquote“ bei bewegten Motiven aber um ein Vielfaches höher. Die LX100 setzt in dieser Klasse spielend neue Maßstäbe.

Der Autofokus bietet sehr viele Optionen:

Auch die Einstellungsmöglichkeiten sind beim Autofokus „State of the Art“. Neben dem Punkt-AF für eine besonders genaue Fokussierung werden ein Einzelfeld-AF (Messfeldgröße in 15 Stufen wählbar), ein Multifeld-AF und eine automatische Messfeldwahl angeboten. Ebenso gibt es spezielle Modi für die Motivverfolgung und zum Erkennen von Gesichtern. Makroaufnahmen sind ab drei Zentimeter Abstand von der Frontlinse möglich. Manuell scharfstellen kann man natürlich auch. Durch den Fokusring am Objektiv, die Fokusvergrößerung und das Fokuspeaking kann man dabei besonders komfortabel scharfstellen. Etwas schade ist allerdings, dass der Fokusring sehr schmal ausfällt. Wer nicht aufpasst, kann beim Fokussieren unter anderem am Blendenring „hängen bleiben“ und die Blende unabsichtlich verändern. Dies ist natürlich den sehr kompakten Abmessungen des Gehäuses geschuldet, weshalb wir diesen Umstand nicht ganz so kritisch sehen.

Bei der Belichtung kann man sich für den mechanischen Verschluss mit Belichtungszeiten von 60 Sekunden bis zu 1/4.000 Sekunde entscheiden oder man wählt den elektronischen Verschluss. Hier wird die Verschlusszeit auf bis zu 1/16.000 Sekunde verkürzt. Wer die Belichtungszeit einstellen will, kann das wie erwähnt über das Zeitenwählrad auf der Oberseite. Zwischenwerte werden dabei durch das Drehen des rückseitigen Einstellrades gewählt. Diese Lösung finden wir nicht sonderlich komfortabel, anders lässt sich dies aber nicht bewerkstelligen. Als Belichtungsmessmethoden werden wie üblich die Multi-, die mittenbetonte und die Spotmessung angeboten.

Die Menüs der LX100 sind übersichtlich aufgebaut:

Im Menü trifft man auf das traditionelle Design von Panasonic. Da die Unterteilung in „Foto“, „Video“, „Individual“, „Setup“ und „Wiedergabe“ keine Fragen offen lässt, findet man sich hier schnell zurecht. Damit im umfangreichen Menü nicht länger nach den gewünschten Fotoparametern gesucht werden muss, besitzt die LX100 zudem ein Quickmenü. Dieses lässt sich an die eigenen Wünsche anpassen und dient unter anderem zum schnellen Verändern der Foto- oder Videoauflösung.

Das Kameradisplay besitzt ein Seitenverhältnis von 3:2. Dies ist ein guter Kompromiss zwischen den verschiedenen Bildformaten. Das 3,0 Zoll messende LCD löst 921.000 Subpixel auf und bietet daher eine scharfe Ansicht. Auch bei den Einblickwinkeln gibt es nur Positives zu berichten. Aus allen Winkeln lässt sich das Display gut ablesen. Da man das LCD weder klappen noch drehen kann, ist dies allerdings auch wirklich nötig. Schade ist zudem, dass ein Touchscreen fehlt. Panasonic macht bei anderen Kameras vor, wie sich dieses perfekt in die Bedienung einbinden lässt.

Der elektronische Sucher der Kompaktkamera ist für diese Kameraklasse überragend:

Wie es sich für eine Kamera der Premiumklasse gehört, ist bei der Panasonics Lumix DMC-LX100 ein zusätzlicher elektronischer Sucher vorhanden. Dieser befindet sich links über dem LCD und wird durch einen Augensensor oder mittels Tastendruck aktiviert. Panasonic setzt hier auf den Sucher der Panasonics Lumix DMC-GX7 (Testbericht) , klappen lässt sich dieser bei der LX100 aber nicht. Der Sucher besitzt nicht nur ein großes Sucherbild, die sehr hohe Auflösung von 2,76 Millionen Subpixel sorgt für eine sehr scharfe Detailwiedergabe.

Ebenso überzeugend: Bewegungen werden flüssig wiedergegeben, das Bildrauschen hält sich auch bei wenig Licht in Grenzen. Als Brillenträger kann man das Sucherbild leider nur schwer überblicken. Trotzdem bleibt festzuhalten: Der Sucher ist einer Premium-Kompaktkamera ohne Frage würdig.

Videoaufnahmen sind auch in Ultra-HD-Auflösung möglich:

Die Videoaufnahme steht bei Panasonic schon immer besonders im Vordergrund. Dies zeigt sich an den seit Jahren sehr guten Videofähigkeiten der spiegellosen System- und Kompaktkameras des japanischen Herstellers. Bei der Lumix DMC-LX100 wird daher nicht nur die Aufnahme in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixel und 50 Vollbildern pro Sekunde angeboten, natürlich – möchte man fast schon sagen – kann sie auch Videos mit 3.840 x 2.160 Pixel festhalten. Hier lassen sich 24 oder 25 Vollbilder pro Sekunde mit einer Datenrate von 100Mbit/s speichern. Durch die hohe Auflösung sind die Ultra-HD-Videos extrem detailreich und erlauben auch das Exportieren von Einzelbildern zur Verwendung als Standbild. Wie schon bei der Panasonic Lumix DMC-FZ1000 (Testbericht) ändert sich bei Ultra-HD-Auflösung der Bildwinkel und wird etwas „telelastiger“ (26-81mm KB).

Aber auch die Full-HD-Aufnahmen gehören zum Besten, was bei Digitalkameras aktuell geboten wird. Bei der Bildqualität macht Panasonic hier niemandem etwas vor. Während der Videoaufnahme stellt die LX100 treffsicher scharf, etwas schneller könnte der Autofokus aber durchaus noch agieren. Sehr gut: An Einstellungsmöglichkeiten mangelt es auch im Videomodus nicht. Die Belichtung ist mit den PSAM-Modi möglich und auch die Belichtungsmessmethode und die Gradationskurve lässt sich beeinflussen. Wer mit der LX100 manuell filmen möchte, kann aber trotzdem eine Enttäuschung erleben. Zwar lassen sich alle Parameter anpassen, während der Aufnahme sollte davon aber Abstand genommen werden. Die Gründe dafür sind der Blendenring und das Einstellrad zur Belichtungskorrektur. Diese lassen sich ohne ein leichtes Wackeln der Kamera nicht verändern. Diese Wackler sind in den Videos deutlich sichtbar und wirklich störend. Bei leisen Umgebungen kann man das Drehen der Einstellräder zudem auch auf der Tonspur hören.

Unverständlich ist zudem, dass Panasonic keinen Mikrofoneingang verbaut hat. Das integrierte Stereomikrofon kann zwar gepegelt werden und bietet eine ganz akzeptable Tonqualität, bei Ultra-HD-Videos wird der ein oder andere aber gerne auch eine besonders hochwertige Tonqualität aufzeichnen wollen.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

*Diese Links führen zu Amazon- oder anderen Online-Angeboten, keine Verfügbarkeitsgarantie, keine Garantie auf günstigsten Preis, Preise können variieren, Preise inkl. MwSt. / evtl. zzgl. Versandkosten, alle Angaben ohne Gewähr.
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Kommentare

Der offizielle Preis von Panasonic ...

Der offizielle Preis von Panasonic beträgt 799,- Euro. Der Preis von 899,. - wie bei Ihnen noch aufgeführt - 'stand' bei Panasonic nur für ca. 3 Wochen im Listenblatt und wurde dan nmit dem offiziellen Preis von 799,- aangegeben. Ähnlich agierte auch Sony. Die RX-10 kam offiziell mit 1.199,- auf den Markt. Wurde aber binnen kürzester Zeit offiziell mit 999,01 ausgeliefert.
Anscheinend korrigiert der Markt solche "Fehlgriffe" recht schnell.

Und der Online-Preis für die LX100 beträgt derzeit nur 709,- Euro. Amazon, wenn Sie ein Agreement über die Preisangaben mit dem Versender haben, liegt meistens darüber.

Freundliche Grüße
H.J. Jakobs

Gestern war ich hier im ...

Gestern war ich hier im örtlichen Fotoladen und habe nach der LX100 gefragt. Der Verkäufer (Chef des Ladens) hat mir erzählt, dass die Leica D-Lux (Typ 109) technisch nicht identisch wäre. Der wesentliche Unterschied sollen die Linsen sein. Bei Leica aus Glas bei Panasonic auch Kuststoff.
Panasonic hat 2 Jahre Gewährleistung - Leica 3 Jahre Garantie. Zudem gibt Leica die jeweils altuelle Version von Lightroom dazu.
Ist das wirklich so oder hat mir der gute Mann Quatsch erzählt? Das mit den Lisnsen kann ich ja fast nicht glauben !!!

Plastiklinsen bei Panasonic - Glaslinsen ...

Plastiklinsen bei Panasonic - Glaslinsen bei Leitz?

Da hat Ihnen Ihr Fotohändler mal einen schönen Schwachsinn erzählt!
Schauen Sie sich nach einem anderen Händler Ihres Vertrauens um.

Der Unterschied zwischen Panasonic und Leitz liegt an genau 3 Dingen.

- Leica bietet 3 jährige Garantie
- Leica packt noch eine aktuelle Version von Lightroom dazu.
- Leica = war schon immer etwas teurer...;-)

Kein Wort über den ununterbrochen ...

Kein Wort über den ununterbrochen rauschenden Bildstabilisator der LX100 bei ausgefahrener Optik. Zwar etwas leiser, aber selbst dann noch deutlich hörbar, wenn Bildstabilisierung deaktiviert ist. Ich finde das sehr störend!

Ich hatte ein ähnliches Problem. ...

Ich hatte ein ähnliches Problem. Ist nicht typisch! Da ich alle LX-Modelle (von 3 bis 7) bereits benutzt hatte und total zufrieden war, habe ich die Kamera mit der exakten Fehlebeschreibung eingeschickt. Und siehe da, es wurde die gesamt Mechanik ausgetauscht und ausführlich getetstet. Nach drei Wochen war sie wieder da. Jetzt ist die Kamera so wie ich es mir wünsche. Klasse!

Ich habe die Bildqualität LX100 ...

Ich habe die Bildqualität LX100 vs. RX100 III verglichen. Stimmen bei der Sony die ISO-Angaben nicht, oder wurde das Testfoto tatsächlich dunkler ausgeleuchtet? Bei der Lumix muss ich die ISO-Zahl auf ein Achtel reduzieren, um vergleichbare Belichtungseinstellungen angezeigt zu bekommen. Was stimmt da nicht?

Hallo, bei Kameras kann es ...

Hallo, bei Kameras kann es immer kleinere Abweichungen bei der Belichtung (z.B. bei der "realen" ISO-Empfindlichkeit) geben. Der kleine Unterschied in diesem Fall ist daher nicht zu verhindern.

Die ***** Sterne im DKamera ...

Die ***** Sterne im DKamera Testurteil
mögen feiner und stimmiger genutzt werden:
Die Testergebnisse liegen ja nur bei 3*** bis 5*****, deshalb sollten wir eine NEUE SKALA planen und alsbald einführen!
Denn: Wenn für Lumix LX100 und Sony RX100 III derzeit die gleiche Fünfstern-Bildqualität vergeben werden muß, fühle ich mich nicht gut informiert durch die Testurteilsgrafik!
Schaue ich gründlich in die Testaufnahmen, so liegen "Welten" zwischen beiden, die mindestens zwei von fünf *Sternen* ausmachen sollten..?!!

Hallo und vielen Dank für ...

Hallo und vielen Dank für das Feedback.
Wir werden uns diese Dinge ansehen und sehen, was wir davon umsetzen können.

bei iso 800 sieht das ...

bei iso 800 sieht das ergebnis doch etwas anders aus u.bei 1600 ist die figur von sony offensichtlich recht vermatscht.
dagegen ist es schwieriger zu verstehen weshalb eine kamera mit sehr guter bildqualität -an beispielen sind eine ganze reihe dafür nachzuschauen- ein weniger gutes gesamtergebnis bringt. man könnte meinen der begriff drückt es ja aus.
allerdings wird fotografieren vom bildergebnis bestimmt u.nebenher weniger von zutaten die ein bild kaum schärfer werden lassen.

Gibt es bei der LX ...

Gibt es bei der LX 100 4-fach bzw. 6-fach optischen Zoom?

Die Beschreibung der Kamera könnte ...

Die Beschreibung der Kamera könnte ausführlicher sein. Z.B. Hinweis auf zwar 4K Video aber ohne Slow Motion Möglichkeit oder Limitierung der Fernsteuerung über Tablet.

Ich schwanke beim zukünftigen Kauf ...

Ich schwanke beim zukünftigen Kauf zwischen einer LX100 und einer GX80 und schaue mir den Vergleich der Bildqualität an.
LX100 hat Lichtstärke 1,7 - 2,8, GX80 mit dem getesteten Zoom 3,5 - 5,6. Das Objektiv der LX100 ist also ca. 2 Blendenstufen heller.
Müsste ich für einen Vergleich nicht bei der LX100 den ISO-Wert um 2 Stufen runterdrehen (GX80 6400 ISO, LX100 1600 ISO)?

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