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Das Fazit zur Sony Alpha 58

In unserem Praxistest überzeugt die Sony Alpha 58 mit vielen Einstellungsmöglichkeiten und einer guten Ausstattung. Nur die verwendeten Materialien ("Plastikbomber") geben Anlass zu leichter Kritik. Wie die SLT-Kamera im Labor abschneidet, erfahren Sie jetzt.

Die Laborergebnisse:

Die Bildaufnahme übernimmt bei der Sony Alpha 58 (Datenblatt) ein 23,2 x 15,4mm großer Exmor-HD-Bildsensor mit APS-C-Größe (Cropfaktor 1,5) mit 19,8 Megapixel Auflösung. Die Sensorempfindlichkeit des CMOS-Sensors lässt sich zwischen ISO 100 und ISO 16.000 einstellen. Zusätzlich kann auch ISO 25.600 angewählt werden, wenn die Multiframe-Rauschreduzierung verwendet wird, die mehrere hintereinander aufgenommene Bilder automatisch zu einem Bild zusammenrechnet und damit das Bildrauschen reduziert.

Anmerkung: Das Sony DT 18-55mm F3,5-5,6 SAM II zeigt in der Nähe der Naheinstellgrenze eine starke Unschärfe, die sowohl in unserem ISO-Szenario als auch bei den Abbildungsleistung-Charts erkannt werden kann. Bei weiter entfernten Motiven, tritt diese allerdings nicht mehr auf. Daher fällt unsere Bewertung besser aus, als man anhand der Charts vermuten könnte.

Bis ISO 400 ist Bildrauschen überhaupt kein Problem, die Auflösung ist hoch. Minimales Bildgrieseln lässt sich ab IS0 800 erkennen, ein erster sichtbarer Detailverlust kann ab ISO 1.600 festgestellt werden. Die Bildqualität verschlechtert sich aber noch nur wenig. Ab ISO 3.200 werden dann erstmals feinere Details nicht mehr aufgelöst, ab ISO 6.400 überlagert ein stärkeres Bildrauschen das Bild. Höhere ISO-Werte sind kaum noch empfehlenswert, denn die Detailwiedergabe sinkt dann stark ab. Keine Wunder vollbringen kann die Multiframe-Rauschreduzierung, die Texturen sind bei ISO 25.600 stark verwaschen. Bei Dunkelheit lässt sich ein erstes leichtes Bildrauschen ab ISO 800 erkennen, die Detailwiedergabe wird ab ISO 1.600 leicht und ab ISO 3.200 stark beeinträchtigt.

Die Serienbildaufnahme ist durch den halb durchlässigen Spiegel seit der Einführung der Sony SLT-Kameras deren Metier, denn im Gegensatz zu den Spiegelreflexmodellen muss dieser beim Fokussieren nicht nach oben bzw. unten klappen und "behindert" damit die Bildaufnahme nicht. Da es sich bei der Sony Alpha 58 um ein Einsteigermodell handelt, wurde das Geschschwindigkeits-Potenzial aber natürlich nicht völlig ausgereizt. Mit etwas weniger als fünf Bilder pro Sekunde geht die Serienbildaufnahme für eine Einsteigerkamera dabei aber völlig in Ordnung, die Bildserie fällt mit 13 JPEG-Bildern, sechs RAW-Bildern und fünf JPEG+RAW-Bildern in Folge alles andere als schlecht aus. Gut schneidet die SLT-Kamera bei der Auslöseverzögerung ohne Fokussierung mit 0,06 Sekunden ab, die reine Fokussierungszeit ist mit 0,18 Sekunden extrem flott. Die Einschaltzeit der Kamera (bis zur vollständigen Displayanzeige) ist mit 2,27 Sekunden etwas länger, die erste Bildaufnahme nach dem Einschalten der Kamera ist mit 0,89 Sekunden aber lobenswert kurz. Bei der Arbeitsgeschwindigkeit hinterlässt die Sony Alpha 58 somit einen guten Eindruck.

Gut schneidet die Sony Alpha 58 bei der Farbwiedergabe ab. Mit nur geringen durchschnittlichen Abweichungen und akzeptablen maximalen Abweichungen steht der Fotografie von farbkritischen Motiven nichts im Weg.

Wie bei allen SLT-Modellen von Sony wird die optische Bildstabilisierung über einen beweglichen Sensor realisiert, womit jedes angesetzte Objektiv stabilisiert wird. Der SteadyShot genannte Bildstabilisator erlaubt Freihandaufnahmen mit dem Kitobjektiv bis zu etwa 1/15 Sekunde ohne größere Verwacklungen. Somit werden bei dieser Brennweite circa 2,5 Blendenstufen kompensiert. Bei längeren Brennweiten dürfte die Stabilisierung noch etwas besser ausfallen.

Als Kitobjektiv bietet Sony für die Alpha 58 das DT 18-55mm F3,5-5,6 SAM II an. Dessen Verarbeitungsqualität bewegt sich auf dem Niveau, die man von einem günstigen Kitobjektiv erwartet. Nicht wirklich schlecht, aber das "Plastikfeeling" prägt den Eindruck doch sehr stark. Dazu trägt auch das Plastikbajonett bei. Nicht vorhanden ist ein dedizierter Fokusring, der Zoomring aus Gummi liegt immerhin gut in der Hand. Der Autofokusmotor des Sony DT 18-55mm F3,5-5,6 SAM II (Abbildungsleistung) ist schnell, sorgt aber für die bei Kitobjektiven meist typische Geräuschkulisse. Der Brennweitenbereich des 3,1-fach-Zooms beginnt bei kleinbildäquivalenten 27 Millimeter, am Brennweitenende werden 83 Millimeter erreicht. Kit-typisch fällt auch die Lichtstärke aus: F3,5 im Weitwinkel und F5,6 im Telebereich sind natürlich eher dürftig. Die Abbildungsleistung ist ebenso eher dürftig, denn die Schärfe fällt an der Naheinstellgrenze sehr stark ab und auch die Verzeichnung ist deutlicher sichtbar. Weiter entfernte Motive werden deutlich besser wiedergegeben.

Unser Fazit:

Die Sony Alpha 58 (Hands-On-Video) ist einerseits ein Einsteigermodell, andererseits muss sich diese Systemkamera aber auch vor der Mittelklassekonkurrenz nicht verstecken. Gespart hat Sony an der SLT-Kamera ohne Frage, denn das Gehäusematerial ist sehr "Plastik-lastig", welches durch das verwendete Plastikbajonett keinesfalls aufgewertet wird. Schlecht verarbeitet ist die Alpha 58 allerdings nicht. Das Display ist nur 2,7 Zoll groß, seine Auflösung mit 460.800 Subpixel allenfalls noch akzeptabel hoch, für eine Systemkamera bzw. eine Kamera dieser Größe fällt es aber eigentlich zu klein aus. Immerhin kann es nach oben und unten geklappt werden.

Besser schneidet die Sony Alpha 58 (Technik) bei den „inneren Werten“ ab, denn hier kommt moderne Technik zum Einsatz. Der APS-C-Bildsensor mit 19,8 Megapixel Auflösung überzeugt durch eine hohe Auflösung und ein geringes Bildrauschen, das ein etwa klassenübliches Niveau erreicht. Die Serienbildrate fällt für eine Einsteigerkamera mit etwas weniger als fünf Bildern pro Sekunde für bis zu 13 Bilder in Folge überdurchschnittlich gut aus, auch der Autofokus arbeitet sehr flott.

Bei der Videoaufnahme wurde die Sony Alpha 58 (Beispielaufnahmen) zwar auf „nur“ 50 Halbbilder pro Sekunde beschränkt, erlaubt aber trotzdem die manuelle Belichtung und auch ein externes Mikrofon kann angeschlossen werden. Der elektronische Sucher ist mit seinen 1,44 Millionen Subpixel dem kleinen Display deutlich überlegen und sollte daher für die Bildkontrolle verwendet werden. Dass es der Kamera an Einstellungsmöglichkeiten und manuellen Optionen nicht mangelt, ist positiv zu erwähnen, aber eigentlich darf dies bei einer Systemkamera auch vorausgesetzt werden. Die optische Bildstabilisierung übernimmt der kamerainterne SteadyShot-Stabilisator. Da alle angesetzten Objektive stabilisiert werden, lassen sich auch „alte Schätzchen“ oder lichtstarke Festbrennweite stabilisieren. Das Kitobjektiv Sony DT 18-55mm F3,5-5,6 SAM II ist nur teilweise überzeugend. Die Bildschärfe ist nur bei weiter entfernten Motiven akzeptabel, der Autofokus ist dafür aber schnell. Leider ist Letzterer aber auch deutlich hörbar. Die Verzeichnung ist gerade noch ok, aber bei einigen Motiven schon deutlich sichtbar.

Wer eine technisch größtenteils aktuelle Systemkamera mit schnellem Autofokus, einer guten Bildqualität und einem guten Handling sucht, sollte bei begrenztem Budget unbedingt einen Blick auf die Sony Alpha 58 (Praxis) werfen. Wirklich größere Abstriche müssen trotz Einsteigerklasse nur beim Display und dem Kameragehäuse-Material gemacht werden.

 

Pro&Contra zur Sony Alpha 58

  • Die Kamera liegt dank ihres ergonomisch geformten Handgriffs gut in der Hand
  • Hochauflösender elektronischer Sucher (1.440.000 Subpixel) mit Augensensor
  • Relativ große Tasten
  • Direkter Zugriff auf einige Funktionen über Tasten
  • Einige Tasten frei belegbar - zwei Tasten sogar mit je 26 verschiedenen Funktionen belegbar
  • Halbautomatiken und ein manueller Belichtungsmodus vorhanden
  • Einige Szenenmodi und Kreativ-Filter vorhanden
  • Guter Panoramamodus
  • Schneller Autofokus (im Labor nur 0,24 Sekunden inklusive Auslöseverzögerung)
  • Im Kameragehäuse integrierter optischer Bildstabilisator (SteadyShot) stabilisiert jedes Objektiv
  • Neben JPEG oder RAW Aufnahmen sind natürlich auch RAW+JPEG Aufnahmen möglich
  • Full-HD-Videoaufnahme mit 50 Halbbildern pro Sekunde (1080i50)
  • Gute Bildqualität im Videomodus (siehe unsere zwei Beispielvideos)
  • Volle manuelle Kontrolle im Video-Modus
  • Schneller Autofokus auch im Videomodus
  • Gute Tonqualität und Anschluss für ein externes Mikrofon
  • Stativgewinde mittig zur optischen Achse
  • Kompatibel zu allen von uns getesteten Speicherkarten bis 256GB
  • Kompatibel zur 256GB Lexar Professional 600x Speed (UHS-I, Class 10) SDXC Speicherkarte ...
  • ... mit der Alpha 58 lassen sich damit ca. 8.716 RAW+JPEG Fotos in 19,8 Megapixel speichern ...
  • ... oder über 999 Minuten Full-HD Videomaterial (AVCHD, 50 Halbbilder, 24MBit) aufzeichnen
  • Das Sony DT 18-55mm F3,5-5,6 SAM II Kitobjektiv: Griffiger Zoomring, Schneller ...
  • ... aber lauter Autofokus, komplett aus Plastik (auch das Bajonett),
  • Sony DT 18-55mm F3,5-5,6 SAM II: Sehr unscharf an der Naheinstellgrenze
  • Das Kameragehäuse sorgt für starkes "Plastikfeeling"
  • Tasten liegen teilweise plan im Gehäuse
  • Display mit 2,7" klein und nur unterdurchschnittlich hoch aufgelöst (460.800 Subpixel)
  • Kreativ-Filter bei JPEG+RAW nicht verfügbar

Testurteil

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Kommentare

Da kann mir einer sagen ...

Da kann mir einer sagen was er will, nicht nur die Nahaufnahmen im Labor sind unscharf, sondern auch die Fotobeispiele. Das Kit-Objektiv ist eindeutig Schrott. Ich hab die SLT57 u.a. mit dem 18-135er, sicher keine Edellinse, aber um Welten schärfer als diese Kit-Scherbe. Verfälscht den ganzen Test... :-(

Wenn alle SLR/SLT mit ihren ...

Wenn alle SLR/SLT mit ihren Kitobjektiven getestet werden, hat man ja auch einen Vergleich. Das die Kits nichts taugen weiß doch jeder. Ich bin mal gespannt darauf, wann der erste Hersteller darauf kommt, dass er sich mit den Glasscherbenkitobjektiv nur schadet und dann endlich ein gutes 18-50er als Standardkitobjektiv anbietet.

Ich kann das nur bestätigen. ...

Ich kann das nur bestätigen. Meine Kompakte Nikon P7800 macht deutlich bessere Aufnahmen!

Seit ich mit Objektiv - ...

Seit ich mit Objektiv - Tamron 16-300mm
fotografiere bin ich sehr zufrieden. Preis Leistung ist OK.

Ich habe meine alte Canon ...

Ich habe meine alte Canon 450D verkauft und mir diese Kamera gekauft und bin wirklich enttäuscht. Eben wegen dieser unscharfen Bilder. Ich habe keine wirkliche Ahnung von Objektiven, deshalb hoffe ich hier Hilfe zu bekommen.

Welches Objektiv (18-50/55) sollte ich kaufen, um vernünftige Bilder hinzubekommen, wenn das Standardobjektiv nichts nützt??? Am Body liegts nicht, oder?

Vielen Dank im Voraus.

Ich nutze das Kitobjektiv seit ...

Ich nutze das Kitobjektiv seit 3 Jahren und habe immer scharfe Bilder bekommen. Wenn das beid dir nicht funktioniert, kann ich die Reisezooms von Tamron empfehlen. Oder du steigst auf Festbrennweite um. Da hab ich mit denen von Sony gute Erfahrungen gemacht. Evtl. ist bei dir aber auch der AF kaputt.

Das hatte ich vergessen: Es ...

Das hatte ich vergessen:
Es liegt auf keinen Fall am Body, wenn überhaupt, dann tatsächlich am Objektiv. Das 18-55 hast du ja schon, das 16-50 ist meines Wissens E-Mount. Das 18-135 soll gut sein. Ansonsten frägst du am besten bei deinem Fotohändler nach.

Hallo ich habe eine frage ...

Hallo ich habe eine frage ich habe eine speicherkarte 128gb sdxc card 10UHS1 tf

Meine frage passt die rein. jeder sagt mir die fasst maximal nur 64 gb und wenn ich eine 128gb rein mache, selbst dann würde er sie nur mit 64 gb erkennen. Vlt kann mir ja mal wer auskunft geben. lg

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