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Duell: Panasonic TZ71, Canon SX710 HS & Nikon S9900 (Teil 1)

Teil 1 von 3: Kompakte Reisezoomkameras mit 30x optischem Zoom im Vergleichstest

v.l.n.r.: Panasonic Lumix DMC-TZ71, Canon PowerShot SX710 HS, Nikon Coolpix S9900.

Im Sommer 2014 haben wir einen Vergleichstest von drei Kompaktkameras mit 30x Zoom veröffentlicht, welcher die Sony Cyber-shot DSC-HX60V, die Panasonic Lumix DMC-TZ61 und die Canon PowerShot SX700 HS umfasst. In der Klasse der Reisezoomkameras sind seitdem natürlich neue Modelle erschienen, weshalb wir in diesem neuen Vergleichstest drei im Jahr 2015 vorgestellte 30x Zoom Kompaktkameras unter die Lupe nehmen. Diese sind die Panasonic Lumix DMC-TZ71, die Canon PowerShot SX710 HS und die Nikon Coolpix S9900.

Zu unseren Einzeltestberichten gelangen Sie über folgende Links:
Testbericht der Panasonic Lumix DMC-TZ71
Testbericht der Canon PowerShot SX710 HS
Testbericht der Nikon Coolpix S9900

Unterschiede der Kandidaten als Entscheidungshilfe beim Kauf:

Abmessungen/Verarbeitung/Bedienung:
Alle drei Vergleichskameras gehören zur Klasse der Reisezoommodelle, sie werden daher vor allem für das Fotografieren unterwegs verwendet. Aus diesem Grund müssen sie gut zu transportieren sein und dürfen sprichwörtlich nicht zur Last fallen. Das kleinste und gleichzeitig auch leichteste Modell in unserem Test ist die TZ71 mit 11,1 x 6,5 x 3,4cm und einem Gewicht von 241g inklusive Akku und Speicherkarte.

Die Panasonic TZ71 ist mit 3,4cm am dünnsten, die Nikon S9900 mit 4,0cm am dicksten:
v.l.n.r.: Panasonic Lumix DMC-TZ71, Canon PowerShot SX710 HS, Nikon Coolpix S9900.

Die PowerShot SX710 HS von Canon fällt mit 11,3 x 6,6 x 3,5cm einen Tick größer aus und ist mit 261g auch etwas schwerer. Die größte und schwerste Kamera stammt mit der S9900 von Nikon. Vor allem durch das dreh- und schwenkbare Display bedingt, misst sie 11,2 x 6,6 x 4,0cm und wiegt 292g. Als einzige unserer drei Reisezoomkameras passt sie daher kaum mehr in eine durchschnittliche Hosentasche. Beim Punkt „Transportabilität“ liegt sie daher zurück.

Bei der Verarbeitung sticht die PowerShot SX710 HS ein wenig aus dem Trio heraus, Canon hat bei den meisten Teilen des Gehäuses auf Metall gesetzt. Bei der TZ71 besteht nur die Vorderseite und der Objektivring daraus, bei der S9900 nur ein kleiner Teil des Objektivs. Schlecht verarbeitet sind die beiden letzten Modelle aber keinesfalls, der verwendete Kunststoff fällt hochwertig aus. In der Praxis ist der Vorteil für die SX710 HS daher nur sehr klein. Beim Handling fällt die SX710 HS dann etwas zurück. Zwar haben die Hersteller bei allen drei Reisezoomkameras an einen Handgriff gedacht, bei der SX710 HS ist dieser aber nur zum Teil gummiert und daher etwas weniger griffig als die Griffe der TZ71 und der S9900. Da Canon bei seiner 30-fach-Zoomkamera zudem auf eine Daumenablage auf der Rückseite verzichtet hat, findet der Daumen hier keinen richtigen Halt. Die TZ71 macht dies mit einer großen und gummierten Daumenablage deutlich besser, bei der S9900 sorgt eine kleine gummierte Ablage für einen akzeptablen Halt.

Das Kameradisplay, der Sucher und die rückseitigen Bedienelemente der TZ71:
Panasonic Lumix DMC-TZ71.

Das Kameradisplay und die rückseitigen Bedienelemente der SX710 HS:Canon PowerShot SX710 HS.

Das dreh- und schwenkbare Kameradisplay und die rückseitigen Bedienelemente der S9900:Nikon Coolpix S9900.

Bei der Bedienung über Tasten und Einstellräder liegt die SX710 HS abermals etwas zurück. Bei dieser muss die Blende und die Verschlusszeit jeweils über das rückseitige Einstellrad verändert werden, bei der TZ71 und der S9900 ist dies per eigenen Bedienelementen möglich. Während die TZ71 dafür einen Objektivring zu bieten hat, ist bei der S9900 ein Einstellrad auf der Oberseite vorhanden. Dieses macht das Arbeiten mit einer der Halbautomatiken oder dem manuellen Modus komfortabler. Bei jeder Kamera des Trios vorhanden sind dagegen ein Programmwählrad, ein Einstellrad auf der Rückseite und eine Taste zum Starten der Videoaufnahme. Frei konfigurierbare Fn-Tasten hat nur die TZ71 zu bieten. Bei dieser sind zwei davon vorhanden. Der ISO-Wert lässt sich darauf leider nicht legen, dafür einige andere Optionen, wie die Wahl des AF-Bereichs.

Unser Sieger bei der Verarbeitung, den Abmessungen und der Bedienung: Die Panasonic Lumix DMC-TZ71.

Bildqualität:
Bei den Bildsensoren kommen jeweils 1/2,3-Zoll große CMOS-Modelle mit rückwärtiger Belichtung zum Einsatz. Diese entsprechen dem in der Reisezoomklasse üblichen Standard. Bei der Auflösung gibt es dagegen größere Unterschiede. Während Panasonic bei der TZ71 auf 12,0 Megapixel setzt, kommt bei der S9900 von Nikon ein 15,9 Megapixel auflösendes Modell zum Einsatz. Canon verbaut bei der SX710 HS sogar einen Bildwandler mit 20,2 Megapixel. Die ISO-Bereiche fallen dagegen wieder recht ähnlich aus. ISO 80 bis ISO 6.400 lassen sich bei der TZ71 einstellen, bei der SX710 HS kann man zwischen ISO 100 und ISO 3.200 wählen und bei der S9900 werden minimal ISO 125 und maximal ISO 6.400 angeboten.

Vergleich der Bildqualität bei ISO 80/100/125 (Tag):

Die Bildqualität anhand dreier Ausschnitte im Detail:

Die Bildqualität des Reisezoom-Trios bewegt sich trotz der größeren Unterschiede bei der Auflösung auf einem ähnlichen Niveau. Bei Tag kann die SX710 HS die meisten Details auflösen, durch die höchste Auflösung kann man dies allerdings auch erwarten. Dahinter liegen die TZ71 und die S9900 quasi auf dem identischen Niveau.

Dies liegt an der relativ starken Weichzeichnung der S9900. Dadurch werden Details nicht mehr optimal aufgelöst, obwohl der CMOS-Sensor der S9900 mit seinen 15,9 Megapixel theoretisch mehr Details auflösen sollte, als der Bildwandler der TZ71 mit 12,0 Megapixel.

Vergleich der Bildqualität bei ISO 1.600 (Nacht):

Die Bildqualität anhand dreier Ausschnitte im Detail:

Bei schlechteren Lichtverhältnissen liegt ebenso die SX710 HS vorne. Deren Bilder rauschen zwar am stärksten, Details kann die Reisezoomkamera von Canon aber insgesamt am besten auflösen. Auf Platz zwei folgt die S9900, die TZ71 muss sich am Ende einsortieren – und das trotz ihrer deutlich größeren Pixel. Insgesamt gesehen ist der Unterschied zwischen den drei Vergleichsmodellen aber nicht wirklich groß, Kameras mit größeren Sensoren (beispielsweise im 1,0 Zoll-Format) können bei ISO 1.600 deutlich mehr Details auflösen. Über ISO 1.600 können die Aufnahmen unserer Vergleichskandidaten kaum mehr eingesetzt werden, selbst bei ISO 1.600 sind schon deutliche Abstriche nötig. Für Aufnahmen bei wenig Licht sind Reisezoomkameras – auch wegen ihrer lichtschwachen Objektive – prinzipiell nicht geeignet.

Mit einem Klick auf das nachfolgende Bild gelangen Sie zu unserem Bildqualitätsvergleich:

Unser Sieger bei der Bildqualität: Die Canon PowerShot SX710 HS.

Im zweiten Teil unseres Tests der Panasonic Lumix DMC-TZ71, der Canon PowerShot SX710 HS und der Nikon Coolpix S9900 vergleichen wir die Objektive, die Geschwindigkeit und die Möglichkeiten bei der Bildkontrolle.

Links zum Artikel:

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Kommentare

Sehr geehrte Herren, Habe heute ...

Sehr geehrte Herren,

Habe heute auf Grund Ihrer Kameradatenangaben eine SX710 HS gekauft. Leider haben Sie in der Auflistung im Vergleich der drei Kameras "60 Vollbilder grün" vermerkt was gar nicht stimmt! Die Kamera hat nur 30 Vollbilder!!!

Freundliche Grüsse
Suter
Schweiz

Hallo Herr Suter, unsere Angabe ...

Hallo Herr Suter,

unsere Angabe der 60 Bilder pro Sekunde ist definitiv korrekt. Videoaufnahmen mit 60 Bildern pro Sekunde lassen sich jedoch nur im separaten Videomodus der Kamera starten, dies haben wir im Einzeltestbericht der SX710 HS unter anderem auch im Pro & Contra (dort im Contra) erwähnt: "Videos mit 60 Vollbildern pro Sekunde lassen sich nur im Videomodus starten". Ihre Kamera kann also auf jeden Fall 60p, jedoch nur im speziellen Videomodus. Übrigens haben wir dies auch im drittel Teil dieses Vergleichstests angesprochen, Zitat: "...dies aber nur im dedizierten Videomodus...". Auch bei unseren Beispielaufnahmen können Sie ein Originalvideo herunterladen, dass wir gefilmt haben, dieses hat ebenfalls 60 Bilder pro Sekunde. Ich hoffe dies klärt die Sache.

Mir sind in diesem Artikel ...

Mir sind in diesem Artikel 2 Fehler aufgefallen.
In Teil 1 steht:
"Bei der TZ71 besteht nur die Vorderseite und der Objektivring daraus, bei der S9900 nur ein kleiner Teil des Objektivs. Verarbeitet sind die beiden Letzten Modelle keinesfalls, der verwendete Kunststoff fällt hochwertig aus."

Hier müsste es im 2. Satz wohl heissen:
"Schlecht verarbeitet sind die beiden Letzten Modelle keinesfalls, der verwendete Kunststoff fällt hochwertig aus."

Ausserdem ist in Teil 2 des Tests ist zu lesen:
"Effektiv gesehen haben die TZ71 und die TZ71 somit die lichtstärksten Objektive."

MfG Matt

Vielen Dank für den Korrekturhinweis, ...

Vielen Dank für den Korrekturhinweis, wir haben dies korrigiert.

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