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Google Pixel 3a XL: Smartphone- und Kameratest (Teil 2)

Teil 2 von 3: Die Kamera im Bildqualitäts-Check und Beispielaufnahmen in voller Auflösung

Nachdem wir im ersten Teil unseres Tests des Google Pixel 3a die technischen Daten, das Handling und die Verarbeitung geprüft haben, testen wir nun die Front- und Rückseitenkamera des Smartphones. Mit unbearbeiteten Beispielfotos und -videos des Smartphones können Sie sich zudem einen eigenen Eindruck von den Kameraqualitäten verschaffen.

Die Kameras:
Mit seinem Konzept, nur eine einzige Kamera auf der Rückseite zu verbauen, steht Google im Segment der Oberklasse-Smartphones allein auf weiter Flur. Im Jahr 2019 sind zwei Kameras bei der Konkurrenz Standard, bei teureren Modellen sogar drei und mehr. Dadurch lassen sich selbst bei einem dünnen Smartphone unterschiedliche Brennweiten realisieren.

Google wählt wie erwähnt einen anderen Ansatz. Neben der Konzentration auf nur eine Kamera geht Google außerdem dem Megapixelrennen aus dem Weg. Der beim Pixel 3a XL verbaute Sensor löst lediglich 12,2 Megapixel auf. Um Nachteile in puncto Brennweite und Auflösung auszugleichen, setzt Google auf Berechnungen per Software. Dazu später mehr. Zunächst gehen wir auf alle technischen Daten der Hauptkamera ein. Beim bereits angesprochenen Sensor handelt es sich um einen IMX363-Chip von Sony. Dieser besitzt 1,4μm große Bildpunkte und gehört zur 1/2,55-Zoll-Klasse.

Der Sensor kommt in diversen Smartphone-Kameras zum Einsatz und unterstützt die Phasendetektion per Dual-Pixel-AF. Ein Bildpunkt besteht dabei aus zwei Photodioden. Diese werden zum Zweck der Phasendetektion einzeln ausgelesen, für die Bildaufnahme dann zusammen. Das Objektiv der Hauptkamera sorgt für den Bildwinkel eines 28mm-Modells, die Lichtstärke der Optik beträgt F1,8. Das klingt nicht allzu spektakulär. Am Ende müssen allerdings die Ergebnisse stimmen – die eingesetzte Hardware spielt effektiv keine Rolle.

Verschiedene Sensoren im Größenvergleich:

Vor allem bei Fotoaufnahmen (allzu genaue Angaben macht Google nicht), greift Google zum Verbessern der Bildqualität auf zahlreiche Softwaretricks zurück. Sie beruhen auf dem Berechnen des finalen Fotos aus mehreren Einzelbildern. Diese Technik nutzt das Pixel 3a unter anderem bei HDR-Aufnahmen, bei Fotos mit Zoom und dem Nachtsicht-Modus. Dass man mit nur einer Kamera – noch dazu mit einer im Vergleich zu einigen Konkurrenzmodellen geringeren Auflösung – hochqualitative Bilder aufnehmen kann, haben wir bereits bei unserem Test des Google Pixel 3 XL gesehen. Beim Pixel 3a XL ist das nicht anders. Verwundern sollte das aber keinen, die Kameratechnik des Pixel 3a kommt schließlich auch beim Pixel 3 (XL) zum Einsatz. Zumindest fast: Die Kameras sind identisch, den Pixel Visual Core-Prozessor hat Google jedoch genauso wie den Spektral- und Flickersensor weggelassen. Ersterer sorgt beim Pixel 3 und Pixel 3 XL für eine schnellere Berechnung, Letzterer liefert der Kamera zusätzliche Informationen. Beim Pixel 3a XL muss der SoC alle Berechnungen übernehmen. Nachteile entstehen dadurch glücklicherweise nicht, zumindest konnten wir keine offensichtlichen feststellen.

Die Fotos der Pixel 3a XL bewegen sich zweifellos auf der Höhe des Pixel 3 (XL). Sie vermitteln in aller Regel einen sehr realitätsgetreuen Eindruck der Situation, zu starke Veränderungen des Kontrasts oder der Farbe – die teilweise bei anderen Smartphones zu beobachten sind – konnten wir nicht feststellen. Das gilt zumindest für die Standardeinstellungen, hier ist die HDR-Aufnahme aktiv. Mit der HDR+-Funktion lassen sich Fotos mit deutlich größerem Dynamikumfang speichern, der HDR-Effekt wird dann je nach Motiv aber schon sehr stark sichtbar. Grundsätzlich gilt für die Kamera. Die Automatik leistet eine sehr gute Arbeit, eingreifen muss der Fotograf nur selten. Das Setzen des Fokuspunkts, dieser regelt zudem die Belichtung, reicht so gut wie immer. Viele Optionen stehen dem Fotografen leider auch nicht zur Verfügung, manuelle Einstellungen gibt es kaum. Alle wichtigen Informationen zur App finden Sie im dritten Teil dieses Testberichts.

Wer gerne der Automatik alle Einstellungen überlässt, macht mit dem Pixel 3a XL auf jeden Fall nichts falsch. Neben der Belichtung und Farbwiedergabe überzeugen die Aufnahmen außerdem mit einem guten Schärfeeindruck – ohne völlig überschärft zu wirken.

Details werden bei Tag sehr gut wiedergegeben, bei Nacht sollte für die besten Aufnahmen zum bereits angesprochenen Nachtsicht-Modus gegriffen werden. Dieser sorgt für deutlich bessere Bildergebnisse. Er funktioniert aus der Hand, die Aufnahme dauert nur wenige Sekunden. Die Hauptkamera des Smartphones schneidet also sehr gut ab.

Bei schlechten Lichtverhältnissen lohnt sich der Einsatz des Nachtsichtmodus:

Wer unterschiedliche Brennweiten benötigt, wird beim Pixel 3a XL natürlich stark eingeschränkt. Fotos mit größerem Bildwinkel sind zwar per Panorama möglich, in der Praxis ist das jedoch oftmals keine Option. Auf Weitwinkelfotos muss man daher oftmals verzichten. Aufnahmen mit einer längeren Brennweite – oder besser gesagt einem kleineren Bildausschnitt – erlaubt der Digitalzoom des Gerätes. Dafür greift Google auf die Super Res Zoom-Funktion zurück, die mehrere Bilder kombiniert. Damit lässt die Bildqualität verbessern, ein echtes Teleobjektiv kann auch diese Funktion aber nicht ersetzen. Bis zur mittleren Zoomstufe sind die Aufnahmen des Pixel 3a XL zwar noch recht gut verwendbar, darüber sinkt die Detailwiedergabe allerdings stark ab.

Das Pixel 3a zeigt, dass man auch mit nur einer Kamera sehr gute Fotos machen kann:

Noch einen Wort zu den RAW-Aufnahmen. Diese speichert das Smartphone im DNG-Format ab, die Fotos lassen sich daher problemlos mit jeder aktuellen Bildbearbeitungssoftware bearbeiten. Inder Praxis sind die JPEG-Fotos der Kamera allerdings so gut, dass sich das Bearbeiten der RAW-Dateien praktisch nie lohnt.

Videos nimmt das Pixel 3a mit normaler Geschwindigkeit sowie als Zeitlupe auf:

Der Autofokus des Pixel 3a XL macht bei allen Lichtverhältnissen einen guten Job, lediglich in wenigen Situationen – in denen das Motiv kaum Kontraste besaß – mussten wir manuell nachhelfen.

Videos nimmt das Google Pixel 3a XL wie das Pixel 3 und Pixel 3 XL mit 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel), Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) und HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel) auf. In 4K sind 30 Vollbilder pro Sekunde möglich, in Full-HD 30, 60 oder 120 Vollbilder pro Sekunde und in HD 30, 60 oder 240 Vollbilder pro Sekunde. Die beiden höchsten Bildraten werden in Full-HD und in HD allerdings nur im Zeltlupenmodus angeboten. Dieser gibt Videos mit vier oder achtfacher Zeitlupe aus.

Links eine Aufnahme ohne zusätzliche Videostabilisierung, rechts mit Videostabilisierung:

Die 4K-Aufnahmen des Smartphones überzeugen mit einer exzellenten Detailwiedergabe, die Full-HD-Aufnahmen sind immer noch sehr gut. Wie für die Fotos gilt auch für die Videos: Die Belichtung und die Farbwiedergabe sind stimmig und realitätsnah.

Des weiteren wissen der schnelle und präzise Autofokus sowie die sehr gute Bildstabilisierung zu gefallen. Mit der zusätzlich eingeschalteter Videostabilisierung, die auf der digitalen Korrektur basiert und parallel zur optischen Korrektur arbeitet, sind selbst im Gehen nahezu verwacklungsfreie Aufnahmen möglich.

Beispielaufnahmen:

Links eine Aufnahme ohne digitalen Zoom, rechts mit mittlerer Zoomstufe:

Links eine normale Aufnahme, rechts mit Bokeh-Simulation:

Links eine normale Aufnahme, rechts mit Bokeh-Simulation:

Links eine Aufnahme ohne HDR-Option, rechts mit HDR+:

Links eine Aufnahme mit der Rückseitenkamera, rechts mit der Frontkamera:

Links eine Aufnahme mit LED-Licht, rechts bei schlechten Lichtverhältnissen:

Links eine Aufnahme ohne und rechts mit Nachtsichtmodus:

JPEG+RAW-Aufnahmen:

JPEG+RAW-Aufnahmen:

JPEG+RAW-Aufnahmen:

Zwei Aufnahmen in 4K (2160p30):

Links eine Aufnahme in Full-HD (1080p30), rechts in Full-HD (1080p120):

Links eine Aufnahme in HD (720p240), rechts in 4K (2160p30) mit Zoom:

Im dritten Teil unseres Testberichts gehen wir auf die Kamera-App sowie die allgemeine Leistung ein.

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