GoPro HERO5 Black und HERO5 Session im Vergleich (Teil 2)

Teil 2 von 2: Actionkameras von GoPro mit 4K-Videoaufnahme und Sprachsteuerung


Links sehen Sie die GoPro HERO5 Black, rechts die GoPro HERO5 Session.

Nachdem wir im ersten Teil des Vergleichstests der GoPro HERO5 Black und HERO5 Session die technischen Daten, die Bildqualität und die Foto-Optionen unter die Lupe genommen haben, folgen nun unter anderem die Video-Optionen sowie die Erweiterbarkeit. Am Ende fassen wir unsere Ergebnisse außerdem zusammen.

Einstellungsmöglichkeiten im Videomodus:
Noch wichtiger als die Foto-Optionen dürften für die meisten GoPro-Nutzer die Video-Optionen sein. Hier kann sich vor allem die Vielfalt der GoPro HERO5 Black (Testbericht) sehen lassen. In 4K-Auflösung mit 3.840 x 2.160 Pixel kann man 24, 25 und 30 Vollbilder pro Sekunde festhalten, die HERO5 Session hat nur 25 und 30 Vollbilder pro Sekunde zu bieten. Die meisten Filmer wird das allerdings nicht stören, effektiv ergibt sich somit fast ein Gleichstand. Ein wenig anders sieht dies bei 2.740 x 1.520 Pixel aus, also der als 2,7K bezeichneten Auflösung. Hier kann die HERO5 Black 24 bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde aufzeichnen, die HERO5 Session schafft maximal 48 Vollbilder pro Sekunde. Bei der Aufnahme im 4:3-Format mit 2.704 x 2.028 Pixel liegen beide Actionkameras mit 25 und 30 Vollbildern pro Sekunde dagegen gleich auf.

Die Videoauflösungen:

Absetzen kann sich die HERO5 Black bei den weiteren Auflösungen. Mit 80 Vollbildern pro Sekunde liegt sie bei 1.920 x 1.440 Pixel leicht über den 60 Vollbildern pro Sekunde der HERO5 Session, in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) sind es 120 Vollbilder pro Sekunde (Black) gegenüber 90 Vollbildern pro Sekunde (Session). Gleiches gilt zudem für 1.280 x 960 Pixel (120 gegenüber 100 Vollbilder pro Sekunde). In HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixel ist der Unterschied noch größer: Die HERO5 Black kann hier 240 Vollbilder pro Sekunde speichern, die GoPro HERO5 Session (Testbericht) nur 120 Vollbilder pro Sekunde. Bei den SuperView-Auflösungen, bei denen ein 4:3-Bild aufgezeichnet und in eine 16:9-Aufnahme gestaucht wird, hat die HERO5 Black ebenso etwas höhere Bildraten zu bieten. Bei 4K steht die SuperView-Option zudem nur bei der Black-Variante zur Verfügung.

Unser Sieger bei den Video-Optionen: Die GoPro HERO5 Black.

Neben einem Auslöser verfügen beide Kameras über eine Menü-/Mode-Taste:

Links sehen Sie die GoPro HERO5 Black, rechts die GoPro HERO5 Session.

Bedienung:
http://www.dkamera.de/news/gopro-hero5-black-und-hero5-session-im-vergleich-teil-1/Actionkameras lassen sich mangels vieler Tasten nur mit Einschränkungen bedienen. Das galt für einige der älteren GoPro-Modelle und besonders auch für die GoPro HERO4 Session. Bei der HERO5 Black behilft sich GoPro mit einem Touchscreen-Display. Dieses erlaubt wie von Digitalkameras gewohnt ein wesentlich komfortableres Bedienen. So kann der Nutzer nicht nur schnell die gewünschten Aufnahmeparameter einstellen, sondern auch vor dem Start eines Videos erkennen, welchen Bildausschnitt die Kamera aufzeichnet. Darüber hinaus lassen sich die gespeicherten Bilder und Videos ansehen, und die WLAN-Verbindung kann per Fingerzeig aktiviert werden.

Kurzum: So komfortabel wie die GoPro HERO5 Black ließ sich noch keine andere Actionkamera von GoPro bedienen. Der Touchscreen erkennt Eingaben akzeptabel, ab und zu muss man diese aber doch noch einmal wiederholen. Das Display misst 2,0 Zoll in der Diagonalen und verfügt über recht große Einblickwinkel, die Detailwiedergabe ist gut. Wer die Kamera über das Touch-LCD nicht bedienen kann, weil sich diese im wasserdichten Schutzgehäuse befindet, kann die Mode-Taste sowie den Auslöser verwenden. Die Kontrolle der Aufnahmeparameter ist zudem über das monochrome LCD auf der Vorderseite möglich.

Über das Touch-LCD der HERO5 Black können alle Einstellungen vorgenommen werden:

GoPro HERO5 Black.

Bei der HERO5 Session befindet sich auf der Oberseite ein kleines Kontroll-LCD:

GoPro HERO5 Session.

Bei der GoPro HERO5 Session fällt die Bedienung deutlich unkomfortabler aus. Ein Touch-LCD ist nicht vorhanden, ein monochromes Kontrolldisplay liegt allerdings auf der Oberseite. Hierüber kann man ablesen, welche Parameter aktuell eingestellt sind. Alle Eingaben müssen über den Auslöser auf der Oberseite sowie die Menütaste auf der Rückseite vorgenommen werden. Mit Ersterem werden Eingaben bestätigt, mit Letzterer wird durch das Menü navigiert. Im Vergleich zum großen Touchdisplay der HERO5 Black sind Eingaben daher weniger komfortabel und auch nur langsamer möglich. Die wichtigsten Aufnahmeparameter kann man jedoch anpassen. Wer Systemeinstellungen verändern möchte, muss aber zur App wechseln oder die Smart-Remote-Fernbedienung verwenden. Auf ein zusätzliches Gerät ist man bei der HERO5 Session somit immer angewiesen. Dies kann den Einsatz schon etwas einschränken.

Unser Sieger bei der Bedienung: Die GoPro HERO5 Black.

Der Akku der HERO5 Black lässt sich anders als bei der HERO5 Session wechseln:

GoPro HERO5 Black mit externem Ladegerät.

Funktionen und Features:
Bei den Funktionen und Features merkt man deutlich, dass beide Actionkameras zu einer Kamerageneration zählen. So hat GoPro verschiedene Features jeweils in beiden Modellen verbaut. Dies gilt unter anderem für die Sprachsteuerung, die das Bedienen beider Kameras per Stimme erlaubt. Zum Beispiel lassen sich Videos starten („GoPro Videoaufnahme starten“), stoppen („GoPro Videoaufnahme stoppen“) oder Serienfotos aufnehmen („GoPro Serienaufnahme starten“). Des Weiteren ist das Wechseln des Aufnahmemodus möglich. Die Befehle zum Starten von Aufnahmen funktionieren jedoch unabhängig vom gewählten Modus. In der Praxis vereinfacht die Sprachsteuerung die Bedienung teilweise deutlich. So kann man besonders schnell den Aufnahmemodus wechseln oder Videos starten, wenn sich die Kamera nicht in Reichweite befindet. Die Befehle werden bei leiseren Umgebungen meistens problemlos erkannt und umgesetzt. Auf die Steuerung per Sprache sollte man daher, auch wenn es einem zu Beginn etwas skurril erscheint, mit einer Kamera zu sprechen, nicht verzichten.

Vergleich einer Aufnahme mit und ohne Stabilisierung (getestet mit der HERO5 Session):

Die Stabilisierung von Videos unterstützen beide Kameramodelle, dies allerdings nur unterhalb der 4K-Auflösung und bis zu maximal 60 Vollbildern pro Sekunde. Als weitere Einschränkung fällt das Bildfeld etwas kleiner aus. Die Aufnahmen wirken bei aktiver Stabilisierung dafür deutlich ruhiger.

Unsere Wertung bei den Funktionen und Features: Unentschieden.

Die HERO5 Black verfügt über zwei Schnittstellen (USB, HDMI), die HERO5 Session über eine (USB):

Links sehen Sie die GoPro HERO5 Black, rechts die GoPro HERO5 Session.

Erweiterbarkeit und Schnittstellen:
Ein Manko stellt bei der GoPro HERO5 Session der nicht wechselbare Akku dar. Das Lithium-Ionen-Modell mit 1.030mAh wird fest verbaut und kann nur kameraintern per USB geladen werden. Ein schnelles Wechseln ist damit – anders als bei der GoPro HERO5 Black – nicht möglich. Deren Akku mit 1.220mAh kann man bei Bedarf schnell entnehmen und mit einem vollgeladenen Modell ersetzen.

Die drahtlose Verbindung zu einem Mobilgerät wird von beiden Actionkameras über WLAN und Bluetooth hergestellt. Über die Capture-App können Aufnahme- sowie Systemeinstellungen verändert werden. Zudem besteht die Möglichkeit, die Bildkontrolle und Wiedergabe vorzunehmen.

Beide Fernbedienungen können zur drahtlosen Fernsteuerung verwendet werden:

Links sehen Sie die GoPro HERO5 Black, rechts die GoPro HERO5 Session.

Wer die Fernsteuerung ohne Mobilgerät vornehmen möchte, kann dies mit der Smart-Remote- oder der Remo-Fernbedienung. Letztere unterstützt auch die Sprachsteuerung. Deren Reichweite ist mit 10m aber deutlich kürzer als die der Smart-Remote-Fernbedienung mit bis zu 180m.

Ein GPS-Modul ist nur bei der GoPro HERO5 Black zu finden. Dieses zeichnet den Aufnahmeort auf und liefert zugleich weitere Parameter. Unter anderem können durch die GPS-Daten die Meereshöhe und die Bewegungsgeschwindigkeit bestimmt werden. Den Anschluss eines Mikrofons über den USB-Port unterstützen beide Kameras.

Unser Sieger bei der Erweiterbarkeit und den Schnittstellen: Die GoPro HERO5 Black.

Letztendlich stellt die GoPro HERO5 Session das rundere Gesamtprodukt dar:

Links sehen Sie die GoPro HERO5 Black, rechts die GoPro HERO5 Session.

Unser Fazit:
Die GoPro HERO5 Black (Testbericht) und die GoPro HERO5 Session sind zwei Geschwistermodelle und ähnlicher ausgestattet, als man denken könnte. Natürlich gibt es aber auch fundamentale Unterschiede. Diese betreffen alle Punkte, die direkt oder indirekt mit dem Gehäuse zu tun haben. Die GoPro HERO5 Black ist größer und schwerer, die GoPro HERO5 Black besonders kompakt. Auf den Einsatz unter Wasser hat dies allerdings keinen Einfluss, GoPro gibt für beide Modelle eine Wasserdichtigkeit von bis zu zehn Metern Tiefe an. Des Weiteren verfügen beide Kameras über eine hochwertige, zum Teil gummierte Außenhaut. Abgesehen vom jeweils auf der Oberseite liegenden Auslöser enden damit aber die Gemeinsamkeiten. Der größte Unterschied ist zweifellos das rückseitige Touchscreen-LCD der GoPro HERO5 Black. Dieses vereinfacht das Bedienen der Actionkamera nicht nur enorm, es erlaubt auch das Verändern von Optionen, die bei der GoPro HERO5 Session (Testbericht) nur per App angepasst werden können. Darüber hinaus macht das LCD die Bildkontrolle vor der Aufnahme sowie die Wiedergabe von Bildern und Videos nach der Aufnahme möglich.

Wenn es auf die Größe ankommt, ist die HERO5 Session aber eine gute Alternative:

Links sehen Sie die GoPro HERO5 Black, rechts die GoPro HERO5 Session.

Mehr zu überzeugen weiß die HERO5 Black auch bei den angebotenen Bildraten. Unter anderem kann sie bei der 2,7K- und der 1080p-Auflösung mehr Bilder pro Sekunde speichern. Riesig sind die Unterschiede aber nicht.

Nahe zusammen liegen beide Actionkameras bei der Foto- und Videoqualität, die HERO5 Black kann sich hier nur leicht absetzen. Wer RAW-Aufnahmen speichern möchte, muss mangels Verfügbarkeit bei der HERO5 Session jedoch immer zur HERO5 Black greifen. Gleiches gilt auch für Personen, die längere Videoaufnahmen planen.

Unser Testsieger:

Kategorie: Actionkameras von GoPro mit 4K-Videoaufnahme und Sprachsteuerung

Der Akku der HERO5 Session ist fest verbaut und muss dadurch kameraintern aufgeladen werden. Die HERO5 Black ist bei leerem Akku wieder wesentlich schneller aufnahmebereit. Dazu wird einfach ein voller Akku eingesetzt.

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Kommentare

GoPro5Black im dkamera-VergleichsTest mit Outdoorkameras ...

GoPro5Black im dkamera-VergleichsTest mit Outdoorkameras wie Olympus TG-4 und TG-5:
Ist das machbar? - Ein spannender Gedanke!

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