Multi-Aspekt-Sensor, Leica-Zoom (24-75mm), 30 Bilder/Sek., Hybrid-AF, elektr. Sucher, 5,6K60p-Video
Mehr als sieben Jahre nach der Vorstellung der Lumix LX100 II (Testbericht) hat Panasonic
mit der Lumix L10 eine neue Kompaktkamera mit einem Bildwandler in Micro-Four-Thirds-Größe vorgestellt. Konkret kommt hier der 25 Megapixel auflösende, rückwärtig belichtete CMOS-Chip der Flaggschiff-DSLM Panasonic Lumix DC-GH7 zum Einsatz. Dieser wird wie bei der LX100 (II) allerdings nicht komplett genutzt, weshalb die maximale Bildauflösung der L10 „nur“ knapp oberhalb von 20 Megapixel liegt. Durch den Einsatz als „Multi-Aspekt-Sensor“ fällt die Brennweite als Vorteil bei allen klassischen Seitenverhältnissen (4:3, 3:2 und 16:9) identisch aus.
Zusammen mit einem Bildprozessor der aktuellen Generation stehen bei der Panasonic Lumix DC-L10
diverse Technologien zur Verfügung. Dazu gehört unter anderem ein Hybrid-Autofokus mit Phasendetektion und Kontrasterkennung. Dieser wird bei bewegten Motiven für eine deutlich bessere Motivverfolgung als bei der LX100 II sorgen. Mit an Bord ist bei der L10 zudem eine umfassende KI-Motiverkennung (Menschen, Tiere, Fahrzeuge, Flugzeuge, Motorräder …). Scharfstellen lässt sich mit der Kamera ab -5 EV, beim Fokussieren arbeitet sie mit bis zu 779 AF-Messfeldern.
Serienaufnahmen erlaubt die Panasonic Lumix DC-L10
mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde. Hierfür muss man natürlich den elektronischen Verschluss verwenden. Mit dem mechanischen Zentralverschluss sind bis zu elf Bilder pro Sekunde möglich. Bei der höchsten Bildrate schafft die L10 rund 45 JPEG- oder RAW-Bilder am Stück, die Pre-Burst-Funktion erlaubt Aufnahmen vor dem Durchdrücken des Auslösers.
Beim Objektiv greift Panasonic auf bewährte Technik zurück und verbaut das Leica DC Vario-Summilux der LX100 (II). Dessen Bildwinkel entspricht einer Kleinbildoptik mit 24 bis 75mm Brennweite, die Lichtstärke liegt bei F1,7 bis F2,8. Zur Bildstabilisierung ist ein Power O.I.S. mit an Bord, Aufnahmen aus der Hand sind daher kein Problem. Als Belichtungszeiten sind bei der Lumix L10 30 Sekunden bis 1/32.000 Sekunde wählbar, beim Einsatz des Zentralverschlusses liegt die Grenze bei 1/2.000 Sekunde. Zur Bildkontrolle kann man den elektronischen OLED-Sucher mit 2,36 Millionen Subpixel oder das 3,0 Zoll messende LCD mit 1,84 Millionen Subpixel nutzen. Letzteres ist nicht nur mit einem Touchscreen ausgestattet, sondern kann auch gedreht und geschwenkt werden.
Videos zeichnet die Panasonic Lumix DC-L10
mit bis zu 5,6K-Auflösung (5.632 x 2.976 Pixel) auf. Hier erfolgt die Speicherung mit 10-Bit, 4:2:0 und bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde. 4K-Aufnahmen sind mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde (3.840 x 2.160 oder 4.096 x 2.160 Pixel) möglich, in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) kann man sich sogar für bis zu 240 Vollbilder pro Sekunde entscheiden. Zur Tonaufnahme lässt sich das integrierte Stereomikrofon oder ein via 3,5mm Klinkenport angeschlossenes externes Modell nutzen. Wer Bilder drahtlos übertragen möchte, kann dies via WLAN und Bluetooth. Zur Lumix Lab-App ist die Kamera kompatibel, weshalb sich auch LUTs und andere Features nutzen lassen.
Den Fachhandel soll die 12,7 x 7,4 x 6,7cm große und betriebsbereit 508g schwere Panasonic Lumix DC-L10 im Juni 2026 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.499 Euro erreichen. Angeboten wird sie in den Farben Schwarz, Silber und Titanium Gold (verfügbar ab Juli 2026 für 1.599 Euro). Bei letzterer Farbversion handelt es sich um eine Special Edition, mit der Panasonic das 25-jährige Jubiläum der Lumix-Kameraserie gebührend feiern möchte.
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