Neu: Nikon Z 30 – mit Ersteindruck

Die bislang kompakteste Z-Kameras mit Content Creator als Zielgruppe

Nikon erweitert sein Angebot an Kameras um die Z 30. Dabei handelt es sich um die bislang kompakteste und leichteste DSLM mit Z-Bajonett. Die technischen Daten der neuen Kamera sind teilweise von der Nikon Z 50 bekannt, einen Sucher besitzt die Nikon Z 30 aber nicht. Dieser wurde weggelassen, da er für die Zielgruppe der Kamera – das sind laut Nikon Content Creator – nicht notwendig ist. Stattdessen hat die DSLM ein dreh- und schwenkbares Display erhalten. Dadurch kann sich die Person vor der Kamera besonders einfach selbst sehen. Das ging zwar auch schon bei der Nikon Z 50, wegen deren Displaykonstruktion war man diesbezüglich aber etwas eingeschränkt.

Beim LCD der Z 30 setzt Nikon auf ein 3,0 Zoll großes Modell mit 1,04 Millionen Subpixel, Eingaben lassen sich via Touch vornehmen. Die Option, einen elektronischen Sucher aufzustecken, gibt es bei der Z 30 nicht. Ein derartiges Produkt hat Nikon auch gar nicht im Programm.

Das Display erlaubt die Bildkontrolle sowohl vor als auch hinter der Kamera:

Als Bildwandler kommt bei der DSLM ein 20,7 Megapixels auflösendes CMOS-Modell zum Einsatz. Dieses gehört mit Abmessungen von 23,5 x 15,7mm zur APS-C-Klasse, als Sensorempfindlichkeiten hat die Kamera ISO 100 bis ISO 51.200 zu bieten. Für die Fokussierung ist ein Hybrid-AF zuständig, 209 Phasen-AF-Messfelder stehen dafür unter anderem zur Verfügung. Sie decken 90 Prozent des Sensors in der Höhe sowie Breite ab, scharfstellen lässt sich ab einer Helligkeit von -4,5 EV. Natürlich bringt die Kamera die Augen- und Gesichtserkennung mit, diese funktioniert sowohl bei Menschen als auch bei Tieren.

Die Oberseite der Nikon Z 30:

Im Serienbildmodus schafft die Nikon Z 30 das Speichern von bis zu elf Bildern pro Sekunde, die Belichtungszeit kann zwischen 1/4.000 Sekunde sowie 30 Sekunden (länger per Bulb) liegen. Zur Wahl stehen dabei unter anderem ein mechanischer Schlitzverschluss als auch ein elektronischer Verschluss.

Im Fokus steht bei der Nikon Z 30 die Videofunktion. Noch nie soll es laut Nikon so einfach gewesen sein, Inhalte mit einer Kamera zu erstellen. Aufnahmen können in 4K-Auflösung mit 24, 25 oder 30 Vollbildern pro Sekunde erfolgen, in Full-HD lassen bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde für Zeitlupen wählen. Den Ton hält das integrierte Stereomikrofon fest, für dieses liefert Nikon einen aufsteckbaren Windschutz mit. Des Weiteren lässt sich ein externes Modell über einen 3,5mm Klinkeneingang anschließen.

Der Windschutz wird über den Zubehörschuh aufgesteckt:

Die Aufnahmezeit soll bei bis zu 125 Minuten ohne Unterbrechung liegen (bei 1080p24 oder 1080p25), mehrere Optimierungen erleichtern die Aufnahme. Dazu gehören der auf der Oberseite platzierte Videoauslöser für das einfache Starten von Videos als auch ein Tally-Light zur Information über laufende Aufnahmen. Mittels USB-C kann man die Nikon Z 30 mit Strom versorgen, dadurch sind auch längere Einsätze wie Videostreams möglich. Natürlich stehen bei Fotos und Videos alle klassischen Aufnahmemodi (unter anderem PSAM) zur Verfügung, drei User-Modi gibt es ebenso.

Für externe Mikrofone hat Nikon einen 3,5mm Klinkeneingang verbaut:

Die 12,8 x 7,4 x 6,0cm messende Kamera bringt ohne Objektiv 405g auf die Waage und kann via WLAN und Bluetooth funken. Zur Datenspeicherung werden SD-Karten genutzt, dafür wurde ein Slot verbaut. Erwerben lässt sich die Nikon Z 30 nicht nur als Gehäuseversion ohne Objektiv (799,00 Euro UVP), sondern auch mit dem Nikkor Z DX 16-50mm F3,5-6,3 VR (959,00 Euro UVP), im Doppelzoom-Kit mit dem Nikkor Z DX 16-50mm F3,5-6,3 VR und den Nikkor Z DX 50-250mm F4,5-6,3 VR (1.219,00 Euro UVP) als auch einem Vlogging Kit. Letzteres besitzt eine unverbindliche Preisempfehlung von 999,00 Euro und umfasst neben der Kamera sowie dem Nikkor Z DX 16-50mm F3,5-6,3 VR einen Griff mit Fernbedienungsfunktionalitäten. Die Verfügbarkeit wird mit Mitte Juli 2022 angegeben.

Die Nikon Z 30 besitzt ein Gehäuse mit bekanntem Aufbau:

Anhand eines Vorserienmodells konnten wir uns bereits einen ersten Eindruck von der Nikon Z 30 verschaffen. Die spiegellose Systemkamera besitzt wegen des Verzichts auf einen Sucher das kleinste Gehäuse aller Z-Kameras von Nikon, wobei das nur für die Höhe gilt. Die Breite und Tiefe sind mit der Z 50 identisch. Die Wurzeln der neuen Kamera sind auch beim Aufbau des Gehäuses unverkennbar, die Einstellräder und Tasten sind mehrfach an ähnlichen Stellen zu finden. Teilweise hat sich Nikon jedoch eher an den Vollformat-Modellen als an der Z 50 orientiert. So gibt es auf der Rückseite unter anderem den von der Z 5, Z 6 und Z 7 bekannten Schalter zum Wechseln zwischen Fotos und Videos.

In der Hand liegt die Kamera mit ihrem großen Griff komfortabel und sicher, hier setzt Nikon auf die übliche Gummierung. Den zusätzlichen Platz durch den weggefallenen Sucher nutzt Nikon unter anderem für zwei vergleichsweise große Mikrofone. Da diese rechts und links vom Blitzschuh platziert wurden, lassen sich durch Wind hervorgerufene Störgeräusche mittels eines aufsteckbaren Schutzes („Deadcat“) reduzieren.

Mit dem Vlogger-Griff soll die Z 30 besonders Content Creator überzeugen:

Interessant ist die Nikon Z 30 aus unserer Sicht nicht nur für Content Creator, das kompakte Gehäuse und die trotzdem gewohnte Bedienung machen sie auch für klassische Fotografen interessant. Diese könnten die DSLM als kompakte Zweitkamera verwenden oder sie bei Einsätzen nutzen, bei denen es auf ein minimales Gepäck ankommt.

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Autor: dkamera.de Redaktion
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