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Panasonic Lumix DC-GX9 und LX100 II im Duell (Teil 1)

Teil 1 von 3: Spiegellose Systemkamera und Kompaktkamera mit MFT-Sensor


Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-GX9, rechts die Panasonic Lumix DC-LX100 II.

Mit der Lumix DC-LX100 II bietet Panasonic seit dem Sommer 2018 die zweite Generation seiner 2014 eingeführten Premium-Kompaktkamera LX100 an. Die Kamera wurde gegenüber der LX100 teilweise überarbeitet und zählte 2018 zu den besten Modellen mit fest verbautem Objektiv. Wir werden die mit einem MFT-Sensor ausgestattete Kamera im folgenden Test mit dem neuesten DSLM-Modell der Messsucherklasse von Panasonic, der Lumix DC-GX9, vergleichen.

Zu unseren beiden Einzeltestberichten gelangen Sie über folgende Links:
Testbericht der Panasonic Lumix DC-GX9
Testbericht der Panasonic Lumix DC-LX100 II

Unterschiede der Kandidaten als Entscheidungshilfe beim Kauf:

Abmessungen/Verarbeitung/Bedienung:
Der Vergleich einer Kompaktkamera mit einer spiegellosen Systemkamera ist immer etwas heikel. Unter anderem stellt sich die Frage, welches Objektiv beim Modell mit Wechseloptik zum Vergleich herangezogen werden soll. Wir haben uns bei der GX9 für das Panasonic Lumix G X Vario 12-35mm F2,8 II Asph. OIS entschieden, das sich am besten mit dem fest verbauten Standardzoom der LX100 II vergleichen lässt. Natürlich ist es aber auch möglich, die GX9 mit einem anderen Objektiv zu kombinieren..

Dann lassen sich – mit Abstrichen bei der Lichtstärke oder Brennweite – deutlich kompaktere Abmessungen realisieren. Kommt das Lumix G X Vario 12-35mm F2,8 II Asph. OIS an der GX9 zum Einsatz, fällt das Gesamtpaket aus Objektiv und DSLM zweifellos größer aus. Die GX9 ist damit rund 6cm tiefer. In der Breite (12,4cm gegenüber 11,5cm) und Höhe (7,2cm gegenüber 6,4cm) sind die Unterschiede dagegen wesentlich kleiner. Die Länge spielt allerdings eine entscheidende Rolle. Sie bestimmt darüber, ob die Kamera beispielsweise noch in eine Jackentasche passt. Für die LX100 können wir das bei einer etwas größeren Tasche bejahen, die GX9 ist mit unserem Testobjektiv dafür deutlich zu groß.

Mit lichtstarkem Objektiv fällt die GX9 deutlich größer als die LX100 II aus:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-GX9, rechts die Panasonic Lumix DC-LX100 II.

Mit kompaktem Objektiv hält die GX9 größentechnisch durchaus mit:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-GX9, rechts die Panasonic Lumix DC-LX100 II.

Kommen wir zu einem weiteren wichtigen Punkt: dem Gewicht. Im einsatzbereiten Zustand mit 12–35mm-F2,8-Zoom bringt die GX9 genau 751g auf die Waage, die LX100 II wiegt nur 392g. Beide Kameras fallen zumindest ambitionierten Fotografen nicht wirklich zur Last. Wer eine kleine und leichte Kompaktkamera gewohnt ist, könnte dies aber möglicherweise anders sehen. Obwohl kleiner und leichter, hat Panasonic die Lumix DC-LX100 II etwas hochwertiger konstruiert. Bei einigen Teilen kommt eine Magnesiumlegierung zum Einsatz, bei manchen Kunststoff. Die GX9 besteht zumindest äußerlich lediglich aus Kunststoff. Abgedichtet sind beide Kameras nicht, einem Regenschauer oder sehr staubigen Umgebungen sollte man sie daher besser nicht aussetzen.

Das Handling beider Kameramodelle bewegt sich unter anderem dank eines Griffs auf der Vorderseite und einer Daumenablage auf der Rückseite auf einem sehr guten Level. Sie lassen sich komfortabel und sicher festhalten.

Die Oberseiten im Vergleich:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-GX9, rechts die Panasonic Lumix DC-LX100 II.

Was die Bedienelemente anbelangt, bewegen sich beide Digitalkameras auf einem ähnlichen Niveau – mit leichten Vorteilen für die LX100 II. Sie haben jeweils ein Wählrad für die Belichtungszeit, für die Blende und für die Belichtungskorrektur zu bieten. Die Programmwahl erfolgt dahingegen unterschiedlich: Bei der LX100 II mit dem Blendenring und Zeitenwählrad auf der Oberseite, bei der GX9 mit einem dedizierten Programmwählrad. Welche Lösung einem mehr zusagt, ist Geschmackssache.

Die Rückseite der spiegellosen Systemkamera:

Panasonic Lumix DC-GX9.

Die Rückseite der Kompaktkamera:

Panasonic Lumix DC-LX100 II.

Direktwahltasten für weitere Parameter sind bei beiden Kameramodellen einige zu finden, unter anderem können Fotografen die Sensorempfindlichkeit oder den Weißabgleich schnell bestimmen. Für weitere Einstellungen sind bei der LX100 II zehn Fn-Tasten vorhanden, bei der GX9 sind es lediglich neun. Jeweils fünf davon sind allerdings als Touchtasten ausgeführt. Diese stehen daher nur bei aktiviertem Touchscreen zur Verfügung.

Die Fn-Tasten der Panasonic Lumix DC-GX9:

Die Fn-Tasten der Panasonic Lumix DC-LX100 II:

Der Blick in die Menüs verrät, dass Panasonic hier auf sein schon länger verwendetes, modernes Menüdesign setzt. Zu den sechs Menüreitern gehört zudem ein „Mein Menü“, das Besitzer der Kamera jeweils frei zusammenstellen können. Dies erhöht den Bedienkomfort. Grundsätzlich macht der übersichtliche Aufbau der Menüs das Auffinden von Parametern schnell möglich, die Beschriftungen lassen in der Regel keine Fragen offen. Für die wichtigsten Aufnahmeoptionen sind beide Kameras zusätzlich mit einem Quickmenü ausgestattet, das sich ebenfalls frei gestalten lässt.

Unsere Wertung bei den Abmessungen, der Verarbeitung und der Bedienung: Die Panasonic Lumix DC-LX100 II.

Bildqualität:
Beim Vergleich der Bildqualität beider Kameramodelle müssen zunächst die technischen Unterschiede herausgearbeitet werden. Dies liegt am Micro-Four-Thirds-Sensor der LX100 II, der letztendlich doch nicht ganz einem Micro-Four-Thirds-Sensor entspricht. Ein MFT-Sensor mit Abmessungen von 17,3 x 13,0mm ist zwar physisch vorhanden, wird aber nie komplett ausgelesen. Abhängig vom gewählten Seitenverhältnis fallen gewisse Randbereiche weg. Der Sinn dieser Vorgehensweise beruht auf der Umsetzung als Multiformatsensor. Egal ob man sich für das 4:3-Format, das 3:2-Format oder das 16:9-Format entscheidet, der Brennweitenbereich des Objektivs fällt wegen der unterschiedlichen Sensorbereiche immer gleich aus. Das kommt Fotografen entgegen, die gern das Seitenverhältnis frei bestimmen, aber in der Wahl der Brennweite nicht eingeschränkt sein wollen. In der Praxis bedeutet diese Umsetzung allerdings auch, dass die Fotos nicht die volle Auflösung des Chips besitzen. Es sind „nur“ rund 17 Megapixel und damit in etwa drei weniger als theoretisch möglich.

Die Sensoren beider Kameramodelle im Vergleich:

Die ebenfalls mit einem Micro-Four-Thirds-Sensor ausgestattete Panasonic Lumix DC-GX9 speichert Bilder mit den erwähnten 20 Megapixeln. Ob man diesen Unterschied sehen kann, schauen wir uns später an. Zunächst zu den weiteren technischen Daten der Bildwandler. In beiden Fällen verzichtet Panasonic auf einen Tiefpassfilter, wodurch die Fotos detailreicher ausfallen sollen. Als Sensorempfindlichkeiten stehen jeweils ISO 200 bis ISO 25.600 sowie ISO 100 als Erweiterung zur Wahl. Diese Werte entsprechen dem üblichen Standard im MFT-Segment.

Vergleich der Bildqualität bei ISO 200 (Tag):

Die Bildqualität anhand dreier Ausschnitte im Detail:

Und wie groß fällt der Unterschied zwischen beiden Kameras in der Praxis aus? Nicht riesig, aber doch sichtbar. Die GX9 gibt Details besser wieder, die um rund drei Megapixel höher aufgelösten Fotos wirken grundsätzlich schärfer. Die Qualität der LX100 II überzeugt angesichts des kompakten Gesamtpakets aber trotzdem.

Vergleich der Bildqualität bei ISO 6.400 (Nacht):

Die Bildqualität anhand dreier Ausschnitte im Detail:

Bei schlechteren Lichtverhältnissen sind die Aufnahmen der DSLM wieder detailreicher, durch die etwas größere Sensorfläche rauschen die Fotos zudem einen Tick weniger. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.

Dank ihres besonders lichtstarken Objektivs müssen Besitzer der LX100 II die Sensorempfindlichkeiten nicht so schnell „hochschrauben“. In der Praxis wirkt sich die etwas schlechtere High-ISO-Performance daher oftmals nicht aus.

Mit einem Klick auf das nachfolgende Bild gelangen Sie zu unserem Bildqualitätsvergleich:

Unser Sieger bei der Bildqualität: Die Panasonic Lumix DC-GX9.

Im zweiten Teil unseres Vergleichstests der Panasonic Lumix DC-GX9 und der Panasonic Lumix DC-LX100 II gehen wir unter anderem auf die Optionen zur Bildkontrolle, die Arbeitsgeschwindigkeit und das Objektivangebot ein.

Links zum Artikel:

 
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Kommentare

Kleiner Fehler beim 2. Bild. ...

Kleiner Fehler beim 2. Bild. Sie schreiben: "Mit lichtstarkem Objektiv fällt die GX9
deutlich größer als die GX9 aus". Müsste aber "... als die LX100II aus" heißen.

Hallo, vielen Dank für Ihren ...

Hallo,

vielen Dank für Ihren Hinweis, wir haben dies korrigiert.

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