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Panasonic Lumix DC-GX9 und LX100 II im Duell (Teil 2)

Teil 2 von 3: Spiegellose Systemkamera und Kompaktkamera mit MFT-Sensor


Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-GX9, rechts die Panasonic Lumix DC-LX100 II.

Nachdem wir im ersten Teil unseres Vergleichstests der Panasonic Lumix DC-GX9 und der Panasonic Lumix DC-LX100 II die Abmessungen, die Bedienung und die Bildqualität unter die Lupe genommen haben, prüfen wir nun das Objektivangebot, die Bildkontrolle, die Arbeitsgeschwindigkeit und bestimmte Funktionen sowie Features.

Objektivangebot:
Die Möglichkeit, das Objektiv einer Kamera zu wechseln, eröffnet viele Freiheiten. Neben Standardobjektiven lassen sich ebenso Modelle mit anderen Brennweiten oder Objektive für besondere Zwecke (z. B. für Makro-Aufnahmen) verwenden. Das alles kann ein fest verbautes Objektiv nicht leisten. Es bietet allerdings andere Vorteile, wie das 3,1-fach-Zoom der LX100 II zeigt. Es fällt mit einer größten Blendenöffnung von F1,7 bis F2,8 eindeutig lichtstärker als die meisten Zoomobjektive aus und ist dabei auch noch sehr kompakt.

Das von uns an der Panasonic GX9 verwendete Lumix G X Vario 12-35mm F2,8 II Asph. OIS ist im direkten Vergleich deutlich größer und mit durchgängig F2,8 im Weitwinkel mehr als eine Blendenstufe lichtschwächer. Die genauen Blendenwerte: Die LX100 II besitzt bei 24mm eine Lichtstärke von F1,7, bei 35mm von F2,3 und bei 50mm von F2,7. Bei längeren Brennweiten ist bestenfalls F2,8 wählbar.

Unser Sieger beim Objektivangebot: Die Panasonic Lumix DC-GX9.

Das Objektiv der GX9 lässt sich als großer Vorteil wechseln:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-GX9, rechts die Panasonic Lumix DC-LX100 II.

Bildkontrolle:
Zur Bildkontrolle stehen bei beiden Kameras ein elektronischer Sucher und ein Display zur Verfügung. Die elektronischen Sucher sollten ihren Daten nach technisch identisch ausfallen. Dies bestätigen auch unsere Eindrücke in der Praxis. Die Sucherbilder werden mit einer Auflösung von 2,76 Millionen Subpixeln und einer 0,7-fachen Vergrößerung angegeben. Daraus resultieren die für kompakte Kameras recht groß ausfallenden Sucherbilder, die hohe Auflösung sorgt für eine scharfe Wiedergabe. Der eigentlich sehr gute Eindruck wird jedoch von einem (vor allem bei Bewegungen des Auges) sichtbaren Regenbogeneffekt getrübt. Diesen nehmen zwar nicht alle Personen als störend wahr, manche jedoch als sehr unangenehm. Der Effekt entsteht durch den Bildaufbau des Suchers, bei dem ein Bild aus unterschiedlichen Einzelbildern (eines pro RGB-Farbe) zusammengesetzt wird.

Den Sucher der spiegellosen Systemkamera kann man um 90 Grad nach oben schwenken:

Panasonic Lumix DC-GX9.

Als Displays kommen 3,0 Zoll messende LCD-Monitore mit einer Auflösung von 1,2 Millionen Subpixeln und einem Seitenverhältnis von 3:2 zum Einsatz. Sie erkennen Eingaben per Touch sehr gut und geben selbst feine Details sehr gut wieder. Während man das Display der GX9 um etwa 80 Grad nach oben und 45 Grad nach unten schwenken kann, hat Panasonic das LCD der LX100 II fest verbaut. Das macht die Bildkontrolle beispielsweise bei Aufnahmen in Bodennähe weniger komfortabel. Immerhin lässt sich das LCD der LX100 II – wie das LCD der GX9 – auch schräg betrachten, ohne dass es zu Farbverfälschungen kommt. Im direkten Vergleich gefällt uns das LCD der GX9 wegen der schwenkbaren Aufhängung trotzdem deutlich besser.

Das Display der GX9 hat Panasonic schwenkbar konstruiert:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-GX9, rechts die Panasonic Lumix DC-LX100 II.

Das Umschalten vom Display zum Sucher – oder umgekehrt – funktioniert per Tastendruck oder automatisch durch den jeweils vorhandenen Augensensor. Beim Blick durch den Sucher sollte man allerdings bedenken, dass bei aktiviertem Touchscreen die Nase eventuell zu ungewollten Eingaben führt. Dies haben wir im Test des Öfteren bemerkt.

Unser Sieger bei der Bildkontrolle: Die Panasonic Lumix DC-GX9.

Geschwindigkeit:
Die Arbeitsgeschwindigkeit von Kompaktkameras bewegte sich lange Zeit unterhalb der Geschwindigkeit von spiegellosen Systemkameras der gehobenen Klasse. Seit mittlerweile einigen Jahren ist das jedoch anders: Viele Kompaktkameras arbeiten heutzutage richtig flott, teilweise sogar schneller als Systemkameras. Zum Teil gilt das auch für die beiden Modelle in diesem Vergleich. Die höchste Bildrate erreicht die Panasonic Lumix DC-LX100 II, mit etwas mehr als 11 Bildern pro Sekunde liegt sie rund 2 Bilder pro Sekunde vor der GX9. Der kamerainterne Pufferspeicher fällt bei der LX100 zudem etwas größer aus. Daher schafft die Kompaktkamera 11,3 Bilder pro Sekunde für 100 JPEG-Fotos oder 11,1 Bilder pro Sekunde für 39 RAW-Aufnahmen in Serie. Besitzer der GX9 werden bei JPEG-Aufnahmen mit 9,3 Bildern pro Sekunde überhaupt nicht ausgebremst, bei RAW-Fotos sind es 34 Bilder in Folge bei 8,8 Fotos pro Sekunde. Beide Kameras arbeiten also sehr flott, die LX100 II noch einen Tick schneller.

Die Kameras im Größenvergleich (eingeschaltet):

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-GX9, rechts die Panasonic Lumix DC-LX100 II.

Beim Vergleich der Fokussierungszeit geht die GX9 mit 0,09 Sekunden als Sieger hervor, die LX100 benötigt 0,16 Sekunden. Diese Differenz klingt groß, in der Praxis arbeitet aber auch die LX100 II noch sehr schnell und kann selbst bewegte Motive flott einfangen. Deutliche Abstriche müssen Besitzer der LX100 II dagegen in puncto Einschaltzeit machen. Mit 2,27 Sekunden benötigt die Kompaktkamera wesentlich länger zur Einsatzbereitschaft als die GX9 mit 1,03 Sekunden. Dies liegt unter anderem am Objektiv der LX100 II, das nach dem Kamerastart erst einmal ausfahren muss. Auf das erste Bild nach dem Einschalten muss man bei der LX100 II ebenso länger warten, mit 2,00 Sekunden gegenüber 1,06 Sekunden ist die GX9 zweifellos schneller.

Unser Sieger bei der Geschwindigkeit: Die Panasonic Lumix DC-GX9.

Das Gehäuse der GX9 besteht aus Kunststoff, bei der LX100 II kommt auch Metall zum Einsatz:

Links sehen Sie die Panasonic Lumix DC-GX9, rechts die Panasonic Lumix DC-LX100 II.

Funktionen und Features:Zuerst gehen wir bei unserem Vergleich der Funktionen und Features auf die Fotoprogramme ein. Bei der GX9 werden diese wie üblich über ein Wählrad eingestellt. Bei der LX100 II hat sich Panasonic wie bereits erwähnt für eine andere Lösung entschieden. Hier bestimmen die Stellungen des Blendenrings am Objektiv und des Zeitenwählrades auf der Oberseite das Fotoprogramm – oder genauer gesagt, welcher der PSAM-Modi eingestellt ist. Die Vollautomatik lässt sich darüber nämlich nicht einstellen, stattdessen gibt es einen eigenen Schalter am Zeitenwählrad. Die Lösung der LX100 II kennt man schon von vielen analogen Kameras, die der GX9 entspricht dem aktuellen Standard. Szenenprogramme sind bei der LX100 II überhaupt nicht zu finden, Filtereffekte lassen sich über das Menü einstellen. Die GX9 ist sowohl mit Szenenmodi als auch Filtereffekten ausgestattet, zudem können Fotografen zu den sogenannten Customprogrammen greifen. Sie erlauben das Abspeichern spezieller Einstellungen, bei Bedarf können diese dann schnell abgerufen werden.

Zu den Spezialprogrammen beider Kameras gehören die 4K-Fotoaufnahme, die Post-Focus-Funktion und die Intervallaufnahme. Per 4K-Fotoaufnahme lassen sich 30 Bilder pro Sekunde mit einer Auflösung von knapp 8 Megapixeln speichern, mit der Post-Focus-Funktion bei gleicher Auflösung unter anderem Bilder mit besonders großer Tiefenschärfe. Das Intervallaufnahme-Programm erlaubt das Speichern von Einzelbildern in bestimmten Abständen oder von Zeitraffervideos.

Die Menüs sind im neuesten Design von Panasonic gehalten:

Panasonic Lumix DC-GX9.

Die Autofokussysteme beider Kameras nutzen die Kontrastmessung und die Depth-from-Defocus-Technologie. Als Fokusfeldmodi werden ein Punkt-AF, ein 1-Feld-AF, ein frei wählbares Messfeldmuster (Multi-individuell), die automatische Messfeldwahl (49-Feld) und ein Verfolgungs-AF angeboten. Daneben sind noch die Augen- und Gesichtserkennung möglich. Wer manuell scharfstellen möchte, kann dies jeweils für den Fokusring am Objektiv tun. Ein Peaking und eine Vergrößerungsfunktion helfen bei der Kontrolle der Schärfe.

Beim Verschluss gibt es zwischen beiden Kameramodellen wieder größere Unterschiede. Die Lumix DC-GX9 verwendet wie alle spiegellosen Systemkameras einen Schlitzverschluss. Dieser arbeitet unabhängig von der Blende des Objektivs zwischen 60 Sekunden und 1/4.000 Sekunde. Die genannten Belichtungszeiten reichen für die allermeisten Situationen aus. Bei der LX100 II kommt ein Zentralverschluss zum Einsatz. Er befindet sich im Objektiv der Kamera und erreicht die kürzeste Belichtungszeit erst bei kleineren Blendenöffnungen. Im Weitwinkel ist bei Offenblende (F1,7) 1/2.000 Sekunde wählbar, ab F4 dann 1/4.000 Sekunde. Bei 50mm muss man dafür auf F5 abblenden und bei 75mm auf F6,3. Wer kurze Belichtungszeiten benötigt, die Blende aber nicht schließen möchte, kann jedoch zum elektronischen Verschluss greifen. Dieser arbeitet zwischen 1 Sekunde und 1/16.000 Sekunde. Dies gilt auch für die GX9. Bei bewegten Motiven sorgt der Verschluss allerdings situationsabhängig eventuell für den Rolling-Shutter-Effekt und bei Kunstlicht für Artefakte. Hier ist – wie bei den meisten Kameras – also Vorsicht geboten.

Unsere Wertung bei den Funktionen und Features: Unentschieden.

Im dritten Teil des Vergleichs der Panasonic Lumix DC-GX9 und der Panasonic Lumix DC-LX100 II kümmern wir uns um die Videoaufnahme und die Erweiterbarkeit. Zudem ziehen wir ein Fazit.

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