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Sony Alpha 5100, FujiFilm X-A2 und Panasonic GF7 im Duell (2)

Teil 2 von 3: Spiegellose Systemkameras der Einsteigerklasse im Vergleichstest


v.l.n.r.: Sony Alpha 5100, FujiFilm X-A2, Panasonic Lumix DMC-GF7.

Nachdem wir im ersten Teil unseres Vergleichstests mit der Sony Alpha 5100, der FujiFilm X-A2 und der Panasonic Lumix DMC-GF7 die Abmessungen, die Bedienung und die Bildqualität verglichen haben, gehen wir im zweiten Teil auf die Kitobjektive, das Objektivangebot, die Bildkontrolle sowie die Arbeitsgeschwindigkeit ein.

Kitobjektive:
Bei Kitobjektiven spricht man von den Objektiven, die zusammen mit der Kamera als Komplettpaket angeboten werden. Dabei handelt es sich in aller Regel um preiswerte 3x-Zoommodelle mit einer lichtschwachen Blendenöffnung. Bei der Alpha 5100 liefert Sony das Sony E 16-50mm F3,5-5,6 OSS PZ mit. Dieses bietet kleinbildäquivalente 24 bis 75mm und eine Lichtstärke von F3,5 bis F5,6.

Das Kitobjektiv der X-A2 nennt sich Fujinon XC16-50mm F3,5-5,6 OIS II und deckt ebenfalls eine kleinbildäquivalente Brennweite von 24 bis 75mm bei einer Blendenöffnung von F3,5 bis F5,6 ab. Bei der Panasonic Lumix DMC-GF7 (Testbericht) setzt Panasonic auf das Lumix G Vario 12-32mm F3,5-5,6 OIS mit 24 bis 64mm (KB) und F3,5 bis F5,6. Alle drei Objektive haben einen leisen Fokusmotor sowie einen integrierten optischen Bildstabilisator.

Die Kameras mit ihren Kitobjektiven im Vergleich:

v.l.n.r.: Sony Alpha 5100, FujiFilm X-A2, Panasonic Lumix DMC-GF7.

Das E 16-50mm F3,5-5,6 OSS PZ und das Lumix G Vario 12-32mm F3,5-5,6 OIS fallen durch eine Parkposition beim Transport mit 3,0 bzw. 2,4cm Länge besonders klein aus, mit 117g und 69g sind sie zudem besonders leicht. Das Fujinon XC16-50mm F3,5-5,6 OIS II ist mit 190g schwerer und mit 6,4cm deutlich größer. Dass das Lumix G Vario 12-32mm F3,5-5,6 OIS sowohl das kleinste als auch das leichteste Modell ist, ist allerdings auch keine Kunst. Schließlich muss es nur einen MFT-Sensor und kein APS-C-Modell ausleuchten. Den größten Bedienkomfort bietet dafür das XC16-50mm F3,5-5,6 OIS II mit jeweils einem Einstellring für den Zoom sowie den Fokus. Beim E 16-50mm F3,5-5,6 OSS PZ werden beide Aufgaben von einem Einstellring übernommen, zudem gibt es noch einen weiteren Schalter zum Verändern der Brennweite. Beim Lumix G Vario 12-32mm F3,5-5,6 OIS lässt sich die Brennweite per Einstellring anpassen, fokussieren kann man allerdings nur über die Kamera.

Bei der Abbildungsleistung kann sich das Panasonic Lumix G Vario 12-32mm F3,5-5,6 OIS vor dem Fujinon XC16-50mm F3,5-5,6 OIS II positionieren, danach folgt das Sony E 16-50mm F3,5-5,6 OSS PZ. Letzteres zeigt am Bildrand die schlechteste Bildqualität und ebenso eine relativ starke Randabschattung. Während das Lumix G Vario 12-32mm F3,5-5,6 OIS am meisten überzeugen kann, liefert das E 16-50mm F3,5-5,6 OSS PZ eine allenfalls mittelmäßige Leistung ab.

Unser Sieger beim Kitobjektiv: Das Lumix G Vario 12-32mm F3,5-5,6 OIS. Es ist extrem kompakt und leicht, bietet einen sehr schnellen und leisen Fokusmotor sowie eine gute Abbildungsleistung.

Durch die wechselbaren Objektive lässt sich für jeden Zweck das Passende verwenden:

v.l.n.r.: Sony Alpha 5100, FujiFilm X-A2, Panasonic Lumix DMC-GF7.

Objektivangebot:
Die Frage nach dem Objektivangebot spielt vor allem bei höherklassigen Kameras eine Rolle, denn deren Käufer wollen oftmals auch viele weitere Objektive erwerben. Die Käufer von Einsteigermodellen begnügen sich in der Regel mit dem Kitobjektiv, einem kleinen Teleobjektiv oder einer günstigeren lichtstarken Festbrennweite. Trotzdem wollen wir auf die verfügbaren Objektive genauer eingehen. Die Sony Alpha 5100 (Testbericht) bietet das E-Bajonett und kann E- oder FE-Linsen nutzen. Per Adapter lassen sich zudem A-Mount-Objektive verwenden. Besonders die Anzahl der FE-Objektive wurde von Sony dieses Jahr deutlich vergrößert. Dabei handelt es sich allerdings um vergleichsweise teure Objektive, die vor allem für die spiegellosen Systemkameras der Alpha-7-Serie mit Vollformat-Sensor gedacht sind. Aktuell stehen rund 25 E-Objektive mit Brennweiten von 15 bis 315mm (KB) zur Verfügung, zudem werden auch noch sieben weitere Objektive von Zeiss angeboten. Rein manuelle Modelle haben zudem diverse weitere Hersteller im Portfolio.

FujiFilm bietet für das X-Bajonett hauptsächlich Festbrennweiten aber auch ein paar Zoomobjektive an. Neben den optisch sehr hochwertigen aber relativ teuren XF-Objektiven gibt es nur zwei Modelle, die preislich der Einsteigerklasse zugeordnet werden können. Diese tragen das „XC“-Kürzel im Namen. Neben dem Kitzoom der X-A2 handelt es sich dabei auch um ein Teleobjektiv. Insgesamt bietet FujiFilm rund 20 Objektive mit Brennweiten von 15 bis 345mm (KB) an, weitere Objektive lassen sich beispielsweise von Zeiss erwerben.

Die größte Objektivauswahl gibt es für das Micro-Four-Thirds-Bajonett der GF7. Da sowohl Panasonic als auch Olympus – sowie verschiedene andere Hersteller – Objektive für den offenen MFT-Standard fertigen, können alle Brennweiten vom extremen Weitwinkelbereich bis hin zum Supertelebereich abgedeckt werden. Mittels Adapterlösungen lassen sich zudem auch Objektive mit FT-Bajonett verwenden.

Unser Sieger beim Objektivangebot: Die Panasonic Lumix DMC-GF7.

Alle drei Systemkameras bieten ein schwenkbares Display:

v.l.n.r.: Sony Alpha 5100, FujiFilm X-A2, Panasonic Lumix DMC-GF7.

Bildkontrolle:
Einsteigerkameras müssen sich besonders nach aktuellen Trends richten, um bei der Zielgruppe attraktiv zu sein. Dies zeigt sich bei unseren Vergleichskameras beim Display. Alle drei Modelle besitzen ein nach oben schwenkbares Display, das zur Kontrolle von Selbstporträts verwendet werden kann. Bei der Alpha 5100 und der GF7 liegt der nach oben schwenkbare Winkel bei nahezu 180 Grad, bei der X-A2 sind es etwa 170 Grad. Dafür lässt sich das LCD der X-A2 auch nach unten schwenken (40 Grad), was die anderen beiden Displays nicht beherrschen. Die Auflösungen fallen mit 1,04 Millionen Subpixel (GF7), 921.000 Subpixel (Alpha 5100) und 920.000 Subpixel (X-A2) ähnlich aus. Bei der Alpha 5100 gehören zu den 921.000 Subpixel allerdings auch ein Viertel weiße Bildpunkte, die für eine höhere Helligkeit sorgen. Ein Touchscreen ist nur bei der GF7 und der Alpha 5100 vorhanden. Während sich bei der GF7 darüber aber alle Funktionen steuern lassen,  kann man bei der Alpha 5100 per Touch nur fokussieren und auslösen sowie im Applikationen-Menü navigieren. Daher hält sich dieser Mehrwert in Grenzen. Details können alle drei LCDs durch ihre hohe Auflösung gut wiedergeben, durch große Einblickwinkel ist die Bildkontrolle zudem auch von der Seite möglich.

Unser Sieger bei der Bildkontrolle: Die FujiFilm X-A2.

Geschwindigkeit:
Bei der Serienbildaufnahme erreichen alle drei Kameras ein sehr ähnliches Geschwindigkeitsniveau. Die Alpha 5100 kann mit 6,0 Bildern pro Sekunde in jedem Bildformat allerdings die meisten Bilder pro Sekunde speichern, die Panasonic Lumix DMC-GF7 (Testbericht) schafft 5,8 Bilder pro Sekunde bei JPEG sowie 5,0 Bilder pro Sekunde sobald das RAW-Format ins Spiel kommt. 5,6 Bilder pro Sekunde kann die X-A2 von FujiFilm in jedem Bildformat festhalten. Bei der Länge der Bildserie ergeben sich dann deutlichere Unterschiede, aber auch hier liegt die Alpha 5100 in Front. Sie kann 125 JPEG-Bilder mit voller Geschwindigkeit speichern, 26 RAW-Bilder und 24 Aufnahmen mit JPEG+RAW. 34 JPEG-Bilder sind es bei der X-A2, bei RAW und JPEG+RAW jeweils zwölf. Den kleinsten Pufferspeicher hat mit neun RAW und sieben JPEG+RAW-Aufnahmen die GF7 zu bieten. Bei JPEG ist die Bildserie aber unbegrenzt lang.

Das Serienbildmenü der Alpha 5100:
Sony Alpha 5100.

Das Serienbildmenü der GF7:

Panasonic Lumix DMC-GF7.

Die Fokussierung ist mit der GF7 mit 0,12 Sekunden am schnellsten möglich, deren Auslöseverzögerung ist mit 0,11 Sekunden dafür aber recht lang. Die Alpha 5100 stellt in 0,16 Sekunden scharf, deren Auslöseverzögerung fällt mit 0,02 Sekunden aber deutlich kürzer aus. Das Schlusslicht ist in diesem Vergleich die FujiFilm X-A2 (Testbericht) . Sie benötigt 0,34 Sekunden zum Scharfstellen, bei akzeptablen 0,06 Sekunden liegt die Auslöseverzögerung.

Das Einschalten der Kameras nimmt zwischen 0,95 und 2,38 Sekunden in Anspruch:

v.l.n.r.: Sony Alpha 5100, FujiFilm X-A2, Panasonic Lumix DMC-GF7.

Bei der Einschaltzeit und der Wartezeit bis zum erstem Bild gibt es mit der GF7 einen klaren Gewinner. 0,95 Sekunden nach dem Einschalten zeigt die spiegellose Systemkamera von Panasonic bereits alle Details auf dem LCD an, nur 0,98 Sekunden vergehen nach dem Start der Kamera bis zum ersten Bild. Die X-A2 erreicht mit 1,48 Sekunden (Einschaltzeit) bzw. 1,65 Sekunden (erste Bildaufnahme) ein gutes Ergebnis, die Sony Alpha 5100 lässt sich mit 2,38 Sekunden (Einschaltzeit) und 2,35 Sekunden (erste Bildaufnahme) am längsten Zeit.

Unser Sieger bei der Geschwindigkeit: Die Sony Alpha 5100 (Testbericht) und die Panasonic Lumix DMC-GF7.

Im dritten und letzten Teil unseres Vergleichstests zwischen der Sony Alpha 5100, der FujiFilm X-A2 und der Panasonic Lumix DMC-GF7 nehmen wir die Funktionen und Features, die Videoaufnahme sowie die Erweiterbarkeit und die Schnittstellen unter die Lupe. Zudem ziehen wir ein Fazit.

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