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Sony Alpha 7R IV und Alpha 7R III im Vergleich

Ein detaillierter Blick auf die technischen Daten beider Vollfomat-DSLMs

Nach weniger als zwei Jahren hat Sony mit der Alpha 7R IV das Nachfolgemodell Sony Alpha 7R III (Testbericht) angekündigt. Die neue Kamera hebt sich in vielen Punkten vom Vorgängermodell ab und läutet die vierte Generation der Alpha-7-DSLMs ein. Wir gehen im Folgenden detailliert auf die Unterschiede der beiden Kameras ein.

Weitere Informationen zu den Kameras erhalten Sie über folgende Links:
Ankündigung der Sony Alpha 7R IV
Datenblatt der Sony Alpha 7R IV
Datenblatt der Sony Alpha 7R III
Testbericht der Sony Alpha 7R III

Unterschied 1: Der Sensor
Auf den ersten Blick handelt es sich beim Sensor um die wichtigste Neuerung der Alpha 7R IV im Vergleich zur Alpha 7R III. Wie beim Vorgängermodell wird ein Vollformatsensor mit rückwärtiger Belichtung verbaut, durch die BSI-Bauweise soll der Nachteil der immer kleiner werdenden Bildpunkte ausgeglichen werden. Während der Sensor der Alpha 7R III genauso wie der Chip der Alpha 7R II über 42,2 Megapixel verfügt (7.952 x 5.304 Pixel), löst der Bildwandler der Alpha 7R IV stattliche 60,2 Megapixel (9.504 x 6.336 Pixel) auf.

Das sind rund 43 Prozent mehr Bildpunkte. Dies wirkt sich natürlich auch auf die Auflösung im APS-C-Cropmodus aus. Statt 17,8 Millionen Bildpunkte (bei der 7R III oder 7R II) sind es nun 26,0 Millionen. Der ISO-Bereich wurde dagegen nicht verändert, als Standardempfindlichkeiten sind ISO 100 bis ISO 32.000 wählbar. Mit Erweiterung stehen ISO 50 bis ISO 102.400 zur Verfügung.

Unterschied 2: Der Pufferspeicher
Wegen der höheren Pixelzahl verbaut Sony bei der Alpha 7R IV einen um 50 Prozent größeren Pufferspeicher als bei der Alpha 7R III. Die Anzahl der Aufnahmen in Folge, die sich mit der höchsten Bildrate von zehn Fotos pro Sekunde speichern lässt, fällt allerdings trotzdem etwas geringer aus. Bei der 7R IV spricht Sony von 68 Fotos in Serie, bei der 7R III sind es 76 Bilder in Folge.

Das AF-System der Sony Alpha 7R IV arbeitet mit 567 Phasen-AF-Punkten (grün):

Bei der Sony Alpha 7R III stehen 399 Phasen-AF-Punkte (grün) zur Verfügung:

Unterschied 3: Der Autofokus
Grundsätzlich funktionieren die Autofokussysteme beider Kameras gleich. In beiden Fällen nutzt Sony einen Hybrid-AF, der die Phasendetektion und die Kontrastmessung kombiniert. Bei der Alpha 7R IV wurde gegenüber der  Alpha 7R III allerdings die Anzahl der Phasen-AF-Punkte von 399 auf 567 erhöht. Diese decken 99,7 Prozent des Bildbereichs in der Höhe und 74 Prozent in der Breite ab. Bei der 7R III ist dieser Bereich deutlich kleiner. Die Anzahl der Kontrast-AF-Punkte ist mit jeweils 425 identisch.

Auch in puncto Software hat sich etwas getan. Die Sony Alpha 7R IV unterstützt als erste Kamera der Alpha-7-Reihe das Real-Time-Tracking. Durch überarbeitete Tracking-Algorithmen sollen bewegte Motive noch besser verfolgt werden können. Die Augen-Fokussierung ist bei der Alpha 7R IV inklusive der Wahl des Auges vorhanden, diese funktioniert im Gegensatz zur 7R III zudem bei Videos. Neu ist auch die Möglichkeit, die Farbe der Fokusmessfelder zu verändern.

Unterschied 4: Der elektronische Sucher
Während die Alpha 7R III genauso wie die Alpha 9 über einen elektronischen Sucher mit 3,69 Millionen Subpixel verfügt, kommt bei der Alpha 7R IV ein höher aufgelöstes Panel zum Einsatz. Dieses löst 5,76 Millionen Subpixel auf. Eine derartig hohe Auflösung war in der Vollformatklasse bislang nur bei der Panasonic Lumix DC-S1 und S1R zu finden. Die Bildrate des Suchers ist wie schon bei der 7R III zwischen 60 und 120 Bildern pro Sekunde wählbar.

Bei der Alpha 7R IV unterstützen beide Speicherkartenslots das UHS-II-Protokoll:

Unterschied 5: Die Speicherkarten-Anbindung
Mit der Alpha 9 hatte Sony im Frühjahr 2017 das duale SD-Kartenfach bei seinen Kameras eingeführt, seitdem wurde daran keine Veränderungen vorgenommen. Während die erste Speicherkarte per UHS-II angebunden ist und dadurch sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeit erlaubt, kommt beim zweiten Slot nur die UHS-I-Schnittstelle zum Einsatz. Das wirkt sich bei der dualen Speicherung auf die Datenrate aus. Diese Problematik hat Sony bei der Alpha 7R IV mit zwei UHS-II-Slots behoben.

Unterschied 6: Die Videoaufnahme
Auf den ersten Blick gibt es bei der Sony Alpha 7R IV im Vergleich zur Alpha 7R III keinen Unterschied. In 4K-Auflösung sind weiterhin 24, 25 und 30 Vollbilder pro Sekunde wählbar, in Full-HD 24 bis 120 Vollbilder pro Sekunde. Durch die höhere Auflösung des Bildwandlers gibt Sony für den Super-35-Modus der Kamera allerdings ein verbessertes Oversampling an. Die 4K-Videodaten werden aus 6K-Bildmaterial generiert (7R III: 5K).

Die Oberseiten der Sony Alpha 7R IV ...

... und Sony Alpha 7R III im Vergleich:

Unterschied 7: Das Gehäuse
Bei der Alpha 7R IV hat sich Sony für eine geänderte Gehäusekonstruktion entschieden. Diese besteht wie bei der 7R III aus einer Magnesiumlegierung, fällt aber ein paar Millimeter größer aus. Das Gewicht hat sich von 657g auf 665g erhöht. Zu den Features des neuen Gehäuses gehören eine verbesserte Abdichtung, Tasten mit optimierten Druckpunkten/Abmessungen und ein leicht verschobenes rückwärtiges Einstellrad. Das Wählrad für die Belichtungskorrektur lässt sich jetzt zudem sperren. Damit die DSLM besser in der Hand liegt wurde außerdem der Griff überarbeitet.

Die Rückseite der Sony Alpha 7R IV:

Die Rückseite der Sony Alpha 7R III:

Unterschied 8: Der Preis
Als die Sony Alpha 7R III im Herbst 2017 auf den Markt kam, hat Sony eine unverbindliche Preisempfehlung von 3.500 Euro aufgerufen. Diese ist mittlerweile auf 3.099 Euro gesunken. Die neue Sony Alpha 7R IV startet bei 3.999 Euro und kostet somit rund 30 Prozent mehr.

Über den neuen Interface-Schuh lassen sich Audiodaten digital übertragen:

Weitere Unterschiede:
Als weitere Verbesserungen nennt Sony das drahtlose Tethering, neue WLAN-Übertragungsmöglichkeiten bei ausgeschalteter Kamera und zusätzliche Speichermöglichkeiten der individuellen Kameraeinstellungen.

Der neue Zubehörschuh kann beim Einsatz des Mikrofons ECM-B1M digitale Audiosignale entgegen nehmen und bei Fotos lassen sich nun auch die Seitenverhältnisse 4:3 und 1:1 einstellen. Des Weiteren sind auch noch neue Toucheingaben über das LCD möglich. Das Pixel Shift Multi Shooting kombiniert bis zu16 Fotos, die per Software (Imaging Edge) berechneten Bilder besitzen knapp 240 Millionen Pixel.

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