Sony Xperia 5 III Smartphone- und Kameratest (Teil 3)

Teil 3 von 3: Kamera-App, Benchmarks und das Xperia 5 III von Sony in der Praxis

Im zweiten Teil unseres Testberichts des Sony Xperia 5 III haben wir unter anderem die Bildqualität unter die Lupe genommen. In diesem dritten Teil gehen wir auf die Kamera-App mit ihren Funktionen sowie Einstellungsmöglichkeiten und die Leistung des Smartphones in der Praxis ein. Am Ende fassen wir unsere Ergebnisse zusammen und ziehen ein Fazit.

Kamera-App:
Beim Xperia 5 III geht Sony den gleichen Weg wie schon beim Xperia 1 III. Foto- und Videoaufnahmen sind mit der Photo-Pro-App möglich, Videoaufnahmen für Profis erlaubt die Cinema-Pro-App. Bei der Photo-Pro-App können Nutzer zwischen Programmen mit vielen oder wenigen Optionen wählen. Zum Knipsen bietet die App den „Basic“-Modus an. Hier sind das Objektiv, die Helligkeit, der Bokeh-Effekt oder der Auslösemodus (Einzelbild, Serienbild, Selbstauslöser) wählbar. Im "Auto"-Modus kann man sich zudem für das Dateiformat oder den Fokusmodus entscheiden.

Die Photo-Pro-App besitzt unter anderem einen "Basic"-Modus:

Damit lassen sich neben Fotos auch Videos aufnehmen:

Viele manuelle Optionen bieten die von Digitalkameras bekannten PSM- und MR-Speichermodi. Dabei handelt es sich um die Programmautomatik, die Belichtungszeitenvorwahl, den manuellen Modus und die Customprogramme. Diese erlauben mit Ausnahme der Blendensteuerung – da die Kameras des Xperia 5 III wie bei Smartphones üblich keine Blenden besitzen – die allermeisten Einstellung einer klassischen Digitalkamera. Dazu gehören die Belichtungszeit, die Belichtungskorrektur, der ISO-Wert, die Belichtungsmessmethode oder auch der Weißabgleich. Selbst ambitionierte Fotografen sollten hier praktisch keine Option vermissen.

Die Brennweite lässt sich einfach wählen:

Bilder lassen sich im JPEG- ooder RAW-Format (sowie beide gleichzeitig) festhalten:

Auch beim Bildfolgemodus gibt es einige Optionen:

Die Funktionsvielfalt wird auch beim Weißabgleich sichtbar:

Beim Menü hat sich Sony für das von den Alpha-DSLMs bekannte Design entschieden, grundsätzlich lässt die Oberfläche keine Fragen offen. Die Liveansicht ist wie üblich aufgebaut, alle Parameter sind rechts und links davon zu finden. Wer sich für die Automatik oder die PSAM-Modi entscheidet, muss mit einer kleineren Ansicht auskommen. Dafür sind alle Optionen sofort zu erreichen. Dies erspart einem die Suche im Menü. Freunde von manuellen Einstellungen wird die Kamera-App des Sony Xperia 5 III zweifellos sehr zufriedenstellen. Besser geht es kaum!

Die Cinema-Pro-App bietet Videografen jede Menge Optionen:

Auch hier lässt sich der Weißabgleich anpassen:

Natürlich kann man zwischen den verschiedenen Objektiven wählen:

Wer manuelle Einstellungen bei Videos vornehmen möchte, wechselt zur Cinema-Pro-App. Diese hat für eine Smartphone-App extrem viele Optionen zu bieten. Neben dem Bildstil können Videografen die Belichtungszeit, den ISO-Wert, den Weißabgleich oder auch den Fokusmodus beeinflussen. Als weitere Boni kann man die Aufnahmezeit framegenau ablesen, Fokusfahrten vornehmen und bekommt den Mikrofonpegel angezeigt.

Benchmarks und Praxis:
Das Sony Xperia 5 III ist wie das Xperia 1 III mit dem neuesten SoC von Qualcomm, dem Snapdragon 888, ausgestattet. Dieser kombiniert einen Kryo 680-Gold-Kern mit 2,84 GHz, drei Kryo 680-Gold-Kerne mit 2,42 GHz und vier Kryo 680-Silber-Kerne mit 1,80 GHz. Der Arbeitsspeicher vom Typ LPDDR5 ist 8GB groß, dazu kommt die Adreno 660-GPU. Der 128GB fassende Festspeicher (UFS 3.1) lässt sich per microSD-Karte erweitern. In der Praxis und den Benchmarks zeigt das Xperia 5 III die sehr guten Leistungsdaten des Xperia 1 III. Das sollte natürlich nicht verwundern, schließlich handelt es sich um sehr ähnliche Hardware.

Ausgewählte Benchmarks des Sony Xperia 5 III:

Im GeekBench 5 erreicht das Smartphone 1.113 Punkte als Single-Core-Wert und 3.572 Punkte als Multi-Core-Wert. Beim 3D Mark Wildlife-Benchmark ergaben sich ebenfalls sehr gute 5.853 Punkte und beim Work Performance Score 3.0 des PC Mark waren es solide 11.535 Punkte. Vom internen Speicher ließ sich mit 1.559,8MB/s lesen, das Beschreiben war mit 743,15MB/s möglich. Weniger gut fielen die Ergebnisse der eingelegten microSD-Karte aus. Mit knapp 43MB/s beim Lesen und 33MB/s beim Schreiben ergaben sich etwas maue Werte. Der Akku hielt im Test für rund zehn Stunden Videowiedergabe durch, damit hält das Xperia 5 III rund zwei Stunden länger als das Xperia 5 III durch. Bei Vollast kann das Gerät durchaus etwas warm werden.

Unser Fazit:
Beim Sony Xperia 5 III handelt es sich um eine kleine Version des Xperia 1 III. Die technischen Daten ließen schon vor dem Test kaum einen anderen Schluss zu, nach unserem Test können wir die erste Einschätzung bestätigen. Die allermeisten Unterschiede, also die geringere Auflösung des Displays, der geringere Arbeitsspeicher sowie der kleinere Festspeicher, sind in der Praxis überhaupt nicht festzustellen.

Für das kleinere Display gilt dies natürlich schon, wobei es mit 6,1 Zoll in der Diagonalen wirklich alles andere als richtig klein ausfällt. Die Länge des Panels bewegt sich wegen des 21:9-Formats sogar oberhalb größerer Geräte. Dieses Seitenverhältnis sorgt für Vor- und Nachteile, wir sehen das 19:9-Format als besseren Kompromiss. Das ist jedoch eine rein subjektive Bewertung. Die Auflösung des Panels lässt mit 2.520 x 1.080 Pixel praktisch keine Wünsche offen, für die Farbwiedergabe und die Bildwiederholrate (bis zu 120Hz) gilt dies ebenso. In puncto maximale Helligkeit gibt es dagegen noch etwas Luft nach oben.

Für keinerlei Leistungseinbußen ist das kleinere Gehäuse wegen des vom Xperia 1 III bekannten Snapdragon 888 verantwortlich. Die verbauten 8GB RAM reichen locker aus und dank microSD-Karte lässt sich der interne Speicher erweitern. Der Akku liefert nicht nur lange Power, das Aufladen erfolgt auch schnell. Dank 3,5mm Klinkenanschluss ist letzteres sogar bei angeschlossenem Kopfhörer per Kabel möglich. Ebenso ansprechend: Die Verarbeitung des Xperia 5 III ist sehr hochwertig, das Gehäuse liegt vergleichsweise sicher in der Hand und ist abgedichtet.

Die Kameras und die weitere Hardware machen das Xperia 5 III zu einem sehr guten Smartphone:

Die Kameraqualitäten des Sony Xperia 5 III sehen wir auf dem Level des Flaggschiffs Xperia 1 III. Trotz fehlender ToF-Kamera ergeben sich für uns praktisch die gleichen Ergebnisse. Alle drei Kameras liefern überzeugende und natürliche Bildergebnisse, die Hauptkamera macht bei Tag wie Nacht dabei wie üblich die beste Figur. Abstriche muss man wegen der vergleichsweise geringen Auflösung von zwölf Megapixel beim digitalen Zoomen machen, hier gibt es nur wenig Spielraum. Mit dem Augen-AF und 20 Bildern pro Sekunde kann sich das Smartphone von der Konkurrenz absetzen, die zahlreichen Optionen bei Fotos wie Videos wissen ebenso sehr zu gefallen. Als Bonus ist sogar ein echter Hardwareauslöser mit zwei Druckpunkten verbaut. Da schlägt das Herz der Fotofreunde höher.

Unsere Bewertung des Sony Xperia 5 III:

Autor: dkamera.de Redaktion
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