Sony ZV-E10 und Sony Alpha 6100 im Vergleich

Einsteigerkameras von Sony mit APS-C-Sensor und E-Bajonett

Sony hat mit der ZV-E10 eine neue spiegellose Systemkamera mit APS-C-Sensor vorgestellt. Die DSLM richtet sich an Content Creator und wurde für deren Bedürfnisse optimiert. Während die Hardware zur Bildaufzeichnung größtenteils von der Alpha 6100 bekannt ist, setzt Sony bei der ZV-E10 unter anderem auf ein neu designtes Gehäuses. Wir gehen im Folgenden auf die Unterschiede beider Modelle ein.

Weitere Informationen zu den Kameras erhalten Sie über folgende Links:
Ankündigung der Sony ZV-E10
Datenblatt der Sony ZV-E10
Datenblatt der Sony Alpha 6100
Testbericht der Sony Alpha 6100

Unterschied 1: Das Gehäuse
Die Gehäuse der spiegellosen APS-C-Kameras von Sony sehen seit langem fast gleich aus, Unterschiede gibt es nur wenige. Bei der ZV-E10 hat sich Sony wegen der speziellen Optimierung für Content Creator für mehrere Änderungen entschieden. Diese betreffen sowohl die Vorder-, die Ober- und die Rückseite. Auf der Vorderseite der DSLM ist eine spezielle rote LED zu finden, sie trägt den Namen „Tally Light“. Das Tally Light signalisiert der Person vor der Kamera, ob die Aufnahme gerade läuft oder nicht und ist deutlich besser als eine eingeblendete Grafik auf dem Monitor zusehen.

Das Tally Light auf der Vorderseite signalisiert bei der ZV-E10 laufende Videoaufnahmen:

Die Oberseite sieht bei der ZV-E10 deutlich anders aus. Auf dem Griff der DSLM befindet sich zwar weiterhin der Fotoauslöser, diesen hat Sony allerdings nicht mehr mit dem Ein- und Ausschalter kombiniert. Stattdessen wird die Kamera nun per Schalter ein- und ausgeschaltet, der Auslöser wird von einem Zoomhebel umlagert. Dieser fand sich bei den APS-C-Modellen von Sony zum letzten Mal bei der 2014 vorgestellten Sony Alpha 5100 (Testbericht). Er vereinfacht die Wahl der Brennweite bei Objektiven mit elektronischem Zoommotor. Zu finden ist ein Motor unter anderem beim Kitobjektiv Sony E PZ 16-50mm F3,5-5,6 OSS oder dem Sony E PZ 18-105mm F4G OSS.

Die Oberseite der Sony ZV-E10: Ohne Programmwählrad, dafür mit mehreren Tasten:

Die Oberseite der Sony Alpha 6100 fällt klassisch aus:

Ein weiterer Blick auf die Oberseite der Sony ZV-E10 verrät, dass kein Programmwählrad zur Verfügung steht. Diesen Platz nehmen unter anderem eine besonders große Taste zum Starten und Stoppen von Videos sowie eine Taste zur Wahl des Aufnahmemodus (Foto/Video/S&Q) ein. Die Blende oder andere Parameter lassen sich per Einstellrad verändern, die C1-Taste ist standardmäßig zum Öffnen oder Schließen der Blende gedacht (auch Bokeh-Taste genannt).

Die Rückseite der Sony ZV-E10:

Die Rückseite der Sony Alpha 6100:

Auf der Rückseite ähnelt die Sony ZV-E10 der Sony Alpha 6100 dagegen durchaus. Für Eingaben sind ein kombiniertes Einstellrad und Steuerkreuz sowie vier Direktwahltasten verbaut. Sie erlauben wie bei der Alpha 6100 das Aufrufen des Haupt- und Fn-Menüs, das Erreichen des Wiedergabe-Modus und das Löschen von Bildern. Letztere Taste ist bei der ZV-E10 zudem mit der sogenannten "Product Showcase"-Funktion belegt. Diese soll es ermöglichen, Produkte optimal zu präsentieren, da der Autofokus besser zwischen dem Gesicht und dem Produkt besser hin- und herwechselt.

Die Veränderungen am Gehäuse der Sony ZV-E10 machen kompaktere Abmessungen als bei der Sony Alpha 6100 möglich. Im Vergleich zu dieser konnte die DSLM um ein paar Millimeter (11,5 x 6,4 x 4,5cm vs. 12,0 x 6,7 x 5,0cm) „geschrumpft“ werden, das Gewicht fällt mit 343g zudem etwas leichter aus (Alpha 6100: 398g).

Unterschied 2: Display und Sucher
Zur Bildkontrolle sind alle spiegellosen Systemkameras der Alpha 6000-Serie von Sony mit einem Sucher und einem Display ausgestattet. Bei der Sony ZV-E10 wurde dagegen auf einen Sucher verzichtet. Für Content Creator mit dem Fokus auf Videos scheint ihn Sony nicht als wichtig zu erachten, Fotografen dürften ihn aber wohl vermissen. Dem Display kommt bei der neuen DSLM dagegen eine hohe Bedeutung zu. Sony hat sich daher für ein dreh- und schwenkbares Modell entschieden. Es wird für beispielsweise Vlogs zur Seite ausgeklappt, Personen vor der Kamera können sich daher jederzeit sehen.

Das Display der Sony ZV-E10 ist dreh- und schwenkbar:

Bei der Alpha 6100 klappt das Display um bis zu 180 Grad nach oben:

Die genannte Konstruktion stellt zumindest bei den Alpha-6000-Kameras eine Neuheit dar, im Vollformat-Segment gibt es sie dagegen schon etwas länger. Bei der Alpha 6100 hat Sony „nur“ ein schwenkbares Panel verbaut, dieses lässt sich jedoch um bis zu 180 Grad nach oben klappen. Prinzipiell unterstützt daher auch die Alpha 6100 die Bildkontrolle bei Selbstporträts oder Vlogs. Sobald ein externes Mikrofon auf der Kamera aufgesteckt ist, lässt sich das Display bei ihr aber nur noch begrenzt einsehen.

In puncto Displayauflösung und Diagonale sind keine Unterschiede zu nennen. Beide LCDs messen 3,0 Zoll und lösen rund 921.000 Subpixel auf. Eingaben können per Touch erfolgen, in den Menüs funktioniert dieses allerdings nicht.

Für hochqualitative Tonaufnahmen ist ein 3-Kapsel-Mikrofon verbaut:

Unterschied 3: Das Mikrofon
Bei Videos steht nicht nur die Bildqualität im Vordergrund, der Ton ist mindestens genauso wichtig. Bei der ZV-E10 hat Sony hat ein optimiertes Mikrofon verbaut. Es handelt sich um ein direktionales 3-Kapsel-Mikrofon, bei Vlogs soll es die Stimme der Person vor der Kamera besonders gut aufnehmen. Damit es zu weniger Störgeräuschen kommt, legt Sony der DSLM einen Windschutz bei. Dieser wird über den Zubehörschuh aufgesteckt und lässt sich schnell an- sowie abmontieren. Bei der Alpha 6100 verbaut Sony zwei herkömmliche Mikrofone, das Anbringen eines Windschutzes ist nicht vorgesehen.

Unterschied 4: Die Schnittstellen
Die spezielle Ausrichtung der Sony ZV-E10 hat natürlich auch einen Einfluss auf die Schnittstellen. Sony verbaut bei der ZV-E10 unter anderem einen USB-C-Port zum Laden und zur Ausgabe von Signalen. Dieser erfüllt die Standards UVC (USB Video Class) sowie UAC (USB Audio Class) und soll die DSLM zur einer optimalen Live-Streaming-Kamera machen. Laden kann man die Alpha 6100 über USB natürlich auch, hier wird allerdings ein Micro-USB-Port verbaut. Spezielle USB-Standards zur Übertragung von Livestreams fehlen, mittels Sonys Imaging Edge-Software lässt sich die DSLM aber als Webcam einsetzen. Für Freunde des guten Tons ist die ZV-E10 nicht nur mit einem 3,5mm Klinkeneingang für Mikrofone ausgestattet, Sony hat auch einen 3,5mm Klinkenausgang für Kopfhörer integriert. Besitzer der Alpha 6100 müssen ohne letzteren auskommen, Mikrofone kann man dagegen per Kabel an der Kamera anschließen.

Zu den Schnittstellen der ZV-E10 gehören unter anderem zwei Klinkenports (3,5mm) und USB-C:

Die Sony Alpha 6100 besitzt u. a. einen Mikrofoneingang (3,5mm) und einen Micro-USB-Port:

Weitere Unterschiede:
Zu den weiteren Unterschieden der beiden spiegellosen Systemkameras gehört unter anderem der Blitz. Die Sony Alpha 6100 ist mit einem integrierten Aufklappblitz ausgerüstet, Besitzer der ZV-E10 müssen in jedem Fall zu einem externen Blitzlicht greifen. Über den Zubehörschuh ist dieses – wie bei der Alpha 6100 – allerdings problemlos anschließbar. Videografen kommen bei der ZV-E10 natürlich voll auf ihre Kosten, im Gegensatz zur Alpha 6100 können sie flache Bildprofile einstellen sowie HDR-Videos mittels HLG-Standard aufzeichnen.

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Autor: dkamera.de Redaktion
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