Spiegelreflexkamera-Empfehlungen für Weihnachten 2021

Unsere Empfehlungen: Canon EOS-1DX Mark III, Nikon D870, Canon EOS 90D und EOS 850D

Im letzten Artikel unser vierteiligen Serie der besonders empfehlenswerten Kameras gehen wir auf Spiegelreflexkameras ein. Die Kameras dieser Klasse waren noch vor wenigen Jahren kaum wegzudenken, mittlerweile sind Modelle ohne Spiegel jedoch deutlich weniger gefragt. Wer nach wie vor gerne durch einen optischen Sucher blickt oder die Vorteile spiegelloser Modelle nicht benötigt, kann weiterhin zu Kameras mit Spiegel greifen.

Die Canon EOS-1DX Mark III (Testbericht) ist Canons DSLR-Flaggschiff und gehört nach wie vor zu den leistungsfähigsten Modellen am Markt. Dafür sorgen ein großer Bildwandler, ein richtig schneller Autofokus und weitere moderne Hardware im Inneren. Die Bildqualität bewegt sich dank eines 36 x 24mm großen CMOS-Sensors mit 20 Megapixel auf einem sehr hohen Niveau, selbst bei hohen ISO-Werten (ISO 6.400) tritt nur wenig Bildrauschen auf. Serienaufnahmen meistert die Canon EOS-1D X Mark III mit 20 Bildern pro Sekunde regelrecht, selbst bei RAW-Fotos besteht kein Limit bei der Bildfolge. Das macht nicht nur ein großer Pufferspeicher möglich, sondern erlauben auch die schnell angebundenen CFexpress-Slots. Der Autofokus der Kamera arbeitet extrem schnell, selbst beim Verfolgen bewegter Motive ergeben sich keinerlei Probleme. Dies gilt sowohl für den Blick durch den Sucher als auch den Liveviewbetrieb.

Features auf Profiniveau finden sich auch beim Videomodus: Aufnahmen erfolgen bis in 5,5K-Auflösung, die Speicherung ist sogar im RAW-Format möglich. Des Weiteren überzeugt die Kamera mit einem schnellen Autofokus und zahlreichen professionellen Einstellungsmöglichkeiten. Das Gehäuse der Canon EOS-1D X Mark III wird aus einer sehr robusten Magnesiumlegierung gefertigt und ist natürlich abgedichtet. Zahlreiche Tasten und Schalter gestalten die Bedienung komfortabel.

Weitere Informationen zur Kamera:

Testbericht der Canon EOS-1D X Mark III

Nikon bietet mit der D780 (Testbericht) eine DSLR an, die Spiegelreflex- und spiegellose Technik verbinden will. Das Beste aus zwei Welten sozusagen. Es handelt sich bei ihr zwar um eine klassische DSLR mit Schwingspiegel und optischem Sucher, der Bildwandler der spiegellosen Z 6 sorgt jedoch unter anderem für einen schnellen Autofokus beim Liveview-Einsatz. Des Weiteren besitzt die Kamera einige Videofeatures. Die Bildqualität fällt dank eines 35,9 x 23,9mm großen BSI-Modells mit 24,3 Megapixel exzellent aus, mit sieben Bildern pro Sekunde beim Blick durch den Sucher lässt sich gut arbeiten. Noch schneller arbeitet die Nikon D780 im Liveviewmodus, hier schafft sie sogar elf Bilder pro Sekunde. 100 JPEG-Bilder oder 100 RAW-Fotos in Serie erlauben lange Aufnahmeserien.

Beim Phasen-Autofokussystem via dediziertem AF-Sensor setzt Nikon auf 51 Messfelder, 15 davon sind Kreuzsensoren. Ein Teil der Felder arbeitet bis F8. Klappt man den Spiegel nach oben, erhält man den Autofokus der Nikon Z 6. 273 Phasen-AF-Messfelder decken 90 Prozent der Sensorfläche ab, scharfstellen lässt sich mit dem Low-Light-AF bereits ab -7LW. Bei Videoaufnahmen sind unter anderem bis zu 30 Vollbilder pro Sekunde in 4K oder bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde in Full-HD wählbar. An Schnittstellen für ein Mikrofon und einen Kopfhörer hat Nikon zudem nicht gespart. Beim optischen Sucher der DLSR handelt es sich um ein Modell mit 100-prozentiger Bildfeldabdeckung und einer 0,7-fachen Vergrößerung. Das schwenkbare LCD verfügt über eine präzise Touchoberfläche und löst hohe 2,36 Millionen Subpixel auf. An Tasten und Einstellrädern mangelt es nicht, das Gehäuse überzeugt mit einer Magnesiumlegierung und Abdichtungen.

Weitere Informationen zur Kamera:

Testbericht der Nikon D780
Testbericht des Nikon Filmdigitalisierungsadapters ES-2 (mit der D780)

Zu den Allroundmodellen für Foto- und Videoaufnahmen gehört auch die Canon EOS 90D (Testbericht). Sie liefert dank eines 32,2 Megapixel auflösenden CMOS-Sensors in APS-C-Größe sehr detailreiche und rauscharme Bilder. ISO 3.200 sind problemlos und ISO 6.400 gut nutzbar. Die Serienbildfunktion kann sich mit rund zehn Bildern pro Sekunde ebenfalls sehen lassen, bei dieser Geschwindigkeit hält sie 64 JPEG- oder 48 cRAW-Dateien in Folge fest. Das Autofokussystem arbeitet beim Blick durch den Sucher mit 45 Messfeldern, bei allen 45 handelt es sich um Kreuzsensoren. 27 davon funktionieren bis F8. Im Liveviewbetrieb sorgt der Dual Pixel CMOS AF für das schnelle Scharfstellen.

Keine Abstriche sind bei Videoaufnahmen notwendig, die Canon EOS 90D speichert 4K-Aufnahmen mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde ohne Crop. In Full-HD lassen sich bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde einstellen. Auf einen Mikrofoneingang, einen Kopfhörerausgang und manuelle Optionen muss man dabei nicht verzichten. Das abgedichtete Gehäuse der Canon EOS 90D beherbergt viele Tasten und Einstellräder, das Display kann man zur optimalen Kontrolle sowohl drehen als auch schwenken. Als Sucher kommt ein Modell mit 100-prozentiger Bildfeldabdeckung und einer 0,59-fachen Vergrößerung (auf KB umgerechnet) zum Einsatz.

Als Alternative bietet sich beispielsweise die Nikon D7500 (Testbericht ) an. Diese kostet rund 200 Euro weniger und besitzt einen 20 Megapixel auflösenden Sensor. Die Serienbildrate fällt mit 7 bis 8 Bildern pro Sekunde jedoch etwas langsamer aus, bei 4K-Aufnahmen muss man einen Crop akzeptieren. Als Vorteil sind die beiden Speicherkartenslots zu nennen.

Weitere Informationen zur Kamera:

Testbericht der Canon EOS 90D

Eine solide DSLR-Kamera für Einsteiger ist die Canon EOS 850D (Testbericht). Für vergleichsweise wenig Geld erhalten Käufer hier eine ansprechende Bildqualität, eine recht hohe Serienbildgeschwindigkeit und einige Einstellungsmöglichkeiten. Abstriche sind unter anderem bei Videoaufnahmen nötig, diese können in 4K nur mit Crop erfolgen. Des Weiteren fehlt der Dual Pixel CMOS AF, der bei Full-HD-Aufnahmen und bei Fotos (Liveview) für eine richtig schnelle und präzise Scharfstellung sorgt. Für 4K-Videos eignet sich die EOS 850D daher nur sehr bedingt. Bei Fotos liefert der APS-C-Sensor mit 24 Megapixel ansprechende Bildergebnisse, Rauschen wird erst ab ISO 6.400 stärker sichtbar.

Die Leistung des Autofokussystems, das beim Blick durch den Sucher verwendet wird, kann sich ebenfalls sehen lassen. 45 Kreuzsensoren sind für das Fokussieren zuständig, 27 Felder funktionieren bis F8. Die Serienbildfunktion arbeitet mit sieben Bildern pro Sekunde flott, längere Aufnahmeserien (144 JPEGs oder 57 cRAWs in Folge) sind ebenso kein Problem. Der Sucher der Canon EOS 850D fällt nicht nur klein aus (0,51-fache Vergrößerung), er deckt auch nicht das komplette Bildfeld (circa 95 Prozent) ab. Dies ist bei Einsteiger-DSLRs allerdings normal. Das Display bereitet mit seiner dreh- und schwenkbaren Lagerung sowie dem Touchscreen mehr Freude.

Eine noch etwas günstigere DSLR ist die Canon EOS 250D (Testbericht). Diese besitzt ebenfalls einen Bildwandler mit 24 Megapixel und nimmt 4K-Videos (mit Crop sowie ohne Dual Pixel CMOS AF) auf. Bei Serienaufnahmen arbeitet die EOS 250D langsamer, der Autofokus beim Einsatz des Suchers kann nicht mit der EOS 850D mithalten. Dafür ist die DSLR sehr kompakt und leicht.

Weitere empfehlenswerte Kameramodelle finden Sie in unseren ständig aktualisierten Digitalkamera-Kaufempfehlungen sowie über die dkamera.de-Testberichtübersicht.

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Autor: dkamera.de Redaktion
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