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Das Fazit zur Canon EOS 5D Mark III

In der Praxis glänzt die Canon EOS 5D Mark III mit einer großen Funktions- und Einstellungsvielfalt sowie einem robusten Kameragehäuse. Wie gut ist aber ihre Bildqualität und wie viele Bilder schafft sie bei der Serienbildaufnahme? Dies klären wir im Folgenden.

Unsere Laborergebnisse:

Trotz der vielen Unterschiede der Canon EOS 5D Mark III (Datenblatt) zur Canon EOS 5D Mark II (zum dkamera.de-Testbericht) hat sich in einem Punkt nur wenig verändert, die Auflösung des Bildsensors wurde nur um rund ein Megapixel erhöht. Gott sei Dank, werden die einen meinen, denn so darf von einem sehr geringen Bildrauschen ausgegangen werden. Andere werden sich allerdings eine höhere Auflösung und eine noch bessere Detailwiedergabe gewünscht haben. Der CMOS-Bildsensor der Canon EOS 5D Mark III besitzt Kleinbild-Größe (36,0 x 24,0mm) und löst 22,1 Megapixel (5.760 x 3.840 Pixel) auf. Er bietet Standard-Sensorempfindlichkeiten von ISO 100 bis 25.600, wählbar in Drittelstufen. Zudem stehen allerdings auch drei ISO-Erweiterungen zur Verfügung. Einmal auf ISO 50 nach unten und zweimal um ISO 51.200 und ISO 102.400 nach oben.

Wie zu erwarten, fällt die Bildqualität der Canon EOS 5D Mark III exzellent aus. Bis ISO 1.600 ist kein Bildrauschen sichtbar, selbst feinste Details werden problemlos wiedergegeben. Nur bei genauem Hinsehen lässt sich bei ISO 3.200 ein sehr feines Bildrauschen erkennen. Die Detailwiedergabe wird davon aber nur sehr gering beeinflusst. Bei ISO 6.400 kann ein erstes Eingreifen des Rauschfilters erkannt werden, bei ISO 12.800 wirken die Bilder etwas weichgezeichnet. Feine Details werden hier nicht mehr ganz so klar aufgelöst. Ab ISO 25.600 müssen dann erste größere Abstriche bei der Bildqualität gemacht werden. Wer die ISO-Erweiterungen auf 51.200 und 102.400 nutzt, muss mit einem stärkeren Farbrauschen leben.

Auch schlechtere Lichtverhältnisse sind für die Canon EOS 5D Mark III kein Problem. Tadellos fallen die Bilder bis zu Sensorempfindlichkeiten von ISO 1.600 aus, bis ISO 6.400 hält sich das Bildrauschen in Grenzen. Stark fällt die Bildqualität dann ab ISO 25.600 und darüber ab. Wirklich völlig unbrauchbar werden die Aufnahmen aber erst ab ISO 51.200.

An der Geschwindigkeit hat Canon bei der EOS 5D Mark III besonders gearbeitet. Die Serienbildaufnahme wurde im Vergleich zum Vorgänger Canon EOS 5D Mark II (zum dkamera.de-Testbericht) um knapp zwei Bilder pro Sekunde auf rund sechs Bilder pro Sekunde gesteigert. Im JPEG-Format wird die Bildaufnahme dabei nur durch die Größe der Speicherkarte begrenzt. Bei RAW-Aufnahmen wird die schnelle Bildserie nach 28 Bildern in Folge beendet, bei der kombinierten Speicherung von JPEG+RAW-Bildern sind acht Bilder in Folge mit 5,6 Bildern pro Sekunde möglich. Wer mehr als diese Bilderanzahl in Folge speichern möchte, kann 2,5 bzw. 3,9 Bilder pro Sekunde aufnehmen.

Sehr kurz fällt die reine Auslöseverzögerung mit 0,03 Sekunden aus, der Autofokus stellt mit 0,1 Sekunden sehr flott scharf. Im Liveview-Betrieb ist die Auslöseverzögerung mit 0,04 Sekunden ebenfalls sehr kurz, der Kontrastautofokus benötigt zum Scharfstellen mit 1,12 Sekunden jedoch deutlich länger als der Phasenautofokus. Vom Einschalten bis zur vollständigen Displayanzeige des Menüs müssen 1,40 Sekunden gewartet werden. Nur etwas mehr als eine halbe Sekunde Zeit (0,60 Sekunden) nimmt sich die Canon EOS 5D Mark III für das erste Bild nach dem Einschalten. Die Spiegelreflexkamera erreicht somit in fast jeder Disziplin ein gutes bis sehr gutes Ergebnis.

Eine bessere Leistung haben wir bei der Farbwiedergabe erwartet, hier kann die Spiegelreflexkamera nicht überzeugen. Während sich die durchschnittlichen Abweichungen noch im Rahmen bewegen, fallen die maximalen Abweichungen stärker ab. Echte Probleme ergeben sich dadurch in der Praxis zwar noch nicht, von einer Digitalkamera dieser Klasse darf man jedoch mehr erwarten.

Canon liefert die Canon EOS 5D Mark III zusammen mit Canon EF 24-105mm F4 L IS USM Objektiv als Kit aus. Dieses überzeugt in der Praxis mit seinem sehr komfortablen Brennweitenbereich von 24 bis 105mm, der für die meisten Aufnahmesituationen gut geeignet ist. Die Lichtstärke ist mit einer durchgängigen Blendenöffnung von F4 nicht allzu hoch, gegenüber den meisten Kitzooms (F3,5-5,6) bewegt sich das Objektiv jedoch am Brennweitenende eine Blende im "Plus". Bei der Abbildungsleistung müssen vor allem im Weitwinkelbereich Abstriche gemacht werden, denn hier zeigt das Canon EF 24-105mm F4 L IS USM eine starke tonnenförmige Verzeichnung. Ebenso fällt die Bildschärfe in den Ecken und bei Offenblende stärker ab. Bei jeder Brennweite weiß dafür die Bildmitte zu überzeugen. Unkorrigiert zeigen die Bildecken eine stärkere Abdunkelung, diese kann aber bereits in der Kamera effektiv korrigiert werden. Gelobt werden muss der sehr schnelle und leise USM-Fokusmotor, auch der optische Bildstabilisator leistet eine gute Arbeit und ermöglicht scharfe Freihandaufnahmen mit etwa 1/20 Sekunde. Insgesamt ist das Canon EF 24-105mm F4 L IS USM ein solides Alltagsobjektiv, das bis auf den etwas schwächeren Weitwinkelbereich ein überzeugendes Ergebnis abliefert. Wie die meisten L-Objektive ist es zudem mit Dichtungen gegen das Eindringen von Staub und Spritzwasser geschützt.

Unser Fazit:

Die 5D-Serie war wegen ihr doch schwächeren Autofokusperformance und der nur langsamen Serienbildrate bisher hauptsächlich nur für Porträt- oder Landschaftsfotografen interessant, mit der Canon EOS 5D Mark III (Hands-On-Video) ändert sich dies aber radikal. Canon hat die 5D Mark III in nahezu jedem Punkt verbessert und macht sie damit zu einem echten Allround-Talent. Mit ihren 61 Fokussfeldern, ganze 41 davon sind Kreuzsensoren, meistert Sie auch bewegte Objekte mühelos. Zudem kann bis zu einer Offenblende von F8 scharfgestellt werden. Die AF-Einstellungsmöglichkeiten bieten außerdem eine nur von Profimodellen bekannte Optionsvielfalt. Dies trifft natürlich nicht nur für den Autofokus zu, sondern auch für die weiteren fotografischen Parameter. Nahezu jede Einstellung kann verändert werden, einige Tasten können zudem an die eigenen Wünsche angepasst werden. Groß fallen die meisten Tasten und auch das rückseitige Einstellrad aus, die Verarbeitung des Kameragehäuses ist hervorragend. Natürlich ist die Canon EOS 5D Mark III (Technik) gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet.

Für ein Modell dieser Preisklasse ist selbstverständlich, dass die kürzeste Belichtungszeit bei 1/8.000 Sekunde liegt, der optische Sucher 100 Prozent des Bildfeldes darstellt und das Display hoch auflöst (1.040.000 Subpixel). Positiv auf die Bildqualität bei höheren Sensorempfindlichkeiten hat sich Canons Schritt ausgewirkt, die Auflösung nur um rund ein Megapixel zu erhöhen. Dies erlaubt nahezu rauschfreie Aufnahmen bis ISO 3.200, wirklich deutlich fällt die Bildqualität erst bei ISO 25.600 und darüber ab. Sehr ordentlich schneidet die Canon EOS 5D Mark III auch bei der Geschwindigkeit ab: Sechs Bilder pro Sekunde für 28 RAW-Aufnahmen in Folge sind für die allermeisten Situationen schnell genug. Wer noch längere Bildserien benötigt, kann auf das JPEG-Format umschalten. Hier limitiert nur die Größe der Speicherkarte die Länge der Serie.

Bei der Videoaufnahme zeigt sich die Canon EOS 5D Mark III (Beispielaufnahmen) von ihrer besten Seite. Die Bildqualität ist hoch, der Ton lässt sich pegeln und dank des Kopfhörerausgangs auch kontrollieren. Mit dem leisen Ändern der Einstellungen über das Touchpad des Einstellrades bietet die Kamera zudem ein cleveres und sehr nützliches Feature. Kritikpunkte sucht man fast vergebens. Lediglich das Weglassen eines integrierten Blitzes und der langsame Autofokus im Videomodus und im Liveview-Betrieb sind zu nennen. Zudem sollte bei einem Modell dieser Preisklasse die Videoaufnahme mit 50 Vollbildern pro Sekunde bei Full-HD-Auflösung möglich.

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Pro&Contra zur Canon EOS 5D Mark III

  • Sehr gute bis exzellente Bildqualität und Detailwiedergabe bis ISO 3.200
  • Gute Bildqualität bis ISO 12.800
  • Sehr hochwertiges Magnesium-Gehäuse mit ergonomisch geformtem Griff
  • Das Kameragehäuse ist gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet
  • Großer und heller optischer Sucher mit 100% Bildfeldabdeckung (Vergrößerung 0,71x)
  • Direkter Zugriff auf sehr viele Funktionen über viele Tasten, einen Joystick und zwei Wählräder
  • Einige Tasten ("Set", "M-Fn", "AF-ON", ...) können individuell konfiguriert werden
  • Hohe Bildrate im Serienbildmodus (im Labor: bis zu 6,0 Bilder/Sek. für 28 RAW-Bilder in Folge)
  • Großes (3,2 Zoll) und hochauflösendes (1.040.000 Subpixel) Display
  • Schneller und treffsicherer Autofokus im Foto-Modus (61 AF-Messfelder, davon 41 Kreuzsensoren)
  • Der Autofokus bietet extrem viele Konfigurationsmöglichkeiten und ...
  • ... arbeitet bis zu einer Offenblende von F8
  • Feinabstimmung des Autofokus möglich
  • Zweites monochromes Display auf der Oberseite der Digitalkamera (inkl. Beleuchtung)
  • Voll- und Halbautomatiken und manueller Belichtungsmodus vorhanden
  • Drei individuell konfigurierbare Aufnahmemodi vorhanden (C1, C2, C3)
  • Zwei Speicherkartenslots mit verschiedenen Speichermöglichkeiten (ein CF- und ein SD-Slot)
  • Full-HD-Videoaufnahme mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde (1080p30)
  • Sehr gute Bildqualität im Videomodus (siehe unsere drei Beispielvideos)
  • Speicherung der Videos mit Inter ("IPB") und Intraframes ("ALL-I") möglich
  • Akzeptable Tonqualität des integrierten Mikrofons mit einstellbarem Pegel (jedoch nur Mono)
  • Anschluss für ein externes Mikrofon vorhanden (3,5mm)
  • Kopfhörerausgang zur Tonkontrolle vorhanden (3,5mm)
  • Kompatibel zu allen von uns getesteten Speicherkarten bis 256GB
  • Zur 256GB Lexar Professional 600x Speed (UHS-I, Class 10) SDXC Speicherkarte kompatibel
  • Zur 16GB Toshiba SDHC UHS-II EXCERIA PRO 260/240MB/S Ultra-High-Speed Karte kompatibel
  • Canon EF 24-105mm F4 L IS: praxistaugliche Brennweite, bis auf die Bildränder gute Bildqualität
  • Canon EF 24-105mm F4 L IS: Schneller und leiser Autofokus, guter Bildstabilisator, abgedichtet
  • Liveview- und Videoautofokus relativ langsam
  • Kein integriertes Blitzgerät

Testurteil

Alle Urteilsgrafiken dürfen nur unverändert und mit Link auf unseren Test auf externen Webseiten verwendet werden.

Durch Anklicken erscheinen alle dkamera Urteile zur Canon EOS 5D Mark III in großer Druckansicht.

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