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Praxisbericht zur FujiFilm X-A5

Die Kameras der X-A-Serie stellen FujiFilms Einsteigermodelle im spiegellosen Segment dar. Die X-A5 folgt dabei auf die 2017 vorgestellte X-A3, wie üblich wird die Zahl vier (= Unglückszahl in Japan) ausgelassen. Die FujiFilm X-A5 (Technik) basiert zu weiten Teilen auf der X-A3, die Gehäuse unterscheiden sich praktisch nicht. Als Material verwendet FujiFilm bei der 11,7 x 6,8 x 4,0cm großen Kamera Kunststoff, ein Teil der Vorderseite und der Seitenflächen wurde immerhin mit einer Gummierung in Lederoptik überzogen. Die Gummierung fällt zwar recht glatt aus, gibt aber mehr Halt als eine reine Kunststoffoberfläche. Durch einen kleinen Handgriff liegt die DSLM zudem recht gut in der Hand.

Auf der Vorderseite der DSLM befindet sich ein Griff mit einer gummierten Oberfläche:

Dafür ist auch die rückseitige Daumenablage verantwortlich, die den Finger seitlich abstützt. Leider setzt FujiFilm hier nur auf Kunststoff, was den Komfort leider reduziert. Von einem Einsteigermodell darf man jedoch – wie der Blick zur Konkurrenz zeigt – nicht mehr erwarten.

Im Vorteil sind Fotografen bei der FujiFilm X-A5 (Produktbilder) – im Vergleich zu anderen Einsteigerkameras – durch zwei Einstellräder. Diese erlauben eine komfortable manuelle Belichtung, da sich die Belichtungszeit und die Blende parallel einstellen lassen. Beim halbautomatischen Betrieb lässt sich die Belichtungskorrektur zudem schnell vornehmen. Das rückseitige Einstellrad kann auch gedrückt werden und aktiviert die Displaylupe.

Über die Tasten und Einstellräder lässt sich die X-A5 komfortabel bedienen:

Viele wichtige Einstellungen sind bei der Digitalkamera mit dem Zeigefinger (auf der Oberseite) oder dem Daumen (auf der Rückseite) veränderbar. Die Fn-Taste auf der Oberseite kann vom Fotografen mit einer von 30 Funktionen belegt werden, unter anderem steht die Sensorempfindlichkeit zur Verfügung. Die Tasten besitzen mit Ausnahme der gerade erwähnten Fn-Taste recht große Abmessungen, liegen aber zum Teil plan im Gehäuse.

Das Fotoprogramm wird über ein Wählrad auf der Oberseite bestimmt:

Wer das Fotogramm verändern möchte, dreht dafür am Programmwählrad mit zwölf Positionen. Neben den PSAM-Modi, welche die halb automatische oder manuelle Belichtung erlauben, sind eine Vollautomatik (SR+), ein Panoramamodus und vier weitere Szenenprogramme („Hautkorrektur“, „Landschaft“, „Sport“, „Nacht“) direkt erreichbar. Zehn zusätzliche sind wählbar, wenn das Rad auf die SP-Position gedreht wird. Hier bietet FujiFilm bei der X-A5 (Datenblatt) unter anderem einen Strand- und einen Textmodus an. Kreativfilter fehlen ebenso wenig, unter den erweiterten Filtern („Adv.“) sind Varianten wie „Dynamische Farbtiefe“, „HDR Kunst“ und „Sternfilter“ zu finden. Zusätzlich stehen Filmsimulationsfilter zur Wahl, die den Bildern einen analogen Look verleihen können. Die Kamera deckt somit sowohl die Bedürfnisse von Anfängern als auch von fortgeschrittenen Fotografen ab.

Das Hauptmenü der spiegellosen Systemkamera:

Das Hauptmenü der FujiFilm X-A5 (Bildqualität) ist im altbekannten FujiFilm-Design gehalten, neuere und höherklassige Modelle haben mittlerweile ein übersichtlicheres Design erhalten. Die Suche kann bei der X-A5 daher durchaus länger dauern, bis der gewünschte Parameter gefunden wird. Das liegt zum Teil aber an den vielen vorhandenen Optionen, FujiFilm hat hieran nicht gespart. Vor allem Einsteiger könnten allerdings recht schnell den Überblick verlieren. Besser gefällt uns dagegen das Quickmenü. Hier sind die meisten der zur Aufnahme wichtigen Parameter versammelt, die Übersicht fällt leichter.

Die mittleren Messfelder der X-A5 unterstützen die Phasendetektion:

Das Autofokussystem der FujiFilm X-A5 wurde im Vergleich zur X-A3 überarbeitet. Während das Vorgängermodell zum Scharfstellen nur die Kontrastmessung verwendet, nutzt die X-A5 auch die Phasendetektion. Insgesamt stehen 91 Messfelder (13 x 7 Raster) zur Verfügung, 35 davon (7 x 5 Raster) arbeiten mit der Phasendetektion (Hybrid-AF). Der Benutzer kann sich bei der DSLM für den Einzelpunkt-, einen Zonen- und einen Weit-/Verfolgungs-AF entscheiden. Bei ersteren beiden ist jeweils die AF-Größe veränderbar. Trotz Einsteigerklasse stehen also einige Optionen zur Verfügung. Die Gesichts- und Augenerkennung lassen sich ebenso wählen, und natürlich gibt es die Möglichkeit, manuell zu fokussieren. Dabei wird der Fotograf von einem Peaking und der Displaylupe/Vergrößerung unterstützt. In puncto Fokussierungsgeschwindigkeit können wir im Vergleich zur X-A3 – trotz neuen Hybrid-AFs – nur zum Teil Fortschritte erkennen. Bei statischen Motiven wird mit 0,38 Sekunden Fokussierungszeit lediglich ein mittelmäßiges Ergebnis erreicht, die X-A3 arbeitet mit 0,40 Sekunden kaum langsamer. Eine Verbesserung gibt es immerhin bei bewegten Motiven, die die neue DSLM besser verfolgt. Für Sport- oder Actionaufnahmen ist sie aber trotzdem zu langsam. Nicht optimal: Ab und zu wurde das Motiv unscharf aufgenommen, obwohl die Kamera die korrekte Fokussierung mittels grünen AF-Rahmens bestätigte.

Der Verschluss der FujiFilm X-A5 (Datenblatt) arbeitet mechanisch oder elektronisch. Während der mechanische Verschluss, von FujiFilm als „MS“ bezeichnet, Belichtungszeiten zwischen 30 Sekunden und 1/4.000 Sekunde erlaubt, sind beim Einsatz des elektronischen Verschlusses („ES“) 1 bis 1/32.000 Sekunde wählbar. Der elektronische Verschluss ermöglicht zudem das lautlose Fotografieren mit der Kamera, was durchaus von Vorteil sein kann. Die Nachteile müssen jedoch ebenso erwähnt werden. Neben Verzerrungen bei bewegten Motiven können Banding-Artefakte bei Kunstlicht auftreten. Als Belichtungsmessmethoden hat die DSLM die Mehrfeld-, Integral- sowie Spotmessung zu bieten. Damit kommt man sehr gut aus.

Das 3,0 Zoll große Display ist nach oben und unten schwenkbar konstruiert:

Wie bei Einsteigerkameras üblich, steht bei der FujiFilm X-A5 (Technik) zur Bildkontrolle nur ein Display zur Verfügung. Es misst 3,0 Zoll in der Diagonalen und löst 1,04 Millionen Subpixel auf. Das reicht für eine scharfe Darstellung, große Einblickwinkel erlauben das Betrachten von der Seite. Die Aufhängung des Displays gestattet ein Schwenken um 40 Grad nach unten und 180 Grad nach oben. Selbstporträts mit Blick auf das Display sind dadurch möglich, auch in Bodennähe bleibt die Bildkontrolle komfortabel. Eingaben lassen sich über den Touchscreen per Tippen auf das LCD vornehmen, im Hauptmenü funktioniert dieses leider gar nicht. Das Setzen des Fokuspunktes stellt dagegen kein Problem dar.

Die Videofunktion der FujiFilm X-A5 (Beispielaufnahmen) könnte für etwas Verwirrung sorgen. Das liegt an der 4K-Aufnahme, die mit einer Videofunktion nach herkömmlichem Maßstab eigentlich nichts zu tun hat. Im 4K-Modus hält die X-A5 Videos zwar mit 3.840 x 2.160 Pixel fest, doch leider nur mit 15 Bildern pro Sekunde. Da für flüssige Aufnahmen mindestens 24 Bilder pro Sekunde benötigt werden, ist die 4K-Funktion zumindest für die meisten Situationen nicht brauchbar. Wer Zeitraffervideos festhalten oder die Aufnahmen zum Extrahieren von Einzelbildern nutzen möchte, kann die 4K-Funktion allerdings schon nutzen. Für klassische Videos muss der Anwender dagegen zur Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixel wechseln. Hier sind 24, 25, 50 oder 60 Vollbilder pro Sekunde wählbar. In HD bietet die DSLM sogar eine Highspeed-Funktion an, mit der sich vierfache Zeitlupenvideos (von 100 auf 25 Vollbilder pro Sekunde heruntergerechnet) erstellen lassen.

Zu den weiteren Videofeatures der Digitalkamera zählen die manuelle Belichtung, die Wahl des Fokusmodus und die Tonaufnahme per externem (2,5mm-Klinkenanschluss) oder integriertem Mikrofon. Der Tonpegel kann in vier Stufen angepasst werden. Bei Videos lässt sich ein digitaler Bildstabilisator zuschalten, der die Aufnahmen zusätzlich zum optischen Bildstabilisator beruhigt. Über einen dedizierten Videomodus verfügt die X-A5 leider nicht, die Einstellungen im Menü sind außerdem gut „versteckt“. Der Autofokus sorgte im Test für gemischte Gefühle. Teilweise erfolgte beim Wechsel des Motivs keine Fokussierung, teils nahm selbige sehr viel Zeit in Anspruch. Die Bildqualität der Aufnahmen überzeugt uns nur bedingt. Unabhängig von der gewählten Auflösung zeigen die Videos deutliche Moiré-Artefakte, die je nach Motiv ein störendes Ausmaß annehmen können. Die Bildqualität der Full-HD-Videos ist ansonsten akzeptabel.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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