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Praxisbericht zur FujiFilm X-E2S

Die FujiFilm X-E2S (Datenblatt) basiert auf der FujiFilm X-E2 (Testbericht), der sehr ähnliche Name signalisiert dies bereits. Optisch kann man zwischen beiden Retro-Modellen daher kaum Unterschiede feststellen. Die X-E2S ist wie ihr Vorgängermodell aus Magnesium gebaut, große Teile des kompakten Gehäuses sind mit einer Gummierung in Lederoptik überzogen. Während diese allerdings recht wenig Halt bietet, ist auf der rechten Vorderseite (von oben betrachtet) eine kleine und deutlich besser festzuhaltende Griffunterstützung zu finden. Das "kantig" gestaltete Gehäuse liegt dadurch recht gut in der Hand.

Das Magnesiumgehäuse im Retrolook besitzt auf der Vorderseite eine kleine Griffunterstützung:

Wie bei allen Kameras, die für ambitionierte Fotografen gedacht sind, finden sich bei der FujiFilm X-E2S (Produktbilder) viele Tasten und Wählräder. Dadurch kann man auf viele Optionen direkt zugreifen, ohne erst ein Menü aufrufen zu müssen. Sieben der Tasten lassen sich mit Funktionen frei belegen, aus bis zu 25 Optionen darf man dabei wählen. Bei allen Tasten des Steuerkreuzes (bis auf die mittige) handelt es sich beispielsweise um Fn-Tasten. Mit dem Steuerkreuz können Fotografen alternativ das Fokusfeld sehr schnell verschieben. Das funktioniert komfortabel, in diesem Fall stehen aber leider nur noch drei Fn-Tasten zur Verfügung. Hier muss man abwägen, welche Funktionen wichtiger erscheinen.

Diverse Einstellräder und Tasten sind auf der Ober- sowie der Rückseite zu finden:

Die Wahl des Fotoprogramms funktioniert bei fast allen Systemkameras von FujiFilm anders als bei den meisten Kameras auf dem Markt. Ein Programmwählrad gibt es bei der FujiFilm X-E2S (Bildqualität) nicht, dafür ein Einstellrad für die Verschlusszeit. Dieses dient zusammen mit dem Blendenring am Objektiv zum Bestimmen des Programms. Die Programmautomatik aktiviert man, indem beide auf „A“ wie Auto stehen. Gilt dies nur für den Blendenring und gibt man die Verschlusszeit per Hand vor, wird die Kamera mit der Zeitvorwahl betrieben. Genau umgekehrt entscheidet man sich für die Blendenvorwahl. Fotografen, die mit der Vollautomatik fotografieren möchten, drücken die „Auto“-Taste ganz unten links neben dem Display. Dadurch wählt die Kamera alle Parameter selbstständig.

Gut zu wissen: Wer bei der Verschlusszeit Zwischenwerte einstellen möchte, die man über das Einstellrad nicht einstellen kann, muss dafür nur das Einstellrad auf der Rückseite betätigen. Dieses kann zudem zur Wahl aller Verschlusszeiten verwendet werden, wenn das Verschlusszeitenwählrad auf der Oberseite auf „T“ steht.

Abgerundet werden die Optionen durch das Quickmenü (Q-Taste) der Kamera. 16 Parameter sind darüber anpassbar, mit den unterschiedlichen Speicherplätzen lässt es sich für jede Fotosituation vorkonfigurieren.

Blick in das Hauptmenü der Systemkamera:

Das Hauptmenü der FujiFilm X-E2S ist schon vom Vorgängermodell bekannt. Es besteht aus acht Untermenüs, diese sind mit Zahlen beschriftet sind. Dadurch fehlt einem auf den ersten Blick ein wenig die Übersicht. Da das Menü zudem sehr viele Optionen umfasst, kann es durchaus länger dauern, bis man die gewünschte Einstellung gefunden hat.

Die automatische Fokussierung übernimmt bei der FujiFilm X-E2S (Geschwindigkeit) ein Hybrid-AF-System. Dieses kombiniert die Kontrastmessung und die Phasendetektion (nur in der Bildmitte); die Kamera entscheidet automatisch, welche Fokusmethode verwendet wird. Von Hand kann man sich für eines von 77 Messfeldern entscheiden und dieses auch in fünf Größen konfigurieren. Des Weiteren hat die Systemkamera einen Zonen-AF (Größe zwischen 9, 15 und 25 Messfelder wählbar) sowie einen Weit- bzw. Verfolgungs-AF zu bieten. Diese Optionen sind im Vergleich zur FujiFilm X-E2 neu, per Firmware-Update sind sie aber nachrüstbar. Das Autofokussystem der X-E2 stellt präzise scharf, außerhalb des Phasendetektionsbereichs lassen sich bewegte Motive aber nur schlecht verfolgen. Das Autofokusmenü ist im ersten Untermenü der Kamera zu finden und wurde übersichtlich gestaltet. Das manuelle Scharfstellen wird durch ein digitales Schnittbild oder durch das Einblenden eines Fokus-Peakings erleichtert. Zudem wird eine Lupenfunktion angeboten.

Beim Verschluss erlaubt die X-E2S die Wahl zwischen einer mechanischen (Schlitzverschluss) und einer elektronischen Lösung. Der mechanische Verschluss sorgt für ein doch recht lautes Geräusch bei der Aufnahme, mit ihm kann man zwischen 30 Sekunden (länger per Bulb) und 1/4.000 Sekunde belichten. Die elektronische Lösung arbeitet völlig geräuschlos, mit 1/32.000 Sekunde dies zudem auch noch bedeutend kürzer. Langzeitbelichtungen länger als eine Sekunde sind dagegen nicht möglich, und bei bewegten Motiven können außerdem Probleme wegen des Rolling-Shutter-Effekts entstehen.

Der elektronische Sucher mit 2,36 Millionen Subpixel liefert ein sehr scharfes Sucherbild:

Bei Kameras im Messsucher-Stil darf ein Sucher natürlich nicht fehlen. Die FujiFilm X-E2S (Technik) ist anders als Messsucher-Modelle allerdings mit einem elektronischen Sucher ausgestattet, wobei dieser wie bereits erwähnt zum manuellen Fokussieren ein digitales Schnittbild liefern kann. Dieses lässt sich aber natürlich auch auf dem LCD anzeigen. Der Sucher, der in der linken oberen Ecke und somit nicht in der optischen Achse liegt, sorgt durch 2,36 Millionen Subpixel für ein sehr scharfes Sucherbild, mit einer 0,62-fachen Vergrößerung bewegt es sich aber „nur“ im Mittelfeld. Die Bild- und die Schärfekontrolle sind trotzdem sehr gut möglich, ein Rauschen wird erst in sehr dunklen Umgebungen sichtbar. Bei Schwenks bleibt das Sucherbild zudem flüssig.

Das Display gibt Details dank seiner hohen Auflösung von 1,04 Millionen Subpixel sehr gut wieder, und auch die Einblickwinkel sind groß. „Moderne“ Features wie eine Touchscreenoberfläche oder ein Schwenkmechanismus fehlen aber. Sicherlich stellen beide keine Must-have-Features dar, wir verzichten darauf aber nur recht ungern. Der Komfort bei der Bildkontrolle könnte also durchaus noch besser sein. Gut gelöst: Wer den Sucher benutzen möchte, muss dafür keine zusätzlichen Tasten drücken, der Augensensor der Kamera erkennt dies automatisch.

Die Videoaufnahme wurde von FujiFilm lange Zeit nur stiefmütterlich behandelt. Dies merkt man auch an der FujiFilm X-E2S (Beispielaufnahmen) deren Technik wie erwähnt schon etwas älter ist. Videos lassen sich immerhin wahlweise in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) sowie in HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel) speichern und auch die Bildrate kann man frei zwischen 24 und 60 Vollbildern pro Sekunde wählen. Manuelle Einstellungen sind allerdings kaum möglich, und das Videomenü wurde im Hauptmenü geradezu versteckt. Die Bildqualität der Videos ist nach aktuellen Maßstäben zudem allenfalls ausreichend. Die Detailwiedergabe fällt zwar grundsätzlich gut aus, Moiré-Artefakte sind jedoch verstärkt zu sehen.

Der Video-AF der X-E2S stellt zwar recht schnell scharf, pumpt aber des Öfteren hin und her. Punkte sammeln kann die Kamera mit ihrem 2,5mm Klinkeneingang, der sich auch zum Anschluss eines Mikrofons nutzen lässt. Die Tonqualität des integrierten Stereomikrofons ist okay. Wegen der nicht befriedigenden Bildqualität und des verbesserungsfähigen Video-AF würden wir die X-E2S für Videoaufnahmen nur in Ausnahmefällen verwenden.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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Kommentare

Hallo zusammen, warum erscheinen die ...

Hallo zusammen,

warum erscheinen die Bilder zur Abbildungsleistung der FujiFilm X-E2S auf dem Bildschirm wesentlich dunkler im Vergleich zu den Bildern der FujiFilm X-E2?

Danke für eine Erklärung im voraus.

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