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Praxisbericht zur Leica Q

Äußerlich ist die Q eine klassische Leica. Das Gehäuse bietet abgerundete Seitenflächen und besteht größtenteils aus massivem Magnesium. Die Deckkappe wurde allerdings aus Aluminium gefräst. Die Verarbeitungsqualität der Kamera ist daher nicht zu überbieten und kann nur als exzellent bezeichnet werden. Gut zu wissen: Im ausgeschalteten Zustand ist bei der Leica Q (Produktbilder) ein leises Klappern zu hören. Dieses stammt von der zur Bildstabilisierung verwendeten Linse im Objektiv und ist kein Defekt. Sobald die Kamera eingeschaltet ist, tritt dieses Geräusch nicht mehr auf.

Bei der Leica Q setzt Leica auf den Look der bekannten M-Kameras:

Auf der Vorderseite sorgt eine geprägte Lederoberfläche für etwas Halt, die glatte Gehäuseoberfläche ist trotzdem nicht optimal zum Festhalten geeignet. Auf der Rückseite kann der Daumen in einer kleinen Vertiefung ruhen. Wer die Leica Q sehr sicher festhalten möchte, sollte den optional erhältlichen Handgriff erwerben. Dieser lässt die Kamera sehr komfortabel und auch sicher in der Hand liegen.
Bei der Bedienung setzt Leica auf die klassische Belichtungssteuerung per Blendenring und Verschlusszeitenwählrad.

Diese ist heute nur noch bei wenigen Kameramodellen, wie beispielsweise der Panasonic Lumix DMC-LX100 (Testbericht) oder einigen Kameras von FujiFilm, zu finden. Über das Zeitenwählrad lässt sich die Belichtungszeit zwischen einer Sekunde und 1/2.000 Sekunde wählen, für Drittelwerte muss das zweite Einstellrad auf der Oberseite betätigt werden. Dieses erlaubt zudem auch die Wahl von Verschlusszeiten länger als eine Sekunde und kürzer als 1/2.000 Sekunde. Letztere Zeiten sind durch den zusätzlichen elektronischen Verschluss der Leica Q (Technik) möglich. Dieser ergänzt den mechanischen Zentralverschluss der Kamera um Belichtungszeiten bis zu 1/16.000 Sekunde. Der Blendenring erlaubt die Blendenwahl in Drittelstufen. Von der Offenblende (F1,7) lässt sich bis auf F16 abblenden.

Die Belichtungssteuerung wird per Blendenring und Zeitenwählrad vorgenommen:

Wer den Blendenring auf „A“ wie Automatik dreht und über das Zeitenwählrad die Verschlusszeit verändert, bedient die Kamera per Zeitvorwahl. Zur Blendenvorwahl stellt man das Zeitenwählrad auf „A“ und verwendet den Blendenring zur Blendenwahl. Sind sowohl der Blendenring als auch das Zeitenwählrad auf „A“ gedreht, arbeitet die Programmautomatik. Für den manuellen Modus werden beide Parameter händisch angepasst. Neben dem Blendenring befinden sich am Objektiv zudem zwei weitere Einstellringe. Mit dem Mittleren wird manuell scharfgestellt. Dank des relativ langen Einstellweges und den zuschaltbaren Hilfsmitteln (Fokuspeaking und Vergrößerung) ist dies sehr präzise möglich.

Die Fokusoptionen der Digitalkamera im Überblick:

Der dritte Einstellring verkürzt die Naheinstellgrenze von 30cm auf 17cm. Damit wird der Makromodus der Kamera aktiviert. Auch hier kann man manuell fokussieren, natürlich lässt sich aber auch der Autofokus verwenden. Der Autofokus der Leica Q (Geschwindigkeit) weiß insgesamt zu gefallen. Er ist schnell sowie präzise und erlaubt verschiedene Einstellungen. Zum einen unterstützt er die Einzelbild-Fokussierung (AFs) und die kontinuierliche Fokussierung (AFc), zum anderen lässt sich aus verschiedenen Messfeldoptionen wählen. Neben dem Mehrfeld-AF und dem 1-Punkt-AF werden auch ein Verfolgungs-AF und ein Gesichtserkennungs-AF angeboten. Ebenso kann man den Fokuspunkt per Touch-AF wählen und per Fingerzeig auslösen.

Die meisten Tasten wurden bei der Q links vom Display platziert:

Tasten und Einstellräder finden sich bei der Leica Q (Bildqualität) nicht unbedingt viele, die wichtigsten Optionen können aber direkt erreicht werden. Neben dem bereits erwähnten Einstellrad auf der Oberseite bietet die Kamera zudem ein rückseitiges Steuerkreuz. Dieses dient zur Navigation im Menü oder dem Verschieben des Fokuspunktes. Über zusätzliche Tasten lässt sich zudem zum Hauptmenü und dem Wiedergabemodus wechseln und werden Aufnahmen gelöscht. Über die ISO-Taste besteht die Möglichkeit, den ISO-Wert zu verändern, zwei weitere Tasten können zudem frei konfiguriert werden. Bei der FN-Taste lässt sich aus sieben Optionen (Weißabgleich, Belichtung, Dateiformat, …) und bei der „Zoom/Speicher-Taste“ aus vier Optionen („Digitalzoom“, „AEL/AFL“, „AFL“ sowie „AEL“) wählen. Alle Tasten fallen zwar recht klein aus, lassen sich durch ihre guten Druckpunkte aber trotzdem komfortabel bedienen.

Das Hauptmenü der Kompaktkamera lässt keine Fragen offen:

Beim Menü setzt Leica auf ein schlichtes Design, das den Stil des Gehäuses weiterführt. Es lässt sich sehr gut ablesen, mangels einer Unterteilung in verschiedene Reiter muss jedoch länger gescrollt werden. Über das Menü werden auch die Szenenprogramme erreicht, wobei Leica darunter alle Aufnahmeprogramme zusammenfasst. Wer die Leica Q (Bildqualität) nicht über einen der PSAM-Modi steuern möchte, kann sich hier unter anderem für die Vollautomatik, einen Sportmodus oder einen Landschaftsmodus entscheiden. Zudem lassen sich Panoramen erstellen und Zeitrafferaufnahmen sind mit bis zu 9.999 Bilder möglich. Schade: Panoramen setzte die Kamera in unserem Test nicht zuverlässig zusammen. Als weiteren Kritikpunkt könnte man zudem erwähnen, dass die Aufnahmeprogramme nicht direkt per Taste oder Wählrad zu erreichen sind und relativ umständlich über das Menü verändert werden müssen. Da aber wohl nur die wenigsten Fotografen bei dieser Kamera tatsächlich einen der Szenenmodi verwenden werden, ist dies nicht allzu kritisch zusehen.

Bei der Leica Q (Abbildungsleistung) muss man – wie bereits erwähnt – mit einer Festbrennweite auskommen. Wer trotzdem Bilder mit „anderen Brennweiten“ aufnehmen möchte, kann seine Bilder wie gewohnt nachträglich passend zuschneiden oder den digitalen „Zoom“ der Kamera nutzen. Zugegeben, ein echter Zoom sieht anders aus und bei den Cropmodi für 35mm und 50mm handelt es sich schlicht um einen Ausschnitt des Bildes. In der Praxis lassen sich die Cropmodi durch die Auflösungsreserven der Kamera aber gut verwenden, mit rund 15 und acht Megapixel bleiben selbst für größere Ausdrucke ausreichend Pixel übrig. Da man die Cropmodi per Taste sehr schnell verändern kann und der verwendete Ausschnitt per Rahmen angezeigt wird, ist diese Lösung komfortabler als das nachträgliche Zuschneiden per Bildbearbeitungssoftware.

Dank 3,68 Millionen Subpixel sorgt der Sucher für eine brillante Darstellung:

Beim elektronischen Sucher der Leica Q (Technik) handelt es sich aktuell um das Modell mit den meisten Pixeln auf dem Markt. 3,68 Millionen Subpixel sorgen für ein knackscharfes Sucherbild. Einzelne Pixel können auch mit der aller größten Anstrengung nicht gefunden werden. Ebenso sehr gut: Das Sucherbild bleibt auch bei Schwenks flüssig, ist riesig und zeigt selbst in sehr dunklen Umgebungen nahezu kein Rauschen. Dank des Augensensors aktiviert sich der Sucher zudem automatisch.

Das Display wurde zwar fest verbaut, lässt sich aber trotzdem von allen Seiten gut einsehen:

Neben dem Sucher weiß auch das Display zu gefallen. Mit 1,04 Millionen Subpixel bietet dieses zwar nicht einmal ein Drittel der Bildpunkte des Suchers, trotzdem werden das Motiv und die eingeblendeten Schriften scharf abgebildet. Von der Seite lässt es sich ohne Einschränkungen bei der Farbwiedergabe ablesen, bei stärkerer Sonneneinstrahlung kann es allerdings etwas spiegeln. Als „Bonus“ hat das Display eine Touchoberfläche. Mit diesem lässt sich der Fokuspunkt wählen und können verschiedene Einstellungen vorgenommen werden.

Unter anderem kann man damit beispielsweise nach dem Drücken der ISO-Taste den ISO-Wert anpassen. Im Wiedergabemodus lässt sich – wie von Smartphones bekannt – mittels Wischen zwischen den Bildern wechseln. Im Menü funktioniert das Touchscreen dagegen nur selten (z. B. im Zeitraffermenü). Etwas schade: Drehen und schwenken lässt sich das Display nicht.

Die Videoaufnahme ist mit der Leica Q (Beispielaufnahmen) mit 30 und 60 Vollbildern pro Sekunde in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) möglich, in HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel) lassen sich zudem 30 Vollbilder pro Sekunde wählen. Bei den Videooptionen stehen die einmalige oder kontinuierliche Fokussierung, die Fotoaufnahme während der Videoaufnahme (hierfür wird das Video kurz unterbrochen) sowie die Bildcharakteristik (Kontrast, Sättigung, Schärfe) zur Wahl. Zudem lässt sich der Mikrofonpegel (Hoch, Mittel, Reduziert, Gering, Aus) einstellen, eine Windunterdrückung lässt sich zuschalten und der optische Bildstabilisator kann aktiviert oder deaktiviert werden. Gestartet werden die Videos komfortabel über die „Rec“-Taste auf der Oberseite.

Die Bildqualität der Aufnahmen ist sehr gut, durch die bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde werden auch Bewegungen flüssig wiedergegeben. Der Bildstabilisator verhindert Verwacklungen effektiv, der Autofokus arbeitet dagegen nicht immer optimal. Bei einigen Motiven "pumpt" er teilweise längere Zeit hin und her, ab und zu greift er zudem korrigierend ein, obwohl sich das Motiv nicht verändert hat. Dies ist keinesfalls optimal.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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