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Praxisbericht zur Nikon 1 J5

Bei der Nikon 1 J4 (Testbericht) hat Nikon auf ein sehr puristisches und geradliniges Design gesetzt. Das Gehäuse wirkt dadurch zwar schick, den Fingern bietet es allerdings wenig Halt. Zudem fiel im Test auch die geringe Anzahl der Tasten negativ auf. Nikon hat das Kameragehäuse der Nikon 1 J5 in (Produktbilder) diesen beiden Punkten überarbeitet und verbessert. Zum einem liegt die spiegellose Systemkamera besser in der Hand. Dafür sorgt der – wenn auch etwas kleine – gummierte Handgriff auf der Vorderseite. Ebenso hat die Kamera auf der Rückseite eine gummierte Daumenablage. Diese ist zwar ebenso nicht groß, gibt dem Daumen aber deutlich mehr Halt als glattes Metall.

Die Nikon 1 J5 liegt durch ihren gummierten Handgriff gut in der Hand:

Zum anderen hat Nikon die 1 J5 (Technik) gegenüber der 1 J4 bei den Bedienelementen optimiert. Die Systemkamera bietet nun ein Programmwählrad mit den PSAM-Modi, ein extra Einstellrad für die Verschlusszeit auf der Oberseite und neben einer WLAN-Taste eine zusätzliche Fn-Taste auf der Vorderseite (hier sind sieben Funktionen wählbar). Dadurch kann die 1 J5 auch halb automatisch sowie manuell relativ gut bedient werden. Bei der 1 J4 war dies nicht der Fall.

Schade ist bei der 1 J5 allerdings die Tatsache, dass das neue Einstellrad auf der Oberseite nur zum Anpassen der Belichtungszeit verwendet werden kann, im Programm Blendenvorwahl ist es beispielsweise nicht aktiv. Bei der Bedienung macht die Nikon 1 J5 gegenüber dem Vorgängermodell aber trotzdem einen großen Schritt nach vorne. Da wie erwähnt auch das Handling deutlich verbessert wurde, konnte Nikon bei der 1 J5 zwei große Kritikpunkte beheben. Die Tastengröße bewegt sich für eine kompakte Kamera in einem guten Bereich, die Verarbeitung des Gehäuses ist trotz Kunststoff gut.

Über das Quickmenü können acht Optionen schnell verändert werden:

Wieder vorhanden und in der Praxis hilfreich ist das Quickmenü. Dieses wird über die „F“-Taste des Einstellrades erreicht und erlaubt das Anpassen von bis zu acht Fotoparametern. Über das Touchscreen lässt sich die Kamera zudem gut bedienen, hiermit ist beispielsweise die schnelle Wahl des Fokuspunktes möglich. Das Hauptmenü ist übersichtlich gestaltet, durch die Oberpunkte „Wiedergabe“, „Fotografieren“, „System“ und „Wi-Fi“ kann man sofort feststellen, in welchem Untermenü sich die gesuchten Parameter befinden.

Die Kamera hat – anders als das Vorgängermodell – ein Wählrad mit den PSAM-Modi:

Ein Manko der Nikon 1 J4 (Testbericht) waren wie erwähnt auch die fehlenden PSAM-Modi auf dem Programmwählrad. Dadurch mussten diese in einem Untermenü eingestellt werden. Bei der Nikon 1 J5 (Datenblatt) lassen sie sich nun direkt erreichen, was die Bedienung natürlich beschleunigt und erleichtert. Neben den PSAM-Modi für die halb automatische und manuelle Belichtung sind bei der Systemkamera zudem auch verschiedene Automatiken vorhanden. So hat die 1 J5 eine zusätzliche Vollautomatik und eine Livebildsteuerung zu bieten. Bei Letzterer lässt sich das Bild über die Parameter „Active D-Lighting“, „Hintergrundunschärfe“, „Bewegungsunschärfe“, „Helligkeit“ und „Kreativpalette“ optisch an seine Wünsche anpassen. Beim "Bewegten Schnappschuss"-Modus der Kamera wird zu einem Bild ein kurzes Video aufgezeichnet und mit Musik hinterlegt. Dieser Modus lässt sich zum Speichern allerdings mehrere Sekunden Zeit, sodass die Wartezeit bis zur nächsten möglichen Aufnahme länger ausfällt. Zudem bietet die Systemkamera einen Sportmodus und 19 weitere Kreativprogramme. Dazu gehören unter anderem ein HDR-Modus, ein Nachtaufnahmemodus, ein Panorama-Porgramm oder auch ein Sterneffekt-Filter.

Der Hybrid-AF der 1 J5 erlaubt die Einzelfeldsteuerung und die automatische Messfeldwahl:

Der Autofokus der Nikon 1 J5 (Geschwindigkeit) kann sowohl die Kontrastmessung als auch die Phasendetektion zum Scharfstellen verwenden. Daher wird dieser von Nikon als Hybrid-AF bezeichnet. Insgesamt stehen 171 Messfelder zur Verfügung, die 105 mittleren Messfelder arbeiten dabei mit der Phasendetektion. Neben der automatischen Messfeldsteuerung erlaubt die Systemkamera die manuelle Messfeldwahl und kann zudem bewegte Motive verfolgen. Wer nicht die Automatik zum Scharfstellen verwenden möchte, kann auch manuell eingreifen. Hier unterstützt eine Lupenfunktion, ein Peaking kann man allerdings nicht zuschalten. Der Verschluss arbeitet rein elektronisch, als Belichtungszeiten sind maximal 30 Sekunden (bis ca. 2min per Bulb) und minimal 1/16.000 Sekunde möglich. Wie üblich kann die Belichtungsmessung als Matrixmessung, mittenbetonte Messung und Spotmessung erfolgen.

Das 3,0 Zoll große LCD lässt sich nach oben und unten schwenken:

Ein größerer Fortschritt lässt sich gegenüber dem Vorgängermodell beim Display erkennen. Dieses ist bei der Nikon 1 J5 (Technik) nicht mehr fest verbaut, sondern kann auch geschwenkt werden. Ein Winkel von fast 180 Grad nach oben erlaubt dabei Selbstporträts, durch die Möglichkeit des Schwenkens um 86 Grad nach unten besteht auch bei Überkopfbildern kein Problem bei der Bildkontrolle. Zur Seite drehen lässt sich das LCD zwar nicht, große Einblickwinkel können dies aber zum Teil ausgleichen. Die Auflösung von 1,04 Millionen Subpixel erlaubt eine sehr gute Bildkontrolle, die Größe des LCDs fällt mit 3,0 Zoll in der Diagonale standardmäßig aus. Wie bereits erwähnt, handelt es sich um ein Touch-Modell, das Display kann daher auch zum Bedienen der Digitalkamera verwendet werden. Ein Sucher ist nicht vorhanden, mangels Zubehörschuh kann dieser auch nicht aufgesteckt werden.

Das Thema 4K-Video wird bei Digitalkameras immer wichtiger, weshalb auch Nikon der 1 J5 eine 4K-Moviefunktion spendiert hat. Diese Aussage mag bei der Auflösung mit 3.840 x 2.160 Pixel zwar stimmen, genau genommen lassen sich mit den hier möglichen 15 Vollbildern pro Sekunde aber keine flüssigen Videos festhalten. Dafür wären nach aktuellem Standard mindestens 24 Vollbilder pro Sekunde nötig. Wie sie bei unserem Beispielvideo sehen, stimmt bei den 4K-Videos der Nikon 1 J5 (Beispielaufnahmen) zwar die Qualität, ein starkes Ruckeln macht die Aufnahmen aber nur für die Einzelbildextraktion oder Zeitrafferaufnahmen tauglich. Zudem schränkt ein starker Crop die 4K-Aufnahme ein. In Full-HD Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) lassen sich mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde sehr flüssige Videos aufnehmen, die Bildqualität weiß ebenso zu überzeugen. Die Detailwiedergabe der 4K-Videos wird aber natürlich nicht erreicht. Zu gefallen wissen im Videomodus die Möglichkeit der halb automatischen und manuellen Belichtung, die Wahl der Belichtungsmessmethode und die Pegeloption der Audioaufnahme in drei Stufen (niedrig, mittel, hoch). Der Autofokus stellt schnell und treffsicher scharf. Die Tonqualität des integrierten Stereomikrofons ist gut, ein externes Mikrofon kann man leider nicht anschließen. Der Autofokus stellt bei Videos treffsicher und auch schnell scharf, wer möchte, kann zur besseren Stabilisierung neben dem optischen VR des Objektivs einen digitalen VR zuschalten. Dies allerdings nicht bei allen Auflösungen möglich. Die maximale Videolänge liegt bei 29 Minuten, bei 1080p60 ist allerdings schon nach zehn Minuten Schluss.

Highspeed-Videos können die Nikon 1 Kameras mit sehr hohen Bildraten aufzeichnen. Bei 1.280 x 720 Pixel schafft die Digitalkamera 120 Bilder pro Sekunde, bei 800 x 296 Pixel sind 400 Bilder pro Sekunde möglich und bei 400 x 144 Pixel genau 1.200 Bilder pro Sekunde. Während die Zeitlupenvideos in HD-Auflösung noch eine ordentliche Bildqualität bieten, lassen sich spätestens mit 1.200 Bildern pro Sekunde keine ansprechenden Videos aufzeichnen. Hier ist die Detailwiedergabe schlecht, die extreme Verlangsamung ist aber natürlich spektakulär. Weitere besondere Videomodi sind ein 4 Sekunden Filmprogramm und ein Jump-Cut-Modus. Bei Letzterem sorgen automatische Schnitte der Digitalkamera für den sogenannten Jump-Cup-Effekt.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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