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Praxisbericht zur Nikon 1 V2

Im Vergleich zum Vorgänger Nikon1 V1 hat sich sie Nikon 1 V2 (Datenblatt) beim Gehäuse deutlich verändert.

Auf der Oberseite hat Nikon den kombinierten Ein- und Ausschalter und Foto-Auslöser, eine Taste zum Starten der Videoaufnahme, ein Einstell-Wählrad und das Programm-Wählrad positioniert. Das Einstellungs-Wählrad wird zum Beispiel zum Verändern der Blende im Modus Blendenvorwahl verwendet. Es besitzt nahezu keinen Widerstand, was eine „blinde“ und präzise Veränderungen der Parameter etwas erschwert.

Auf der Rückseite der Nikon 1 V2 (Technik) fällt zu aller erst die "aufgeteilte" Bedienung der Kamera auf. Wie bei einigen Spiegelreflexmodellen befinden sich vier Tasten (Funktionen: Wiedergabe-Modus, Menü, Display-Einstellungen, Löschen) links neben dem Display, das kombinierte Steuerkreuz und Einstellungs-Wählrad (Funktionen: Belichtungs- bzw. Fokusspeicherung, Belichtungskompensation, Blitz-Einstellungen, Bildfolge-Modus) liegen auf der rechten Seite der Digitalkamera. In der Nähe der beiden oberseitigen Einstellräder liegt zudem eine F-Taste, mit der eine Art Quick-Menü aufgerufen werden kann. In diesem Menü können ein paar wichtige Parameter, wie beispielsweise der Fokus-Modus, verändert werden. Neben dem Handgriff, der nun ein deutlich besseres Handling der Kamera erlaubt, hat Nikon der 1 V2 auch einen integrierten Blitz spendiert, der Spiegelreflexkamera-typisch auf der Oberseite der Digitalkamera angebracht ist. Auch vorhanden ist ein optischer Sucher, der die Bildbetrachtung auch bei Sonnenschein ohne Nachteile ermöglicht. Er löst gute 1,44 Millionen Subpixel auf und besitzt einen Augensensor, der dafür sorgt, dass automatisch zwischen Display und Sucher umgeschaltet wird.

Das Display der Nikon 1 V2 (Die Kamera) ist 3,0 Zoll und löst 921.000 Subpixel auf. Da es nicht gedreht und geschwenkt werden kann, kann es nicht aus jeder Position optimal eingesehen werden. Immerhin ist sein Blickwinkel gut.

Bei der Belichtung hat man die Wahl zwischen der Matrix-, der mittenbetonten und der Spotmessung. Die Nikon 1 V2 (Geschwindigkeit) erlaubt bei mechanischem Verschluss Belichtungszeiten zwischen 30 Sekunden und 1/4.000 Sekunde, bei elektronischem Verschluss kann sogar nur mit einer 1/16.000 Sekunde belichtet werden.

Als Foto-Programme bietet die Nikon 1 V2 (Farbwiedergabe) die gewöhnlichen PSAM-Modi, eine Vollautomatik, einen Bewegten-Schnappschuss- und einen Best-Moment-Capture-Modus. Daneben besitzt die Digitalkamera auch noch einen extra Video-Modus. Videos lassen sich über den Video-Auslöser aber auch in fast allen anderen Modi starten. Beim Best-Moment-Capture-Modus werden mehrere Bilder in Folge aufgenommen, daraus lässt sich dann das beste Bild wählen. Der Bewegte-Schnappschuss nimmt vor dem eigentlichen Auslösen eines Fotos ein kurzes Video auf und hinterlegt dieses mit einem kurzen Musikstück. Beides sind an sich ganz nette Funktion, der ambitionierte Fotograf wird allerdings nur selten darauf zurückgreifen. Auf Effekt-Filter hat Nikon bei 1 V2 fast vollständig verzichtet.

Der Hybrid-Autofokus der Nikon 1 V2, der je nach Situation zwischen der Phasendetektion und der Kontrastmessung umschaltet, bietet die Optionen AF-Automatik, Einzel- oder kontinuierlicher AF. Auch eine manuelle Fokussierung ist möglich. Mangels Fokusring am Objektiv muss jedoch umständlich per rückseitigem Einstellrad fokussiert werden. Immerhin: Eine Fokuslupe unterstützt beim Fokussieren. Die Messfelder werden automatisch von der Digitalkamera gewählt, es lässt sich ein einzelnes Messfeld wählen oder ein Motiv verfolgen. Die Menüs der Nikon 1 V2 (Abbildungsleistung) sind sehr gut ablesbar und intuitiv.

Im Video-Modus hinterlässt die Nikon 1 V2 (Beispielaufnahmen) größtenteils einen sehr guten Eindruck: Die Bildqualität der in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) mit 30 Vollbildern pro Sekunde aufgenommen Videos (mit H.264-Codierung in einem MOV-Container; rund 22 Mbit/s, entspricht 165 Mbyte/min ) ist sehr gut, der Autofokus stellt zudem sehr schnell, präzise und absolut lautlos scharf. Auch der Bildstabilisator überzeugt, da er die Videos sichtbar beruhigt. Bei wechselnden Belichtungssituation schneidet die Nikon 1 V2 leider nicht so gut ab: Schwenkt man beispielsweise von einem dunklen in einen helleren Bereich, sind beim Verändern der Belichtung kurze und unschöne Lichtblitze sichtbar. Die Tonqualität des internen Stereo-Mikrofons ist akzeptabel, wer eine bessere Tonqualität erzielen will, kann ein externes Mikrofon anschließen (3,5mm Klinke). Sowohl das interne Mikrofon als auch ein externes lassen sich in drei Stufen manuelle oder automatisch pegeln. Neben der Aufnahme in Full-HD-Auflösung und kann die Nikon 1 V2 bei verringerter Auflösung auch höhere Bildraten aufzeichnen. So sind in HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel) 60 Vollbilder pro Sekunde möglich, als Zeitlupen-Video bei 640 x 400 Pixel 400 Bilder und bei 320 x 120 Pixel können 1.200 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden.

Als Anschlussmöglichkeiten bietet die Nikon 1 V2 (Technik) auf der linken Seite eine 3,5 Millimeter Klinkenbuchse, einen HDMI- und einen USB-Port. Die Anschlüsse werden von zwei Klappen geschützt.

Der Blitz der Nikon 1V2 (Geschwindigkeit) wird wie bei Spiegelreflexkameras mit einer Taste neben dem Blitz ausgeklappt und besitzt eine Leitzahl von 5. Da er damit nur auf dem Niveau des Blitzes einer Kompaktkamera liegt und nur nah an der Digitalkamera liegende Objekte ausleuchten kann, lässt sich ein leistungsstärkeres externes Blitzgerät über den Blitzschuh mit der Kamera verbinden. Leider ist der Blitzschuh nicht zu den gängigen Nikon-Blitzen kompatibel. Bei 27 Millimeter Brennweite kann er das Bild ohne Abschattungen ausleuchten.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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Kommentare

Vielen Dank, sehr informativer und ...

Vielen Dank,

sehr informativer und aufschlussreicher Test.
Generell finde ich Ihre Tests sehr gut.
Sie haben mir jedenfalls sehr geholfen, bei meiner Wahl für eine Systemkamera.

Wie ist die Suchervergrößerung der ...

Wie ist die Suchervergrößerung der V2?
Deutlich kleiner, als bei der Panasonic G5, habe ich gelesen, und in der Tat kleiner, als bei meiner GX7, also weniger als 0,7x.
Weiss ausserdem jemand, wie die Vergrößerung des separaten Suchers der V3 ist? Nach dessen Größe, Definition und Preis dürfte sie viel höher liegen, es ist ein unverzeihlicher Fehler, dass dieser Wert von Nikon nie angegeben wird.
MC

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