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Praxisbericht zur Nikon Coolpix P600

Die Coolpix P600 (Datenblatt) ist Nikons „Brennweiten-Flaggschiff“, sie gehört mit 560g aber trotzdem zu den leichteren Bridgekameras. In der Hand liegt die Kamera sehr gut, dafür sorgen der relativ große Handgriff und dessen Gummierung. Auf dem Handgriff ruht der Zeigefinger auf dem Auslöser sowie Brennweitenregler, somit ist man schnell zur Bildaufnahme bereit. Ebenfalls schnell erreichen lassen sich das Programmwählrad und die Fn-Taste. Darüber kann (nur in den Modi PSAM sowie „U“) ein Parameter schnell aufgerufen werden. Standardmäßig wird darüber der Bildfolgemodus erreicht. Insgesamt stehen hier aber neun Parameter, darunter die Sensorempfindlichkeit und der Weißabgleich, zur Wahl. Die Blende und die Belichtungszeit werden bei der Bridgekamera über die beiden Einstellräder verändert. Deren Funktionen sind leider fest vorgegeben und lassen sich nicht tauschen. Besser durchdacht: Mit der Wippe am Objektiv der P600 lässt sich nicht nur fokussieren, damit kann man auch manuell fokussieren und aus dem Bild (zwecks einer besseren Übersicht) schnell herauszoomen.

Bei den fotografischen Optionen hat Nikon die Coolpix P600 (Bildqualität) sehr gut ausgestattet. Neben der Möglichkeit der vollautomatischen Belichtung stehen auch zwei Halbautomatiken (Blenden- und Zeitvorwahl), eine Programmautomatik und ein manueller Modus zur Verfügung. Zudem besitzt die Bridgekamera sogar ein User-Programm („U“), für das sich spezielle Vorgaben abspeichern lassen. 21 Motivprogramme („Dämmerung“, „Food“, „Gegenlicht“, …) und neun Effekte („Gemälde“, „Selektive Farbe“, „Cross-Entwicklung“) werden ebenfalls angeboten. Auch bei den weiteren Einstellungsmöglichkeiten hat Nikon nicht gespart. Der Autofokus bietet die Optionen „Porträt“, „Motivverfolgung“ und „AF-Zielsuche“, das Fokusmessfeld lässt sich in seiner Größe („Punkt“, „Normal“, „Groß“) variieren und kann im Bildzentrum frei verschoben werden. Zudem kann man über das Hauptwählrad auf der Rückseite oder die Wippe am Objektiv manuell scharfstellen. Ein gut erkennbares Peaking und die Displaylupe machen das Fokussieren dabei relativ leicht. Der Makro-AF mit einer Naheinstellgrenze von nur einem Zentimeter erlaubt gute Vergrößerungen.

Bei der Belichtungsmessung stehen die üblichen Optionen in Form der Matrix-, der mittenbetonten und der Spotmessung zur Wahl. Belichten kann die Nikon Coolpix P600 (Geschwindigkeit) zwischen 15 Sekunden und 1/4.000 Sekunde, dies aber auch nur eingeschränkt. Im Telebereich sind maximal 1/2.500 Sekunde möglich, im Weitwinkel muss für sehr kurze Zeiten abgeblendet werden. Für eine 1/3.200 Sekunde auf F5,3, für eine 1/4.000 Sekunde auf F7,6. Dies ist schade, denn kurze Belichtungszeiten sind ohne hohe Sensorempfindlichkeiten somit quasi nicht möglich. Abblenden lässt sich mit der Nikon Coolpix P600 maximal auf F8,2, darauf sollte man wegen der Beugung aber verzichten.

Die Aufteilung des Kameramenüs ist bei der P600 durchdacht und schlüssig, hier lässt sich zwischen „Aufnahme“, „Filmsequenz“, „Wi-Fi-Optionen“ sowie „System“ wählen. Somit findet man sich schnell zurecht. Einen Kritikpunkt gibt es allerdings: Wer die Reiter wechseln möchte oder Optionen aufruft, muss immer einen kurzen Moment warten. Dies gilt unter anderem auch für das Vergrößern von Bildern im Wiedergabemodus. Auch hier nimmt sich die P600 eine „Denkpause“.

Das Display der Nikon Coolpix P600 (Technik) kann man ganz nach Belieben drehen und schwenken, daher lässt es sich optimal an alle Situationen anpassen. Die Auflösung ist mit 921.000 Subpixel sehr hoch, die Darstellungsqualität sehr gut. Da die Einblickwinkel zudem groß sind, lässt sich das LCD auch problemlos von der Seite betrachten.

Das Display überzeugt, der Sucher überhaupt nicht: Dieser stellt lediglich 201.000 Subpixel dar, was für ein sehr pixeliges und unscharfes Bild sorgt. Ebenfalls nicht überzeugend ist dessen niedrige Bildwiederholrate und die spürbare Verzögerung der Anzeige. Zudem lässt sich ein Regenbogeneffekt bei schnellen Bewegungen der Kamera erkennen. Insgesamt ist der Sucher der Nikon Coolpix P600 nur eine Alternative zum Display, wenn sich darauf wirklich nichts mehr erkennen lässt. Ansonsten kann man auf dessen Einsatz verzichten. Schade: Zwischen Sucher und Display lässt sich nur der Tastendruck wechseln, einen Augensensor, der diese Arbeit übernimmt, gibt es nicht. Immerhin aktiviert sich der Sucher automatisch, wenn das Display nach innenliegend zugeklappt wird.

Wer Videos aufnehmen möchte, kann bei der Nikon Coolpix P600 (Beispielaufnahmen) auf 25 und 30 Vollbilder pro Sekunde oder 50 bzw. 60 Halbbilder pro Sekunde in Full-HD-Auflösung zurückgreifen. Bei 1.280 x 720 Pixel sind zudem 25 oder 30 Vollbilder pro Sekunde möglich. Zeitlupen können mit zwei- und vierfacher Geschwindigkeit (1.280 x 720 bzw. 640 x 480 Pixel) aufgenommen werden, Zeitraffer mit halber Geschwindigkeit (1.920 x 1.080 Pixel). Die Bildqualität der Full-HD-Videos ist gut bis sehr gut, zwei Punkte fallen im Videomodus jedoch negativ auf. Der Autofokus kommt vor allem bei schnellen Zoomvorgängen mit dem Fokussieren nicht ganz mit, zudem wackeln die äußeren Teile des Bildes beim Zoomen stärker hin- und her. Die Autoverzeichnungskorrektur des Objektivs scheint nicht in der Lage zu sein, die Verzeichnung schnell genug ausgleichen zu können. Mit unseren Beispielaufnahmen können Sie die Bildqualität selbst beurteilen.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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