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Praxisbericht zur Nikon D810

Nikons D810 (Datenblatt) ist zur Profiklasse zu zählen, das merkt man nicht nur an der Größe, sondern auch an der Verarbeitung des Kameragehäuses. Die Spiegelreflexkamera wiegt mit fast einem Kilogramm nicht wenig, dafür bekommt man allerdings auch einen hohen Gegenwert an Komfort und Bildqualität. Die Verarbeitung des Gehäuses aus Magnesium bewegt sich auf dem höchsten Niveau, Abdichtungen ermöglichen den Einsatz in rauen Umgebungen. Für ein sehr gutes Handling sorgt der große und gummierte Handgriff, ebenso wurde dieser ergonomisch geformt. Direktwahltasten und Einstellräder sind zahlreich vorhanden, alle wichtigen Parameter lassen sich sofort erreichen. Mit dem Kontrolldisplay kann man die meisten Einstellungen immer einsehen und muss dafür nicht das rückseitige Display bemühen. Frei belegbare Tasten gibt es insgesamt "nur" fünf, dies stört durch die vielen Direktwahltasten aber kaum. Über das Quickmenü, das per „i“-Taste aufgerufen wird, kann man sechs Einstellungen, wie die Stärke der Rauschunterdrückung, schnell verändern.

Worin unterscheidet die D810 von der Nikon D800 (Testbericht) äußerlich? Die Veränderungen sind größtenteils nur marginal. So wurden Teile der Rückseite etwas anders geformt, was für ein verbessertes Handling sorgen soll, dies sollte man aber nur im direkten Vergleich feststellen können. Der Wählschalter für den Belichtungsmessmodus wurde gegen eine Taste getauscht. Ansonsten trifft man auf das von Nikons Profimodellen gewohnte Bedienkonzept. Auf der rechten Kameraoberseite lassen sich die wichtigsten Parameter jederzeit mit dem monochromen Schulterdisplay kontrollieren, zudem wird hier das Fotoprogramm per Modetaste gewählt. Ein Programmwählrad gibt es wie üblich nicht, bei den „nur“ vier zur Verfügung stehenden Modi ist dieses allerdings auch überflüssig. Bei den Fotoprogrammen sucht man vollautomatische und Szenenprogramme vergeblich. Die PSAM-Modi sind als einzige Belichtungsprogramme vorhanden. Filtereffekte („Fisheye“, „Miniatureffekt“, „Selektive Farbe“, …) gibt es dahingegen schon einige, allerdings lassen sich diese nur auf bereits aufgenommene Bilder anwenden und nicht vorher einstellen. Zudem erlaubt die Nikon D810 (Produktseite) bei der nachträglichen Bildbearbeitung unter anderem das Beschneiden oder das Drehen der Bilder, zudem kann man die Aufnahmen verkleinern oder die Perspektive korrigieren. Videos lassen sich schnell per Videotaste starten, natürlich besitzt die Kamera auch zwei Einstellräder. Die Navigation im Menü erfolgt mit dem rückseitigen Multifunktionswähler rechts vom Display, links davon kann man wie gewohnt das Menü aufrufen oder die Bilder vergrößern und verkleinern. Dieses klassische Bedienkonzept macht den Umstieg von einem älteren auf ein neues Modell einfach.

Von außen nicht erkennbar, aber sobald fotografiert wird, gut hörbar: Durch einen komplett neuen Spiegel- und Verschlussmechanismus ist die Nikon D810 (Bildqualität) im Betrieb deutlich leiser als der Vorgänger. Gerade für eine Kleinbildkamera agiert die D810 äußerst leise. Mit dem „Quiet“-Modus ist sie nochmals leiser und aus ein paar Metern Entfernung in normal lauten Umgebungen kaum mehr hörbar. Neu ist zudem der kontinuierliche Leisemodus, der drei Bilder pro Sekunde erlaubt. Ebenfalls hinzugekommen: Mit einem ersten elektronischen Verschluss lassen sich im Liveviewmodus Vibrationen und Verwacklungen vermeiden. Bei der kürzesten Belichtungszeit bleibt mit 1/8.000 Sekunde alles beim Alten, bei den Messmodi ist allerdings ein neuer hinzugekommen. Neben der Matrixmessung, der Spotmessung und der mittenbetonten Messung gibt es nun auch eine lichterbetonte Messung. Damit soll das Ausbrennen von besonders hellen Stellen im Bild verhindert werden. Für die Belichtungsmessung ist weiterhin ein 91.000 Pixel besitzender RGB-Sensor verbaut.
Nicht unerwähnt bleiben sollte die neue Splitscreen-Zoom-Ansicht, bei der sich im Liveviewmodus zwei unterschiedliche Bildteile zur gleichen Zeit vergrößert darstellen lassen. Diese Ansicht kann sehr sinnvoll sein.

Das Phasendetektionssystem der Nikon D810 (Geschwindigkeit) nennt sich Advanced Multi-CAM 3500FX und kam auch schon bei der D800 zum Einsatz. Es wurde laut Nikon im Vergleich zum Vorgänger allerdings optimiert, was sich auch an der neuen Messfeldgruppensteuerung erkennen lässt. Diese wurde bei der Nikon D4s (Testbericht) eingeführt. Sie erlaubt ein komfortableres Verfolgen von Motiven, da neben dem eigentlich AF-Feld vier daneben liegende Messfelder zur korrekten Fokussierung „dazugeschaltet“ werden können. Insgesamt kann die D810 auf 51 Messfelder zurückgreifen, die mittigen 15 davon sind Kreuzsensoren. Alle 51 Fokusmessfelder arbeiten bis zu einer Offenblende von F5,6, bis zu einer Offenblende größer als F8 kann der Autofokus zudem mit neun Kreuzsensoren und sechs Liniensensoren genutzt werden. Bei F8 stehen der mittige Kreuzsensor und zehn Liniensensoren zur Verfügung. Somit ist der Einsatz eines Telekonverter auch bei einem Objektiv mit einer Lichtstärke von F5,6 möglich. Bei der dynamischen Messfeldsteuerung lassen sich 9, 21 oder alle 51 Messfelder verwenden, zudem kann man sich für ein einzelnes Feld entscheiden (Einzelfeldsteuerung).

Der Pentaprismasucher stammt ebenfalls von der D800. Er stellt 100 Prozent des Bildfeldes dar und vergrößert 0,7-fach. Dadurch liefert er ein großes und helles Sucherbild, das sehr gut zur Kontrolle der Aufnahmen geeignet ist. Neu ist allerdings bei der Nikon D810 (Abbildungsleistung) die Infoanzeige unterhalb des Bildes. Diese wird jetzt mittels eines OLED-Displays realisiert, was besonders kontrastreiche Einblendungen erlaubt. Beim 3,2 Zoll großen Display hat sich auch etwas getan. Da das LCD mit der RGBW-Technologie arbeitet, stellt es neben einem roten, einem grünem und einem blauen Bildpunkt auch noch einen weißen Bildpunkt dar. Dies erlaubt eine höhere Helligkeit. Die Auflösung ist dadurch von 921.000 auf rund 1.229.000 Subpixel angestiegen. Mit dem hinzugekommenen Farbabgleich kann man das LCD jetzt auch bei der Farbe an seine Wünsche anpassen.

Da die Videoaufnahme auch bei Spiegelreflexkameras immer wichtiger wird, hat Nikon die Videofunktion der D810 (Beispielaufnahmen) ausgebaut. Zuerst einmal ist hier natürlich die auf bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde gesteigerte Bildrate bei Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) zu nennen. Die D800 hat diese Bildrate nur bei 1.280 x 720 Pixel erreicht. Als weitere Bildraten sind bei der D810 in Full-HD-Auflösung 24, 25 oder 30 Vollbilder pro Sekunde möglich. Die Videoausgabe ist per HDMI („Clean-HDMI-Out“) auch unkomprimiert möglich, zudem kann diese bei der D810 auch parallel zur internen Aufzeichnung erfolgen. Bei der D800 muss man sich für eine Aufzeichnungsart entscheiden. Ebenfalls ein neues Feature ist die Auto-ISO-Funktion im Videomodus. Damit kann man die Blende oder die Verschlusszeit bei gleicher Belichtung verändern, ohne das die Sensorempfindlichkeit händisch geändert werden muss. Die Tonaufnahme ist ohne weiteres Zubehör jetzt in stereo möglich, natürlich lässt sich aber weiterhin auch ein externes Mikrofon (3,5mm) anschließen. Die Tonpegelung ist in 20 Stufen möglich, der Frequenzgang lässt sich zwischen „Breitband“ und „Sprache“ wählen. Mit dem neuen „Flat“-Bildprofil ist ein noch weniger nachgeschärftes und gesättigtes Videobild einstellbar, das noch mehr Reserven für die nachträgliche Videobearbeitung (z. B. beim Grading) schaffen soll. Dieses Profil lässt sich zudem auch bei Fotos verwenden. Die Bildqualität der Videos fällt sehr gut aus, der Autofokus stellt flott scharf, des Öfteren korrigiert er jedoch unnötigerweise etwas nach. Wir bieten Ihnen drei Videos in voller Auflösung zum Download an.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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