Nikon Z 30 Praxisbericht

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Praxisbericht zur Nikon Z 30

Die Nikon Z 30 (Datenblatt) ist die kompakteste DSLM-Kamera von Nikon mit dem Z-Bajonett. Im Vergleich zur bereits klein ausfallenden Nikon Z fc (Testbericht) kann man mit der Z 30 in der Höhe zwei Zentimeter einsparen. Dieser Unterschied ist auf den bei der Z 30 fehlenden Sucher zurückzuführen. Die Tiefe der neuen DSLM entspricht mit 6,0cm dagegen der älteren Nikon Z 50 (Testbericht). Das liegt am praktisch identisch ausfallenden Griff der Z 30 und Z 50. Bei der Z fc hat sich Nikon dagegen für eine flache Oberfläche entschieden. Die Z 30 liegt dadurch genauso gut in der Hand wie die Z 50.

Die Nikon Z 30 fällt kompakt aus, besitzt jedoch trotzdem einen großen Griff:

Neben den großen Abmessungen des Griffs tragen zum sehr guten Handling der Nikon Z 30 (Technik) auch dessen ergonomisches Design sowie die großflächige Gummierung bei. Letztere ist auch auf der Rückseite zu finden und sorgt dort für das angenehme Ablegen der Hand. Platz steht für diese – sowie speziell den Daumen – zwar nicht allzu viel zur Verfügung, angesichts des kompakten Gehäuses hat Nikon jedoch einen guten Kompromiss gefunden. Die seitliche Daumenablage der Z 30 minimiert die Gefahr des seitlichen Abrutschens. Da sich Nikon beim Gehäuse sowohl an den früheren APS-C-Modellen als auch an den Vollformatkameras orientiert hat, finden sich Besitzer anderer Nikon-DSLMs sofort zurecht. Seiner Philosophie ist Nikon somit auch bei der sehr kompakten Z 30 treu geblieben.

Bedient wird die DSLM wie die größeren Kameras der Z-Serie:

Auf der Oberseite der Kamera befindet sich unter anderem das Programmwählrad, rechts davon werden Videos gestartet. Für die Belichtungssteuerung sind die üblichen zwei Einstellräder verbaut, damit lässt sich komfortabel manuell belichten. Das vordere Rad wurde wie üblich im Griff integriert, hier wird es mit dem Zeigefinger bedient. Das hintere Rad liegt auf der Oberseite und wird mit dem Daumen gedreht. Den Fotoauslöser und den Ein- und Ausschalter hat Nikon ebenso wie bekannt kombiniert, die dahinter liegenden Tasten erlauben das Anpassen der Sensorempfindlichkeit sowie die Korrektur der Belichtung.

Für das Starten und Stoppen von Videos gibt es auf der Rückseite der Nikon Z 30 (Produktbilder) einen Schalter, im Fotomodus lassen sich Videos leider nicht starten. Wenn es schnell gehen muss, ist das nicht unbedingt von Vorteil. Die mittlere Taste des eben erwähnten Schalters erlaubt die Konfiguration der Displayansicht. Weitere Taste stehen für die Wahl des Auslösemodus (Einzelbild, Serienbild, Selbstauslöser, …) und zum Speichern der Belichtung oder der Fokussierung zur Verfügung.

Die Rückseite der Nikon Z 30 fällt klassisch aus:

Die i-Taste der Kamera öffnet ein Quickmenü zum schnellen Anpassen wichtiger Optionen, das Hauptmenü wird über die „Menu“-Taste erreicht. In den Menüs der Kamera erfolgt die Navigation vorrangig mittels des rückseitigen Steuerkreuzes, zudem geht das auch per Touch. Nutzen muss man dieses anders als bei der Z 50 aber nicht unbedingt.

Diese Bedienelemente lassen sich vom User konfigurieren:

Ein Teil der Bedienelemente können Besitzer der Nikon Z 30 (Datenblatt) anpassen, dies gilt unter anderem für die Fn-Tasten auf der Vorderseite. Einfluss lässt sich darüber hinaus auf das Quickmenü und das „Mein Menü“ der DSLM nehmen. Dadurch kann man die spiegellose Systemkamera gut an die eigenen Wünsche anpassen. Der Aufbau und das Design der Menüs ist von diversen Kameras von Nikon bekannt, zahlreiche Optionen erlauben vielfältige Eingriffe.

Über das i-Menü sind wichtige Aufnahmeparameter schnell zu erreichen:

Das "Mein Menü" lässt sich frei zusammenstellen:

Als Aufnahmeprogramme stehen bei der Nikon Z 30 (Bildqualität) die PSAM-Modi, eine Vollautomatik und drei User-Modi zur Verfügung. Eingestellt wird der Modus wie üblich per Wählrad. Darüber hinaus lassen sich im Menü verschiedene Bildstile auswählen und können sich Fotografen für unterschiedliche Bracketing-Einstellungen oder die Fokusverlagerung entschieden. HDR- und Intervallaufnahmen sind ebenso möglich.

Das Angebot an AF-Messfeldmodi fällt groß aus:

Das Autofokussystem der Nikon Z 30 (Geschwindigkeit) ist von der Z 50 sowie der Z fc bekannt. Nikon nutzt einen Hybrid-AF, dieser kombiniert die Kontrastmessung und die Phasendetektion. Letztere erfolgt über 209 Phasen-AF-Felder, sie sind auf 90 Prozent der Sensorfläche verteilt. Dadurch lässt sich sowohl im Zentrum als auch außerhalb davon schnell fokussieren. Zu den Messfeldmodi der DSLM gehören die automatische Steuerung sowie die manuellen Optionen „Nadelspitzen-Messfeld“, „Einzelfeld“, „Großes Messfeld (klein)“, „Großes Messfeld (groß)“, die Gesichts- und Augenerkennung ist bei Menschen wie Tieren möglich. Die Leistung des Autofokussystems bewegt sich auf dem Level der Z 50 und Z fc, neben statischen Motiven kann die Z 30 auch bewegte Motive in aller Regel treffsicher einfangen. Für eine Kamera der Einsteiger- bis Mittelklasse ist dies ein gutes Ergebnis. Mit der Gesichts- und Augenerkennung spart man sich die manuelle Wahl des Messfeldes und erhält bei Porträts fast immer korrekt fokussierte Personen. Wer manuell arbeiten möchte, kann dies mit der Z 30 natürlich auch, die Lupenfunktion und das Focus Peaking („Konturfilter“) helfen beim Fokussieren.

Neben dem Autofokus stammt von der Z 50 und Z fc auch der Verschluss. Es handelt sich zum einen um einen mechanischen Schlitzverschluss mit einer kürzesten Belichtungszeit von 1/4.000 Sekunde. Als längste Belichtungszeit lassen sich 30 Sekunden oder über die Langzeitbelichtung noch längere Zeiten einstellen. Der elektronische Verschluss („Lautlose Auslösung“ genannt) ergänzt den mechanischen Verschluss und erlaubt das geräuschlose Auslösen. Die Belichtungszeiten ändern sich bei dessen Einsatz nicht, bei bewegten Motiven oder Kunstlicht ist jedoch Vorsicht geboten. Hier können Verzerrungen sowie andere Artefakte auftreten. Wer sichergehen will, sollte daher den mechanischen Verschluss verwenden.

Diese Optionen stehen bei der Belichtungsmessung zur Wahl:

Zudem lässt sich bei der Z 30 ein elektronischer erster Verschlussvorhang und ein mechanischer zweiter Verschlussvorhang nutzen. Hier sind allerdings minimal 1/2.000 Sekunde einstellbar. Als Belichtungsmessmethoden werden die Matrixmessung, die mittenbetonte Messung, die Spotmessung und die lichterbetonte Messung angeboten. Damit lässt sich in allen Situationen optimal arbeiten.

Das 3,0 Zoll messende LCD lässt sich fast immer optimal einsehen:

Die Bildkontrolle erfolgt bei der Nikon Z 30 (Technik) nur per Display, anders als bei der Z 50 oder Z fc wurde bei der Z 30 kein Sucher verbaut. Diese Tatsache erlaubt wie bereits erwähnt die kompakte Gehäusekonstruktion der Kamera. Da die Zielgruppe der Z 30 vor allem Content Creator und Umsteiger von einem Smartphone sind, sollte der fehlende Sucher vielen Nutzern gar nicht auffallen. Sie würden ihn sowieso nicht verwenden. Wichtiger ist für all jene ein gut nutzbares Display. Also ein Display, das sich sowohl bei der klassischen Bedienung hinter der Kamera als auch bei Selfies oder Vlogs einsehen lässt. Daher hat sich Nikon für die Integration eines dreh- und schwenkbaren Panels entschieden. Dieses misst 3,0 Zoll in der Diagonalen und löst 1,04 Millionen Subpixel auf. Die Darstellung des LCDs bewerten wir als gut bis sehr gut, den Komfort bei der Bildkontrolle als sehr hoch. Das Touchscreen des LCDs arbeitet sehr flott sowie präzise und funktioniert darüber hinaus auch in allen Menüs. Das ist für Smartphone-User mindestens genauso wichtig und keineswegs bei jeder Kamera zu finden.

Die Videofunktion steht bei der Nikon Z 30 (Beispielaufnahmen) im Fokus. Als Zielgruppe sieht Nikon schließlich Content Creator, die verstärkt Videos aufnehmen möchten. Für Vlogger wurde unter anderem das bereits angesprochen dreh- sowie schwenkbare Display verbaut, zudem hat Nikon ein besseres Mikrofon integriert. Dieses fällt schon allein optisch größer als bei den anderen Kameras von Nikon aus, mit dem beiliegenden Windschutz des Vlogger-Kits lassen sich zudem Störgeräusche reduzieren. Der Windschutz wird über den Blitzschuh montiert, das geht in der Praxis sehr schnell und einfach.

Beim Vlogger-Kit gehört ein Windschutz zum Lieferumfang:

Natürlich besteht auch die Möglichkeit zum Anschluss eines externen Mikrofons per 3,5mm Klinkenport. In beiden Fällen lässt sich der Pegel manuell anpassen, beim Frequenzgang stehen „Breitband“ und „Sprache“ zur Wahl. Einen Kopfhörerausgang besitzt die Nikon Z 30 leider nicht, die Live-Tonkontrolle kann daher nur über die Pegelanzeige erfolgen. Dies ist angesichts der Video-Ausrichtung der Kamera wenig verständlich.

Die Videoaufnahme erfolgt in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) mit 24, 25 und 30 Vollbildern pro Sekunde, in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) können sich Videografen für 24, 25, 30, 50, 60, 100 und 120 Vollbilder pro Sekunde entscheiden. Mit maximal 30 Vollbildern pro Sekunde in 4K steht natürlich keine besonders hohe Bildrate zur Verfügung, in den meisten Fällen sollte diese jedoch ausreichend sein. Zeitlupenaufnahmen lassen sich mit bis zu 5-facher Verzögerung in Full-HD realisieren. Mehr kann man von einer Kamera der Einsteiger- bis Mittelklasse nicht erwarten.

Ein Teil der Aufnahme-Optionen im Videomodus:

Die Bildqualität fällt in 4K-Auflösung exzellent aus, in Full-HD sehr gut. An manuellen Optionen hat Nikon nicht gespart, dazu gehören unter anderem die Wahl der Belichtungseinstellungen, der Fokussierung und des Bildstils. Die Gesichts- und Augenerkennung steht auch bei Videos zur Verfügung, der Autofokus leistete bei Videoaufnahmen im Test sehr gute Dienste. Das ist vor allem bei Vlogs wichtig, bei dem man selbst schlecht eingreifen kann. Apropos Vlogs: Wer vor der Kamera steht, wird von der laufenden Aufnahme nicht nur über das Display informiert, sondern auch über eine kleine LED auf der Vorderseite. Diese leuchtet dann rot auf.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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