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Das Fazit zur Olympus Stylus TOUGH TG-860

Der 15,9 Megapixel auflösende CMOS-Bildwandler der Olympus Stylus TOUGH TG-860 (Datenblatt) ist 1/2,3 Zoll groß und wird rückwärtig belichtet. Der Sensorempfindlichkeitsbereich reicht von ISO 125 bis ISO 6.400, eine ISO-Automatik ist vorhanden.

Von ISO 125 bis ISO 6.400 lässt sich die ISO-Wahl vornehmen:

Schon beim Vorgängermodell Olympus Stylus TOUGH TG-850 (Testbericht) ist uns bei den Aufnahmen eine deutlichere Weichzeichnung aufgefallen. Diese ist auch bei der TG-860 vorhanden, weshalb sich die Bildqualität unter dem Klassendurchschnitt bewegt. Ab ISO 400 wird dann ein erstes stärkeres Bildgrieseln sichtbar, ab ISO 800 fällt die Detailwiedergabe deutlich ab. ISO 800 sind nur noch für kleinformatige Aufnahmen einzusetzen, höhere ISO-Werte sollten so gut wie möglich vermieden werden. Bei schlechten Lichtverhältnissen ist ein leichtes Rauschen bei jeder Sensorempfindlichkeit präsent, spätestens bei ISO 800 nimmt dieses überhand. Mehr als ISO 400 sollten daher nur mit Vorsicht eingesetzt werden.

Gute 7,8 Bilder pro Sekunde hält die Kamera im Serienbildmodus fest:

Deutlich besser kann sie bei unseren Geschwindigkeitsmessungen abschneiden. 7,8 Bilder pro Sekunde lassen sich mit der Outdoorkamera für sieben Bilder in Folge speichern. Hier könnte man sich zwar noch eine längere Bildserie wünschen, diese fällt jedoch akzeptabel lang aus. Die Fokussierung ist zu jederzeit sehr schnell möglich. 0,18 Sekunden vergehen im Weitwinkel, kaum mehr Zeit im Telebereich. Ebenfalls sehr kurz ist die Auslöseverzögerung von 0,02 Sekunden. Da die Outdoorkamera schon nach 1,24 Sekunden eingeschaltet ist und die erste Bildaufnahme nach dem Einschalten bereits nach 0,78 Sekunden möglich ist, kann der TG-860 insgesamt ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt werden.

Der Test der Farbwiedergabe zeigt größere Abweichungen vom Sollwert, ein problematisches Niveau wird jedoch noch nicht erreicht.

Der optische Bildstabilisator erlaubt Belichtungszeiten von etwa 1/20 Sekunde am Teleende. Verwacklungen kann er daher um etwa zwei bis 2,5 Blendenstufen ausgleichen. Dies entspricht einem guten Ergebnis. Bei Videos lässt sich eine digitale Stabilisierung zusätzlichen zur optischen Variante hinzufügen. Im Weitwinkel zeigt sich trotz dieser hybriden Stabilisierung aber trotzdem ein leichtes Wackeln.

Das Objektiv fällt mit 21 bis 105mm sehr weitwinkelig aus:

Das 5x-Zoom der Olympus Stylus TOUGH TG-860 (Beispielaufnahmen) bietet einen für Kompaktkameras außerordentlich großen Weitwinkelbereich von 21mm (KB-äquivalent). Das Teleende fällt mit 105mm durschnittlich aus. Die Outdoorkamera lässt sich dadurch durchaus als Actionkamera-Ersatz verwenden, mit dem optischem Bildstabilisator hat sie vielen Modellen dabei etwas voraus. Die größte Blendenöffnung der Optik ist mit F3,5 bis F5,7 nicht gerade groß, bewegt sich allerdings noch in einem akzeptablen Rahmen. Bei der Abbildungsleistung kann uns die TG-860 leider nicht überzeugen. Die Bildränder sind bei allen Brennweiten deutlich unschärfer als die Bildmitte. Dies gilt insbesondere für den Weitwinkelbereich, bei dem die Randunschärfe ein kritisches Ausmaß erreicht. Hier sollten Objekte nicht platziert werden, da diese nur suboptimal wiedergegeben werden. Dass eine Randabschattung und Verzeichnung nicht auftreten, ist leider kein Trost mehr. Um zu verifizieren, dass die Unschärfe am Bildrand nicht nur bei unserem Testgerät auftritt, haben wir noch eine weitere Kamera getestet. Bei dieser besaß die Unschärfe ein in etwa identisches Ausmaß.

Die TG-860 ist sehr hochwertig verarbeitet und liegt gut in der Hand:

Unser Fazit:
Olympus hat die Stylus TOUGH TG-860 (Praxis) im Vergleich zum Vorgängermodell Olympus Stylus TOUGH TG-850 (Testbericht) in wenigen Punkten überarbeitet. Dazu gehören eine von 10m auf 15m verbesserte Tauchtiefe, eine hinzugekommene frei belegbare Fn-Taste auf der Vorderseite sowie ein integrierter GPS-Empfänger und ein WLAN-Modul. Letzteres ermöglicht das drahtlose Steuern der Outdoorkamera und die kabellose Bildübertragung. Mit dem GPS-Empfänger kann die Reiseroute festgehalten werden und lassen sich die Aufnahmeorte der Bilder speichern. Solide fällt das zum Teil aus Metall bestehende Kameragehäuse aus, in der Hand liegt es relativ sicher. Wie beim Vorgängermodell ist es stoßfest (bis zu 2,1m Fallhöhe), bruchsicher (bis zu 100kg) und lässt sich bei bis zu minus zehn Grad Celsius einsetzen.

Das schwenkbare LCD ist ein Alleinstellungsmerkmal der Outdoorkamera:

Größtenteils gut zu gefallen weiß auch das um 180 Grad nach oben schwenkbare Display. Dieses ermöglicht Selbstporträts und erleichtert die Bildkontrolle. Mit 460.000 Subpixel ist es leider nicht allzu hoch aufgelöst, hier könnte man sich mehr Pixel wünschen. Wünschen könnte man sich auch mehr manuelle Optionen. Die Olympus Stylus TOUGH TG-860 (Technik) hat zwar eine Programmautomatik zu bieten, Halbautomatiken und ein manueller Modus fehlen jedoch. Im Menü lassen sich die wichtigsten Parameter immerhin verändern. Toll sind die Makroqualitäten der Outdoorkamera. Mit einer Naheinstellgrenze von nur einem Zentimeter und einer Brennweite von 49mm (KB) lassen sich im "Super Nahaufnahme"-Modus starke Vergrößerungen realisieren.

Schwächen zeigen sich leider bei der Bildqualität und der Abbildungsleistung:

Bei der Bildqualität zeigt die Outdoorkamera leider Defizite. Die Aufnahmen des 1/2,3 Zoll großen CMOS-Sensors mit 15,9 Megapixel sind zu stark weich gezeichnet, die Detailwiedergabe bewegt sich unter dem klassenüblichen Niveau. Dies gilt dabei nicht nur für höhere Sensorempfindlichkeiten, sondern bereits schon für niedrigere. Das Objektiv kann zwar mit einem sehr großen Weitwinkelbereich von kleinbildäquivalenten 21mm glänzen, die Bildränder fallen aber zu unscharf aus. Dadurch werden Details außerhalb des Bildzentrums nicht optimal wiedergegeben. Bei der Arbeitsgeschwindigkeit kann sie dagegen wieder überzeugen. Sie stellt nicht nur in sehr kurzen 0,18 Sekunden scharf, mit 7,8 Bildern pro Sekunde fällt auch die Serienbildrate hoch aus. Die Outdoorkamera ist zudem in 1,24 Sekunden eingeschaltet und benötigt nur 0,78 Sekunden vom Kamerastart bis zum ersten Bild.

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Pro&Contra zur Olympus Stylus TOUGH TG-860

  • Sehr gute Outdoorfähigkeiten
  • Wasserdicht bis 15m Tiefe (bzw. bis zum äquivalenten Druck von 15m Tiefe)
  • Bruchsicher aus bis zu 2,1m Fallhöhe oder bis zu 100kg Gewicht
  • Die Kamera arbeitet bis zu minus zehn Grad Celsius
  • Internes 5x-Zoom mit 21 bis 105mm (KB-äquivalent)
  • Mit 21mm sehr großer Weitwinkelbereich
  • Das Kameragehäuse ist sehr gut verarbeitet und liegt gut in der Hand
  • Um 180 Grad nach oben schwenkbares LCD
  • Quickmenü für den schnellen Zugriff auf viele Parameter
  • Sehr kurze Auslöseverzögerung (0,02 Sek.) und sehr kurze Fokussierungszeit (0,18 Sek.)
  • Hohe Bildrate im Serienbildmodus (im Labor: 7,8 Bilder/Sek. für 7 Bilder in Folge)
  • 18 Szenenmodi (", ...) und 7 Artfilter ("Lochkamera", "Dramatischer Effekt", ...)
  • Intervallaufnahme möglich (aber nur bis zu 99 Bilder in Folge)
  • Zweites Stativgewinde an der Seite vorhanden
  • Hervorragender Super-Makro-Modus (Scharfstellung ab ca. 1cm Motivabstand + optisches Zoom)
  • Full-HD-Video-Aufnahme mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde möglich (1080p60)
  • Gute Bildqualität im Videomodus (siehe unsere drei Beispielvideos)
  • Kompatibel zur 32GB Toshiba SDHC UHS-II EXCERIA PRO 260/240MB/S Ultra-High-Speed Karte
  • Die Bildschärfe des Objektivs lässt im Weitwinkel zum Rand hin deutlicher nach
  • Die Bildqualität liegt unter dem Durchschnitt
  • Display mit "nur" durchschnittlicher Auflösung (460.000 Subpixel)
  • Keine manuellen und halb automatischen Fotoprogramme

Testurteil

Alle Urteilsgrafiken dürfen nur unverändert und mit Link auf unseren Test auf externen Webseiten verwendet werden.

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Kommentare

die Kamera hat wirklich die ...

die Kamera hat wirklich die positiven 3 Vorteile:

1: klappbares Display (bei Päsentations-Videos sinnvoll)
2: Weitwinkel-Objektiv
3: Full-HD Videos
(4): Stoßfest+(Wasserdicht)

kleiner Nachteil: bei Olympus sind die Bilder oft zu dunkel und man muss die dunklen Anteile in der Nachbearbeitung hochschieben.

Ja, danke für den umfassenden ...

Ja, danke für den umfassenden Testbericht!
Bei einer so robusten, schnell einsatzbereiten, Selfie-freundlichen und vom Handy/Tablet aus fernsteuerbaren ImmerDabeiKamera zum aktuellen Schnäppchenpreis... stellt sich nur noch die Frage nach Alternativen, die wir hier leider noch nicht im direkten Vergleich sehen können:
die ActionCams von Sony, GoPro, Garmin, Rollei, Pentax ..., deren Handhabung, Beispielaufnahmen und AufnahmeQualität mich nun wirklich interessieren! - Nur noch ein wenig Geduld..?

...inzwischen habe ich wohl "alles" ...

...inzwischen habe ich wohl "alles" hier zu den Action- und Alltags-tauglichen Kameras durchforstet - und komme wieder zur Olympus TG-860, wobei die begrenzte Bild(Rand)qualität sich dem harten Einsatz beugt (wo wäre die Alternative?) - dabei schätze ich besonders: 21mm UltraWeitwinkel, 225g Leichtgewicht, schnelle Bereitschaft mit Schnappschusstempo, 180° Klappmonitor, WiFi-Bildübertragung, zwei Stativgewinde und griffiges Gehäuse in Wunschfarben, schließlich die derzeitigen Anbieter und deren Angebot.

Die besten ActionCams vergleichen! Etwa: ...

Die besten ActionCams vergleichen! Etwa:
Olympus Tough WG-870 (neu, ua feiner Monitor)
Olympus Tough WG-4
Pentax WG 5
Garmin Virb Bike
Sony HDR-AS50/200/1000VR
... und vor allem:
* Die Sony-Armbandsteuerung RM-LVR für alle WiFi-Kameras: im Beispieltest mit der besten ActionCam bei dkamera!?!

Hallo, kann falls geweunscht einen ...

Hallo, kann falls geweunscht einen Vergleich zw. Sony AZ1 Action Cam, Ricoh WG-5 u. Oly TG 860 ins Netz stellen.

Im Gegensatz zum obigen Testbericht ist mein TG860 Testexemplar im Tele homogen scharf ohne jegliche Randunschaerfe, WW hingegen ist homogen grotte-unscharf. Zudem gibt es einen heftigen Unschaerfefleck (Linsen o. Sensorfehler).
WG-5 umgekehrt, WW homogen scharf, Tele mit (klassenueblicher) Randunschaerfe im 1/3 Randbereich.

Produktionstoleranzen ist def. ein grosser Faktor.

f

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