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Praxisbericht zur Panasonic Lumix DC-LX100 II

Die Panasonic Lumix DC-LX100 II (Datenblatt) ist eine Kamera der Kompaktklasse, die allerdings doch nicht ganz so kompakt wie andere Modelle ausfällt. Mit 11,5 x 6,6 x 6,4cm ist sie keine Kamera für die Hosentasche, in einer durchschnittlichen Jackentasche findet sie aber gerade noch so Platz. Das Gewicht fällt mit 392g dementsprechend recht hoch aus. Panasonic war daher gut beraten, der LX100 II einen recht großen Griff zu spendieren. Dieser besitzt eine gummierte Oberfläche und lässt die Kamera komfortabel in der Hand liegen.

Die Panasonic Lumix DC-LX100 II ist deutlich größer als andere Kompaktkameras:

Auf der Rückseite des teilweise aus Magnesium bestehenden Gehäuses verhindert eine gummierte Ablagefläche das Abrutschen des Daumens. Den vergleichsweise üppig vorhandenen Platz nutzt Panasonic für eine Reihe von Schaltern, Rädern oder Tasten.

Allein am Objektiv sind vier davon zu finden: Mit dem vorderen Einstellring wählt man die Blende in Drittelstufen zwischen F1,7 und F16, mit dem mittleren wird manuell fokussiert oder die Brennweite angepasst. Die beiden weiteren Schalter erlauben die Wahl des Fokusmodus (Normaler AF, Makro-AF und MF) sowie des Seitenverhältnisses der Bilder (3:2, 16:9, 1:1 und 4:3).

Bedienelemente sind sehr viele vorhanden:

Auf der Oberseite der Kamera ist das Angebot an Bedienelementen nicht geringer: Neben einem Einstellrad zur Wahl der Belichtungszeit hat Panasonic ein weiteres Wählrad für die Korrektur der Belichtung, eine Taste zum Aktivieren der Vollautomatik und eine Fn-Taste untergebracht. Der Fotoauslöser wird wie üblich bei Kompaktkameras vom Brennweitenregler umringt. Auf der Rückseite bedient man die Panasonic Lumix DC-LX100 II (Produktbilder) unter anderem mit einem kombinierten Einstellrad und Steuerkreuz, daneben stehen acht weitere Tasten zur Verfügung. Darüber werden unter anderem Videos gestartet oder das Quickmenü aufgerufen.

Die Fn-Tasten der Kompaktkamera:

Zehn Tasten der LX100 II sind insgesamt an die eigenen Bedürfnisse anpassbar, fünf davon sind allerdings Touch-Tasten auf dem Display. Die Schalter und Einstellräder der LX100 II können durch das größere Gehäuse etwas größer als bei den meisten Kompaktkameras ausfallen, dies macht das Bedienen angenehmer. Die Tasten sind dagegen doch etwas klein geraten. Das rückseitige Einstellrad ist zwar groß, aber leider sehr leichtgängig. Hiermit muss man gefühlvoll hantieren. Wer so viele Parameter wie möglich selbst einstellen möchte, fühlt sich bei der LX100 II trotzdem fast wie im Paradies. Andere Kompaktkameras schneiden in puncto Bedienkomfort deutlich schlechter ab.

Das Fotoprogramm wird per Zeitenwählrad und Blendenring bestimmt:

Zur Wahl des Fotoprogramms besitzt die Kompaktkamera kein eigenes Einstellrad. Dafür werden der Blendenring am Objektiv und das Belichtungszeitenwählrad (Zwischen- bzw. Zusatzwerte per rückseitigem Einstellrad einstellbar) auf der Oberseite verwendet. Dieses Vorgehen kennt man heutzutage vor allem von FujiFilm-Modellen. Durch die unterschiedliche Kombination der genannten Bedienelemente bestimmen Fotografen den Aufnahmemodus, zum Aktivieren der Vollautomatik steht zudem eine Taste auf der Oberseite („iA“) zur Verfügung.

Auf spezielle Szenenmodi hat Panasonic verzichtet, diese dürfte aber kaum ein Besitzer der Panasonic Lumix DC-LX100 II (Bildqualität) wirklich vermissen. Die von Panasonic schon länger bekannten 21 Filtereffekte („Retro“, „Früher“, „Dynamisch Monochrom“, ...), der L. Monochrome D.-Stil sowie der Filmkorneffekt stehen dagegen zur Verfügung. Daneben hat die Kamera die Zeitraffer- und Stop-Motion-Aufnahme zu bieten und natürlich sind die 4K-Fotoaufnahme sowie die Post-Focus-Funktion inklusive Fokus-Stacking an Bord. Gegenüber einer Systemkamera fehlt der LX100 II somit keine wichtige Funktion.

Blick in das Hauptmenü mit seinen sechs Reitern:

Das "Mein Menü" lässt sich selbst zusammenstellen:

Das Menü der LX100 II hat Panasonic im Vergleich zur LX100 deutlich überarbeitet. Es wurde dabei nicht nur das Design verändert, sondern auch der neue Menüpunkt „Mein Menü“ hinzugefügt. Dieses zusätzliche Menü kann der Anwender selbst gestalten, häufiger benötige Parameter sind hier schneller als in den anderen Untermenüs der Kompaktkamera zu finden. Dies begrüßen wir sehr. Das Hauptmenü der LX100 II ist zwar durchaus aufgeräumt, viele Parameter machen das schnelle Auffinden aber schwerer.

Die AF-Feld-Optionen der Panasonic Lumix DC-LX100 II:

Die Fokussierung erfolgt bei der Panasonic Lumix DC-LX100 II  (Geschwindigkeit) per Hybrid-AF mit Kontrastmessung und Depth-from-Defocus-Technologie. Wer sich für die automatische Fokussierung entscheidet, kann als Messfeld-Optionen zwischen einem Punkt-AF, einem 1-Feld-AF, einem frei wählbaren Messfeldmuster (Multi-individuell), der automatischen Messfeldwahl (49-Feld) und einem Verfolgungs-AF wählen. Zudem stehen eine Gesichts- und Augenerkennung zur Verfügung. Das Messfeld bewegt man per rückseitigem Steuerkreuz oder ganz einfach per Fingerzeig über den Touchscreen. Im normalen Fokusmodus beträgt die Naheinstellgrenze der LX100 II 50cm, im Makro-AF-Modus sind es 3cm. Grundsätzlich gilt: Egal in welchem Modus und mit welcher Einstellung, die LX100 II fokussiert immer äußerst flott.

Das manuelle Scharfstellen erleichtert nicht nur eine Displaylupe, ein Peaking gibt es ebenfalls. Der Einstellring am Objektiv gestaltet das manuelle Fokussieren besonders komfortabel und deutlich einfacher als bei Kameras ohne dedizierten Fokusring.

Scharfstellen lässt sich komfortabel per Fokusring am Objektiv:

Als Verschluss hat die Panasonic Lumix DC-LX100 II (Technik) wie schon die LX100 sowohl eine elektronische als auch eine mechanische Lösung zu bieten. Der elektronische Verschluss erlaubt Belichtungszeiten zwischen 1 Sekunde und 1/16.000 Sekunde, diese Werte stehen jederzeit zur Wahl. Beim mechanischen Verschluss ist dies wegen dessen Typs (Zentralverschluss) anders. Bei 24mm und einer Blendenöffnung von F1,7 lässt sich beispielsweise minimal 1/2.000 Sekunde einstellen, ab F4 dann 1/4.000 Sekunde. Bei 50mm muss man für 1/4.000 Sekunde auf F5 abblenden und bei 75mm auf F6,3. Als längste Belichtungszeit sind 60 Sekunden anwählbar, wobei es zusätzlich einen Timemodus gibt. Wer kurze Belichtungszeiten und eine offene Blende benötigt, muss bei der LX100 II den elektronischen Verschluss verwenden. Hierbei gilt es allerdings zu bedenken, dass dieser bei Kunstlicht zu Artefakten und bei bewegten Motiven zum Rolling-Shutter-Effekt führen kann.

Das Touchdisplay ist hoch aufgelöst, aber fest verbaut:

Das Display der Panasonic Lumix DC-LX100 II (Produktbilder) wurde gegenüber dem LCD der LX100 um eine Touchoberfläche ergänzt, zudem ist die Auflösung von 921.000 Subpixel auf 1,2 Millionen Subpixel angewachsen. Während sich Letzteres in einer leicht gesteigerten Bildschärfe bemerkbar macht, sorgt der Touchscreen für eine weitere Bedienoption. Drehen oder schwenken lässt sich das Display allerdings nicht. Das finden wir schade, heutzutage wird kaum mehr eine Kamera mit fest verbautem LCD angeboten. Dies hat einen guten Grund: Der Bedienkomfort ist bei einem beweglichen Display deutlich höher.

Der Sucher liefert ein scharfes Bild, der auftretende Regenbogeneffekt kann aber stören:

Der elektronische Sucher der LX100 II kam schon in der LX100 zum Einsatz. Er vergrößert 0,7-fach, die Auflösung liegt bei 2,76 Millionen Subpixel. Für eine Kamera der Kompaktklasse fällt der Sucher LX100 II sehr groß aus, die Bildkontrolle ist angenehm möglich. Bei schnellen Bewegungen des Auges können manche Personen jedoch einen Regenbogeneffekt wahrnehmen. Der stören kann.

Im Jahr 2014 war die Panasonic Lumix DC-LX100 eine der ersten Kameras mit der Videoaufnahme in 4K-Auflösung. Damals konnte dieses Feature bei einer Kompaktkamera durchaus als Sensation bezeichnet werden. 2018 ist das natürlich ganz anders, 4K-Aufnahmen sind mittlerweile gang und gäbe. In 4K (3.840 x 2.160 Pixel) lässt sich bei der LX100 II zwischen 24, 25 und 30 Vollbildern pro Sekunde wählen, in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) zwischen 25, 30, 50 und 60 Vollbildern pro Sekunde. Die Panasonic Lumix DC-LX100 II (Beispielaufnahmen) hat der LX100 somit die NTSC-Bildraten voraus. Weitere Verbesserungen gibt es allerdings nicht.

Dies finden wir angesichts des langen Zeitraums zwischen beiden Modellen nicht optimal. Am Crop bei 4K-Aufnahmen wurde leider auch nichts geändert, der Brennweitenbereich des Objektivs „verschiebt“ sich wegen der höheren Auflösung des Sensors sogar noch stärker zum Telebereich (30 bis 94mm KB-äquivalent).

Ein Teil der Video-Optionen der Kompaktkamera:

Die Bildqualität der 4K-Aufnahmen fällt immerhin sehr gut bis exzellent und die Qualität der Full-HD-Videos (bei denen man keinen Crop in Kauf nehmen muss) sehr gut aus. Der Autofokus der Kamera arbeitet bei Videos schnell und treffsicher, manuelle Optionen gibt es einige. Zum manuellen Belichten bei Videos können wir die LX100 II trotzdem nicht empfehlen. Sowohl beim Betätigen des Blendenrings am Objektiv als auch beim Drehen der anderen Einstellräder entstehen nämlich deutliche Verwacklungen und Geräusche. Letztere lassen sich mangels eines Eingangs für ein Mikrofon auch nicht von der Tonspur fernhalten. In sehr leisen Umgebungen kann zudem das Betriebsgeräusch des Stabilisators auffallen. Dies ist bei aktuellen Kameramodellen eher ungewöhnlich.

Ein Praxisbericht von:

Thomas Kniess

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