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Das Fazit zur Panasonic Lumix DMC-GH4

In der Praxis überzeugt die Panasonic Lumix DMC-GH4 mit einem sehr hochwertigen Gehäuse, vielen Tasten und der besten Videofunktion aller Digitalkameras. Wie Panasonics Flaggschiff im Labor abschneidet, erfahren Sie im Folgenden.

Ein neuer Live-MOS-Sensor ist  bei der Panasonic Lumix DMC-GH4 (Datenblatt) für die Bildaufnahme zuständig. Dieser ist wie beim Vorgänger 17,3 x 13,0mm groß und löst ebenfalls 15,9 Megapixel (4.608 x 3.456 Pixel) auf. Der Standard-ISO-Bereich geht von ISO 200 bis ISO 25.600, per Erweiterung sind auch ISO 100 möglich. Die ISO-Wahl kann in ganzen oder Drittelstufen erfolgen.

Bei der Bildqualität schließt die Panasonic Lumix DMC-GH4 zu den besten Modellen mit Micro-Four-Thirds-Bildsensor auf. Das Bildrauschen fällt bis etwa ISO 800 nahezu nicht auf, die Detailwiedergabe ist sehr gut. Bei ISO 1.600 muss der Rauschfilter dann etwas eingreifen, die Bildqualität verschlechtert sich allerdings kaum. Bei ISO 3.200 setzt dann ein erster Texturverlust ein, bei ISO 6.400 bricht die Bildqualität stärker ein. Während man diese Sensorempfindlichkeit mit Abstrichen aber noch verwenden kann, sollte ISO 12.800 nur in Ausnahmefällen und ISO 25.600 besser überhaupt nicht mehr verwendet werden.

Bei schlechteren Lichtverhältnissen wird eine sehr gute Detailwiedergabe bis ISO 400 erreicht, bis ISO 1.600 ist die Bildqualität immer noch gut. Danach steigt der Texturverlust allerdings sehr deutlich an, sodass bei ISO 3.200 bereits deutlich weniger Details wiedergegeben werden. Mehr als ISO 3.200 sollten bei höheren Ansprüchen vermieden werden, ISO 6.400 ist nur mit deutlichen Abstrichen noch akzeptabel. Insgesamt überzeugt die Panasonic Lumix DMC-GH4 mit einer für MFT-Modelle sehr guten Bildqualität, bei höheren Sensorempfindlichkeiten ist auf jeden Fall ein Vorteil gegenüber dem Vorgänger zu erkennen.

Hervorragend schneidet die Panasonic GH4 bei unserem Geschwindigkeitstest ab. 13,1 Bilder pro Sekunde sind für 254 JPEG-Bilder in Folge möglich, danach lassen sich 1,3 Bilder pro Sekunde festhalten. Wer sich für das RAW-Format entscheidet, kann 11,3 Bilder pro Sekunde für 40 Aufnahmen in Folge speichern, bei der kombinierten Aufnahme von JPEG+RAW-Bildern sind 11,6 Bilder pro Sekunde für 38 Aufnahmen möglich. Damit gehört die GH4 zu den schnellsten Kameras bei der Serienbildaufnahme.

Nicht weniger überzeugend schneidet die GH4 bei der Fokussierung mit 0,07 Sekunden ab, die Auslöseverzögerung liegt mit 0,06 Sekunden noch im guten Bereich. Extrem kurz ist zudem die Einschaltzeit der Kamera (bis zur vollständigen Displayanzeige) mit lediglich 0,76 Sekunden, auf das erste Bild nachdem Einschalten muss man mit 0,68 Sekunden sogar noch weniger warten.

Farben gibt die Panasonic Lumix DMC-GH4 noch akzeptabel wieder, die Abweichungen vom Sollwert liegen im Rahmen. In der Praxis sind die Aufnahmen ohne Einschränkungen nutzbar.

Das Lumix G X Vario 12-35mm F2,8 Asph. Power O.I.S ist Panasonics lichtstarkes Standardzoom mit einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 24 bis 70mm und einer Blendenöffnung von F2,8 bei jeder Brennweite. Die Abbildungsleistung überzeugt mit einer exzellenten Schärfe in der Bildmitte, bei Offenblende fallen die Ecken ein klein wenig ab. Hier sollte für eine hohe Randschärfe um eine Stufe abgeblendet werden. Die Verzeichnung ist – zumindest wenn kameraintern korrigiert – kaum auffällig, die Randabschattung könnte noch ein wenig geringer ausfallen. Chromatische Aberrationen sind quasi nicht sichtbar. Die Verarbeitung des Lumix G X Vario 12-35mm F2,8 Asph. Power O.I.S ist sehr solide, beide Objektivringe lassen sich gleichmäßig drehen. Der Autofokus arbeitet sehr schnell und unhörbar, der optische Bildstabilisator kann etwa zwei bis drei Blendenstufen ausgleichen.

Das Panasonic Lumix G X Vario 35-100mm F2,8 Power O.I.S schließt sich bei der Brennweite an das Lumix G X Vario 12-35mm F2,8 Asph. Power O.I.S an und bietet einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 70 bis 200mm. Durch die ebenfalls durchgängige Blendenöffnung von F2,8 lassen sich zum einen kurze Belichtungszeiten erreichen, zum anderen können damit aber auch Motive gut freigestellt werden. Die Verarbeitungsqualität liegt auf einem sehr guten Niveau des Lumix G X Vario 12-35mm F2,8 Asph. Power O.I.S, der Autofokus ist ebenso sehr schnell und arbeitet praktisch lautlos. Die Abbildungsleistung ist bei allen Brennweiten in der Bildmitte bereits bei F2,8  sehr gut, die Bildecken sind etwas weicher aber noch gut nutzbar. Eine Verzeichnung ist unkorrigiert bei 70mm (KB) sichtbar, intern wird diese aber sehr gut ausgeglichen. Der Power O.I.S des 2,9-fach-Zooms kann etwa drei Blendenstufen kompensieren. Sowohl für das Panasonic Lumix G X Vario 12-35mm F2,8 Asph. Power O.I.S als auch das Lumix G X Vario 35-100mm F2,8 Power O.I.S gilt: Beide sind eine optimale Ergänzung für die Panasonic Lumix DMC-GH4. Sie können optisch überzeugen, sind sehr gut verarbeitet und fallen trotz einer Lichtstärke von F2,8 kaum ins Gewicht. Im Vergleich zu ihren Brennweiten-Pendants für Kleinbildkameras sind sie geradezu Leichtgewichte.

Unser Fazit:

Panasonic hat die neue Lumix DMC-GH4 (Hands-On) in vielen Punkten auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Der neue Bildsensor liefert bis ISO 1.600 eine gute bis sehr gute Detailwiedergabe mit nahezu kaum sichtbaren Bildrauschen. Das Display und der elektronische Sucher sind hoch aufgelöst, sie glänzen zudem mit einer sehr guten Darstellungsqualität und einer hohen Bildwiederholrate. Das LCD kann dank Dreh- sowie Schwenkmechanismus und Touchscreen variabel eingesetzt werden. Einstellungsmöglichkeiten bietet die Panasonic Lumix DMC-GH4 sehr viele, die meisten Optionen lassen sich dabei über eine eigene Taste erreichen. Zehn Tasten können zudem mit Wunschparametern belegt werden, nur die Tastengröße ist etwas klein. Für ein sehr gutes Handling der GH4 sorgen der ergonomische Handgriff und die verwendete Gummierung, das Kameragehäuse ist „Profi-Like“ gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Die Arbeitsgeschwindigkeit der Panasonic Lumix DMC-GH4 ist exzellent: Bis zu 13,1 Bilder pro Sekunde kann die spiegellose Systemkamera bei der Serienbildaufnahme festhalten, der große Pufferspeicher ermöglicht zudem 254 JPEG oder 40 RAW-Bilder in Folge. Ebenso flott agiert der Autofokus mit 0,13 Sekunden, schon nach 0,76 Sekunden ist die Kamera außerdem einsatzbereit.

Allein diese eben aufgezählten Punkte machen die Panasonic Lumix DMC-GH4 (Technik) zu einer sehr guten Kamera. Das wichtigste Argument, das für die spiegellose Systemkamera spricht, fehlt allerdings noch: der Videomodus. Hier stellt die GH4 alle bisher erhältlichen Digitalkameras in den Schatten. Der Grund: Die Videoaufnahme kann auch in 4K/UHD-Auflösung, also mit der vierfachen Full-HD-Auflösung, erfolgen. Damit setzt die Panasonic Lumix DMC-GH4 (Beispielaufnahmen) spielend neue Maßstäbe bei der Bildqualität. Die mit bis zu 4.096 x 2.160 Pixel aufgenommenen Videos besitzen eine hervorragend Detailwiedergabe. Aber auch in Full-HD-Auflösung ist die Bildqualität der GH4 sehr gut, zudem stehen sehr viele Bild- und Bitraten sowie Codierungen zur Wahl. Doch die GH4 kann noch mehr: Der Videomodus erlaubt die manuelle Kontrolle von Bild- und Ton, ein Mikrofon sowie ein Kopfhörer können angeschlossen werden und per HDMI lassen sich Videos mit einer nochmals besseren Bildqualität ausgeben. Zudem sind diverse Optionen für Video-Profis mit an Bord. Die Panasonic Lumix DMC-GH4 stellt damit alle Digitalkameras mit Videofunktion in den Schatten und bietet erstmals die Möglichkeit der 4K-Aufnahme zu einem erschwinglichen Preis.

Ob ein Upgrade von der GH3 lohnt, hängt natürlich in erster Linie davon ab, ob schon jetzt oder auch zukünftig 4K-Videos aufgenommen werden sollen.

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Pro&Contra zur Panasonic Lumix DMC-GH4

  • Gute bis sehr gute Bildqualität bis ISO 800
  • Auch hohe ISO-Werte bis ISO 3.200 mit relativ guten Ergebnissen
  • Sehr hochwertiges Magnesium-Gehäuse mit ergonomisch geformtem Griff
  • Das Kameragehäuse ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt
  • Die Kamera liegt sehr gut in der Hand
  • Hochauflösendes dreh- und schwenkbares 3,0 Zoll Display mit 1.036.000 Subpixel
  • Hochauflösender, großer und heller elektronischer Sucher (2,36 Millionen Subpixel)
  • Kürzeste Belichtungszeit 1/8.000 Sekunde (mechanisch sowie elektronisch)
  • Sehr hohe Bildrate (im Labor: bis zu 13,1 Bilder/Sek. für 254 JPEG-Bilder in Folge)
  • Sehr schneller Autofokus (Fokussierung inkl. Auslöseverzögerung nur 0,13 Sekunden)
  • Sehr kurze Einschaltzeit (0,76 Sek.) und nur kurze Wartezeit bis zum ersten Bild (0,68 Sek.)
  • Direkter Zugriff über Tasten und Wahlräder auf sehr viele Optionen
  • Sehr viele Tasten lassen sich individualisieren (10 Fn-Tasten)
  • Sehr viele Einstellungsmöglichkeiten im Kameramenü
  • Voll- und Halbautomatiken sowie manueller Belichtungsmodus vorhanden
  • 22 Kreativeffekte ("Dynamisch Monochrom", "Crossentwicklung", "Spielzeugkamera", ...)
  • Manueller Fokus mit Peaking-Unterstützung und Fokuslupe
  • Aufnahme im RAW-Bildformat möglich (ebenso natürlich JPEG+RAW)
  • Das Programmwählrad kann optional verriegelt werden
  • Belichtungsreihen- und Intervall-Funktion vorhanden
  • Zubehörschuh für ein Blitzgerät oder ein externes Mikrofon verwendbar
  • Videoaufnahme mit 4K/Ultra-HD-Auflösung möglich
  • Full-HD-Videoaufnahme mit 60 Vollbildern pro Sekunde möglich (1080p60)
  • Überragende gute Bildqualität im Videomodus (siehe dazu unsere Beispielvideos)
  • Sehr viele Profifeatures im Videomodus (Timecode, Zebra, ...)
  • Anschlussmöglichkeit für ein Zusatzvideointerface (DMW-YAGHE)
  • Volle manuelle Kontrolle im Videomodus
  • Gute Tonqualität des integrierten Mikrofons mit einstellbarem Pegel (Stereo)
  • Anschlüsse für ein externes Mikrofon und ein Kopfhörerausgang vorhanden (3,5mm)
  • WLAN zur drahtlosen Datenübertragung und Fernsteuerung per Mobilgerät vorhanden
  • Lumix G X Vario 12-35mm F2,8: Sehr gute Bildqualität, sehr schneller und leiser Autofokus
  • Lumix G X Vario 12-35mm F2,8: Hochwertige Verarbeitung, effektiver integrierter Bildstabilisator
  • Lumix G X Vario 35-100mm F2,8: Sehr gute Bildqualität, sehr schneller und leiser Autofokus
  • Lumix G X Vario 35-100mm F2,8: Hochwertige Verarbeitung, effektiver integrierter Bildstabilisator
  • Kompatibel zu allen von uns getesteten Speicherkarten bis 256GB
  • Zur 256GB Lexar Professional 600x Speed (UHS-I, Class 10) SDXC Speicherkarte kompatibel
  • Zur 16GB Toshiba SDHC UHS-II EXCERIA PRO 260/240MB/S Ultra-High-Speed Karte kompatibel
  • Die Tasten könnten noch etwas größer ausfallen
  • Das Einstellrad auf der Rückseite ist zu weit versenkt
  • Mechanik des integrierten Blitzes könnte hochwertiger ausfallen (Beim Zuklappen hakt es)
  • Ein zweiter Speicherkartenslot wäre wünschenswert

Testurteil

Alle Urteilsgrafiken dürfen nur unverändert und mit Link auf unseren Test auf externen Webseiten verwendet werden.

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Kommentare

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Hallo,

das GH4-Video des ISO 12233 Test-Charts ist in Full-HD mit 3.840 x 2.160 Pixel aufgenommen worden. Um zu sehen wie schwer sich die Kamera mit dem FHD-TestChart tut, solltet Ihr das Testchart nur mit der halben Monitorbreite aufnehmen, also mit nicht voll gedeckten Aufnahmechip, schließlich ist das Testchart für 1920x1080 Pixel der Aifnahmesendorfläche gemacht worden!

Für mich wäre von Interesse, ...

Für mich wäre von Interesse, ob die Bildhelligkeit während der Videoaufnahme manuell stufenlos regelbar ist. Sichtbare Stufigkeit (auch in 1/3 Schritten) ist für mich ein absolutes no-go. Weiterhin interessiert mich, ob per USB das erzeugte Video auch auf eine Festplatte geschrieben werden kann und in welcher Farbtiefe dies eventuell hierbei und bei der Ausgabe über HDMI erfolgt.

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Fitness-Videos mit der GH4?

Bisher habe ich einige Testberichte und Rezensionen zur Panasonic Lumix DMC-GH4 gelesen. Diese Systemkamera soll scharfe Fotos machen und super Videos drehen. Also perfekt für meinen Fitness-Blog! Da kann nur noch die Sony Alpha 7 s mithalten, die außerdem eine sehr gute Lowlightperformance aufweist.

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Wer eine Kamera für Luftaufnahmen sucht ist bei der GH4 genau richtig. Für Luftbilder und auch für Filme ist diese GH4 bestens geeignet.

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